Juni 2011


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 findet in Außernzell eine Exkursion zusammen mit der Gemeinde und der VHS Deggendorf statt. Mitveranstalter ist auch die BN –Ortsgruppe Außernzell. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 03.07.2011 um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz beim Verwaltungsgebäude der AWG östlich von Außernzell. Referent ist Dr. Willy Zahlheimer von der Regierung von Niederbayern. Anmeldung ist erforderlich bis Freitag, 01.07.2011; 12 Uhr unter Tel.: 09922 – 80 24 80. Die Teilnahmegebühr beträgt 5.- €. Im hügeligen Waldgebiet nordöstlich von Außernzell taucht der Besucher in die ungewohnte Landschaft karger, lichtdurchfluteter Zwergstrauch-Kiefernwälder ein. Ihn erwarten aber auch erlenreiche Quellwälder, Feucht- und Streuwiesen sowie interessante Pflanzen, Tiere und Bodenbildungen. Da die Wege über längere Strecken verlassen werden, sind Wander- oder Gummistiefel erforderlich. Anschließend Besichtigung und Einkehr im Würzingerhaus möglich.


Die Naturvielfalt am Großen Arber stellt etwas Außergewöhnliches dar. Dies wird nur den Naturliebhabern bewusst, die mit offenen Augen durch das Arbergebiet wandern und sich einlassen auf den „König des Bayerischen Waldes“, auf seine schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt, auf seine Sagen und Geschichten. Hier gibt es auch im außerhalb des Nationalparks Bayerischer Wald, der nach dem Prinzip „Natur Natur sein lassen“ arbeitet, mitten in der Kulturlandschaft des Naturpark Bayerischer Wald unberührte Naturbereiche. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald, deren Personalstelle vom Euröpäischen Sozialfonds und vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird und Sepp Altmann, Mitarbeiter der Gemeinde Eschlkam, luden daher kürzlich alle Arberfans dazu ein, auf einer 6-stündigen Tageswanderung von Bodenmais zum Arbergipfel Einblicke in die wilden – stillen – Seiten des „König des Bayerischen Waldes“ zu bekommen. Bereits in der Rieslochschlucht, das zugleich Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat ist, wurde den 42 Teilnehmern der Tageswanderung deutlich, dass urwaldartige Wälder nicht nur überlebenswichtig für viele bedrohte Tierarten sind, sondern auch den Menschen faszinieren und ihm Kraft geben können: Totholz, das stehend verrottet, bietet nicht nur Nahrung für viele selten gewordene Spechtarten, wie etwa den Dreizehenspecht, sondern während der warmen Jahreszeit auch „Übertagungsmöglichkeiten“ für Fledermäuse. Anhand eine mitgebrachten Fledermauspräparates verdeutlichte Dr. Isabelle Auer, wie faszinierend Fledermäuse, die einzigen flugfähigen Säugetiere, allein schon wegen ihres Aussehens sind. Die Gebietsbetreuerin: „Da Fledermäuse sich in Europa von Insekten ernähren, sind sie auch für uns Menschen sehr nützlich. Wer Fledermäuse auf dem Dachboden hat, kann den bröseligen Fledermauskot, der aus den Überresten von Chitinpanzern besteht, sogar als erstklassiges biologisches Düngemittel verwenden.“ Mit etwas Glück kann der aufmerksame Wanderer tagsüber einen anderen tierischen Bewohner des Rieslochs, den Wanderfalke, beobachten oder zumindest hören. Er brütet seit dem Jahr 2003 in der Schlucht. Bekannt ist der Arber allerdings vor allem als Auerhuhngebiet: Die lichten Waldbestände bieten in Kombination mit den Schachten für den bedrohten Wappenvogel des Naturparks einen idealen Lebensraum. Doch auch der Mensch prägte und prägt die ursprünglichen „Naturparadiese“ im Arbergebiet in vielfältigster Weise. Manche der historischen Nutzungsformen sind jedoch