März 2006


Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die Kreisgruppe Regen des Landesbund Vogelschutz hatten zu einem gemeinsamen Vortrag über den Vogel des Jahres 2006 eingeladen. Der Referent Dr. Christian Stirsdorfer von der LBV Bezirksgeschäftsstelle in Niederbayern referierte im Rahmen eines bebilderten Vortrages über den Kleiber.

Beim Kleiber handelt es sich derzeit um eine nicht bedrohte Vogelart. Trotzdem ist er in einigen europäischen Ländern im Rückgang betroffen. Seine Hauptlebensräume sind Buchenwälder in Zentraleuropa und Osteuropa, sowie Buchen und Eichenwälder. Er geht auch in alte Obstgärten.

Typisch ist seine blaue Oberseite und der schwarze Augenstreif. Der Kleiber besetzt eine besondere ökologische Nische. Er läuft den Stamm hauptsächlich von oben nach unten ab. Daher kommt er an Insekten und Nahrung dran, die zum Beispiel in nach oben abstehenden Schuppen zu finden ist.

Er nimmt alle möglichen Höhlen und klebt sie mit Lehm und Speichel soweit zu, bis die Öffnung für ihn passt. Seine Name Kleiber kommt vom Zukleben. Er klebt auch das Innere vom Höhlen aus. Typisch in künstlichen Nisthilfen sind die Rindenstücke, die er zum Auspolstern hernimmt. Er ist ein reviertreuer Standvogel, der gerne Insekten, Spinnen, Käfer und alle Arten von Kerbtieren nutzt, aber auch Nüsse und Bucheckern. In den Nestern liegen meist fünf bis neun braungefleckte Eier. Der Kleiber erhält reichlich Nachwuchs, doch nur etwa ein Viertel der Tiere erreicht das zweite Lebensjahr. Damit wird er als „R-Stratege“ bezeichnet, das heißt bei vielen Jungen überleben nur wenige. Das Gegenstück sind die „K-Strategen“ wie zum Beispiel die Pinguine, die nur ein Junges aufziehen, aber dafür mit großer Fürsorge betreuen. Im Winter kommt der Kleiber auch häufig an das Futterhäuschen und kann mit seiner resoluten Art sogar die Amseln vertreiben. Wichtige Lebensräume sind jedoch altholzreiche, ökologisch vielfältige Wälder. Diese sind wiederum gut für andere Arten wie Baumläufer, Star, Schwarzspecht und jede Menge an Todholzkäfern. Das Vorhandensein alter Wälder ist somit eine wichtige Voraussetzung.


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Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte zusammen mit der BN-Kreisgruppe Deggendorf und der LBV-Kreisgruppe Deggendorf zu einem Vortrag über Fledermäuse in das Hotel Georgenhof in Fischerdorf eingeladen. Referentin war die Diplom Biologin Susanne Morgenroth, die als fundierte Fledermauskennerin gilt. Sie arbeit bereits seit über einem Jahrzehnt für den Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Sachen Fledermäuse. Bei diesem bebildertem Vortragsabend gab es auch eine kleine Sensation zu verkünden. Es wurde mit Hilfe der Gentechnik eine neue Fledermausart nachgewiesen, die Nymphenfledermaus.

Fledermäuse sind in ihrer Entwicklung sehr alt, es gibt keine Vorläufer wie z.B. bei den Vögeln der Archäopterix. Fledermäuse haben ihre Hand vollständig in eine Flughaut eingekleidet. Die Orientierung in der Dämmerung und bei Nacht folgt über Ultraschall. Trotzdem sehen die Fledermäuse auch gut. Nur Menschen mit gutem Gehör und vielfach Kinder können die hohen Frequenzen des Ultraschalls bei einigen Arten wahrnehmen. Für alle Anderen liegen die Signale der Fledermäuse über der Hörschwelle. Während sich Fledermausarten in Wäldern und an Gewässern noch einigermaßen in ihrem Bestand gehalten haben, waren in den vergangenen Jahrzehnten die meisten Rückgänge auf landwirtschaftlichen Flächen zu verzeichnen. Umweltveränderungen sind die Hauptursache. Fledermäuse bekommen nur ein bis zwei Junge pro Jahr. Ein einmal erfolgter Bestandsrückgang kann nur sehr langsam wieder ausgeglichen werden. Oft kann ungünstige Witterung bis zum 80 % Prozent der Jungen - Population vernichten. Heuer dürfte das lange kalte Frühjahr nicht unbedingt günstig sein.

