September 2018


Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs

Gr. Arber. Die merklich kürzer werdenden Tage zeichnen am Arber die ersten Herbstfarben. Die meisten Blumen sind zwar verblüht, dennoch bietet der Arbergipfel jetzt einen besonders schönen Anblick. Zwischen dem hell-braunen Magerrasen und den sich dunkelrot verfärbenden Heidelbeerblättern lassen sich immer noch viele Naturschätze entdecken.

Von den verschiedenen Felsriegeln ergeben sich Ausblicke über das nahezu endlos erscheinende Waldmeer und bei klarer Herbstluft bis in die bayerischen und österreichischen Alpen. Zeitlos sind die Geschichten und Sagen, die sich um den „König des Bayerischen Waldes“ ranken. Spannend sind zudem die Einblicke in die Naturschutzarbeit am höchsten und meistbesuchten Berg des Bayerischen Waldes.

Daher lädt der Naturpark Bayerische Wald e.V. am Freitag, 21. September, um 14 Uhr zu einer etwa zweieinhalbstündigen Rundwanderung auf dem Arbergipfelplateau. Die Rundwanderung ist auch für Familien geeignet und findet unter der Leitung von Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt statt. Treffpunkt ist an der Arberkapelle.

Gutes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung ist Voraussetzung. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung von Naturpark und Touristinfo Bayerisch Eisenstein. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag 20. September, um 12 Uhr unter 09925/940 316 erforderlich.bbz


Führung rund um den Silberberg

Bodenmais. Wann ist der Luchs in den Bayerischen Wald zurückgekehrt? Was braucht er Luchs zum Überleben? Und wie kommt man dem Luchs auf die Spur? Bei einer Exkursion rund um den Silberberg können Interessierte Antworten auf diese Fragen bekommen. Informiert werden die Wanderer von Markus Schwaiger vom Luchsprojekt Bayern, und Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion. Seit dem Jahr 2008 führt Schwaiger das Luchs-Monitoring im Raum Bodenmais durch. Mit Fotofallen oder über andere Nachweisarten ist er dem heimlichen Jäger in den Wäldern am Arber auf der Spur. Alle Interessierte sind am Sonntag, 23. September, zu der etwa drei- bis vierstündigen Führung eingeladen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Parkplatz Schönebene bei Bodenmais. Festes Schuhwerk und eine Brotzeit werden empfohlen. Anmeldung bis Freitag, 21. September, 12 Uhr beim Naturpark unter  09922/802480. bb


Am Sonntag war der Grenzbahnhof Eisenstein ein Ziel beim „Tag des offenen Denkmals“

Bayer. Eisenstein. Der „Tag des offenen Denkmals“, 1993 ins Leben gerufen, stand am gestrigen Sonntag unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Dabei rückte man nicht zuletzt historische Eisenbahnen und Eisenbahngebäude in den Fokus, denn diese sind ja schon aufgrund ihres Zwecks und ihrer Beschaffenheit als Verkehrswege „verbindend“. Und so war auch der Grenzbahnhof in Eisenstein ein Ziel beim Denkmaltag.

Zur Eröffnung am Vormittag waren Kreisheimatpflegerin Cornelia Schink, der stellvertretende Landrat Helmut Plenk, Naturpark-Vorsitzender Heinrich Schmidt, Eisensteins Bürgermeister Charly Bauer und Kreisbaumeister Christian Hagenauer in den Grenzbahnhof gekommen. Interessierte Besucher wurden in der Empfangshalle willkommen geheißen.

Kreisheimatpflegerin Cornelia Schink blickte zurück in die Geschichte des Ortes Eisenstein und natürlich ins Jahr 1877, als der imposante, 137 Meter lange Bahnhof im Eisensteiner Tal eröffnet wurde. Das Gebäude wurde genau auf der Grenze erbaut. Besonders die Wartesäle wurden dem damaligen Stil entsprechend aufwendig und in gehobener Architektur gestaltet, wie Heinrich Schmidt hervorhob. Im damaligen Wartesaal der 1. Klasse befindet sich heute die Bahnhofsgaststätte.

„Die Denkmäler in unserem Land sind Spiegelbild unserer kulturhistorischen Entwicklung“, sagte Schmidt. Auch das sei ein Beweggrund für den Erwerb des Bahnhofsgebäudes im Jahr 2006 durch den Naturpark und die anschließende Sanierung gewesen. Rund acht Millionen Euro seien in dieses bislang größte Projekt des Naturparks geflossen. In dem Gebäude wurden die „NaturparkWelten“ mit Museen zu diversen Themen verwirklicht.

Dieses Engagement des Naturparks würdigte auch Helmut Plenk in seinem Grußwort, bevor sich alle auf einen Rundgang durch das weitläufige Gebäude mit seinen Ausstellungen machten. Am Nachmittag wurden weitere Führungen durch den geschichtsträchtigen Bau angeboten.

