April 2013


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2013 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogelstimmenwanderung in Deggendorf am Geiersberg an. Treffpunkt ist am Samstag, 04.05.2013 um 8:00 Uhr an der Kirche Maria Himmelfahrt in Deggendorf. Von dort aus startet die Exkursion. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Referent ist der Natur- und Landschaftsführer Frater Ludwig Schingenschlögl von der Abtei Niederalteich. Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem ornithologisch weniger Geübten Vogelstimmen unterscheiden zu lernen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2013 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit der LBV-Kreisgruppe Deggendorf, der BN-Ortsgruppe Metten - Offenberg und dem Verein „Grünes Herz Europas“ eine gemeinsame botanische Frühjahrswanderung an. Treffpunkt ist am Sonntag, 05.05.2013 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried - Leithen, Landkreis Deggendorf an der Abzweigung Richtung Hirschberg, vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl aus Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden. Die ersten Frühjahrsblüher kleiden die Landschaft in ein helles Grün und locken auf Ihre Weise hinaus in die Natur. Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem botanisch weniger Geübten Pflanzen unterscheiden zu lernen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Eine Führung in der Pilotanlage Poschetsried der Biokompost Betriebsgesellschaft Donauwald wird gemeinsam mit dem Agenda 21 Arbeitskreis Energie im Landkreis Regen und der Umweltstation des Naturparks angeboten. Treffpunkt ist am Freitag, den 3. Mai um 15:00 Uhr im Recyclingzentrum Poschetsried an der B 85 (ca. 300 m nach Poschetsried von Regen aus in Richtung Passau). Alle Interessierten sind herzlich zu dieser kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Referent ist Diplom Ingenieur Michael Buchheit, der als technischer Geschäftsführer der Biokompost Betriebsgesellschaft Donau-Wald diese Pilotanlage mit entwickelt hat. Der Referent berichtet über die Technik der Grüngutvergärung und -verwertung: In einem Kreislauf wird Biomasse und Grüngut beispielsweise aus der Landschaftspflege in Dünger und Erden umgewandelt. Zusätzlich kann man dabei Biogas, Wärme und Strom erzeugen, die als regenerative Energien aus der Region zur Verfügung stehen. Das klimaschädliche Kohlendioxid ist in einem Kreislauf des Pflanzenwachens und der Grüngutverwertung eingebunden. Heimische und erneuerbare Energiequellen wie Grüngut oder Holz stärken nicht nur die Wirtschaftskraft und Wertschöpfung in der Region, sondern sind auch bei weitem klimafreundlicher. Bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas oder Kohle wird dagegen zusätzlich das klimaschädliche Kohlendioxid freigesetzt. Dieses Treibhausgas ist für den Klimawandel entscheidend mitverantwortlich.


Amsel, Buchfink … und der Gänsesäger sind wieder da, um ein altes Volkslied etwas abgewandelt zu zitieren. Sie unterhalten sich, grenzen ihre Reviere ab und erfreuen durch ihren Gesang. Eine Vielzahl unterschiedlicher Vögel besingt den Frühling. Auch unter Ihnen gibt es Frühaufsteher und Langschläfer. Dies gilt es zu erkunden, im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt deshalb am Sonntag den 28.04.2013 zu einer geführten Vogelstimmenwanderung ein. Treffpunkt ist um 05:00 Uhr am Parkplatz am Schloss Fürsteneck. Zusammen mit der Vogelexpertin Beate Seidl und dem Gebietsbetreuer Stefan Poost geht es über die Mündung der Wolfsteiner Ohe in die Ilz zur Schönberger Triftsperre. Die Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Festes Schuhwerk, der Witterung entsprechende Kleidung und ein Fernglas werden empfohlen.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2013 und zusammen mit dem Arbeitskreis Energie- und Verkehr sowie der Umweltstation Viechtach findet im neuen Naturparkhaus an der B11 Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) am Freitag, den 26.04.2013 um 19:30 Uhr ein bebilderter Vortrag über Sonnenhäuser statt. Die Themen Neubau und Sanierung von Gebäuden im Zeitalter der Energiewende spielen eine zentrale Rolle. Der Architekt und Planer des Naturparkhauses Georg Dasch aus Straubing wird zahlreiche Beispiele aus der Praxis vorstellen und mit dem Vortragsabend die Woche der Sonne, die vom 26.04. bis 05.05.2013 stattfindet, einleiten. Gleichzeitig wird vom Sonnenhausinstitut eine Ausstellung zum solaren Bauen eröffnet, die im Naturpark-Informationshaus in Zwiesel täglich von 9:30 bis 16:30 besichtigt werden kann.