Fledermausweibchen sammeln sich gerne zu Wochenstuben zusammen, um dort gemeinsam ihre Jungen aufzuziehen. Manchmal kann eine Wochenstube einziges Quartier für einen ganzen Landkreis sein. Leider erkennen viele Leute die Bedeutung nicht und bezeichnen Fledermäuse und deren Kot als Ungeziefer. Fledermauskot ist aber immer krümelig, dadurch kann man ihn von Mäusekot unterscheiden, der hart ist. Fledermausquartiere sollten nicht verschlossen werden. Die Diplom Biologin berichtet noch Interessantes zu den einzelnen Fledermausarten. Der Silberberg bei Bodenmais ist als eines der größten Überwinterungsquartiere in Europa bekannt, vor allem für Mopsfledermäuse. Während das „Graue Langohr“ eher die wärmeren Bereiche im Gäuboden liebt, geht das „Braune Langohr“ in den kühleren Bayerwald. Eine tausendköpfige Kolonie, die größte ihrer Art, befindet sich beispielsweise in der Kirche in Roggersing. Ehrenamtliche Helfer werden immer wieder gesucht, die als Feldermausbetreuer arbeiten wollen.

Weitere Informationen gibt es in Form einer Broschüre über den Naturpark Bayerischer Wald e.V.. Eine Internetseite zu Fledermäusen ist derzeit im Aufbau. Informationen zu Fledermäusen nimmt der Naturpark Bayerischer Wald e.V. gerne unter 09922 / 80 24 80 entgegen.


Zu einem gemeinsamen Vortrag im Naturpark-Informationshaus hatten der AGENDA-Arbeitskreis Energie und Verkehr und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. eingeladen. In ihren Grußworten betonten Dr. Paul Kestel als Arbeitskreisleiter und Hartwig Löfflmann als Bildungsreferent die Wichtigkeit der Energieeinsparung vor allem in der Altbausubstanz. Mit dem Referenten Georg Dasch aus Straubing, gleichzeitig Vorsitzender des Sonnenhaus-Insituts, konnte ein engagierter Verfechter von Solarhäusern gewonnen werden.

Dasch ging zunächst auf die Situation bei den fossilen Brennstoffen Gas und Öl ein. Alle Länder der Erde hatten zusammen im Jahr 2000 etwa die Hälfte des weltweit vorhandenen Erdöls ausgebeutet. Die Preise werden ständig weiter steigen. Erdöl, so Dach, wird es noch in Hunderten von Jahren geben, die Menge wird sehr gering werden und damit der Preis hoch. Dass die Kernenergie keine Alternative zur Gebäudeheizung ist, belegt Dasch mit entsprechenden Zahlen. Derzeit macht der Kernenergie-Anteil weltweit gerade einmal drei Prozent aus. Das Uran geht aber noch vor dem Erdöl zu Ende, sagen selbst die Atomexperten. Beim Erdgas ist der Treibhauseffekt sogar um den Faktor 38 höher als bei CO2, also auch keine vernünftige Alternative, obwohl derzeit sehr für diese „angeblich umweltfreundliche“ Energieform geworben wird.

Die beste Möglichkeit das Klima zu schützen und künftig sein privates, hart erarbeitetes Geld zu sparen, ist deswegen die Gebäudesanierung. Dies eröffnet gleichzeitig enorme Arbeitsplatzausweitungen in der Bauindustrie. Die Förderprogramme des Bundes und des Banken gehen hier in die richtige Richtung.

