August 2026
Bekämpfung fremdländischer Arten in Schachtenbach
FÖJ-Freiwillige bekämpfen invasive Pflanze im Bayerischen Wald
Mit großem Engagement für den Naturschutz haben 18 Teilnehmende des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) der Bundjugend Bayern, gemeinsam mit ihren drei Betreuerinnen und Betreuern einen freiwilligen Arbeitseinsatz im Bayerischen Wald durchgeführt. Während ihres letzten Seminars im Wildniscamp Falkenstein Ende Juli entschieden sie sich bewusst dafür, einen aktiven Beitrag zum Erhalt wertvoller Lebensräume zu leisten.
Die Idee zu der Aktion ging auf das Engagement einer FÖJ-Teilnehmerin des Naturparks Bayerischer Wald e. V. zurück. Gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wurde ein Pflegeeinsatz auf einer Fläche des Forstbetriebs Bodenmais organisiert. Einsatzort war die ehemalige Glashütte Schachtenbach, wo die Teilnehmenden die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) ausstachen. Insgesamt konnten dabei zwei Anhänger voller Lupinen von der Fläche entfernt werden. Die notwendigen Arbeitsgeräte wurden sowohl von den Freiwilligen selbst als auch vom Forstbetrieb Bodenmais (BaySF) zur Verfügung gestellt.
Zu Beginn des Arbeitseinsatzes vermittelten Revierleiter Josef Zintl sowie Arbergebietsbetreuerin Corinna Kapfenberger den Teilnehmenden wichtige Informationen zur Ökologie der Vielblättrigen Lupine. Sie erläuterten, weshalb die ursprünglich als Zier- und Futterpflanze eingeführte Art heute als invasiv gilt und warum ihre Ausbreitung eingedämmt werden muss. Ein Augenmerk lag dabei auf der richtigen Vorgehensweise beim Ausstechen der Pflanzen, um eine weitere Ausbreitung verhindern zu können.
Die Bekämpfung der Lupine ist auf der bearbeiteten Fläche von besonderer Bedeutung. Direkt angrenzend befindet sich eine biotopkartierte Fläche, auf der unter anderem die selten gewordene Arnika (Arnica montana) vorkommt. Arnika ist auf nährstoffarme Standorte angewiesen und reagiert empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums.
Die aus Nordamerika stammende Vielblättrige Lupine besitzt die Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft zu binden und im Boden anzureichern. Dieser zusätzliche Stickstoffeintrag führt dazu, dass ursprünglich nährstoffarme Standorte zunehmend nährstoffreicher werden. Dadurch erhalten konkurrenzstarke Pflanzenarten einen Wachstumsvorteil, während spezialisierte Arten wie die Arnika verdrängt werden können. Langfristig verändert sich dadurch die gesamte Artenzusammensetzung der wertvollen Magerstandorte.
Der freiwillige Arbeitseinsatz verdeutlichte eindrucksvoll, wie praktische Naturschutzarbeit und Umweltbildung miteinander verbunden werden können. Neben dem körperlichen Einsatz erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge und die Herausforderungen des Arten- und Biotopschutzes. Gleichzeitig leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines ökologisch wertvollen Lebensraums im Bayerischen Wald.
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Zwischen Moos und Morgenlicht
Mauth. Naturfotografie hautnah erleben und von erfahrenen Profis lernen: Dazu lädt der Naturpark Bayerischer Wald am Sonntag, 16. August 2026, von 7.00 bis 11.00 Uhr rund um Mauth und Finsterau ein.
Gemeinsam mit den Naturfotografen Lukas Haselberger, Benjamin Pauli und Markus Grünzinger erkunden die Teilnehmenden in kleinen Gruppen die vielfältigen Motive der Region – von faszinierenden Makromotiven bis hin zu eindrucksvollen Landschaften. Dabei gibt es zahlreiche praktische Tipps sowie Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
Treffpunkt ist der Parkplatz gegenüber der Lusenapotheke in Mauth, von dort werden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Teilnahme kostet 10 €. Eigenes Kameraequipment (Kamera mit Makro- und/oder Weitwinkelobjektiv, Stativ etc.) wird vorausgesetzt. Außerdem sind Verpflegung sowie wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitzubringen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldung bis 14. August, 12.00 Uhr, bei Markus Grünzinger unter 0151 22090210.
Bergwiesen und Buchenwälder am Brotjacklriegel
Montag, 10. August 2026, 16:00 bis 19:30 Uhr
Schöfweg/Grattersdorf. Borstgras und Blutwurz sind nur zwei der zahlreichen Pflanzenarten, die uns auf den bunten Wiesen am Brotjacklriegel begegnen. Die etwa sieben Kilometer lange Wanderung führt mit Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl zu den goldenen Sommerwiesen und alten Buchenwälder des Natura-2000 Gebiets. Unterwegs entdecken wir Warzenbeißer, Silberdistel, Zunderschwamm & Co.
Eine Anmeldung ist bis zum 10.08. um 12:00 Uhr unter 09922 802480 möglich. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz in Langfurth (Langfurth 58, 94572 Schöfweg). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der BN Kreisgruppe Deggendorf statt.
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