„Frühlingsflora am Bogenberg“ – so der Titel einer Exkursion zum „heiligen Berg Niederbayerns“, die vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der „Botanischen Arbeits- und Schutzgemeinschaft Bayerischer Wald“ angeboten wird. Treffpunkt ist am Freitag, den 26. April um 15:00 Uhr am Neuen Rathaus in Bogen. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen, ca. dreistündigen Wanderung eingeladen. Bitte festes Schuhwerk mitbringen. Referenten sind Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks und Wolfgang Diewald, Diplom Biologe und Vorsitzender der „Botanischen Arbeits- und Schutzgemeinschaft Bayerischer Wald“. Er berichtet über die eindrucksvolle Pflanzenwelt an den steilen Donauhängen des Bogenberges. Die Donau ist ein bedeutender Wanderraum für Pflanzen und Tiere bis aus dem Balkangebiet. Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für mager- und trockenheitsliebende Pflanzenarten wie Küchenschelle oder Sonnenröschen. Im Naturschutzgebiet am Bogenberg sind Eichen- und Hainbuchenwälder eng mit Schlehen- und Ligusterbuschwerk verzahnt. Einige Frühlingsblüher am Boden wie Blaustern oder Buschwindröschen nutzen den Lichteinfall in den noch blätterlosen Wäldern. Auf felsigen und steilen Standorten mit wenig Humusauflage finden sich sogar kleine Trockenrasen.


Die Tier- und Naturfilme Jürgen Eichingers faszinieren Jung und Alt. Sie zeigen nicht nur beeindruckende Landschaftsaufnahmen, geben nicht nur Einblicke in eine Tierwelt, die nur dem extrem geduldigen und erfahrenen Tierbeobachter vergönnt sind, sondern sie fesseln auch durch ihre Dramatik. Viele der besonders spannenden – aber auch einige eher alltägliche - Szenen können nur durch „Tricks“ entstehen. Dass dieses „Making of“ mindestens so spannend wie der Film selbst ist, zeigte sich kürzlich in der Bayerwaldfilmnacht im Naturparkhaus Zwiesel. Über 60 Leute, darunter einige zum wiederholten Mal, folgten der Einladung des Filmemachers und Naturparkbotschaftlers Jürgen Eichinger, der in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Kooperation mit dem Naturpark Bayerischer Wald zu einem Filmeabend geladen hatte. Unter dem Motto „DonauEinFlüsse“ standen diesmal zwei Zuflüsse der Donau im Mittelpunkt der Veranstaltung: Die Ilz, deren Einzugsgebiet intensiv vom Naturpark betreut wird, und die Vils. Im Anschluss erzählte Eichinger beispielsweise nicht nur, wie man es schafft, quasi aus der „Sicht“ einer in den Mauernischen der Burgruine Hals im Zuge von Renovierungsarbeiten einbetonierten Eidechse zu filmen. Besonders eindrucksvolle Vogelflugaufnahmen aus „Vogelsicht“, bei denen es dem Zuschauer so scheint, als wäre der betreffende Vogel mit einer Minikamera „beringt“, entstehen, indem der Filmemacher mit der Kamera den Flug nachahmt – manchmal, indem er mit ihr sogar durch einen Triftkanal rennt. Deutlich wurde den Zuschauern neben diesen wiederum sehr interessanten und vor allem amüsanten Einblicken in die Arbeit eines Natur- und Tierfilmers: Guter Journalismus, Naturschutz und als Bindeglied die Natur- und Tierfilmemacherei haben vieles gemeinsam: Sie wollen nicht nur erklären und sensibilisieren, sondern auch etwas bewegen, die Menschen wachrütteln. Jürgen Eichinger gelingt das in vielen seiner Filme sogar nachhaltig: Beispielsweise wurde die Ilz vier Jahre nach Veröffentlichung des Films „Die schwarze Perle des Bayerischen Waldes – Eine Reise zur Quelle der Ilz“ 2002/2003 als letztes großes Wildwasser Ostbayerns zur „Flusslandschaft des Jahres“ gekürt, 2004 erhielt sie einen eigenen Naturpark-Gebietsbetreuer. Der Film über die Naturschätze des Ilztals konnte also dazu beitragen, dass die Naturschätze heute geschützt werden. Andere Filme – wie etwa der Arberfilm, „Wildes Deutschland-Bayerischer Wald“ oder „Wildes Deutschland – Die Donau“ sollen, indem sie ein Thema für eine breitere Öffentlichkeit verständlich offenlegen, zu einer sachlichen öffentlich geführten Diskussion anregen.


