Dezember 2010


Im Zuge der Sanierung des Grenzbahnhofes Bayerisch Eisenstein hat der Naturpark Bayerischer Wald e.V. noch gerade vor Wintereinbruch einen „Etappensieg“ erreichen können. Trotz des einsetzenden Winters wurde in den vergangenen Wochen noch hart gearbeitet und das Heizhaus für die neue Hackschnitzelheizung an der Nordseite des historischen Grenzbahnhofes errichtet. Der deutsche Bahnhofsteil soll damit mit regenerativen Energien CO2-neutral versorgt werden können. Die zwei Regentage in der vergangenen Woche haben ausgereicht, dass die Firma Holzbau Dengler den Dachstuhl noch auf das von der Baufirma Bachl errichtete Heizhausgebäude setzen konnte. Ein Dank geht in diesem Zusammenhang an die Gemeinde Bayerisch Eisenstein, die dem Naturpark das Heizhausgrundstück unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Mit der Holzheizung kann man vergleichsweise ca. 22.500 Liter Heizöl ersetzten. Mit Heizöl wurde der Grenzbahnhof jedoch nie beheizt. Viele Bereiche waren unbeheizt, wie früher üblich. Die Gemeinschaftsräume wurden mit Braunkohleöfen und einem Warmluftschachtsystem mit Wärme versorgt, die Wohnungen über Holz- und Kohleöfen. Trotz der neuen Wärmedämmungen und der neuen Fenster müssen künftig etwa 300 Kubikmeter Hackschnitzel, das entspricht ca. 165 Ster Holz pro Jahr, bereitgestellt werden. Dazu wird das Heizhaus mit einer Wärmeleitung an den Grenzbahnhof angebunden. Künftig kann dann mit Hackschnitzeln aus der Region geheizt werden. Im Lauf des weiteren Baufortschrittes im Frühjahr 2011 werden dazu noch neue Fenster eingesetzt und die entsprechenden Wärmedämmmaßnahmen an der Innenseite der Außenwänden und im Dach vorgenommen. In dieser Woche wird die Baustelle noch Winterfest gemacht. Ab dem 10. Januar ist man dann wieder mit Hochdruck zu Gange. Die Zeit drängt, weil der Naturpark Bayerischer Wald e.V. auf vier Etagen umfangreiche Ausstellungs- und Museumsflächen errichten will. Gefördert wird das Gesamtprojekt durch die Europäische Union im Rahmen des Programms Ziel 3 aus dem Fördertopf INTERREG IV sowie aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Darüber hinaus unterstützen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Bayerische Sparkassen Stiftung sowie die Gallinger Max-Stiftung die Bemühungen des Naturparks. Auch der Landkreis Regen und die Gemeinde Bayerisch Eisenstein als Naturpark - Mitglieder unterstützen den Naturpark bei der Finanzierung des Eigenanteils. Wer die Ausstellungen besuchen will, muss sich allerdings noch bis zum Jahr 2012 begnügen. Zu umfangreich sind die Vorarbeiten für die etwa 1.500 m² großen Ausstellungsflächen. Neben dem Europäischen Fledermauszentrum entsteht eine Ausstellung zum Arbergebiet, ein Skimuseum und ein Museum zum Thema Eisenbahn und Mobilität. Das bisherige Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein des Naturparks ist während der Bauzeit während der üblichen Öffnungszeiten von 9:30 Uhr-16:30 Uhr geöffnet.