Oktober 2011


Viele Klassen des Förderzentrums Viechtach nahmen in diesem Jahr an den nahezu zwanzig „Natur-Projektaktionen“ der Umweltstation Viechtach teil. Auf dem Programm standen Themen, wie Wiese, Hecke, Wald oder Wasser. Die Schulkinder waren mit Begeisterung beim „Unterricht im Freien“ dabei und freuten sich über die Vielzahl von spielerischen Aktivitäten: Mit Lupen Tiere beobachten, beim Pflanzenrennen Blumen bestimmen oder Tierfährten entdecken, fanden großen Anklang. Mit selbst gebastelten Fangkeschern suchten die Schüler nach kleinen Tierchen im Naturweiher bei der Sporerquetsch. Sie bauten Wildbienenhotels oder Nistkästen, die an geeigneten Stellen aufgestellt wurden. Eine vierte und eine fünfte Klasse übernahmen je eine Baumpatenschaft für einen alten Obstbaum in der Streuobstwiese beim Großen Pfahl. Gerne halfen die Schüler beim Pflegeschnitt ihres Obstbaumes im Frühjahr und freuten sich über das frische Obst bei der Ernte im Herbst. Neben dem Arbeiten und Erleben in der Natur kam auch die Naturinformation nicht zu kurz. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes und Interessantes: die heilende Wirkung von Holunderbeeren und Wiesenkräutern, das spannende Leben von Wald- und Wiesenameisen und vieles mehr. Die älteren Schüler beschäftigten sich als Wasserforscher mit der Wasserqualität im Riedbach oder lernten bei einem Energiequiz Zusammenhänge zwischen Energie und Klima kennen. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist eine ganzheitliche Umweltbildung mit Kopf, Herz und Hand ein wichtiges Motto!“, beschreibt Matthias Rohrbacher, Mitarbeiter der Umweltstation, diesen Ansatz in der Bildungsarbeit. Die Umweltstation Viechtach arbeitet in einem vom Umweltministerium geförderten Modellprojekt eng mit dem Förderzentrum Viechtach und den Schullandheimen in Englmar und Habischried zusammen. Die Veranstaltungen orientieren sich auch an den Lehrplaninhalten der Schulen. Dr. Hermine Englmeier, Rektorin des Förderzentrums Viechtach: „Wir nehmen die Angebote sehr gerne an, weil sie vielfältige Naturerfahrungen ermöglichen und das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern.“ Die gute Zusammenarbeit freut auch Heinrich Schmidt, den ersten Vorsitzenden des Naturparks Bayerischer Wald und Leiter der Umweltstation Viechtach: „Die Kinder und Jugendlichen beschäftigen sich bei diesem Projekt mit der heimatlichen Natur und Landschaft. Was man kennen und schätzen gelernt hat, das hält man auch für schützens- und erhaltenswert. Dies ist ein wichtiger Leitsatz der Umweltbildung!“ Den Schulkindern haben diese Projekttage mit Aktionen viel Spaß bereitet, einige sind am Nachmittag wieder zum Ort des Projekttages zurückgekehrt.


