Mai 2011


Ein Vortrag und eine Kräuterexkursion standen beim Seminar „Kräuterpädagogik und Naturschutz“ in der Umweltstation Viechtach auf dem Programm. Nahezu fünfzig Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz angeboten wurde. Im einem Vortrag berichtete Dr. Willy Zahlheimer über „Quendel und Augentrost – Kräuterpädagogik und Naturschutz“. Der Diplom-Biologe von der Regierung von Niederbayern ging darauf ein, wie Kräuter und Naturschutz zusammenhängen und Kräuterpädagogen und Naturschützer voneinander profitieren können: „Mit dem Rückgang einst verbreiteter Pflanzenarten wird es nicht nur für Kräuterpädagoginnen schwieriger, mit der Verarmung der Flora im Umfeld unserer Siedlungen verlieren wir alle einen Teil unserer Lebensqualität.“ Referent Dr. Zahlheimer schilderte auch, wie man die heimischen Pflanzen wieder standortsgerecht ansäen kann. Dabei bieten sich sogenannte Naturgemische an: Mahdgut aus artenreichen Blumenwiesen wird nach der Samenreife auf die neu zu schaffende Wiese übertragen. Der keimende Samen bildet hier eine ähnliche Vegetation wie auf der Spenderfläche. Dazu müssen aber die Standortsverhältnisse wie Feuchtigkeit, Nährstoffgehalt oder Licht vergleichbar sein. Gerade auf feuchteren Streuwiesen hat sich das Ausrechen des Streufilzes im Frühjahr bewährt. Mit dem moosreichen Rechengut können die schlummernden Samen auf die neu anzusäende Fläche ausgebracht werden. Referent Dr. Zahlheimer plädierte für eine „Dorfwiese“, bei der typische heimischen Arten wachsen oder angesät werden. Hier können die Menschen wieder leichter einen Bezug zur Natur vor der Haustüre finden. Die bei Kräuterwanderungen vermittelte Wertschätzung und Kenntnis über die heimische Pflanzenwelt können dazu ein wichtiger Beitrag sein. In der Streuobstwiese beim Schaubienenstand am Großen Pfahl fand am folgenden Tag eine Kräuterexkursion statt. „Heimische Kräuter und deren Verwendung“ war der Titel der Wanderung. In den heckenreichen Hangwiesen im Riedbachtal sprießt eine bunte Vielfalt von Kräutern, die die Kräuterpädagogin und Bio-Bäuerin Agnes Marchl vorstellte. Neben Frauenmantel, Spitzwegerich oder Wiesenknopf waren auch Ehrenpreis, Günsel oder Mähesüß zu finden. „Das Zinnkraut ist ein altes Heilmittel beispielsweise bei Gelenkschmerzen. Johanniskrauttee wird u.a. bei seelischen Verstimmungen verwendet“, berichtete die Referentin über die gesundheitsfördernde Heilkraft mancher Kräuter. Frischen Löwenzahn, Giersch oder Gundermann kann man in einen Wildkräutersalat geben. Auch viele andere Kräuter wie Brennnessel oder Vogelmiere dienen als Würz- und Nahrungsmittel für die regionale Küche. Kleine Kostenproben wie ein frischer Kräuterquark sowie Rezepttipps für Wildkräutersalat und Unkrautcocktail rundeten die Kräuterwanderung ab.


Naturkundliche Exkursionen gab es beim Naturpark am vergangenen Wochenende. Das Wochenende stand bundesweit unter dem Motto „ Tag der Parke“. Mit dieser Aktion will man die Aufmerksamkeit auf Großschutzgebiete wie Naturparke und Nationalparke lenken. Beim Naturpark Bayrischer Wald standen gleich zwei Fachexkursionen auf dem Programm. Am Freitag ging es im Ortsteil Heilbrunn der Gemeinde Wiesenfelden um eine Wald- und Vogelkundige Exkursion in das Vilsmoos. Am Sonntag ging es in der Gemeinde Bernried zu Fuß im Rahmen einer Botanik-Exkursion von Leithen nach Faßlehen. Circa 25 Leute konnten Hartwig Löfflmann und Matthias Rohrbacher vom Naturpark zur wald- und vogelkundlichen Wanderung auf dem Magdalenenplatz in Heilbrunn begrüßen. Referent war Peter Zach von der Forstdienststelle Konzell. Der Vogelgesang beginnt im Januar und dauert dann bis etwa Juli. Er dient der Revierabgrenzung und dem Anlocken von Weibchen. In den frühen Morgenstunden etwa von 4.45 Uhr an ist er am stärksten. Dann wird es eher ruhig. Ein zweiter Höhepunkt liegt am Vormittag zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr. Auch am Abend kann man gut Vogelstimmen unterscheiden lernen. Etwa 30 verschiedene Arten sind im Vilsmoos zu erwarten. Auch relativ häufig vorkommende Arten wie beispielsweise der Zilpzalp wurden von Experten eingehender im Hinblick auf ihre Rückkehr aus dem Winterquartier beobachtet. Heute erscheinen diese Zugvögel etwa zehn Tage früher als noch vor etwa 50 Jahren. Dies ist ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf die Klimaerwärmung. Der Silberreiher war früher nur in Osteuropa zu beobachten, heute kommt er auch im Donautal vermehrt vor. Ein Problem mit der Klimaerwärmung haben auch Arten wie beispielsweise der Kuckuck. Er ist ein Langstreckenzieher, der südlich der Sahara überwintert. Seine Rückkehr ist im wesentlichen vom Tageslicht gesteuert. Seine Wirtsvögel, denen er Eier unterschiebt, kommen jedoch früher zurück, und brüten bereits. Manchmal sind sogar schon die Jungvögel geschlüpft. Damit hat er keine Möglichkeit mehr, diesen Arten sein Kuckucks-Ei zum ausbrüten unter zu schieben. Dies ist eine Erklärung für den verstärkten Rückgang in den letzten Jahren. Als Höhepunkt des Abends konnte man mehrmals eine Waldschnepfe beobachten. Ihre Balzzeit geht jahreszeitbedingt allmählich zu Ende. Erst im Dunkeln erreichte man wieder den Ausgangspunkt. Zur Botanikexkursion in Leithen, die der Naturpark gemeinsam mit den Ortsgruppen des Bund Naturschutzes und des LBV durchführte, waren etwa 20 Teilnehmer gekommen. Der Referent Gerhard Nagl aus Deggendorf versuchte den Teilnehmern die botanische Vielfalt von extensiver genutzten Wiesen näher zu bringen. Zahlreiche Raritäten, darunter verschiedene Orchideenarten, konnte der Referent im Laufe des Nachmittags hervorzaubern. Bei vielen der Teilnehmer wurde die Begeisterung geweckt, künftig vermehrt mit offenen Augen durch die Natur zu gehen und nach botanischen Raritäten Ausschau zu halten.


Flüsse sind die Lebensader einer Landschaft. Viele Tiere, wie z.B. der Fischotter sind auf möglichst naturnahe, reine Bäche und Flüsse angewiesen, um zu überleben. Aber auch die Menschen nutzen seit Alters her Flüsse als Verkehrswege und gründeten ihre Siedlungen an ihren Ufern. Über Flüsse lässt sich deshalb viel Spannendes erzählen: Daher stand der Große Regen kürzlich im Mittelpunkt einer Führung mit Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald. Bereits zu Beginn der vierstündigen Flusswanderung zwischen Bayerisch Eisenstein und Ludwigsthal konnten die 17 Teilnehmer am Grenzbahnhof eine besonders weitläufige „Biberlandschaft“ bewundern. Am Beispiel eines Bibergebissabdrucks verdeutlichte die Gebietsbetreuerin, wie der Körperbau und die Lebensweise der Tiere zusammenhängen: An den platten – backenzahnähnlichen Zähnen – der Biber erkennt man beispielsweise, dass es sich bei diesem Wasserbewohner um einen reinen Vegetarier handelt. Anders als der Biber handelt es sich beim Fischotter, einem anderen Bewohner des Großen Regens, um einen sehr scheuen Gesellen, den man nur mit sehr viel Glück in der freien Natur entdecken kann: Ehrenamtliche Fischotterschützer nutzen daher die Gewohnheit des Wassermarders, Brücken zu markieren, aus: Fischotterlosungen und –fährten geben ihnen Hinweise darauf, ob der jeweilige Flussabschnitt zu einem „Fischotterrevier“ gehört und vom Fischotter regelmäßig aufgesucht wird. Aber auch der Mensch nutzte und nutzt das Wasser des Regenflusses: Bekannt ist vor allem die Holztrift, die bis Anfang der 1960er Jahre stattfand. Steinmauern an den Ufern, der Fällerrechen oberhalb von Zwiesel, aber auch die Schwimmenden Inseln der beiden Arberseen sind Zeugen dieser Vergangenheit. Sind die Regenflüsse heute in erster Linie Natursportlern – wie Radfahrern, Wanderern und Kanufahrer ein Begriff, so nutzten sie die Bewohner vor hundert Jahren noch zum Baden, wie z.B. auch in der historischen „Eisensteiner Kaltwasserbadeanstalt“. Darüber hinaus nutzten und nutzen Sägewerke und kleine E-Werke noch heute – wie beispielsweise in der Seebachschleife – die umweltfreundliche erneuerbare Wasserkraft. Und so waren sich die Teilnehmer am Ende der Führung einig, dass Flüsse und die Natur insgesamt immer spannender werden, je mehr und intensiver man sich mit ihnen beschäftigt, da man nur so beginnt, Zusammenhänge zu erkennen. – Eine Erfahrung, die letztendlich auch Kraft gibt für den Alltag.


Der Große Arbersee zählt neben dem Arbergipfelplateau zu den bekanntesten Ausflugszielen des Bayerischen Waldes: Etwa eine halbe Million Erholungssuchende – Einheimische und Touristen – besuchen jährlich den in der letzten Eiszeit entstandenen Karsee. Doch nur die wenigsten wissen, welche Naturschätze man links und rechts des Seerundwegs entdecken kann, welche Sagen, Geschichten und Anekdoten sich um den See ranken. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet daher für alle, die mehr über den Großen Arbersee wissen und gleichzeitig seine Schönheit genießen wollen, am Samstag, 28. Mai eine abendliche Führung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt der etwa 2-stündigen Führung ist um 18:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee.


Während die Bauarbeiten voran schreiten, arbeitet man beim Naturpark mit Hochdruck an der Konzeption der Ausstellungen. Bis Ende 2012 sollen im Kellergeschoss des Grenzbahnhofes das Europäische Fledermauszentrum, im Erdgeschoss eine interaktive Arberausstellung, im ersten Stock ein Wintersportmuseum und Wechselausstellungen sowie im zweiten Obergeschoss ein Museum zum Thema Eisenbahn, Mobilität in Verbindung mit einer Modeleisenbahn im Dachgeschoss entstehen. Für das Fledermauszentrum gibt es nun erste Grafikentwürfe und planerische Vorgaben für die Installation. Der Naturpark möchte hier für den süddeutschen Raum ein Feld neu besetzen. Im Vorfeld hat man sich darüber informiert, wo vergleichbare Einrichtungen sind. Diese sind im süddeutschen Raum dünn gesät. Ein „Highlight“ in Sachen Fledermausschutz und Fledermausinformation ist das „Noctalis“ in Bad Segeberg in der Nähe von Kiel. Dort informiert man in einem eigenen Zentrum der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den großen Kalksteinbrüchen. Die Bereiche dort waren eher durch die Karl May-Festspiele bekannt. Die Stadt suchte nach einem weiteren Standbein, mit Erfolg. In Bayern gibt es nur eine kleinere Ausstellung auf Schloss Herrenchimsee, die Österreicher hatten zur „Europäischen Batnight“ in Lienz in Osttirol ein einem Schloss eine kleinere Ausstellung installiert. Einen richtigen Schwerpunkt gibt es dann nur weit im Südosten, nämlich in einem ungarischen Nationalpark. Für den Bereich Bayerischer Wald-Böhmerwald stellt damit das europäische Fledermauszentrum eine Einzigartigkeit dar. Diese will man auch entsprechend positionieren. Die Gewölbekeller des im Jahr 1872 erbeuten Grenzbahnhofes bilden hierfür ein ideales Ambiente. Das Fachkonzept dazu stammt von Susanne Morgenroth, die den Naturpark bereits seit fast 20 Jahren bei der Fledermausforschung und beim Fledermausschutz begleitet und auch bei allen Bayerwaldlandkreisen keine Unbekannte ist. Die Expertin setzt einen Schwerpunkt auf den heimischen, bayerischen Fledermäusen, es wird aber auch ein Blick über den Tellerrand nach Europa und darüber hinaus gewagt. Die Ausstellungsplanungen schreiten parallel zum baulichen Fortschritt von unten nach oben vorwärts. Bis man die ersten Exponate im Gebäude bewundern kann und der Ausstellungsaufbau beginnt, wird jedoch noch ein Jahr vergehen. So mühsam sind die Vorarbeiten und Recherchen bis hin zu Film- und Bildbeschaffung. Schließlich soll es auch interessante interaktive Aktionen und Hörstationen geben. Wer sich schon vorab näher mit dem Thema Fledermäuse auseinander setzen will, kann dies auf der Naturpark-Internetseite www.fledermaus-bayern.de tun. Gefördert wird das Gesamtprojekt durch die Europäische Union im Rahmen des Programms Ziel 3 aus dem Fördertopf INTERREG IV sowie aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Darüber hinaus unterstützen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Bayerische Sparkassenstiftung, die Bayerische Landesstiftung sowie die Gallinger-Max Stiftung und die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen das Projekt des Naturparks im höchstgelegenen Grenzbahnhof der Bundesrepublik Deutschland.


