September 2009


Der niederbayerische Teil des Arbergebiets ist geprägt von Gegensätzen. Auf der einen Seite der Massentourismus, auf der anderen Seite häufig noch sehr ursprünglich wirkende Natur. Diese Gegensätze in Einklang zu bringen, ist eine der Aufgaben des Naturparks Bayerischer Wald. Arbeitsschwerpunkte der Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer stellen vor allem die Naturschutzgebiete im niederbayerischen Teil des Arbers dar. Alle Interessierten können am Sonntag, 04.10.09 auf einer etwa siebenstündigen Tageswanderung mit der Arbergebietsbetreuerin von Bodenmais durch das Naturschutzgebiet Riesloch, über das Mittagsplatzl oberhalb des Großen Arbersees und dem Arbergipfel nach Bayerisch Eisenstein umfassende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt und in die Naturschutzarbeit im Arbergebiet erhalten. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Bahnhof Bodenmais. Voraussichtlich gegen 16:30 Uhr werden die Exkursionsteilnehmer am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein eintreffen. Die Anreise mit der Waldbahn wird also empfohlen. Bitte bringen Sie eine Brotzeit mit, festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag über den Fischotter an. Referent ist der Gebietsbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayerischer Wald e.V.. Treffpunkt ist am Freitag, 02.10.2009 um 19:30 Uhr in der Schlossgaststätte Fürsteneck. Die nachtaktive Marderart, die im Bayerischen Wald wieder mehr heimisch geworden ist, wird mit Biologie, Lebensweise und Verbreitung näher vorgestellt. Es geht auch darum, wie man Konflikte der Landnutzer entschärfen kann. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Vom Treffpunkt Würzingerhaus Außernzell aus starteten die Exkursionsteilnehmer, um sich mit dem Sternenhimmel im Herbst näher zu befassen. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte als Referenten Werner Wimmer mit seinem Teleskop verpflichtet. Von einer leichten Anhöhe nähe Perling aus, die freie Rundumsicht ermöglichte, konnte man ungestört von Straßenlaternen den nächtlichen Sternenhimmel beobachten. Begonnen wurde zunächst mit dem Mond. Bei Halbmond sind die Krater am Mond sehr viel schöner zu erkennen, bei Vollmond gibt es dagegen kaum Schattenwurf, die Oberfläche erscheint wesentlich einfältiger. Der erste helle Punkt am dämmrigen Abendhimmel war der Jupiter. Er zog das Interesse der Exkursionsteilnehmer als erstes auf sich. Wer durch das Fernrohr blickt, kann die vier Monde sehr deutlich erkennen. Die Sterne Wega, Altair und Deneb bilden das sogenannte Sommerdreieck. Der Radius von Deneb ist schätzungsweise zwei- bis dreihundertmal so groß wie der unserer Sonne. Er gilt als heißer „Überriese“. Seine Strahlungsleistung ist etwa 300.000 mal höher als die unserer Sonne. Mit sehr viel mehr beeindruckenden Zahlen konnte der Referent Werner Wimmer die Teilnehmer zur Sprachlosigkeit bringen. Die Weiten des unendlichen Weltalls sind für gelegentliche Betrachter kaum fassbar. Im Laufe des Abends gab es noch weitere Informationen zu unserer Milchstraße, aber auch zu verschiedenen Sternhaufen am Nachthimmel, sowie zu einem sterbenden Stern. Wenn mit einem Teleskop der Sternenhimmel betrachtet wird, vergessen die Teilnehmer gerne die Zeit. Wenn nicht die Kühle des fortschreitenden Abends allmählich die Teilnehmer zum Frieren gebracht hätte, wäre die Veranstaltungen wohl noch lange weiter gegangen. Nachdem man sich mit den allmählich verschwindenden Sommersternbildern und den auftauchenden Wintersternbildern noch beschäftigt hatte, bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten und bei den Teilnehmern und lud zu den weiteren Naturparkveranstaltungen ein.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 findet in Außernzell eine Exkursion mit dem Thema der Sternenhimmel im Herbst statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden mit einem Teleskop Sterne beobachtet. Treffpunkt ist am Samstag, 26.09.2009 um 21:00 Uhr am Würzingerhaus Außernzell, Landkreis Deggendorf. Von dort geht es noch in Fahrgemeinschaften ein Stück weiter. Beobachtet werden soll der Sternenhimmel im Herbst, man wird den Jupiter mit seinen vier Monden sehen und auch unseren „guten, alten Mond“ näher kennen lernen. Referent ist Werner Wimmer. Die Veranstaltung kann nur stattfinden, wenn der Himmel nicht bedeckt ist. Bei zweifelhafter Witterung kann am Samstag zwischen 15:00 und 16:00 unter der Naturpark-Telefonnummer 09922 80 24 80 erfragt werden, ob die Veranstaltung stattfindet. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei. Bitte an warme Kleidung denken.