„Zukunftsaspekte der Bahn im ländlichen Raum – rosa Brille Illusionen oder echte Perspektiven“ lautet der Titel eines Vortrages in der Umweltstation Viechtach. Der Vortrag findet am Freitag, den 4.November um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Referent ist Prof. Dr. Johannes Klühspies von der Hochschule Deggendorf, Fakultät für Betriebswirtschaft. Der international renommierte Mobilitätsexperte lehrt an der Hochschule über Verkehrsträgermanagement und Tourismusmarketing. In seine Forschungs- und Lehrarbeit bringt er auch langjährige Auslandserfahrungen ein. Beispielsweise arbeitete er in der Schweiz eng mit den Schweizer Bundesbahnen zusammen, die für ihre gute Präsenz auch in ländlichen Regionen bekannt sind. Bei seinem bildreichen Vortrag geht er auf Chancen ein, wie ein Bahnangebot gestaltet werden kann, um gut angenommen zu werden. Die wissenschaftlichen Aspekte für die Reaktivierung von Bahnstrecken – wie zwischen Viechtach und Gotteszell - werden ebenso beleuchtet. Veranstalter des Vortages ist der Naturpark Bayerische Wald e.V.. Der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt freut sich auf den fachkundigen Vortrag, der bereits Anfang des Jahres mit dem Referenten vereinbart wurde: „Der Bahnverkehr ist ein aktuelles Thema: Der Stundentakt der Waldbahn und das GUTi-Angebot sind Positivbeispiele für die Tourismusförderung in ländlichen Regionen. Die Wanderbahnen im Regental und an der Ilz sind bewundernswerte Privatinitiativen.“ Dabei wiederholt der Naturparkvorsitzende seine Forderung zur Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs im Zweistunden-Takt nach Viechtach und für eine Eingliederung in das Netz der Waldbahn. „Eine Anreise mit der Bahn ist nicht nur umweltfreundlich und erholsam, sondern lädt dazu ein, die Natur und Kultur im Bayerwald weiter zu erkunden“, betont Heinrich Schmidt die Bedeutung einer regelmäßigen Bahnverbindung für Tourismus und Regionalwirtschaft. Der Naturpark hat mit der Infostelle am Bahnhof Bogen und dem grenzüberschreitenden Infozentrum in Eisenstein eine enge Beziehung zur Bahn. „Der Grenzbahnhof Eisenstein, den der Naturpark erworben hat, wird gerade mit europäischen Fördermitteln saniert und soll sich zu einem Leuchtturmprojekt für Tourismus und Naturinformation in der ganzen Region entwickeln.“


Großen Anklang fand die geführte Herbstwanderung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. in die Dießensteiner Leite im Ilztal. Naturpark Gebietsbetreuer Stefan Poost konnte an der Schneidermühle über 70 naturinteressierte Wanderer begrüßen. Von Bad Birnbach bis Vilshofen kamen die Teilnehmer, die den herrlichen Oktobernachmittag in der freien Natur verbringen wollten. Mit dabei war auch Josef Eichinger, der eine Ausbildung zum Waldpädagogen macht, und den Wanderern an der Dießensteinmühle Informationen zum Wasser, Wasserverbrauch und Einfluss des Waldes auf den Wasservorrat näher brachte. Ein Dauerthema an der Ilz, die Neophyten indisches Sprinkkraut und schlitzblättriger Sonnenhut, waren ebenfalls Themen der geführten Wanderung. Überall in den Leiten, wo das Sturmtief Felix im Jahr 2009 den Waldbestand um gedrückt hat, wuchert nun flächig das indische Springkraut. Die Nachtfröste der vergangenen Tage haben der Dominanz der Pflanze für dieses Jahr ein Ende bereitet. Entlang der Ilz war der Blick auf den Fluss wieder frei, „aber auch in den Leiten, wenn die gepflanzten Bäumchen oder Naturverjüngung sich in ein paar Jahren schließen, wird es dem Sprinkraut schwer fallen, sich weiter in dieser Dominanz zu behaupten“, so der Gebietsbetreuer Stefan Poost. Ein ganz anderes Thema war das Eschentriebsterben, das leider auch im Ilztal mittlerweile überall zu sehen ist. Dabei sterben die neuen Triebe junger und älterer Esche einfach ab, Zwiesel- oder Mehrfachbildung von Trieben erfolgen im nächsten Jahr, wobei diese teilewise wieder absterben und in der Folge weitere Verzweigungen entstehen. „Das normale Höhenwachstum eines einzelnen Haupttriebes wird somit verhindert“. Eine Nebenfruchtform des Pilzes „Eschenblatt-Stengelbecherchen“, ein Pilz der normalerweise im Herbst die abgefallenen Eschenblätter zersetzt, soll dafür verantwortlich sein. „ Warum sich diese Pilzart plötzlich derart zerstörerisch gegen die Baumart Esche verhält, ist bislang völlig unbekannt“. Die mittlerweile in die Jahre gekommene Beschilderung des Naturschutzgebietes an den Parkeinstiegsstellen war ein weiteres Thema der Wanderung. Eine neue Beschilderung mit Bildern, Piktogrammen zu Verhaltenshinweisen und Informationen zum Naturschutzgebiet „Obere Ilz“ steht kurz vor Abschluss. Der erst kürzlich abgeschlossene Ausbau eines Teiles des Ilztalwanderweges blieb den Wanderern natürlich auch nicht verborgen. „Die Maßnahme war aber im Vorfeld mit allen Beteiligten abgesprochen und hielt sich auch im Rahmen des vereinbarten Ausbaues,“ so der Gebietsbetreuer Poost, „auch wenn der Charakter des Wanderweges momentan für den einen oder anderen Wanderer noch nicht wieder da ist, wo er vor dem Eingriff war, das verwächst sich wieder“. Nach gut zweieinhalb Stunden waren die Wanderer wieder an der Schneidermühle zurück. Das der Rückweg mangels einer Brücke auf die andere Seite der Ilz derselbe war, wurde von einigen Teilnehmern aber bedauert.