Jetzt geht er doch, langsam und zögerlich, aber er geht, der Winter. Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken die Frühblüher aus dem Boden, eine bunte Vielfalt zum Teil seltener Pflanzen im Ilztal, wie z.B. die Frühlingsplatterbse, erfreuen jetzt den Wanderer an der Ilz. Die langen Wedel des Straussfarnes rollen sich gerade aus der Rosette und das behaarte Lungenkraut leuchtet blauviolett in der Sonne. Auch die weniger seltenen Arten, wie Buschwindröschen und Leberblümchen bedecken jetzt vielerorts den Waldboden, bevor dieser mit der Belaubung der Waldbäume wieder abdunkelt und die Frühblüher zum Rückzug zwingt. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt am Sonntag den 21.04.2013 zu einer geführten Wanderung im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“ ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Parkplatz an der Schrottenbaummühle. Zusammen mit dem Botanikexperten Karel Kleyn und dem Gebietsbetreuer Stefan Poost geht es zuerst ilzabwärts und über die Schönberger Triftsperre auf der anderen Ilzseite wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Festes Schuhwerk und der Witterung entsprechende Kleidung wird empfohlen.


Eine abendliche Vogelstimmenwanderung in der Umweltstation Viechtach bieten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen an. Die Wanderung wird von Fritz Reiter geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Samstag, den 20. April um 17:30 Uhr am Parkplatz unterhalb der Sporer-Quetsch am Beginn des Radweges von Viechtach nach Tresdorf. Die Exkursion findet im Rahmen des Projektes „DonauEinFlüsse“ statt. Der Riedbach und der Schwarze Regen sind Fließgewässer im Donaueinzugsgebiet und bieten Heimat für viele Vögel. Im Riedbachtal findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den knorrigen Hangwäldern, weiträumigen Naturweihern und beschaulichen Bachwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Mehr als dreißig Vogelarten konnten bei den bisherigen Vogelstimmenexkursionen gesehen oder gehört werden: z.B. das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Bitte Fernglas mitnehmen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64 an die Umweltstation Viechtach.


Eine abendliche Vogelstimmenwanderung am Bogenberg bietet der Naturpark Bayerischer Wald e.V. an. Die Wanderung wird vom Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher und von Peter Zach geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Der Referent informiert über deren Lebensweise und weist auf ihre typischen Gesänge hin. Treffpunkt für die zweistündige Wanderung ist am Freitag, den 12. April um 19:00 Uhr am Haupteingang des Kreisheimatmuseums am Bogenberg. Alle Interessierten sind zu dieser für Groß und Klein kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen. Bitte Fernglas und geeignetes Schuhwerk mitnehmen. Im Frühjahr sind viele Vogelarten beispielsweise bei der Partnerwahl oder bei der Brutpflege besonders aktiv. Zugvögel kehren aus dem sonnigen Süden zurück und nutzen die warme Jahreszeit zur Jungenaufzucht. Am und um den Bogenberg findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den zerklüfteten Hangwäldern, felsigen Trockenrasen, oder heckenreichen Streuwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Als häufigere Arten sind beispielsweise das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink zu erwarten. Foto: