April 2014


Eine Frühlingsexkursion in Sankt Englmar bietet der Naturpark Bayerischer Wald an. Die botanische Wanderung wird von Wolfgang Diewald, Diplom Biologe und Matthias Rohrbacher, Naturpark-Gebietsbetreuer geführt. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Freitag, den 9. Mai um 15:00 Uhr am Parkplatz Kurpark nahe dem Edeka-Markt. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen. Die botanische Frühlingswanderung führt vom Kurpark aus in das landschaftlich sehr reizvolle Wiesental des Englmarbaches. In den pfleglich genutzten Berg-, Feucht- und Nasswiesen zeigt sich gerade im Frühjahr eine bunte Vielfalt an Blumen, Gräsern und Kräutern. Vereinzelt sind auch botanische Schmuckstücke wie Wollgräser oder Orchideen zu erwarten.


Der bayerische Pfahl ist als „Nationales Geotop“ ein überregional bekanntes Naturdenkmal. Dies zeigen auch einige Fernsehfilmbeiträge in den letzten Jahren am und über den Pfahl. Am Samstag, den 3. Mai ab 18 Uhr berichtet das Bayerische Fernsehen in der Sendereihe „Zwischen Spessart und Karwendel“ über dieses „Kunstwerk der Natur“. Menschen und Landschaften am Pfahlwanderweg vom Schloss Thierlstein über Viechtach bis zur Burgruine Weissenstein stehen dabei im Blickfeld. Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. Die kostenlose Wanderung findet am Dienstag, den 6. Mai von 15 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Referent ist Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher von der Umweltstation Viechtach. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 1661. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Fragen wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die Exkursion beginnt am einzigartigen Naturdenkmal „Großer Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher den Weg. Hier gibt es viele Angebote, sich über die Natur zu informieren und die Natur zu erleben.


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. stellt derzeit sein Jahresbildungsprogramm 2014 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Sonderausstellungen vor. Derzeit läuft der Versand des Heftchens an alle Mitglieder, Mitgliedsgemeinden, Touristinformationen, Verkehrsämter und Banken, dort kann man sich das Programm kostenlos abholen. Wer sich das Programm über die Naturpark – Geschäftsstelle zuschicken lässt, muss das Rückporto beilegen. Naturpark-Mitglieder bekommen das Bildungsprogramm automatisch zugesandt. Dies ist ein Grund mehr, den gemeinnützigen Verein Naturpark Bayerischer Wald mit einem Jahresbeitrag von nur 11.- € in seinen weiten Tätigkeitsfeldern in den vier Mitgliedslandkreisen auch finanziell zu unterstützen. Aufnahmeanträge gibt es in der Geschäftsstelle bzw. im Internet unter www.naturpark-bayer-wald.de . Die Verteilung erfolgt auch an Schulen, Pfarrämter und eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen, sowie Museen, Jugendherbergen und Mitglieder. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bittet alle Interessierten entsprechend auch die Tagespresse zu beachten, oder sich über die Internetseite www.naturpark-bayer-wald.de zu informieren. Das Bildungsprogramm gibt Informationen zu Veranstaltungen im Sonnenhaus in Zwiesel, im grenzüberschreitenden Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein, im Arbergebiet sowie der Pfahlinfostelle in Viechtach, in der Naturpark – Infostelle im Bahnhof Bogen und in der Ilz-Infostelle Schloss Fürsteneck, sowie in Wiesenfelden und St. Englmar. Blockweise ist man in diesem Jahr auch mit einem Informationsstand auf der Landesgartenschau in Deggendorf vertreten.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2014 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit der LBV-Kreisgruppe Deggendorf, der BN-Ortsgruppe Metten - Offenberg und dem Verein „Grünes Herz Europas“ eine gemeinsame botanische Frühjahrswanderung an. Treffpunkt ist am Sonntag, 04.05.2014 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried - Leithen, Landkreis Deggendorf an der Abzweigung Richtung Hirschberg, vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl aus Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden. Die ersten Frühjahrsblüher kleiden die Landschaft in ein helles Grün und locken auf Ihre Weise hinaus in die Natur. Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem botanisch weniger Geübten Pflanzen unterscheiden zu lernen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