Stimmungsvoll zeigte sich der Bayerische Wald in der herbstlichen Wanderzeit. Im „Goldener Oktober“ ist in den weiten Wäldern ein farbenprächtiges Blätterkunstwerk zu sehen. Naturparkexkursionen im Vorderen Bayerischen Wald lockten zum Erleben und Erkunden der vielschichtigen Bayerwaldnatur ein. „Wilde Felsen und weite Wälder“ – nach diesem Motto führte eine herbstliche Wanderung von St. Englmar zum 1048 Meter hohen Pröllergipfel. Nur 500 Meter vom Wanderparkplatz trafen die Wanderer auf den Gipfel des „Saustein“. Zerklüftete Felsen mit uralten Graniten und Gneisen säumten hier den Weg. „Diese Gesteine stammen aus dem Erdaltertum und sind mehr als 300 Millionen Jahre alt“, berichtete Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher, der die Wanderung anführte. „Im Erdaltertum war der Bayerische Wald ein Hochgebirge und stellenweise um mehr als vier Kilometer höher.“ Je mehr sich die Wandergruppe dem Gipfel näherte, umso lichter und offener zeigten sich die Wälder. Kleine Waldlichtungen und –wiesen waren im sonnendurchfluteten Waldmeer eingestreut. „Die Hochlagen des Vorderen Bayerischen Waldes sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch Lebensraum für seltenste Tierarten wie Luchs oder Auerhuhn.“ Felsige Zwergstrauchheiden und Brostgrasrasen fanden die Naturfreunde aus Nah und Fern beim Pröllergipfel. Am Gipfelplateau und in einer nahe gelegenen Waldlichtung bot sich eine beeindruckende Aussicht zu den höchsten Bergen des Bayerischen Waldes – vom Kaitersberg, Osser, Arber bis hin zum Rachel, Lusen und Dreisessel. Die Wanderer genossen lange bei strahlendem Sonnenschein das einladende Panorama, um dann auf kurzem Wege wieder nach St. Englmar zurückzukehren. „Weiher und Wälder in Wiesenfelden“ – diese herbstliche Naturpark-Wanderung begann am Beckenweiher in Wiesenfelden. Ein barrierefreier Rundweg – geeignet auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen – lädt zum Erholen und Erkunden in einer wildromantischen Weiherlandschaft ein. Mit eigens erstellten Wegeplanken und vielen Sprachinformationen können an diesem besonderen Naturlehrpfad auch Sehbehinderte und Blinde die Natur erleben. Im Naturschutzgebiet „Weiherlandschaft bei Wiesenfelden“ sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Am Weihergrund findet sich die bayernweit stark gefährdete Große Teichmuschel oder eine sehr selten gewordene Fischart, der Schlammpeitzger. Das zu den Rosengewächsen zählende Sumpfblutauge kommt in den Erlenbruchwäldern oder Seggenriedern vor. Im Spätsommer zeigt sich der lila blühende Teufelsabbiss auf den feuchten Wiesenstandorten. Vom Beckenweiher aus wanderten die Exkursionsteilnehmer weiter zum Naturschutzgebiet „Brandtmoos“. Nass- und Feuchtwiesen sind in hier neben Flach- und Übergangsmooren zu finden. Vom Wegrand aus entdeckten die Naturfreunde die gelbe Blutwurz, die den ganzen Sommer über blüht. Weiter am „Jakobsweg“ und „Goldsteig“ war der Kobelberg das Ziel. Der Naturerlebnisweg „Kobelberg“ liegt an einem reizvollen Rundweg mit kleinen Aussichtspunkten und ist sowohl im Sommer wie im Winter begehbar. Kinder können hier an einem Preisrätsel teilnehmen, das bei der Waldgaststätte Schiederhof oder bei der Gemeinde Wiesenfelden erhältlich ist. Mit einem wunderschönen Ausblick zum Donautal endete die Wanderung, die vom Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher geführt wurde. Nach einer Einkehr in der Waldgaststätte fuhren die Naturfreunde aus Nah und Fern mit einem Bus nach Wiesenfelden zurück.