Der Große Arbersee ist neben dem Arbergipfel eines der meistbesuchten Ausflugsziele im Bayerischen Wald. Daher ähnelt er während der Hauptsaison häufig mehr einem Rummelplatz als einem streng geschützten Naturschutzgebiet. Erst abends, wenn am See wieder Stille einkehrt, wird dem Spaziergänger die Schönheit des Sees wieder bewusst. Letzten Samstag Abend stellte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald diesen „Hauch von Urzeit“, wie der Filmemacher Jürgen Eichinger diese abendliche Stimmung am Großen Arbersee einmal nannte, in den Mittelpunkt einer Führung rund um den Großen Arbersee. Dass diese mythologisch-religiös angehauchte Naturauffassung konfessionsübergreifend ist und dass sie nicht im Gegensatz zur Naturwissenschaft stehen muss, erfuhren die 15 Teilnehmer anhand von Bibelzitaten, Gedichten sowie der Rede des Häuptlings Seattles aus dem Jahre 1855 bei einem zweistündigen Rundgang um den See. Berge spielen in der Bibel eine sehr wichtige Rolle: Moses erhielt die Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten auf einem Berg, auch die wohl berühmteste Rede Jesu Christi, die Bergpredigt, wurde auf einem Berg gehalten. Viele Psalmen rühmen die Schöpfung als Werk Gottes. Sie betonen aber auch, dass man in der Natur, speziell auf einem Berg Gott näher ist, wie z.B. im Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Naturschutz ist auch Menschenschutz. Ohne Natur kann es keine Kultur geben. Das verdeutlichte Isabelle Auer am Beispiel einer heute aktueller denn je erscheinenden Rede des Indianerhäuptlings Seattle aus dem Jahre 1855. Bereits damals ermahnte er den „Weißen Mann“: Lehrt Eure Kinder, was wir unseren Kindern lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn die Menschen die Erde bespucken, bespeien sie sich selbst. Am Schluss des meditativen Rundgangs um den Großen Arbersee fasste die Arbergebietsbetreuerin zusammen: Naturkunde und Naturmeditation stehen keinesfalls im Widerspruch. Will man die Natur – auch und gerade naturwissenschaftlich – begreifen, muss nur lernen, in größeren Zeitspannen zu denken. Natürliche Prozesse laufen manchmal sehr langsam ab. Wenn sie nicht gestört werden, verlaufen sie häufig kreisförmig. Diesen ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen lässt sich z.B. am Totholz zeigen, das als Keimbett Grundlage für neues Leben darstellt. Ziel des Naturschutzes ist es speziell in Naturschutzgebieten, diesen natürlichen Kreislauf möglichst zu unterstützen. Naturschutz bedeutet für viele Naturschützer mehr als einen Beruf oder ein Hobby. Manche sehen – religiös ausgedrückt – als „Berufung“ zur Bewahrung der Schöpfung.


Die Führungen durch die Arberseewand zählten in den letzten Jahren zu den bestbesuchten Exkursionen des Naturparks Bayerischer Wald. Mitte Juli diesen Jahres wurde jedoch bei einer Ortsbegehung mit der Regierung von Niederbayern, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Naturpark und dem Forstbetrieb Bodenmais beschlossen, dass der Forstbetrieb im Bereich der Seewand aus der Wegesicherungspflicht entbunden wird. Die wegen des verstärkten Borkenkäferbefalls eigentlich notwendigen Forstarbeiten können in der steil aufragenden Seewand nur unter Lebensgefahr durchgeführt werden. Sie sind somit nicht mehr zu verantworten. Für alle, die den Wandersteig durch die Seewand hinauf gehen möchten und auch für jeden Exkursionsleiter bedeutet das, dass das Begehen auf eigene Gefahr zwar erlaubt ist, dass bei Unfallen jedoch der jeweilige Wanderführer für Personenschäden verantwortlich gemacht wird. Der Naturpark Bayer. Wald e.V. hatte deshalb beschlossen, anstelle der eigentlich im Jahresprogramm für den vergangenen Sonntag festgesetzte Seewandführung auf die sichere Route, den Fernwanderweg E6, den Goldsteig, auszuweichen. Um den 27 Exkursionsteilnehmern auch auf dieser bekannteren Route Einblicke in den „geheimen Arber“ bieten zu können, hatte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer in ihrem Rucksack „Arberschätze“ mitgebracht, die sie der Gruppe nach und nach vorstellte. Wenn man sich auf dem Goldsteig dem hinteren Teil des Großen Arbersees nähert, kann man zwei typische Seewandgeräusche deutlich wahrnehmen: Vogelgezwitscher und das Rauschen kleiner Bäche. Da im Arbergebiet das bedrohte und daher streng geschützte Auerhuhn lebt, hatte die Gebietsbetreuerin den Gipsabdruck eines Auerhuhnfußes ebenso wie den Fußabdrucks eines seiner natürlichen Fressfeinde, des Wildschweins, dabei. Anhand von mitgebrachtem Auerhahnkot zeigte sie, weswegen Wanderer sich im Winter an die Wege halten sollten, um keine Auerhühner aufzuschrecken: Auerhühner ernähren sich im Winter von Nadeln, die auch in der Losung noch deutlich zu erkennen sind. Da sie sehr nährstoffarm sind, verbrauchen Auerhühner bei plötzlichen Fluchtmanövern mehr Energie, als sie von den Nadeln erhalten können. Jede plötzliche Flucht kann deshalb tödlich sein. Aber auch von einem anderen heimlichen Bewohner des Grenzkamms, dem Luchs, wusste Isabelle Auer einiges Interessantes zu berichten. Obwohl inzwischen fast alle botanischen Besonderheiten verblüht sind, konnte die Gebietsbetreuerin anhand der am Wegesrand noch zu findenden Pflanzeneste einige Eiszeitrelikte „in natura“ zeigen. Mit Hilfe von Baumscheiben einer in Tallage gewachsener Fichte und einer Bergfichtenwald-Fichte zeigte sie, wie extrem klimatische Gegebenheiten und der Boden das Wachstum von Pflanzen bestimmen. Bäume, die im Tal gewachsen sind, besitzen um einiges breitere und häufig gleichmäßigere Jahresringe als in Hochlagen gewachsene Bäume. Da im Gebiet des Geigenbachs Klimabedingungen vorherrschen, die Bäume besonders gleichmäßig wachsen lassen, wächst hier wertvolles Klangholz. Nach zwei Stunden hatten die Exkursionsteilnehmer viel Interessantes über den „König des Bayerischen Waldes“ und seine Bewohner erfahren. Auch auf scheinbar bekannteren Routen zum Arbergipfel gibt es immer wieder Neues zu entdecken.


Im Rahmen des Arberprogramms bieten die beiden Naturparke Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald gemeinsam mit der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft und dem Landesbund für Vogelschutz Cham eine botanische Fachexkursion zu besonderen Pflanzengesellschaften am Kaitersberg an. Dabei werden Pflanzen vorgestellt, die oft für den Betrachter unscheinbar sind, aber mittlerweile extrem selten geworden sind. Den Erhalt dieser Pflanzen unterstütz der Landkreis Cham gemeinsam mit dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald und den Naturschutzbehörden im jährlichen Artenhilfsprogramm. Am Sonntag, den 20. September, dem „Tag des Geotops“, dreht sich alles um die Pflanzen in den Felsen des Steinbühler Gesenkes. Neben der Vorstellung spezialisierter Gefäßpflanzen wird auch auf den Einfluss des Klimas auf Moose, Flechten und Farne sowie auf die naturverträgliche Ausübung von Freizeitaktivitäten im Fels eingegangen. Unter der Leitung von Martin Scheuerer und Dr. Oliver Dürrhammer kann man einen Einblick in die Besonderheiten der Felsvegetation am Kaitersberg bekommen. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Wanderparkplatz Hudlach bei Hohenwarth. Gutes Schuhwerk und genügend Kondition für steiles Gelände sind erforderlich. Nähere Infos und Anmeldung zu den beiden Veranstaltungen beim Naturpark Oberer Bayerischer Wald (09971/78394) oder bei der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft (09404/640441).


Am Sonntag, den 20. September werden in ganz Deutschland viele Veranstaltungen zum Tag des Geotops angeboten. Geotope sind steinalte Boten der Erdgeschichte, wie beispielsweise bizarre Felsen, geheimnisvolle Höhlen oder Fundstellen seltener Mineralien. Hier kann man gleichsam den „Pulsschlag der Erde“ fühlen. Im Naturpark Bayerscher Wald steht dabei der Pfahl als Nationales Geotop im Mittelpunkt. Am Tag des Geotops werden Naturpark-Exkursionen zu den sagenumwobenen Felsen des Pfahls in Viechtach und in Freyung angeboten. Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenlosen Wanderungen eingeladen. Das Quarzriff Großer Pfahl bei Viechtach und die Pfahlschieferfelsen in der Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai sind in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen. Der Bayerische Pfahl durchquert als uralter Riss das Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Die nahezu 150 km lange Bruchlinie des Pfahls wurde im Jahr 2006 in die Liste der 77 schönsten Geotope Deutschlands aufgenommen. In der Landschaft zeigt sich dieses uralte „Kunstwerk der Natur“ in vielfältiger Form: Beeindruckend und spektakulär sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsriffe oder die dunklen, mächtigen Pfahlschiefertürme. Manche Felsenzüge dienen auch als erhabene Warten für Burgen und Schlösser – wie bei der Burgruine Weißenstein am höchsten Punkt des Pfahls mit mehr als 750m Meereshöhe. In der Pfahlregion findet sich eine reichgestaltige Tier- und Pflanzenwelt, die in vielen Naturschutzgebieten bewahrt wird. Treffpunkt in Freyung ist am 20. September um 13:30 Uhr beim Parkplatz am Freibad. In der Buchberger Leite zeigt sich ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wildnis und Felsen. Referent der Exkursion ist Elmar Hartl, Studiendirektor a.D. und Hobbygeologe. Der Wanderweg führt durch die wildromantische Schlucht zu den mächtigen Pfahlschiefertürmen und über eine neu instandgesetzte Hängebrücke bis nach Ringelai. Die Rückfahrt ist um 17:00 Uhr mit dem Bus von Ringelai nach Freyung. Anmeldung bis 18. September bei der Touristinfo Freyung unter 08551 – 588 150 oder unter touristinfo@freyung.de . Treffpunkt in Viechtach ist am 20. September um 13:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85. Referent Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, lädt zu einer ca. zweistündigen, naturkundlichen Wanderung für Groß und Klein beim hoch aufragenden Quarzriff „Großer Pfahl“ ein. Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch kann man dabei erfahren. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristallen suchen – nur hier ist die Mitnahmen von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt. Eine Anmeldung für die Exkursion in Viechtach ist nicht erforderlich. Rückfragen unter 09942 – 1661 an die Touristinfo Viechtach.