In diesen meist sonnenreichen, täglich länger werdenden Tagen liegt der Frühling in der Luft. Erstes frisches Grün sprießt und lässt Freude auf den „Auswärts“ – wie der Frühling im bayerischen Dialekt genannt wird – aufkeimen. Gesunde Ernährung mit Lebensmitteln aus der freien Natur ist jetzt wieder für viele ein wichtiges Thema. Im Laufe des Jahres bieten sich einige heimische Wildpflanzen an. Ob Kräuter, Früchte, Beeren oder Pilze – „Mutter Natur“ hat fast das ganze Jahr über den Tisch reich gedeckt. „Man ist was man isst!“ - diese Volksweisheit zeigt den hohen Stellenwert der gesunden Ernährung in der Gesellschaft. Der Vortrag “Wildkräuter und Wildfrüchte - ein natürliches Lebensmittel im Lauf der Jahreszeiten – Trend oder Tradition?!“ beinhaltet dieses Thema. Heimische Kräuter und Früchte und deren Verwendung für Küche und Gesundheit stehen auf dem Programm. Der reich bebilderte Vortrag findet am Donnerstag, den 10. April um 19:30 Uhr im Neuen Rathaus am Beckenweiher in Wiesenfelden statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist der Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wiesenfelden. Referent ist Dipl. Agraringenieur (FH) Hansjörg Hauser, der als überregional tätiger Seminarleiter in der Aus- und Fortbildung aktiv ist. Bei seinem Vortrag geht er auf wichtige heimische Pflanzen und Früchte ein, die als Lebensmittel verwendet werden. Welche sind gut zum Verzehr geeignet oder haben sogar eine heilende Wirkung? Was kann ich zu welcher Jahreszeit finden? Wie kann ich Kräuter und Früchte am besten sammeln und verwerten? Wie muss ich mit seltenen Pflanzen umgehen? Diese und viele weitere Fragen wird der renommierte Referent ansprechen, der als Ausbilder von Kräuterpädagogen viele Erfahrungen und Kenntnisse hat. Eine kleine Kostprobe mit Lebensmitteln von „Mutter Natur“ – ob in fester oder flüssiger Form - schließt die Veranstaltung ab.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2014 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Straubing – Bogen eine botanische Wanderung zum Bogenberg an. Vorgestellt wird die Frühlingsflora auf dem Bogenberg. Referent ist Heribert Kemmer, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes. Treffpunkt ist am Freitag, 11.04.2014 um 15:00 Uhr am Rathaus Bogen. Von dort aus wird über den Lippweg zum Bogenberg spaziert und die Pflanzenwelt der trockenen Hänge des Bogenberges näher erkundet. Zur etwa 2 bis 3 - stündigen Veranstaltung sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen. Bitte wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.


Eine abendliche Vogelstimmenwanderung im Rahmen des Programms der Umweltstation Viechtach bieten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen an. Die Wanderung wird von Fritz Reiter geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Samstag, den 12. April um 17:30 Uhr am Parkplatz unterhalb der Sporer-Quetsch am Beginn des Radweges von Viechtach nach Tresdorf. Der Riedbach und der Schwarze Regen sind Fließgewässer im Donaueinzugsgebiet und bieten Heimat für viele Vögel. Im Riedbachtal findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den knorrigen Hangwäldern, weiträumigen Naturweihern und beschaulichen Bachwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Mehr als dreißig Vogelarten konnten bei den bisherigen Vogelstimmenexkursionen gesehen oder gehört werden: z.B. das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Bitte Fernglas mitnehmen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64 an die Umweltstation Viechtach.


Zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung zum Vogel des Jahres hatten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die LBV – Kreisgruppe Regen in das Naturpark – Informationshaus eingeladen. Klaus Gregor für den LBV und Hartwig Löfflmann für den Naturpark konnten Ruth Waas von der LBV - Bezirksgeschäftsstelle als Referentin begrüßen. Die Diplombiologin Ruth Waas stellte in ihrem Vortrag Verbreitungsgebiet, Aussehen, Nahrungsspektrum, Brutbiologie, Gefährdungs – und Schutzmaßnahmen näher vor. Darüber hinaus ging sie auch auf die neun, in Deutschland vorkommenden, Spechtarten und deren Unterscheidung kurz ein. Wie alle anderen Spechte mit Ausnahme des Wendehalses, bleibt der Grünspecht im Winter bei uns. Er ist ein typischer „Europäer“. Der Iberische Grünspecht in Spanien sieht etwas anders aus, mit hellerem Gesicht. Ansonsten ist für den Grünspecht die rote Kopfkappe sehr typisch mit einem kleinen farbigen Bartstreif beim Männchen, beim Weibchen ist dieser eher gräulich. Der Gesang ist ein typisches Unterscheidungsmerkmal zum Grauspecht hin. Bei Spechten sind zum Einen die lange Zunge, die bis zu einem Drittel der Körpergröße einnehmen kann, das heißt beim Grünspecht bis zu 10 cm, und der lange Stützschwanz Charakteristikum. Bei Spechten dauert die Mauser sehr lange, weil Sie immer einen funktionsfähigen Stützschwanz brauchen. Das Hauptnahrungsspektrum beim Grünspecht sind Ameisen und Ameisenpuppen. Spechte sind sehr intelligent, sie merken sich auch im Winter Ameisennahrung unter dem Schnee. Die Spechte sind wenig scheu und gehen vereinzelt auch an Dachrinnen zum Trommeln oder an Dächer oder bauen sogar ihre Nester in Fassadendämmungen, zum Leidwesen der Eigentümer. Der ideale Lebensraum sind Streuobstwiesen. Nachmieter für Spechthöhlen sind beispielsweise Siebenschläfer, Hornissen, Wespen, Fledermäuse und verschiedene Vogelarten. Die Hauptgefährdung besteht durch den Einsatz von Spritzmitteln, durch Rodung von Streuobstwiesen oder im Straßenverkehr. Auch ein Wiesenumbruch für nachfolgende Ackerbaunutzung ist sehr problematisch. Der größte natürliche Feind ist das Wetter. Die Sonderausstellung im Naturpark – Informationshaus ist ab sofort bis zum 25. April 2014, täglich von 09:30 bis 16:30 zu besichtigen.