Obwohl das Arbergebiet jährlich von weit mehr als zwei Millionen Wanderern und Ausflüglern besucht wird, gibt es noch viele Stellen, die weitestgehend unbekannt sind. Einer dieser Naturschätze ist der Hochfall-Wasserfall bei Bodenmais, der zweithöchste Wasserfall des Bayerischen Waldes. Kürzlich lud Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald alle Arberfans dazu ein, auf einer Wanderung vom Riesloch zum Hochfall die unterschiedlichen Charaktere der beiden Wasserfälle kennenzulernen. So lernten die - trotz des anfangs trüben typischen „Novemberwetters“ - erschienenen 15 Wanderer, dass die Rieslochschlucht nicht nur durch seine „wilden Wasser“ beeindruckt, sondern dass es vor allem der ursprüngliche Charakter des Naturschutzgebiets und Naturwaldreservats ist, der die Schlucht zu etwas Besonderem macht: Tote – bizarr anmutende - Baumriesen verrotten hier stehend und dienen nicht nur einigen bedrohten Spechtarten, wie dem Weißrückenspecht oder dem Dreizehenspecht, als Nahrungsquelle, sondern auch vielen Fledermausarten während der warmen Jahreszeit als „Übertagungsstätte“. Totes Holz ist aber auch Grundlage für neues Leben: Liegende Baumstämme, die im Naturwaldreservat gelassen werden, dienen neuen Keimlingen, die auf ihnen wachsen, quasi als „Hochbeet“, das sie von Beginn an über die Heidelbeersträucher rings um sie erhebt, wodurch sie mehr Licht bekommen und daher besser wachsen können. Dass die Natur am Berg besonders in den Übergangsjahreszeiten ihre besonderen Reize entfaltet, zeigte sich den Teilnehmern bei einer kurzen Mittagsrast auf der Schweiklruhe oberhalb von Bodenmais und auf dem Weg zum Hochfall-Wasserfall: Die frisch gefallene dünne Schneeschicht bereits in dieser Höhenlage erinnerte sie vor allem daran, dass am rauen Arber Durchschnittsklimawerte wie in den Voralpen, gelegentlich sogar Witterungsverhältnisse wie in den Zentralalpen herrschen. Wie wohl nirgendwo anders im Gebiet rund um den „König des Bayerischen Waldes“ zeugt der Hochfall-Wasserfall, der im Jahr 1965 zum Naturdenkmal ausgerufen wurde, von der formenden Kraft des Wassers: Rund ausgehöhlte Gumpen und wannenartig ausgeschliffene – z.T. heute trockene - Becken an den seitlichen Rändern der Gumpen sind Zeugen einer Zeit, in der das Arbergebiet viel wasserreicher war als heute. Daher gilt der Hochfall selbst bei vielen Kennern als Geheimtipp. Die Oktobersonne, die sich am Schluss der vierstündigen Wanderung doch noch zeigte, verdeutlichte den Teilnehmern, dass die Wandersaison, obwohl es sich bei dieser Riesloch-Hochfall-Exkursion um die letzte diesjährige Arber-Jahresprogrammführung handelte, nicht vorbei ist. Und so bleibt – neben der Vorfreude auf das nächste Exkursionsjahr des Naturparks Bayerischer Wald - noch Zeit, all das, was man auf dieser und auf vorherigen Führungen erfahren hatte, auf eigenen Wanderungen selbstständig zu vertiefen


Der Gemeinderat von Bayerisch Eisenstein besuchte den Grenzbahnhof Eisenstein, um sich über den aktuellen Bauzustand des Naturparkprojektes zu informieren. An der größten Baustelle im Gemeindegebiet begrüßte der 1. Bürgermeister Thomas Müller die anwesenden Gemeinderäte und die beiden Naturpark Vertreter Heinrich Schmidt und Hartwig Löfflmann. In seiner Einführungsrede dankte der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt der Gemeinde nochmals für die großzügige Unterstützung in finanzieller Form und auch für das Baugrundstück, auf dem das Hackschnitzel-Heizgebäude errichtet wurde. „Der Besuch ist eine gute Gelegenheit, so Schmidt, über die Mittelverwendung Rechenschaft zu geben und aufzuzeigen was in den nächsten Monaten am und im höchstgelegenen Grenzbahnhof der Bundesrepublik passieren wird. Ein Großteil der Fördergelder kommt von außerhalb in die Region und gerade dies ist für strukturschwache Gebiete wichtig und für die Firmen, die hier arbeiten, von Bedeutung. Vorgestellt wurde im Anschluss der Planungsstand und der Ausführungsstand der Arbeiten. Für die einzelnen Etagen gibt es die ersten Grafikentwürfe, wie die Ausstellungen künftig gestaltet sein sollen. Im Untergeschoß entsteht das Europäische Fledermauszentrum, im Erdgeschoß eine interaktive Arber-Ausstellung, im ersten Obergeschoss ein Skimuseum und im zweiten Obergeschoss eine Ausstellung zum Thema „Eisenbahn und Mobilität“ in Verbindung mit einer Modelleisenbahn im Dachgeschoss. Die Außenbauarbeiten sollen in diesem Jahr noch einigermaßen abgeschlossen werden, im Inneren des Gebäudes will man bis März 2012 soweit sein, dass Ausstellungen montiert werden können. Die Fertigstellung wird Ende 2012, eine offizielle Eröffnung wohl erst Anfang 2013 stattfinden. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Gemeinderates vom Baufortschritt, vor allem auch vom mittlerweile nahezu fertig installierten Hackschnitze.heizgebäude. Dort wird eine Hackschnitzelheizung Energie für den deutschen Bahnhofsteil liefern. Gefördert wir das Gesamtprojekt durch die Europäische Union im Rahmen des Programms- Ziel 3 aus dem Fördertopf INTERREG IV sowie aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Darüber hinaus unterstützen die Deutsche Bundestiftung Umwelt und die Bayerische Sparkassenstiftung, die Bayerische Landestiftung und die Landesstelle für die nicht Staatlichen Museen und die Gallinger-Max-Stiftung das Projekt des Naturparkes Bayerischer Wald im Grenzbahnhof. Die Gemeinde Bayerisch Eisenstein unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 100.000 € verteilt auf vier Jahresraten von 2009 bis 2012. Der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt sprach zum Schluss nochmals den Dank an alle Förderstellen und Sponsoren aus ganz speziell auch an die Gemeindevertreter.


Die Dießensteiner Leite ist der wildeste Abschnitt im Verlauf der Ilz von Ettlmühle bis Passau. Am Fuße der Burgruine Dießenstein bricht sich das Wasser an den großen Geröllbrocken im Flussbett. Alle zwei Jahre messen die Kajakfahrer international in diesem Wildwasserabschnitt ihr Können. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt am Sonntag den 16.10.2011 zu einer geführten Herbstwanderung in die Dießensteiner Leite ein. Treffpunkt ist 14:00 Uhr beim Parkplatz an der Schneidermühle. Der Gebietsbetreuer Stefan Poost wird auf der gut zweistündigen Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Obere Ilz“ den Teilnehmern Erläuterungen über die Tier und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet geben. Festes Schuhwerk und dem Wetter entsprechende Kleidung wird empfohlen.