beinahe in Vergessenheit geraten: So wissen relativ wenige, dass das Riesloch früher auch als „Kupferloch“ bezeichnet wurde. Wo sich die ehemalige, nur wenige Meter große Schürfgrube befand, lässt sich heute nur mit Hilfe zweier historischer Quellen erahnen. - Das Arbergebiet ist also spannend, auch Kenner können hier immer wieder Neues entdecken. Dr. Isabelle Auer: „Vom Arbergebiet kann man viel lernen – Über die Natur, aber auch über den Menschen. Will man das Arbergebiet verstehen, so muss man bereit sein, sich auf die vermeintlichen Kleinigkeiten der Natur und auf seine Mitmenschen einzulassen.“


Zum dritten Mal startet die Heinz Sielmann Stiftung in Kooperation mit EUROPARC Deutschland e.V. den erfolgreichen Online-Wettbewerb über das beliebteste Naturwunder der Deutschen. Auch dieses Jahr haben Naturinteressierte wieder die Qual der Wahl zwischen 24 Naturlandschaften. Gesucht wird das schönste Gewässer Deutschlands: romantische Bachläufe, reißende Wasserfälle, verwunschene Teichlandschaften, mystische Moore, stille Seen oder doch das Meer? Bis zum Ende der Sommerferien am 12. September kann abgestimmt werden unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder. Auf die Teilnehmer wartet ein Wochenendausflug in die Gewinner-Landschaft. Das Element Wasser ist Lebensspender und Lebensraum, es gestaltet Wetter und Klima und dient als Ort der Erholung. Gerade im Sommer zieht es die Menschen an und ins Wasser. Mit der Naturwunder-Wahl wollen EUROPARC Deutschland e.V., der Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, und die Heinz Sielmann Stiftung erneut auf weniger bekannte Naturschönheiten vor der eigenen Haustür sowie den Urlaubsregionen Deutschlands aufmerksam machen. EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung laden den Internetnutzer zu einer bilderreichen Reise durch Deutschlands Wasserlandschaften ein. Partner der Online-Abstimmung über die schönste Wasserlandschaft Deutschlands ist in diesem Jahr der Mineralwasserlieferant Gerolsteiner, der sein Wasser direkt aus den Quellen in der Vulkaneifel bezieht. Die 24 Ausflugsziele befinden sich in Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks – den Nationalen Naturlandschaften. Sie präsentieren ihre Vorzüge als Wasserlandschaften mit stillen Seen, sprudelnden Bächen und Quellen, bizarren Flusslandschaften und geheimnisvollen Mooren – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Internet-Abstimmung auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung startet ab sofort und endet mit dem letzten Sommerferientag am 12. September. Und so funktioniert es: Unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder werden 24 ausgewählte Naturwunder in Bild und Text vorgestellt. Durch einen Klick auf die favorisierte Naturlandschaft können Nutzer ihre persönliche Wertung online abgeben. Am Schluss der Aktion werden unter allen registrierten Teilnehmern ein Wochenende für zwei Personen in der Gewinner-Naturlandschaft inklusive An- und Abreise mit der Deutschen Bahn sowie ein Jahresabonnement des Magazins „National Geographic Deutschland“ verlost. Außerdem winken Buchpreise zum Thema „Wasser“ und 10 Fischotter-Maskottchen. Die Nationalen Naturlandschaften vereinen als Dachmarke die derzeit 14 Nationalparks, 16 Biosphärenreservate und über 100 Naturparks Deutschlands. Durch ihren gemeinsamen Auftritt betonen sie ihre gesellschaftliche Verantwortung. Die Marke wird von der Dachorganisation der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks, EUROPARC Deutschland getragen sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.


Das Arbergebiet ist vielseitig: Auf der einen Seiten der stille Arber mit seinen Naturschutzgebieten, auf der anderen Seite der anscheinend bekanntere Arber, das Arbergipfelplateau. Der Naturpark Bayerischer Wald und die Gemeinde Eschlkam laden daher alle Arberbegeisterten dazu ein, diese unterschiedlichen Seiten „Königs des Bayerischen Waldes“ am Mittwoch, 22. 06. 11 während einer Tageswanderung vom Riesloch in Bodenmais zum Arbergipfel unter Leitung von Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer und Sepp Altman zu entdecken. Treffpunkt der – inklusive einer Einkehr im Arberschutzhaus – 7-8-stündigen Exkursion, die bloß für ausdauernde Wanderer geeignet ist, ist um 10:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Bodenmais. Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit, ausreichend zu trinken und gutes Schuhwerk. Die An- und Abreise mit der Waldbahn wird empfohlen. Exkursionsteilnehmer aus dem Landkreis Cham, die mit dem RBO-Bus nach Bodenmais anreisen möchten, treffen sich um 08.00 Uhr beim Gasthof Post in Eschlkam (Rückfahrt ab Arber-Talstation nach Eschlkam: 16.26 Uhr).


Weit über eine Million Menschen besuchen pro Jahr den Großen Arber. Sei es zum Skifahren im Winter oder zum Wandern und Radfahren im Sommer. Da vielen aber weniger bewusst ist, welche Naturbesonderheiten im Arbergebiet zu finden sind, bot Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald in der ersten Pfingstferienwoche unter dem Titel „Der NATUeRliche Arber: Frühling am Arbergipfel“ eine Exkursion für Natur- und Bergbegeisterte an. Elf Teilnehmer folgten der Einladung, mehr über das Gipfelplateau des Großen Arber zu lernen. Bei bestem Ausflugswetter erfuhren sie, dass neben dem Auerhuhn auch der Luchs im Arbergebiet unterwegs ist. Diese beiden, in der Region bereits ausgestorbenen und erst in den letzten Jahrzehnten wieder heimisch gewordenen Arten führten den Teilnehmern vor Augen, dass der Große Arber auch heute kein reiner „Freizeitberg“, sondern – ganz im Gegenteil - ein schützenswerter Lebensraum ist. Außerdem erklärte die Arbergebietsbetreuerin den Teilnehmern auch, weswegen bei etwa einer Million Besuchern pro Jahr Schutzmaßnahmen dringend notwendig sind: Mit einem Foto aus den 1970er Jahren veranschaulichte Dr. Isabelle Auer die Notwendigkeit der Besucherlenkung. Zu dieser Zeit war ein großes Netz aus Trampelpfaden entstanden, wodurch weite Teile des Gipfels kaum mehr bewachsen waren. Um das Gipfelplateau als Lebensraum für Flora und Fauna und als Erholungsgebiet für den Menschen dauerhaft zu erhalten, wurde im Jahr 2000 ein Wegegebot erlassen. Das Konzept sieht hierbei allerdings nicht vor mit Verbotsschildern das Verlassen der Wege zu verbieten, sondern durch Infotafeln Verständnis bei den Besuchern zu erzielen. Um die offiziellen Wege besser zu kennzeichnen, wurden außerdem Holzgeländer aufgestellt. Heute ist der Gipfelbereich des Großen Arber wieder üppig bewachsen und bietet zahlreichen, teils seltenen, Pflanzen und Tieren einen einzigartigen Lebensraum. So konnten die Exkursionsteilnehmer die größten außeralpinen Latschenkiefernbestände bestaunen und zahlreiche Exemplare des Ungarischen Enzians entdecken. Um diese Bestände zu erhalten, plant die Gebietsbetreuerin in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, regelmäßig im August Landschaftspflegeaktionen im Rahmen der „Arberabenteuertage“ mit Kinder- und Jugendlichen durchzuführen. Dass solche Maßnahmen notwendig sind, konnte die Gruppe an Enzianpflanzen erkennen, welche zunehmend von Heidelbeersträuchern überwuchert werden. Nach etwa anderthalb Stunden endete der Rundgang mit der Sage der Arberhexe, welche sich seit jeher um die Probleme und Sorgen der Menschen der Region kümmert. So lernten die Teilnehmer neben dem Naturschutz und dem Erhalt als Freizeitraum eine weitere, mystische, schützenswerte Seite des „Königs des Bayerischen Waldes“ kennen.