Am 22. Mai 2011 veranstaltet der Naturpark Bayerischer Wald eine botanische Wanderung im Landkreis Deggendorf. Es gibt eine botanische Exkursion von Leithen nach Faßlehen. Treffpunkt ist am Sonntag, 22.05.2011 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried im Ortsteil Leithen, Abzweigung in Richtung Hirschberg vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es für alle verständliche botanische Information. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung des Naturparks findet im Rahmen eines bundesweiten Naturerlebniswochenendes am 21. und 22. Mai 2011 mit mehr als 100 Veranstaltungen in den Naturparken im Rahmen der Kampagne „Mein Naturpark!“ statt. Die Naturparke zeigen dabei die Schönheit ihrer Landschaften, die vielfältigen Naturerlebnisangebote z.B. auf Wanderungen, mit dem Fahrrad oder mit dem Kanu und auch ihre Leistungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Kampagne „Mein Naturpark!“ veranstalten der Verband Deutscher Naturparke (VDN) und die 103 Naturparke in Deutschland in den Jahren 2011 und 2012. Schirmherr ist Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein Beitrag zum bundesweiten Wandertag für die biologische Vielfalt, den das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMU) mit vielen Partnern gemeinsam veranstalten, zu denen der VDN und die Naturparke zählen. Rund um den Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2011 finden hier vom 14. Mai bis 26. Juni 2011 zahlreiche Wanderungen und weitere Aktionen statt. Im „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ steht der Wandertag zur biologischen Vielfalt unter dem Slogan „Gemeinsam wandern – Vielfalt in Wäldern erleben“. Auf 27 % der Fläche Deutschlands engagieren sich die Naturparke für den Schutz von Natur und Landschaft. Sie spielen aufgrund ihrer großen Flächenausdehnung eine zentrale Rolle für die biologische Vielfalt in Deutschland.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 gibt es eine botanische Exkursion von Leithen nach Faßlehen. Treffpunkt ist am Sonntag, 22.05.2011 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried im Ortsteil Leithen, Abzweigung in Richtung Hirschberg vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es für alle verständliche botanische Information. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 gibt es eine wald- und vogelkundliche Exkursion, die auch unter das Thema „Jahr der Wälder gestellt wird“. Treffpunkt ist am Freitag, 20.05.2011 um 19:00 Uhr in der Gemeinde Wiesenfelden im Ortsteil Heilbrunn, am Magdalenenplatz an der Kirche. Referent ist Peter Zach von der Forstdienststelle Konzell. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es Informationen zu den Vögeln, ihren Lebensraum im Wald und zum Gesang. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.


Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 17.Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B85. Referent ist Naturpark-Mitarbeiter Matthias Rohrbacher von der Umweltstation Viechtach. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64. Die Exkursion beginnt am einzigartigen Naturdenkmal „Großer Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher den Weg


Flüsse sind die Lebensadern der Natur: Sie sind Heimat vieler faszinierender Tiere und speziell an den Lebensraum angepasster Pflanzen. Menschen dienen sie als Verkehrs- und Transportwege, aber auch zur Erholung. Der Regen, den manche als „Kind des Arbergebiets“ bezeichnen, steht daher im Mittelpunkt der ersten diesjährigen Naturpark-Führung mit Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer. Bei einer Flusswanderung am Sonntag, 15. Mai zwischen Bayerisch Eisenstein und Ludwigsthal können Interessierte viel über Fischotter, Biber, Wasseramsel und Co, über die Pflanzenwelt, aber auch über die wirtschaftliche – historische - Nutzung des Großen Regens erfahren. Treffpunkt der etwa 3,5-stündigen Führung ist um 10:30 Uhr im Naturpark-Infozentrum Grenzbahnhof. Die Anreise mit der Waldbahn wird empfohlen. Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit und an festes Schuhwerk.