Im Staatsvertrag von 1873 hatten sich Bayern und Österreich-Böhmen verpflichtet, einen gemeinsamen Betriebswechselbahnhof in Eisenstein zu errichten, dessen Mitte die Grenzlinie berührt. Das kleine Bayerwalddorf entwickelte sich nach der Eröffnung der Bahnlinie Plattling-Pilsen 1877 zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt und erhielt Anschluss an die weite Welt. fb


Geführte Wanderung am Sonntag

Freyung. An der „Scheer“ vereinigen sich Sauß- und Reschbach zur Wolfsteiner Ohe. Mit vereinten Kräften haben sie eine der beeindruckendsten Schluchtland-schaften Ostbayerns entlang einer uralten Verwerfungslinie geschaffen. Schluchtwälder, steile Einhänge und rauschendes Wasser begleiten hier Wanderer auf dem Weg durch die geologische Besonderheit des Pfahlschiefers.

Der Naturpark Bayerischer Wald bietet dort am Sonntag, 16. September, eine geführte Wanderung mit dem Ilzgebietsbetreuer Stefan Poost an. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Wanderparkplatz in der Zuppinger Straße in Freyung. Die anschließende Wandertour führt durch die Wildbachklamm „Buchberger Leite“, wobei die Teilnehmer Erläuterungen zu den örtlichen Besonderheiten von Geologie, Fauna und Flora in der Leite erhalten. Festes Schuhwerk wird empfohlen. bbz


Denkmal-Tag im Grenzbahnhof mit Führungen – Anreise mit dem Zug möglich

Bayer. Eisenstein. Am Sonntag, 9. September, lädt der Landkreis Regen zum Tag des offenen Denkmals in den Grenzbahnhof ein.

Getreu dem diesjährigen Motto „Entdecken, was uns verbindet“ hat Kreisheimatpflegerin Cornelia Schink thematisch den Grenzbahnhof Eisenstein und die Waldbahn gewählt. Beide verbinden Bayern und das damalige Österreich-Böhmen schon seit 1877.

Führungen durch das geschichtsträchtige Bahnhofsgebäude, dessen deutschen Teil der Naturpark Bayerischer Wald erworben und zu den „NaturparkWelten“ umgebaut hat, werden um 11 Uhr und 13.30 Uhr angeboten. Begleitet werden die Teilnehmer von Cornelia Schink und Naturpark-Vorsitzendem Heinrich Schmidt.

Für die Anreise empfiehlt sich natürlich auch der Zug. Stündlich fährt die Waldbahn aus Richtung Zwiesel, Regen, Deggendorf und Plattling ein. Reisende aus Richtung Viechtach haben Anschluss in Gotteszell. Reisende aus Bodenmais und Grafenau steigen in Zwiesel um. Die passende Fahrkarte kann bequem in den Zügen am Platz bei den Kundenbetreuern der Länderbahn erworben werden.

Die Tagesfahrkarte für 8,50 Euro berechtigt zur kostenlosen Mitnahme von bis zu drei Kindern zwischen sechs und einschließlich 14 Jahren. Kinder unter sechs Jahren fahren generell gratis. Für Urlaubsgäste aus GUTi-Gemeinden ist die Fahrt kostenlos.

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist ein wichtiges Highlight des Europäischen Kulturerbejahrs 2018. Der Aktionstag soll allen denkmalinteressierten und denkmalengagierten Personen, Denkmalbesitzern, Denkmalforschern und denkmalpflegerischen Institutionen ein Forum bieten, um Denkmalschutz und Denkmalpflege zu präsentieren.bbz


Bayer. Eisenstein. Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September, steht 2018 unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Der Aktionstag soll allen denkmalinteressierten und denkmalengagierten Personen ein Forum bieten, um Denkmalschutz und Denkmalpflege zu präsentieren. Im Landkreis Regen steht in diesem Jahr der Grenzbahnhof Eisenstein im Mittelpunkt des Aktionstages. Um 11 und um 13.30 Uhr finden dort öffentliche Führungen mit Kreisheimatpflegerin Cornelia Schink und Naturpark-Vorsitzendem Heinrich Schmidt statt. bbz


Am Mittwoch geht’s vom Rißloch zum Hochfall

Bodenmais. Eine Wanderung von Fall zu Fall, so lautet das Thema der nächsten Exkursion im Arbergebiet. Unter Leitung des Gebietsbetreuers für die Arberregion, Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald e.V., werden die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes – das Naturschutzgebiet Rißloch und das Naturdenkmal Hochfall bei Bodenmais – erkundet. Auf einer fünf- bis sechsstündigen Tour wird von der Rißlochschlucht über Schweiklruhe und Hofstelle „Steigenfels“ zum Hochfall gewandert. Diese mittelschwere Wanderung, die Grundkondition verlangt, findet am Mittwoch, 5. September statt. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Wanderparkplatz Rißloch in Bodenmais. Festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung werden empfohlen. Da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit besteht, soll eine Brotzeit mitgenommen werden. Die Führung wird gemeinsam mit der Touristinfo Bodenmais veranstaltet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.bb