Wichtig ist es vor allem zunächst die Feuchtigkeit im Mauerwerk von unten in den Griff zu bekommen, falls feuchtes Mauerwerk vorhanden ist. Dann müssen Fassadendämmung und Dachdämmung in einem vernünftigen Maße angebracht werden, zusammen mit neuen, dichten Fenstern. Thermographieaufnahmen, die die Wärmeverluste mit Kameras aufspüren oder „Blower Door“-Tests, die die Winddichtigkeit von Gebäuden zeigen, können als Hilfsmittel dienen. Schwachstellen sind immer alte Rollokästen und auskragende Betonplatten zum Beispiel bei Balkonen oder Garagen. Diese leiten die Kälte in die Gebäude. Die Solarnutzung nach Möglichkeit mit großen Kollektorflächen und großen Pufferspeichern gehört untrennbar zu einer zeitgemäßen Sanierung. Der restlich verbleibende Energiebedarf lässt sich dann mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz in Form von Hackschnitzeln, Pellets oder Stückholz decken. Für private Häuser muss nicht unbedingt eine Lüftungsanlage vorhanden sein. Sie mag aber da und dort in Einzelfällen ihre Berechtigung haben.

Das „zu-Tode-dämmen“ von Häusern mit dem befürchteten Schimmel ist nicht in erster Linie ein bauliches Problem, sondern meist durch Nutzerverhalten bestimmt. In gut gedämmten Gebäuden gibt es normalerweise keinen Schimmel, wenn richtig gelüftet wird. Auch hierzu gab es einige Tipps. Wer die warme Luft von der Küche oder die feuchtigkeitsbeladene Luft vom Bad ins Schlafzimmer ziehen lässt, weil die Türen offen stehen oder in auch in andere, wenig geheizte Zimmer, provoziert sein Schimmelproblem.

Dasch ging anhand einer Reihe von sanierten Beispielobjekten auf die Möglichkeiten bei der Altbausanierung ein.

Bildungsreferent Hartwig Löfflmann verwies noch mal auf die neue Ausstellung zum Thema „Vom (K)Altbau zum Sonnenhaus“, die künftig im Naturpark-Informationshaus während der üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9:30 bis 16:30 zu sehen ist.


Rund fünfunddreißig Naturliebhaber hatten sich zur Eröffnung der Sonderausstellung „Der Violette Feuerfalter – ein seltener und bedrohter Schmetterling“ in der Viechtacher Pfahl-Infostelle im Alten Rathhaus eingefunden. Heinrich Schmidt, erster Naturparkvorsitzender, konnte dazu auch einige Lehrkräfte und Schulleiter, Natur- und Landschaftsführer, Artenschutzfachleute sowie Vertreter von Naturschutz- und Gartenbauverbänden begrüßen.

Falter erfreuen den Menschen nicht nur wegen ihrer anmutigen und farbenprächtigen Schönheit, sondern faszinieren auch aufgrund ihrer vielgestaltigen Lebensweise als Ei, Raupe, Puppe und erwachsenes Insekt. Diplom-Biologe Adi Geyer führte mit einer reich bebilderten Präsentation in die Ausstellung ein: Die dargebotene Fülle an farbenfrohen Bildern von saftigen Wiesen, bunten Blumen und prächtigen Schmetterlingen ließen regelrecht einen Hauch von Frühling trotz der derzeitigen winterlicher Witterung aufkommen. Der Referent berichtete bei seinem Vortrag über Lebensweise, Lebensraum und Gefährdung des Feuerfalters. Mit den wärmenden Sonnenstrahlen kommen die Raupen im Frühjahr aus ihren Winterverstecken und fressen die frisch sprießenden Nahrungspflanzen. Feuerfalterraupen können sich nur von den Blättern des Sauerampfers ernähren. Nach dem starken Wachstum verpuppen sie sich im zeitigen Frühjahr, um nach einigen Wochen als frisch geschlüpfte Falter das Licht der Welt zu erblicken. Der seltene Feuerfalter sucht in den Sommermonaten Juni bis Anfang August auf blütenreichen Wiesen nach Nektar. Das Weibchen legt ihre Eier bevorzugt auf die Blätter des „Kleinen Sauerampfers“. Nach ein bis zwei Wochen schlüpft daraus eine neue Generation von Schmetterlingsraupen.
Der Feuerfalter kommt in Bayern ausschließlich im Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Bayerischen Wald vor. Auf den saueren Böden des ostbayerischen Urgesteins finden die Raupen ihre Nahrungspflanzen. Idealerweise sollte der „Kleine Sauerampfer“ in lockerer und lichter Vegetation stehen wie sie beispielsweise auf felsigen Straßenböschungen, steilen Rainen oder offenen Weideflächen mit Trittstellen des Weideviehs zu finden ist. Sauerampferpflanzen im verfilzten, dichten und feuchten Grünland können von den sehr wählerischen Schmetterlingsweibchen kaum zur Eiablage angeflogen werden. Dort ist kein passendes trocken-warmes Kleinklima für die Entwicklung der Raupen vorhanden. „Der Mangel an geeigneten Lebensräumen ist die Hauptursache für den Rückgang des stark gefährdeten Feuerfalters.“ Berichtete Biologe Adi Geyer von den Ergebnissen seiner langjährigen Untersuchungen, die er im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz durchgeführt hat .

