Februar 2005


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2005 findet im neuen Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) ein Seminar mit dem Thema „Anlegen von Naturerlebnisspielbereichen“ statt. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 08.03.2005 um 9.00 Uhr im Veranstaltungsraum des neuen Nullenergiehauses und dauert bis etwa 12:00 Uhr. Als Referenten treten Dr. Peter Hohenauer aus München und Heinz Schönbrunner aus Schönanger auf. Heinz Schönbrunner wird sicherheitstechnische Fragen beleuchten. Dr. Peter Hohenauer ist Pädagoge und plant naturnahe Spielplätze, er ist Vorsitzender des Vereins Info-Spiel e.V. in München. Im Rahmen der Veranstaltung werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mit Wasser, Steinen, Bäumen und Böschungen hochinteressante Spielmöglichkeiten anlegen kann. Es gibt auch Hinweise zu sicherheitstechnischen Bestimmungen (Freiräume, Fangstellen). Interessant dürfte auch die Erkenntnis sein, dass natürliches Spiel kostengünstiger ist und außerdem einen höheren Spielwert hat. Adressaten sind Planer, Beherbergungsbetriebe, gerade auch die mit „Bären“ zertifizierten, Elterninitiativen, verantwortliche von Schulen, Kindergartenleiterinnen und Bauamtsleiter von Kommunen. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.


„Auf den Spuren der Panduren“ – der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bietet diesen Vortrag im Rahmen des Naturpark-Bildungsprogramms 2005 an. Referentin ist die Archäologin und Kreisheimatpflegerin Cornelia Schink. Die Panduren – eine serbisch-kroatische Soldateska unter dem berüchtigten Oberst Trenck – haben im Bayerischen Wald eine unerfreuliche Spur hinterlassen: zerstörte Burgen, gebrandschatzte Städte und Dörfer. Die Referentin berichtet in einem bebilderten Vortrag über den Pandureneinfall während dem Österreichischen Erbfolgekrieg und lädt die Zuhörer zu einer kulturhistorischen Reise in eine unruhige Zeit im Bayerischen Wald ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 25. Februar um 19.30 Uhr in der Pfahl – Infostelle im „Alten Rathaus“ am Viechtacher Stadtplatz statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die im „Alten Rathaus“ befindliche Ausstellung „Das Kunstarchiv der Stadt Viechtach“ und die Naturpark-Ausstellungen zum Thema „Der Pfahl im Bayerischen Wald“ und „Ich, der Luchs – geheimnisvolle Waldkatze“ in der Pfahl-Infostelle sind ab 18.30 Uhr ebenfalls kostenlos zu besichtigen.


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. präsentiert im Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein, einem von der EU geförderten INTERREG – Projekt, die Bilderausstellung von Magister Pavel Hubeny mit dem Titel „Šumava“. Zur Eröffnung konnte der erste Vorsitzende Helmut Baumgartl Bürgermeister Jøi Vonasek aus Železna Ruda und Bürgermeister Thomas Müller aus Bayerisch Eisenstein begrüßen. Insgesamt 33 Aquarelle und einige Ölbilder erfassen die Atmosphäre und Eindrücke aus dem Böhmerwald. In der zweisprachig gehaltenen Ausstellungseröffnung würdigten die zwei Bürgermeister die Brückenfunktion von Ausstellungen und Veranstaltungen an der Grenze. Kunst schärft uns die Augen, so Bürgermeister Müller in seinem Grußwort, weil sie die kleinen Dinge herausstellt und das in Zukunft wirklich Wichtige, nämlich Natur, Umwelt und Wald als wesentlich sieht und nicht den kurzfristigen Wohlstand, der die Sinnfrage doch offen lässt. Pavel Hubeny wurde 1963 in Klattau geboren, studierte ökonomische und regionale Geographie und widmete sich sehr früh der Malerei. Er gab auch ein Buch heraus, „Erzählungen aus dem Böhmerwald, Gläsernes Herz“, mit eigenen Illustrationen. Von 1989 bis 1995 war er Mitglied der Gemeinde der Schriftsteller. Heute arbeitet er in der Verwaltung des Nationalparks Šumava als Leiter des Landschaftsschutzgebietes Šumava. Eigene Ausstellungen hatte er bereits 1980 im Stadtmuseum Lomnice nad Popelkou, einige Ausstellung in Klattau, Cham und Rosenheim. Die Bilderausstellung ist nun im Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein bis zum 04.09.2005 zu den üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr zu sehen.