Oktober 2004


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2004 findet im neuen Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) ein Vortrag mit dem Thema „Aktueller Stand der Globalscaling – Technik“ statt. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 12.11.2004 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des neuen Nullenergiehauses. Es ist die letzte Veranstaltung für dieses Kalenderjahr. Referent ist Dr. Hartmut Müller, der Leiter des Instituts für Raum – Energie – Forschung in Wolfrathshausen. Die Suche nach verschiedenen Energieformen ist bald so alt wie die Menschheit selbst. Dass die fossilen Energieträger Kohle, Eröl, Gas und Uran bald zu Ende gehen werden, ist wohl jedem klar. Derzeit beginnt man allmählich die nachwachsenden Rohstoffe nach und nach zu akzeptieren. Möglicherweise lassen sich aber irgendwann neue Energieformen nutzen, an die heute noch niemand denkt, das reicht hin bis zu Idee, sich das Rauschen von Halbleitern zu Nutzen zu machen. "Es gibt keine von Menschen entwickelte Technologie, die in der Natur nicht schon bekannt ist und dort in aller Regel intelligenter, effizienter und umweltverträglicher genützt wird." (Dr. rer. nat. Hartmut Müller). Weitere Infos unter www.globalscaling.de.


Im Rahmen des Projekts „Praktikum für die Umwelt“ der Commerzbank bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. auch im Jahr 2005 wieder 2 Praktikantenstellen von jeweils 3 Monaten Dauer an. Im Zeitraum Mai bis Ende Juli ist der/die Praktikant/in hauptsächlich mit der Gestaltung und Durchführung von Projekttagen für Schulklassen beschäftigt. Von August bis Oktober steht dann v.a. konzeptionelles Arbeiten im Vordergrund (Führungskonzepte, Lehrpfadbegleithefte etc.). Dieses mit dem Internationalen Sponsoring-Award ausgezeichnete Projekt führt die Commerzbank bereits seit 15 Jahren in Zusammenarbeit mit EUROPARC Deutschland – dem Dachverband der Großschutzgebiete in Deutschland – durch. Seit 1990 konnten über 900 Praktikantinnen und Praktikanten für jeweils drei bis sechs Monate ihr Wissen in die Arbeit der Nationalparke, Naturparke und Biosphären¬reservate einbringen und zugleich wertvolle Erfahrungen in der Praxis sammeln. Voraussetzung für eine Teilnahme am „Praktikum für die Umwelt“ ist Interesse an Ökologie, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Unterkunft und ein monatliches Praktikantengehalt zahlt die Commerzbank. Unter www.praktikum-fuer-die-umwelt.de können sich Studierende aller Fachrichtungen bewerben. Bewerbungsschluss ist der 7. Januar 2005.


Modernes Heizen mit Sonne und Holz - Welche Möglichkeiten bietet das „Paar der Zukunft“? Um diese Frage dreht es sich am Donnerstag, 21. Oktober um 19:30, in einem Vortrag von Wolfgang Hilz, Solarpionier und Vorsitzender des neu gegründeten Sonnenhaus-Instituts e.V., im Naturparkhaus in Zwiesel (vor der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3). Für Wolfgang Hilz gibt es keinen Zweifel: Die zukünftige Energieversorgung in unserer Region kann nur krisensicher mit Sonne und Holz bewerkstelligt werden. Für ihn hat diese Zukunft auch schon längst begonnen. Seit über zehn Jahren ist der Diplom-Ingenieur für die erneuerbaren Energien aktiv und hat maßgeblich zur Weiterentwicklung und Verbreitung der Solartechnik beigetragen. Hierzu zählt auch die Entwicklung des Sonnenhaus-Heizkonzeptes. In dieser neuen Form des „Niedrigst – Energiehauses“ wird mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs solar, der Restbedarf durch eine moderne Holzheizung gedeckt. Dass das Konzept funktioniert, beweisen mehr als 30 Sonnenhäuser vorwiegend im ostbayerischen Raum. Dazu zählt auch das Naturparkhaus, das erste öffentliche ganzjährig solar beheizte Gebäude Europas. Dabei müssen es nicht einmal hohe solare Deckungsgrade von 50 bis 100 Prozent sein. Auch kleinere Solaranlagen können in Kombination mit einer modernen abgasarmen Holzheizung den Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser rund ums Jahr problemlos decken. Zusammen bieten sie außerdem Unabhängigkeit von den knapper werdenden Ressourcen wie Öl und Gas. In seinem Vortrag zeigt Solarexperte Wolfgang Hilz die vielfältigen Möglichkeiten des Heizens mit Sonne und Holz auf. Bauinteressierte und Eigenheimbesitzer können sich über die Kombination fortschrittlicher Solartechnik mit komfortabler Pelletsheiztechnik im Zuge einer Heizungsmodernisierung informieren. Weiterhin geht Hilz auf Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit der zukunftsträchtigen Heizkombination ein. Alle Hauseigentümer, die einen „Ölwechsel“ in ihrem Keller planen, können derzeit mit einer kräftigen Finanzspritze vom Staat rechnen: Die Bundesregierung hat ihr Programm zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgeweitet und unterstützt den Einbau von Pellet-Zentralheizungskesseln mit 55 Euro je kW Leistung, bei Anlagen mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent sogar mit mindestens 1.700 Euro. Solarkollektoren werden mit je 110 Euro pro Quadratmeter bezuschusst. Nähere Informationen gibt es telefonisch unter der Rufnummer 0 99 22 / 5007 - 0 oder per E-Mail unter info@sonnenhaus-institut.de.