Zum 30.06.2011 verlässt der letzte Zivildienstleistende den Naturpark Bayer. Wald e.V.. Damit geht eine Ära zu Ende. Zwei Jahrzehnte lang gab es bis zu drei Jugendliche pro Jahr, die die Stammbelegschaft unterstützten. Ab dem 01.07.2011 können nun Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes beim Naturpark Dienst tun. Der Bundesfreiwilligendienst steht Männern und Frauen und auch ausländischen Bewerbern offen. Ab Alter 16 kann man sich beim Naturpark bewerben. Zwischen Alter 16 und 27 ist nur ein Vollzeitdienst möglich, bei Älteren ist auch eine Teilzeittätigkeit zulässig. Der Dienstantritt ist ganzjährig möglich, mit dem Naturpark wird lediglich eine Vereinbarung unterhalb des Niveaus eines Arbeitsvertrages geschlossen. Für die Teilnehmer gibt es 330.- € Taschengeld und 206.-€ Verpflegungsaufwendung. Kindergeld wird in dieser Zeit grundsätzlich weiter bezahlt. Mit der Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst lassen sich manchmal Wartezeiten überbrücken, beispielsweise bis zum Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums, man kann sich beruflich orientieren und neue Fachkenntnisse erlangen. Weitere und aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten www.bafza.de, www.bundesfreiwilligendienst.de oder www.zivildienst.de. Der Naturpark sucht vor allem Freiwillige für die Betreuung des Nullenergiehauses in Zwiesel, aber auch für die Naturparkwerkstatt in Thereseinthal, in der Gegenstände für die Ausstattung von Wanderwegen vorgefertigt werden. Im Naturparkhaus geht es in erster Linie um die Betreuung der Infotheke und der Besucher und um das Infohausumfeld. In der Naturparkwerkstatt werden vorwiegend Bänke und Tische und Erholungseinrichtungen gefertigt und die logistische Unterstützung für die Wanderwegemarkierung bereitgestellt. Bewerbungen sind ab sofort in der Naturparkgeschäftsstelle Telefon 09922 80 24 80 möglich.


Die Umgebung von Bodenmais ist besonders reich an Naturschätzen. War es früher der Erzbergbau am Silberberg, so ist jetzt die Natur selbst, die im Naturschutzgebiet Riesloch noch in einem geradezu urwaldartigen – unberührten – Zustand zu sein scheint, der wohl größte Schatz. Der Naturpark Bayer. Wald lädt daher am Samstag, den 18.06.11 um 18:00 Uhr alle Arberbegeisterten dazu ein, auf einer 5-stündigen Wanderung vom Riesloch zum Silberberggipfel unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer und Martin Schreiner vom Silberberg-Besucherbergwerk mehr über diese „Bodenmaiser Schätze“ zu erfahren. Treffpunkt ist am Wanderparkplatz „Rissloch“ am Ende des Rißlochweges in Bodenmais. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit und denken Sie an stabiles Schuhwerk. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Obwohl es vielen nicht bewusst ist, ist der „König des Bayerischen Waldes“ mehr als ein „Skiberg“: Selbst in unmittelbarer Nähe der meistbesuchten Teile des Arbergebiets - wie auf dem Arbergipfelplateau – finden Naturbegeisterte - Dank der Besucherlenkungsmaßnahmen – noch immer eine einzigartige Flora und Fauna. Auch die vielen Sagen und Geschichten, die sich um den „König des Bayerischen Waldes“ ranken, faszinieren die Menschen heute mehr denn je. Deshalb lädt der Naturpark Bayer. Wald am Mittwoch, den 15.06.11 um 11:00 Uhr zu einer 1,5-stündigen Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel (beim sogenannten Großen Seeriegel). Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Im Jahre 1906 machte sich der Tourist Burkard Steingräber mit seinem Automobil auf den Weg zum Großen Arbersee. Was zu jener Zeit noch eine Rarität darstellte, ist heute schon längst keine Seltenheit mehr. Der Große Arbersee zieht jährlich etwa 500.000 Besucher an und zählt damit zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Bayerischen Waldes. Für alle Arberbegeisterten, die den Blick auch auf die kleinen, faszinierenden Dinge am Wegesrand richten und mehr über den Großen Arbersee erfahren wollen, bot die Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer kürzlich einen abendlichen Rundgang rund um den eiszeitlichen Karsee an. Der Einladung folgten 52 Teilnehmer, welche sich auch von dem einsetzenden Nieselregen nicht abschrecken ließen. So erfuhren die Interessierten, dass im Großen Arbersee in den vergangenen Jahrzehnten eine Versauerung einsetzte und mit durchschnittlichen pH-Werten zwischen 4,6 und 5,1 keine Fische mehr darin leben. Der am Großen Arbersee lebende Biber macht sich jedoch nichts daraus, wodurch die Gruppe einen Blick auf seine Burg erhaschen und frische Biberfraßspuren bestaunen konnte. Die Gebietsbetreuerin nutzte die Gelegenheit, um an mitgebrachten Tierschädeln die Unterschiede zwischen Fischotter- und Bibergebiss zu erläutern. Besonders die für den pflanzenfressenden Biber typischen langen, stabilen und leicht gebogenen Nagezähne sorgten in der Gruppe für große Bewunderung. Der unter dem Motto „Ein Hauch von Urzeit“ stehende Rundgang führte die Teilnehmer weiter in Richtung „Arberseewand“. Am Fuße des 416 m hohen Felsen erläuterte Dr. Isabelle Auer, dass sich hier die wohl eindrucksvollsten Urwaldreste des Bayerischen Waldes befinden und mancher Baum gewiss an die 600 Jahre alt ist. Oft nehmen dies die Besucher jedoch nicht auf den ersten Blick wahr, denn neben großen und mächtigen Stämmen finden sich immer wieder schmächtig wirkende Bäume. Grund dafür ist das harte Leben auf felsigem Untergrund, denn ein geringer Baumumfang ist nicht automatisch ein Indiz für ein niedriges Alter. Um dies zu verdeutlichen, zeigte die Arbergebietsbetreuerin den Exkursionsteilnehmern zwei Baumscheiben, welche beide ein Alter von fünfzig Jahren aufwiesen, doch in ihrem Breitenwachstum einen enormen Unterschied zeigten. Vorbei an Sumpfdotterblumen, Pestwurz, Alpen-Milchlattich und Siebenstern konnten die Interessierten viel Wissenswertes über die hiesige Flora erfahren. Begleitet vom Ruf des Wanderfalken erläuterte Dr. Isabelle Auer, dass die Arberseewand als Lebensraum für über vierzig Vogelarten von besonderer Bedeutung ist. Einige Anekdoten und Sagen über den mystischen Großen Arbersee rundeten die 2-stündige Wanderung ab. Am Ende der Wanderung stellten die Teilnehmer fest, dass es sich lohnt, immer das Gesamtsystem zu betrachten und dabei auch die kleinen Besonderheiten nicht aus dem Blick zu verlieren.


Eine abendliche Fledermausexkursion im Außengelände der Umweltstation Viechtach bieten der Landesbund für Vogelschutz und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. an. Die Wanderung am Großen Pfahl und im Riedbachtal wird von Susanne Morgenroth geführt. Die Fledermausexpertin und Biologin ist bestens mit den heimischen Fledermäusen und deren Lebensweise vertraut. Treffpunkt ist am Freitag, den 10. Juni um 21:00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85. Alle großen und kleinen Naturliebhaber sind herzlich zu dieser kostenlosen, ca. zweistündigen Abendwanderung mit dem Titel „Kleine Schatten in der Nacht“ eingeladen. Bitte Taschenlampe mitbringen. Bei strömenden Regen entfällt die Veranstaltung. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64. Fledermäuse werden überwiegend in der Dämmerung und Nacht aktiv und jagen im Fluge nach Insekten. Als Jagdrevier nutzen sie gerne kleine Weiher wie im Steinbruch am Großen Pfahl oder im Riedbachtal. Ähnlich einem Radar orientieren sie sich mit Echoortung und Ultraschall. Mit einem Fledermausdetektor, der auch bei dieser Wanderung zur Verfügung steht, kann man ihre normalerweise für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Rufe hören. Tagsüber verstecken sie sich in Höhlen alter Bäume oder in Felsritzen und Spalten wie am Quarzriff „Großer Pfahl“.