Die Sonderausstellung ist bis 3. Juli 2006 in der Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz kostenlos zu besichtigen. Ein Schmetterlingsbild im Großformat, ein „Fühlkasten“ mit Rätsel zum Erkennen von Schmetterlingseiern, Schmetterlingsexemplare sowie eine umfangreiche Begleitbroschüre laden zu einem interessanten Ausstellungsbesuch für Groß und Klein ein. Für Gruppen und Schulklassen werden Führungen angeboten. Rückfragen können an Matthias Rohrbacher, Pfahl-Gebietsbetreuer des Naturparks, unter der Telefonnummer 09942 – 90 48 64 gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.pfahl.info oder www.naturpark-bayer-wald.de


Berlin, 8. März 2006. „Nationale Naturlandschaften liegen im Reisetrend. Sie unterstützen zeitgemäße umweltgerechte Reiseangebote in den beliebtesten Reiseregionen Deutschlands“, stellt Oswald Marr, stellvertretender Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin fest.

Immer mehr Deutsche zieht es in die heimische Natur. Das belegt eine EMNID-Umfrage, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 3. Februar 2006 in Hannover vorgestellt hat. Demnach möchten mehr als 70% der Bundesbürger am liebsten in den Naturparadiesen vor ihrer Haustür Urlaub machen. Rund 90% der Bevölkerung halten die deutschen Naturlandschaften für wichtig oder sogar sehr wichtig.

Weitere Trends wie eine Zunahme der Reisen innerhalb von Deutschland sowie häufigere, aber kürzere Reisen sprechen dafür, dass die Nationalen Naturlandschaften als Reiseziele immer attraktiver werden. Die Nationalen Naturlandschaften tragen dazu bei, dass eine zielgruppenorientierte Angebotsentwicklung gemeinsam mit dem Tourismus erfolgt. Ein Beispiel hierfür sind neue und ausgewählte Naturpark-Touren, die rechtzeitig zur ITB im Internetportal www.naturparke.de veröffentlicht worden sind. Auf diesen Touren kann der Gast Natur und Landschaft, aber auch Kultur auf vielfältige Art entdecken.

Unter der neuen Dachmarke Nationale Naturlandschaften werben 14 Nationalparke, 14 Biosphärenreservate und 95 Naturparke gemeinsam für die deutschen Großschutzgebiete. Verantwortlich für die Umsetzung der Dachmarke sind Verband Deutscher Naturparke (VDN) und EUROPARC Deutschland. Der Name „Nationale Naturlandschaften“ unterstreicht, dass es hier um ein wertvolles Erbe geht. Die Dachmarke soll aber auch den Bekanntheitsgrad dieser Gebiete insgesamt erhöhen und Lust auf einen Urlaub in Deutschlands schönsten Landschaften machen. Schon jetzt zieht es jährlich rund 20 Millionen Besucher in die deutschen Nationalparke.