Obwohl Fledermäuse wohl zu den faszinierendsten heimischen Tierarten gehören, wissen die meisten Menschen nur sehr wenig über sie. Viele glauben, dass sie mit den Mäusen verwandt sind, obwohl sie in Wirklichkeit biologisch zu den Fledertieren und nicht zu den Nagetieren gehören. Dank den in Film und Fernsehen verbreiteten Klischees bezeichnen sie manche als „Kleine Vampire.“ Fakt ist jedoch, dass alle europäischen Fledermäuse nur Insekten fressen. Dass Fledermäuse daher nicht nur sehr faszinierende, sondern vor allem auch sehr nützliche Tiere sind, zeigte Diplom-Biologin und Fledermausexpertin Susanne Morgenroth den 78 Teilnehmern der vom Naturpark Bayerischer Wald, dem LBV und dem Silberbergwerk organisierten Veranstaltung zur „Europäischen Fledermausnacht“ im Bodenmaiser Silberberg. Bereits auf der kurzen Wanderung von der Talstation der Silberbergbahn zum Barbarastollen an der Mittelstation zeigte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald den teilnehmenden Kinder spielerisch, wie sich Fledermäuse im Dunkeln bewegen und jagen können. In ihrem anschließenden Vortrag im Barbarastollen erzählte Fledermausexpertin Susanne Morgenroth den aus ganz Niederbayern angereisten Exkursionsteilnehmern u.a., dass es weltweit über 900 Fledermausarten gibt und von den 22 in Bayern heimischen Fledermausarten 19 im Bayerischen Wald vorkommen. Elf davon überwintern in den 35 km langen Stollen des Silberbergwerks, dem größten Fledermauswinterquartier Mitteleuropas. Der „Hausherr“ des Silberbergwerks, Bergwerksleiter Martin Schreiner erklärte, dass der wirtschaftende Mensch hier also seit dem frühen Mittelalter unbeabsichtigt zum Fledermausschutz beiträgt. Als Höhepunkt hatte die Fledermausexpertin des Naturparks drei lebende Fledermäuse mitgebracht, die von ihr zur Zeit gepflegt werden. Viele der Exkursionsteilnehmer konnten so zum ersten Mal lebende Fledermäuse aus der Nähe betrachten und beobachten. Abschließend wies Susanne Morgenroth noch auf die Internethomepage des Naturpark-Fledermausprojekts hin. Unter www.fledermaus-bayern.de können alle Fledermausbegeisterten nicht nur weitere Informationen über das Projekt bekommen, sondern auch Bauanleitungen für Fledermauskästen herunterladen und so etwas aktiv zum Fledermausschutz beitragen. Nach dem Vortrag wanderten die Exkursionsteilnehmer zur Gottesgabe, wo sie – ausgerüstet mit Bat-Detektoren und Taschenlampen - einige Fledermäuse beim spätsommerlichen Balzflug beobachten konnten.


Berge und Bergseen, die Natur allgemein, beeindrucken viele Menschen. Fürchteten sich noch im 19. Jahrhundert viele vor der Wildnis, so ist die Natur heute häufig Zufluchtsort, in dem die Menschen das Ursprüngliche suchen. Für viele Naturvölker galt die „Mutter Erde“ als Gottheit, manchmal werden intensive Naturerlebnisse jedoch auch bei uns religiös – über die Konfessionsgrenzen hinweg - als die Begegnung mit Gottes Schöpfung empfunden. Am Samstag, 12.09.09 ladet Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer daher zu einem abendlichen meditativen Spaziergang um den Großen Arbersee ein. Ältere und jüngere Texte, Bibelzitate aber auch die Ausschnitte aus Reden von Indianerhäuptlingen sollen die emotionale Seite der Arbeit und der Freizeit in und für die Natur in den Mittelpunkt stellen. Treffpunkt der zweistündigen Führung ist um 18:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.