Februar 2010


Mehr als 70 Leute konnten Naturparkvorsitzender Heinrich Schmidt und Arbeitskreis-Energie-Leiter Dr. Paul Kestel im Naturparkhaus zur Veranstaltung „Stand der Holzvergaser-Technik“ begrüßen. Mit Dr. Günther Herdin aus Österreich hatte man einen kompetenten Referenten geladen, der die Aktivitäten der Firma Agnion in Pfaffenhofen an der Ilm vorstellte. Der Referent kennt etwa 200 Anlagen weltweit und hat 120 Anlagen von Australien über China bis Amerika selbst besucht. Sein Fazit lautet: 90% der Anlagen enden in Tragödien, meist wegen der schlechten Gasreinigung kommt es vorzeitig zu Motorschäden. Dr. Günther Herdin stellte seinen „Headpipe-Reaktor“ etwas näher vor und stellte auch die Unterscheide zum alten Festbettvergaser heraus, wie er bereits in Vorkriegszeiten im Einsatz war. Die alten Festbettreaktoren haben vielfach das Problem der Gasreinigung. Dort wo ein aufwändiger Personaleinsatz kein Problem darstellt, wie beispielsweise in Indien, laufen zahlreiche Vergaser von diesem Typ und liefern Strom und Wärme. Meist sind jedoch in kurzen Abständen von oft nur einem Jahr die Motoren komplett zu überholen, was bei Verdiensten von 2 € pro Tag wie in Indien kaum ein Problem ist. Wenn der Motor repariert ist geht es beispielsweise wieder weiter mit Stromproduktion in Heizung in einem Internatsgymnasium. Diese alten Festbettvergaser kann man jedoch nicht mit elektronischen Steuerungen perfekt machen. Deswegen ist seiner Ansicht nach eine komplett andere Technik erforderlich. Auch in Japan arbeitet man an diesem Thema. Dabei werden vielfach höhere Drücke gefahren, teilweise bis 60 oder 80 Bar und nicht bei normalen Atmosphärendruck wie beim alten Festbettvergaser. Ganz wichtig ist, dass man bei der Gasreinigung das Kalium herausbekommt. Aufgrund von Motorölanalysen kann man sofort sagen, ob die Motoren vorzeitig Schade nehmen werden. Es gibt also eine relativ einfache Faustformel, mit hohen Temperaturen und hohen Drücken lässt sich optimales Gas herstellen. Dies sollte nach Möglichkeit einen hohen Wasserstoffanteil erhalten. Damit lassen sich gute Wirkungsgrade erreichen. Dr. Herdin ging in diesem Zusammenhang auf einige Anlagen in der Schweiz und auch in Österreich ein. Diejenigen, die gut laufen, nutzen als Rohstoff meist etwa Faustgroße Holzstücke. Der Feuchtegehalt soll bei etwa 15-20 Prozent liegen. Wichtig ist, dass die Anlagen nicht nur elektrischen Strom erzeugen, sondern dass auch die Wärme vernünftig genutzt werden kann. Dann laufen die Anlagen wirtschaftlich. Eine größere Anlage nach dem Prinzip des „Headpipe-Reaktors“ wird demnächst in Dessau aufgebaut. Die Anlage in Pfaffenhofen an der Ilm steht ab Ende März 2010 wieder für Besichtigungen zur Verfügung. Dr. Herdin stellte großzügig auch seinen Folienvortrag zur Verfügung, er hat großes Interesse daran, dass die Technik voran kommt, hier soll es keine Geheimniskrämerei geben. In diesem Zusammenhang betonte der Referent auch, dass es in Österreich staatliche Förderung zur Entwicklung der Holzvergasertechnik gibt. In der Bundesrepublik Deutschland existiert nichts Vergleichbares. Etwa zwei Drittel aller Forschungsgelder gehen bundesweit in Deutschland in die Atomenergieforschung. Nach einer Intensiven Frage- und Antwortrunde bedankte sich Arbeitskreisleiter Dr. Paul Kestel für den hoch interessanten Vortrag.


Mehr als 25 Wanderer waren der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. zur Spurensuche im Schnee im Iltzal gefolgt. Bei herrlichem Wetter wurde von der Schrottenbaummühle ilzabwärts zur Schönberger Triftsperre und zurück gewandert. Dabei konnten allerlei Spuren im Schnee entdeckt werden. Hundespuren entlang des Wanderweges waren natürlich nicht selten. Aber auch der Fuchs schleicht am Ufer der Ilz oder auch auf den noch vorhandenen Eisschollen am Wasser entlang. Der Typische Doppelsprung des Baummarders konnte auch deutlich im Schnee gesehen werden. Die Schleifspuren über den schneebedeckten, größeren Steinen in der Ilz lassen sicher auf das Vorkommen des Fischotters in der Ilz schließen. „Die verspielten Tiere lieben solche Wasserrutschen geradezu,“ so der Gebietsbetreuer Stefan Poost, „Mit ihren bis zu 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter sind Sie hervorragend an das Leben im Wasser und auch an die winterlichen Temperaturen angepasst. Die Fischotter werden mit ihrem dichten Haarkleid nicht bis auf die Haut nass und auch der Biber hat mit seinem Fell eine ähnliche Strategie, den kalten und harten Winter im und am Wasser zu überleben.“ Rehspuren konnten am Ilztalwanderweg nicht entdeckt werden. „Wenn man aber in die Ilzleiten ein paar Meter abseits des Wanderweges hochsteigt, weiß man, das sich die Rehe gerne hangparallel zum Ilztal und weg von den Besuchern bewegen.“ Es wäre ein sehr großer Zufall gewesen, auch auf frische Luchsspuren im Ilztal zu treffen, aber auch das Vorkommen des scheuen Luchses im Ilztal ist seit langem bestätigt. Nicht nur tierische Spuren konnten den Wanderern gezeigt werden. Tannen und Fichtensamen bedeckten mancherorts den Schnee. Der berühmte Tannenzapfen, den es außer im grünen Zustand eigentlich gar nicht gibt, weil er auf der Tanne nach der Reife zerfällt und die einzelnen Zapfenschuppen und Samen auf dem Waldboden landen, wurde den Wanderern nähergebracht, aber auch die braunen Fruchtstände des Straussfarns ragten an einigen Uferstellen noch aus dem Schnee. Nach etwa 2,5 Stunden fanden sich die Wanderer wieder am Parkplatz an der Schrottenbaummühle ein, wo man sich noch zu einer gemütlichen Einkehr zusammensetzte.


„Der Kormoran – Vogel des Jahres 2010“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrags in der Umweltstation Viechtach, der vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen und vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. angeboten wird. Der Vortrag findet am Freitag, den 26. Februar um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Referentin ist die Diplom Forstwirtin (FH) Karin Hodl von der Bezirksgeschäftsstelle des Landesbund für Vogelschutz. Sie geht bei ihrem Vortrag auf Verbreitung, Bestandsentwicklung, Lebensweise und Lebensraum des Kormorans ein. Der Kormoran wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Bayern fast ausgerottet. Sein Bestand hat in den letzten Jahren wieder zugenommen, was mancherorts zu Problemen mit dem fischfressenden Vogel führt. Die Referentin stellt auch mögliche Lösungsansätze bei Konflikten mit dieser Tierart vor.


Im Rahmen der Veranstaltungsprogramme von Umweltstation Viechtach und Naturpark Bayer. Wald e.V. findet ein bebilderter Vortrag zum Thema „Kooperation statt Konkurrenz – neue Werte für die Wirtschaft“ statt. Beginn ist am Dienstag, 02.03.2010 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle Viechtach im Alten Rathaus, Stadtplatz 1. Referent ist der international tätige Autor und Publizist Christian Felber aus Wien. Er bringt auch einige seiner Bücher mit. Felber wird im Lauf des Abends auf die Problematiken der heutigen Wirtschaftssysteme eingehen und interessante Insiderinformationen zu den derzeitigen Krisen und zu den Bankencrashs geben. In einem Ausblick zeigt er mögliche Lösungswege auf. Wer sich schon vorab ein Bild von Christian Felber machen will, kann seine Internetseite www.christian-felber.at dazu nutzen. Die Veranstaltung läuft auch im Rahmen der Initiative „Wertvoller Leben“, welche die Mitglieds - Organisationen von „Umweltbildung.Bayern“ für das Jahr 2010 ausgerufen haben. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) ein Vortrag zum Thema „Stand der Holzvergaser – Technik“ statt. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 19.02.2010 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses. Referent ist Dr. Günther Herdin von der Firma Aginon Technologies aus Pfaffenhofen an der Ilm. Bei der Veranstaltung geht es um die effiziente Nutzung von lokal vorhandener Biomasse durch die Biomassevergasung. Dr. Herdin stellt die Holzvergasung mit dem Heatpipe – Reformer vor. Er geht auf die Grundlagen ein, spricht zu Kraft-Wärme-Koppelung, Praxisreife, Anlagengröße und Wirtschaftlichkeit. Für eine nachhaltige und gesicherte und auch bezahlbare Energieversorgung in der Zukunft ist neben stärkeren Bemühungen zur Energieeinsparung auch eine deutliche Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energieträgern erforderlich. Dabei sollen die endlichen Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle, Uran kontinuierlich durch Erneuerbare Energien ersetzt werden, die nach den Vorgaben aller etablierten politischen Parteien bis Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs decken sollen. Die energetische Verwertung von Holz zur Wärme- und Stromerzeugung kann eine überragende Bedeutung im Energiemix haben. Zur Wärmeerzeugung werden im Bayerischen Wald bereits einige größere und viele kleinere Hackschnitzelheizungen betrieben. Nach den vorliegenden Statistiken ist der Stromverbrauch in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Daher ist es erforderlich, aus dem im Bayer. Wald reichlich verfügbaren Rohstoff Holz nicht nur Wärme, sondern auch Strom zu erzeugen, der zudem bei Einspeisung in das Netz vergütet wird. Optimal wären holzbefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, mit denen neben der Stromerzeugung auch die anfallende Wärme genützt werden könnte. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Winterwanderung im Ilztal an. Treffpunkt ist am Sonntag, 21.02.2010 um 14:00 Uhr am Parkplatz Schrottenbaummühle an der Ilz. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet. Im Ilztal liegt heuer einmal Schnee, daher bietet es sich an, unter dem Motto „Spuren im Schnee“ die Natur in einer der letzten Wildflusslandschaften Deutschlands einmal etwas näher zu betrachten. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.


Das Arbergebiet gilt für viele Schneeschuh- und Skitourengeher als „Traumziel“. Wegen der in vielen Teilen noch unberührten Natur können sie hier den Winter besonders intensiv erleben. Doch die Wintersportler gefährden, wenn sie die Wege und Loipen verlassen, die eigentlichen Bewohner des Arbers: Auerhühner und andere Wildtiere. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald zeigte letzten Sonntag den 48 Teilnehmern einer Schneeschuhwanderung vom Großen Arbersee zum Gipfel, wie man die winterliche „Wildnis“ am Arber naturverträglich genießen kann. Der Fernwanderweg E6, der „Goldsteig“, ist im Winter die naturverträglichste Route zum Arbergipfel. Man kann hier im Winter all das erleben, was den Reiz des Schneeschuh- und Skitourengehens ausmacht: Stille und Tiefschnee. Neben diesen „sinnlichen Eindrücken“ erfuhren die Teilnehmer auf dem Weg vom Großen Arbersee zum Arbergipfel wieder einiges Spannendes über die Wildnis am Großen Arber. So betonte die Arbergebietsbetreuerin, dass das Auerhuhn, das sich im Winter von energiearmen Nadeln ernährt, zu viel lebensnotwendige Energie verliert, wenn unwissende – oder unvernünftige – Skitourengeher es aufschrecken. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer: „Auerhuhnschutz sollte nicht nur einigen wenigen Naturschützern am Herzen liegen. Wir alle sollten uns für das Wappentier des Bayerischen Waldes einsetzen. Es ist eines der „Naturschätze“ des „Königs des Bayerischen Waldes“. Wenn wir diesen „Schatz“ des Arbers noch in Zukunft genießen wollen, müssen wir uns nur an die eine einfache Spielregel halten, die Wege und Loipen nicht zu verlassen. Auch auf einen anderen bedrohten Arberbewohner, auf den Wanderfalken, der seit 1998 in der Arberseewand und seit dem Jahr 2003 in der Rieslochschlucht brütet, sollten naturbewusste Wintersportler Rücksicht nehmen. Dass man am Arber selbst im Winter einiges Interessantes über die Pflanzenwelt erzählen kann, verdeutlichte Isabelle Auer am Beispiel der sogenannten „Brennesfichte“: Der über 250 Jahre alte Baum erscheint vielen Wanderern nicht allzu mächtig. Allerdings darf man diese Hochlagenfichte nicht mit Fichten aus Tallagen vergleichen. Wegen der in der Höhe nur relativ kurzen Vegetationsdauer ist der jährliche Zuwachs hier nur sehr gering. Eine Besonderheit des Großen Arbers, die man jedoch nur im Winter am Gipfel bewundern kann, die Arbermandl, bildeten den Höhepunkt der fünfstündigen Schneeschuhwanderung. Und so meinte ein Exkursionsteilnehmer am Ende der Tour: „Eigentlich hat der Große Arber sowohl im Sommer als auch im Winter für Naturliebhaber – für Einheimische und Touristen – sehr viel zu bieten. Hoffen wir, dass es auch in Zukunft so bleibt.“


„Faszination Pilze“ lautete der Titel eines Vortrags von Heinrich Holzer von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft in der Umweltstation Viechtach. Der Referent begeisterte die Zuhörer mit seinen faszinierenden Bildern und interessanten Ausführungen über diese Schwesterngruppe der Tiere. „Ohne Pilze kann ein Ökosystem nicht aufrechterhalten werden“, schilderte Heinrich Holzer die besondere Rolle der Pilze in der Natur. Die meisten Pflanzen und fast jeder Baum sind in einer Art Lebensgemeinschaft mit vielen Pilzen verbunden. Das Pilzgeflecht überzieht die Feinwurzeln der Pflanze wie ein Puderzucker. Damit kann der Baum deutlich mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen wie ohne seine Pilz-Gefährten. Baum und Pilz profitieren so gegenseitig voneinander. Alte Bäume werden häufig von Fäulnispilzen wie der Rotfäule bei der Fichte oder der Weißfäule bei der Buche befallen. Die Pilze wandern in das Holzsystem des Baumes ein, versperren die Wasser- und Nährstoffbahnen oder zersetzen das tragende Holzgerüst. Dies können sie meist nur bei sehr alten und vorgeschädigten Bäumen. Letztendlich erschließen die Pilze im toten Holzmaterial wichtige Nährstoffe, geben diese wieder an den Boden ab und tragen so zum Stoffkreislauf in der Natur bei. Viele leben auch im stehenden und liegenden Totholz. Der Referent plädierte sehr dafür, im Wald den einen oder anderen Baum einfach alt werden und absterben zu lassen, weil viele Pilze gerade auf das Zerfallsstadium des Holzes angewiesen sind. 100.000 Pilze sind weltweit bekannt, dabei wird ihre Artenzahl auf insgesamt mehr als 1,5 Millionen vermutet. Nur ein äußerst geringer Anteil kann als Speisepilze verzehrt werden. Viele Pilze haben eine Heilkraft, die bereits von unseren Vorfahren sehr geschätzt wurde. Manche medizinische Wirkungen sind erst in letzter Zeit erforscht: Den Heilstoff Krestin vom Schmetterlingstrompetenpilz setzt man beispielsweise bei der Krebsbehandlung ein. Die Puppenkernkeule – ein kleiner unscheinbarer Pilz auf Insektenpuppen – liefert einen Heilstoff, der heute bei Organtransplantationen Verwendung findet. „Auch deswegen ist es wichtig, die Pilzwelt zu erhalten und weiter zu erforschen“, warb Referent Heinrich Holzer für dieses zentrale Anliegen der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Zum Abschluss konnten die Zuhörer seine mitgebrachten Pilz-Exponate und Pilz-Bücher näher unter die Lupe nehmen.


Der Naturpark Bayerischer Wald startet am Sonntag, 07. Februar 2010 mit einer Schneeschuhwanderung vom Großen Arbersee zum Arbergipfel sein diesjähriges Arberprogramm. Schneeschuhwandern zählt heute ebenso wie Skitourengehen zu den sogenannten Trendsportarten. Abseits der Piste und der auch im Winter geräumten Winterwanderwege wird die Natur besonders intensiv erlebt. Leider gefährden unwissende Wintersportler Wildtiere. Ziel dieser Schneeschuhwanderung zum Arbergipfelplateau mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ist es deshalb, zu zeigen, wie man die Natur am Arber abseits der Pisten genießen kann, ohne empfindliche Tierarten – z.B. das bedrohte Auerhuhn - unnötig zu stören. Treffpunkt zu der etwa vierstündigen Exkursion, die besonders für sportlich aktive Wanderer geeignet ist, ist um 10 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung, stabile, am besten wasserdichte Schuhe und Getränke für unterwegs. Wanderstöcke oder Skistöcke sind vorteilhaft. Für das Ausleihen der Schneeschuhe fällt ein Unkostenbeitrag ca. 10 € an. Für diese Naturpark-Schneeschuhwanderung ist eine Anmeldung unter Tel.: 09922 /80 24 80 erforderlich bis Donnerstag, den 04.02.10, 16:00 Uhr. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob wir noch Schneeschuhe für Sie besorgen sollen.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 und des Veranstaltungsprogramms der Umweltstation Viechtach findet ein bebilderter Vortrag zum Thema „Pilze – die Schwesterngruppe der Tiere“ statt. Treffpunkt ist am Freitag, 05.02.2010 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle im alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1). Referent ist Heinrich Holzer von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Die häufigste Frage, die den Laien in erster Linie interessiert, lautet „kann man den Pilz essen?“ Diese Frage beschreibt nur einen Bruchteil dessen, was Pilze als meist unterschätzter Faktor in der belebten Natur bewirken. Ob als Symbiosepartner unserer Bäume und Kulturpflanzen oder als Zersetzer organischer Substanzen, aber auch als Pflanzenparasiten, dieses dritte Organismenreich der Pilze, neben der Pflanzen und Tiere, besetzt fast alle Terrestrischen Ökosysteme. Pilze stehen nach heutigen Erkenntnissen den Tieren näher als den Pflanzen und sind möglicherweise eine Schwesterngruppe der Tiere. Der Vortrag der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft befasst sich mit der Einnischung der Pilze in die Ökologie. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.