Februar 2015


 Tosendes Wasser und eine Ruine – Geschichte an der Ilz

Die Ilz ist eine der letzten Wildflusslandschaften Mitteleuropas. In den Jahren 2002/2003 wurde sie zur Flusslandschaft des Jahres gewählt. Unzählige Veröffentlichungen und Bücher gibt es zu diesem Fluss, dessen Einzugsgebiet sich vom Rachel herab und über große Teile des östlichen Landkreises Freyung- Grafenau erstreckt. Seit April 2004 ist mit Stefan Poost auch ein eigener Gebietsbetreuer für ausgewählte Schutzgebiete an der Ilz zuständig. Im Jahr 2008 wurde dann eine eigene Infostelle des Naturpark Bayer. Wald e.V. geschaffen.

Der wildeste Abschnitt der Ilz verläuft durch die Dießensteiner Leite. Schon im Mittelalter wurde der Name Dießenstein verwendet, abgeleitet vom altdeutschen „dießen“, was soviel heißt wie rauschen oder tosen. Der Name der Burg und heutigen Ruine ist gleichbedeutend mit „tosend umrauschter Stein“. Hoch über der Ilz wurde die Burganlage im 12. Jahrhundert von den Halser Herrschern gegründet. Sie diente der Sicherung der beiden Ilzübergänge an der Dießensteinmühle und Furth-Rettenbach.

Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt am Sonntag den 22.02.2015 zu einer geführten Wanderung mit dem Ilzgebietsbetreuer Stefan Poost durch die Dießensteiner Leite ein. Treffpunkt ist 14:00 Uhr am Parkplatz bei der Schneidermühle. Festes Schuhwerk und warme Kleidung werden empfohlen.


 "... so dass thatsächlich die eine Hälfte österreichisch, die andere bayrisch ist." Zur Geschichte des Grenzbahnhofes Eisenstein.

Der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein ist etwas Besonderes:

Dort, wo der Naturpark Bayerischer Wald im Jahr 2000 das Bayerisch-Böhmische Informationszentrum für Natur- und Nationalparke eröffnete und sich heute die Eingangshalle zu den Museen und Ausstellungen der NaturparkWelten befindet, teilte bis 1990 eine Wand die ehemalige Bahnhofshalle in zwei Welten – in Ost und West. Während des Kalten Krieges spürte man daher hier den Eisernen Vorhang besonders schmerzhaft.

Die Politiker im 19. Jahrhundert, die sich ganz bewusst für die Errichtung des Bahnhofes an genau dieser Stelle entschieden, hatten jedoch genau das Gegenteil im Sinn gehabt: Sie wollten etwas Verbindendes zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich schaffen, einen Meilenstein an der kürzesten Bahnverbindung zwischen München und Prag.

Die Geschichte des Grenzbahnhofs und die der Bahnlinie zwischen Plattling und Klatovy spiegeln also auch ein Stück europäischer Geschichte wider.

Daher lädt der Naturpark Bayerischer Wald e.V. alle Interessierten zu einem Vortrag des Frankfurter Historikers und Spezialisten für Eisenbahngeschichte, Bernhard Hager, am Donnerstag, 05. Februar um 19:30 Uhr in die NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein in den historischen Wartesaal 1. Klasse ein. Die Anreise mit der Waldbahn wird empfohlen.  


Karten in DIN A3-Format für jede Naturparkgemeinde

Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. kümmert sich seit seiner Gründung um den Bereich Erholung und um die Markierung von Wanderwegen. Jedes Mitglied erkennt mit seinem Beitritt die Markierungshoheit des Naturparks an. Gemäß Satzung ist der Naturpark dazu verpflichtet das Wegenetz in einer Karte aktuell zu halten. Dies läuft schon seit Längerem digital und auch im Internet. Seit Herbst 2014 sind für alle Gemeinden in den vier Naturpark-Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, sowie Straubing-Bogen und Deggendorf nördlich der Donau A3-Drucke in PDF-Format verfügbar, erreichbar sind sie über die Internetseite des Naturparks unter www.naturpark-bayer-wald.de. Die Karten sind für die Internetdarstellung etwas in der Auflösung reduziert, die Dateigröße beträgt jeweils zwischen 1 und 2 MB.

Das kleine Kartenwerk ist ein Nebenprodukt der digitalen Erfassung der Wanderwege im Naturparkgebiet. Zweck des Web-Angebots ist einmal, den Mitgliedsgemeinden eine Dienstleistung oder einen "Service" zur Verfügung zu stellen, nämlich eine Wanderkarte bei der das Gemeindegebiet im Zentrum des Ausschnitts liegt. Vor allem Gemeinden, die eine solche Übersicht bislang nicht hatten, werden sich darüber freuen. Die Karten eigenen sich wegen des verwendeten Maßstabs von 1:35.000 gut als Planungsgrundlage und wenn die Planung über das Gemeindegebiet hinausreicht, kann auch die Karten der Nachbargemeinden dazu geladen werden.

Ein weiterer Zweck des Angebotes ist es auch, die Gemeinden zur Datenkontrolle aufzurufen.
Natürlich verändern sich in einem derart großen Wegenetz, mit 89 Gemeinden, immer wieder einzelne Trassen oder Wegabschnitte, so dass der Naturpark Bayerischer Wald e.V. ständig um Aktualität bemüht sein muss.
Der Naturpark erhofft sich, mit den A3-Karten einen einfachen Weg zu bieten, die Richtigkeit und Vollständigkeit des Wanderwegenetzes zu überprüfen und eventuelle Abweichungen oder Wege-Änderungen mit zu teilen.
Leider kann der Naturpark aus Kostengründen nicht jede Veränderung sofort wieder im Internet veröffentlichen. Die Aktualisierung erfolgt jährlich.

Grundlage ist die Topographische Karte 1:50.000 der Bayerischen Landesvermessung,
darüber liegen in mehreren Ebenen Fern-, Rund- und Zielwanderwege, jeweils mit ihren Logos oder Markierungszeichen sowie örtliche Besonderheiten und lokale Bezeichnungen.
Der Maßstab, 1:35.000, ist passionierten Wanderfreunden gut bekannt, da er häufig bei Wanderkarten verwendet wird. Die Kartographie ist angelehnt an die Wandertafeln, die an mehreren hundert Standorten im Naturparkgebiet aufgestellt sind.