Januar 2007


Seit Spätherbst 2006 war Jan Ole Kording, Student für Landschaftsentwicklung an der Fachhochschule Osnabrück im Rahmen eines Praxissemesters beim Naturpark Bayerischer Wald e.V. beschäftigt. Der Praktikant wohnte und arbeitete im Naturparkhaus in Zwiesel.

Sein Aufgabenbereich war sehr vielseitig. Er bekam Einblicke in den Aufbau dieser weitgefächerten Institution, die dem Erhalten der Natur dient, Umweltbildungsveranstaltungen abhält und umweltverträgliches Regionalmarketing unterstützt.
Besonderes Interesse hatte der Student jedoch an dem Material zum “Schutzkonzept Auerhuhn im Naturpark Bayerischer Wald“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz über die Regierung von Niederbayern gefördert wird. Jan Ole Kording, der derzeit im fünften Semester ist, hat sich im Laufe seines Studiums sehr für Großtierschutz interessiert. Betreut wurde er während seines Praktikums hauptsächlich von Dipl.-Umweltplaner Arnold Multerer, dem Gebietsbetreuer für die Arberregion.
„Das Projekt “Schutzkonzept Auerhuhn im Bayerischen Wald“ hat die Aufgabe den Rückgang der vom Aussterben bedrohten Population entgegen zu wirken und den Bestand im Bayerischen Wald zu erfassen“ so der Gebietsbetreuer Multerer. „Vor allem sollen die Bewohner und Besucher des Bayerischen Waldes auf die Problematik über den Rückgang und den drohenden Verlust der Art aufmerksam gemacht werden“. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Naturpark Bayerischer Wald e.V. Hartwig Löfflmann und Alois Hofmann arbeitete Jan Ole Kording intensiv an diesem Projekt mit. In diesem Zusammenhang werden z.B. eine Wanderausstellung erstellt und ein Internetauftritt auf der Homepage des Naturparks bearbeitet, der in Kürze „online“ besucht werden kann. Dazu teilte uns der künftige Landschaftsentwickler mit: „Ich wünsche mir, dass meine Tätigkeit mithilft, dem Auerhahn bessere Lebensbedingungen zu verschaffen und ihn somit vor dem Aussterben zu bewahren, ist er doch das Wappentier des Naturpark Bayerischer Wald e.V..“
Seit Jahren steht der Auerhahn, das Wappentier des Naturpark Bayerischer Wald e.V., auf der Liste der bedrohten Tierarten in Bayern sowie ganz Deutschland. Viele Versuche das Auerhuhn im Bayerischen Wald wieder vermehrt anzusiedeln, sind in den letzten Jahren deswegen unternommen worden. Bedingt durch viele Faktoren hat sich die Ausbreitung des Auerhahns scheinbar jedoch nicht wesentlich verändert.

Neben den Kenntnissen zu den Auerhühnern erwarb Kording weitere Fähigkeiten z.B. im Bereich EDV. Laut Arnold Multerer „arbeitet Jan Ole Kording mit viel Freude und Engagement und leistet wertvolle Hilfe für das Naturparkteam“. Auch nach seinem abgeleisteten Praktikum will der Student den Kontakt zum Naturpark aufrechterhalten, um auch die weitere Entwicklung des Projekts zu verfolgen.


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. stellt derzeit sein Jahresbildungsprogramm 2007 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Sonderausstellungen vor. Derzeit läuft der Versand der kleinen Broschüren an alle Mitglieder, Mitgliedsgemeinden, Touristinformationen, Verkehrsämter und Banken, dort kann man sich die Faltblätter kostenlos abholen. Wer sich das Programm über die Naturpark – Geschäftsstelle zuschicken lässt, muss das Rückporto beilegen. Die Verteilung erfolgt auch an Schulen, Pfarrämter und eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen, sowie Museen, Jugendherbergen und Mitglieder. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.Naturpark-Bayer-Wald.de zu finden.

Das Bildungsprogramm gibt Informationen zu Veranstaltungen im Nullenergiehaus, im grenzüberschreitenden Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein sowie der Pfahlinfostelle in Viechtach und der Naturpark-Infostelle Würzingerhaus in Außernzell. Zum ersten mal gibt es auch Veranstaltungen in der neuen Naturpark – Infostelle im Bahnhof Bogen. Die Aktivitäten der Schutzgebietsbetreuer in der Pfahlregion, im Arbergebiet und im Einzugsgebiet der Ilz werden ebenfalls dargestellt.

Von der naturkundlichen Exkursion bis hin zu Diaschauen über den Bayerischen Wald und bis hin zum Einsatz von Holzvergasern reicht die Bandbreite. Der Tag der Natur- und Landschaftsführer findet heuer im Oktober am Pfahl bei Viechtach statt.

Über Auerhühner wird es im Naturpark – Informationshaus eine kleine Sonderausstellung geben. Dem Auerhahn als Wappentier des Naturpark Bayerischer Wald e.V. will man in Zusammenarbeit mit der Regierung von Niederbayern eine besondere Beachtung schenken.

Die Projekttage für Schulklassen richten sich speziell wieder an Lehrkräfte und bieten die Themen Wiese, Wasser, Wald, Hecke usw.. Neben Informationen zum Pfahl und zur Ilz sowie zum Arber kann man auch über die Tierarten Luchs und Fledermäuse mehr kennen lernen. Die Projekttage wurden heuer erstmals um die Themen „Nachwachsende Rohstoffe“ unter dem Stichwort „Mr. Nawaro“ und um die Auerhühner erweitert.

Beibehalten wird auch wieder die Woche der Erdgeschichte Ende September in der Pfahlregion. Die Sonderveranstaltungen in der Arberregion finden wieder zusammen mit dem Nachbar-Naturpark Oberer Bayerischer Wald statt.

Sonderausstellungen gibt es im Infozentrum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein zum Thema „Der königliche Hochwald“, d.h. zu den künischen Freibauern und die zweite Ausstellung im Herbst zeigt Böhmerwaldfotos von Wenzel Chabr aus Böhmisch Eisenstein, passend zur Landesausstellung Bayern - Böhmen.

Naturpark-Mitglieder bekommen das Bildungsprogramm automatisch zugesandt. Dies ist ein Grund mehr, den gemeinnützigen Verein Naturpark Bayerischer Wald mit einem Jahresbeitrag von nur 11.- € in seinen weiten Tätigkeitsfeldern in den vier Mitgliedslandkreisen auch finanziell zu unterstützen. Aufnahmeanträge gibt es in der Geschäftsstelle bzw. im Internet unter Naturpark-Bayer-Wald.