Mai 2005


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2005 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden von Freyung – Grafenau und Passau an der Ilz bei Passau eine Exkursion an. Treffpunkt ist am Sonntag, 05.06.2005 um 14:00 Uhr am Marktplatz in Hals, gut erreichbar mit der Buslinie 4. Der Ilzbetreuer Stefan Poost wird die Exkursion leiten. Die Veranstaltung läuft auch im Rahmen von „Bayern Tour Natur“. Im Rahmen der naturkundlich - historischen Wanderung im Naturschutzgebiet „Halser Ilzschleifen“ wird man über die Burg Reschenstein und durch den ehemaligen Triftstollen kommen. Die kostenlose Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung bitte an die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Passau unter 0851 – 396 – 486. Für die etwa 5,5 km lange Strecke werden etwa 2 Stunden benötigt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Eine kleine Gruppe ornithologisch interessierter war der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. und des Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Kreisgruppe Freyung – Grafenau zu einer geführten Vogelstimmenwanderung an der Ilz gefolgt. Mit fachkundiger Unterstützung durch Beate Seidel vom Landesbund für Vogelschutz erfuhren die Teilnehmer viel über die Gesänge der verschiedenen Vögel. Interessant war, dass der Buchfink, kurz bevor es zu regnen beginnt, mit einem ganz eigenen Ruflaut singt, was ihm im Volksmund den Namen „Giaßvogel“, abgeleitet von gießen, einbrachte. Ebenso wurde den Teilnehmern anhand einer Vogeluhr gezeigt, welche Vögel zu den Frühaufstehern um 4 Uhr morgens gehören oder als Langschläfer erst später anfangen zu singen. Zu beobachten waren Gebirgsstelze, Rotkehlchen, Eichelhäher, Enten und Gänsesäger. Die Lebensgewohnheiten von Eisvogel und Wasseramsel wurden den Teilnehmern ebenso erläutert, auch ohne diese zu Gesicht zu bekommen. Die durch ihren sehr hohen Ton wahrzunehmenden Goldhähnchen konnte man auch nur in den Baumkronen erahnen. Die Singdrossel mit ihrem typischen, sich mehrmals wiederholenden Gesang, konnte auf ganzer Strecke gehört werden. Über Nisthilfen in Gärten wurde den Teilnehmern auch fachkundiger Rat gegeben. Nach zweieinhalb Stunden endete die Führung wieder an der Schrottenbaummühle, wo sich die Teilnehmer einig waren, dass ohne die Vielzahl der unterschiedlichsten Gesänge der Vögel im Wald, den Wanderer eine sehr unbehagliche Stille begleiten würde.


„Bedrohte Amphibien im Bayerischen Wald“ – der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bietet diesen bebilderten Vortrag im Rahmen des Naturpark-Bildungsprogramms 2005 an. Referentin Yvonne Sommer, Diplom Ingenieurin Landschaftspflege (FH), berichtet dabei über Lebensweise, Lebensraum und Gefährdung der Frösche, Kröten, Unken und Molche. Amphibien, die auf deutsch die Tierfamilie der Lurche bezeichnen, leben sowohl zu Wasser als auch zu Lande. Im Frühjahr sind in vielen Teichen und Tümpeln beispielsweise Kaulquappen zu sehen, die sich im Lauf ihrer Entwicklung zu landlebenden Fröschen entwickeln. Amphibien benötigen auch deswegen spezielle Lebensräume wie kleine Stillgewässer oder feuchte Bachtäler, die in unserer Landschaft nicht mehr häufig anzutreffen sind. Amphibien atmen meist über ihre Haut und sind deswegen gegenüber Umweltverschmutzungen sehr anfällig. Der bebilderte Vortag in Form einer Power Point Präsentation findet am kommenden Freitag, den 8. April um 19.30 Uhr im „Alten Rathaus“ in der Pfahl-Infostelle am Viechtacher Stadtplatz statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die in der Pfahl-Infostelle befindliche Ausstellung „Der Pfahl im Bayerischen Wald“ ist ab 18.30 Uhr ebenfalls kostenlos zu besichtigen.