Das „Jahr der Naturparke 2006“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ist eine erste Kampagne der Nationalen Naturlandschaften, die aus Anlass des Jubiläums „50 Jahre Naturparke in Deutschland“ veranstaltet wird. Im Jubiläumsjahr wird eine Buchreihe im Klartext Verlag aufgelegt. Hier werden bis Frühjahr 2007 die Naturparke in den einzelnen Bundesländern mit ihren einzigartigen Erlebnismöglichkeiten vorgestellt.

Gefördert werden das Jahr der Naturparke und die Dachmarke Nationale Naturlandschaften durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) leistet darüber hinaus finanzielle Unterstützung für die Dachmarke.
Auf der ITB vom 8.-12. März 2006 sind die Nationalen Naturlandschaften in Halle 10.2. als Partner am Deutschlandstand der DZT an Stand 102 vertreten.
(Kontakt: Ulrich Köster 0175-5917470, Dr. Christine Kolmar 0172/274 8242).


Unter der Trägerschaft des Naturpark Bayerischer Wald e.V. wurde für den Zeitraum vom 01. März 2003 bis zum 28. Februar 2006 ein EU-Förderprojekt mit Mitteln des INTERREG III-A-Fördertopfes der Europäischen Union beantragt. Kernpunkt des Projektes war der Aufbau einer grenzüberschreitenden Naturinformation zusammen mit den tschechischen Nachbarn im Nationalpark Sumava und im Landschaftsschutzgebiet Sumava sowie im benachbarten Nationalpark Bayerischer Wald.

Anknüpfend an den Ausbau des Mittelteils des Grenzbahnhofes als Naturpark-Infozentrum mit grenzüberschreitender Bedeutung, hatte man dieses INTERREG-Folgeprojekt gestartet, um die Ausstattung im Bahnhof zu vervollständigen, aber auch um Faltblatt und Broschüre zu der Einrichtung zweisprachig erstellen zu können. Darüber hinaus wurden Musterführungen für Gruppen ausgearbeitet. Gerne besucht wird der Grenzbahnhof auch von tschechischen Gruppen und Schulklassen, die sogar bis aus dem Großraum Prag kommen.

Ein sehr umfangreiches Kernstück ist der Aufbau einer Internet-Datenbank zur grenzüberschreitenden Naturinformation. Hier sollen möglichst viele Informationen zu Naturschönheiten, touristischen Betätigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel zu Natur-Infozentren, Naturlehrpfaden, naturkundlichen Museen etc. dargestellt werden. Bereits im Laufe des letzten Jahres war die Internetdatenbank, die von der normalen Naturparkseite www.naturpark-bayer-wald.de aus erreichbar ist, öffentlich zugänglich. Solange die Datenbank als „Baustelle“ lief, war sie jedoch nicht so leicht auffindbar. Nun ist sie aber von der ersten Seite des Naturpark-Internetauftritts aus erreichbar.

Dank des sparsamen Wirtschaftens des Naturparks konnte das Projekt nun noch um 7 Monate bis Ende September 2006 verlängert werden, weil noch INTERREG-Fördermittel zur Verfügung standen. Auch die Agentur für Arbeit unterstützt diese Projektverlängerung nochmals.

Finanzielle Unterstützung im Rahmen der Projekte im Grenzbahnhof und beim Betrieb des Grenzbahnhofes erhält der Naturpark Bayerischer Wald e.V. durch die Gemeinde Bayerisch Eisenstein, den Landkreis Regen und den „Verein der Freunde des 1. Deutschen Nationalparks“. Allen Unterstützern gebührt ein aufrichtiger Dank.

Im Rahmen der Projektverlängerung soll die grenzüberschreitende Datenbank noch nach Kräften ausgebaut und vervollständigt werden. Vielfach sind einfache Module programmiert worden, die künftig eine einfach Dateneingabe ermöglichen. Gerade Touristikern und Vermietern steht damit ein nahezu unerschöpfliches Ideenreservoir zur Verfügung, das sie Gästen einfach weitervermitteln können. Man kann jederzeit nachschauen und auch Tourenvorschläge vorfinden. Die Bandbreite reicht vom Wandervorschlag bis zum Ausflug mit Bus und Bahn.