Februar 2016


Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad und Naturwissenschaftler Dr. Bernhard Widmann referieren über Bewahrung der Schöpfung

Edwin Schedlbauer 

Viechtach. Bewahrung der Schöpfung lautete das Thema, zu dem am Donnerstagabend im katholischen Pfarrsaal zwei fachkundige Referenten gewonnen werden konnten. So stellte Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad als erster Vortragender die Enzyklika „Laudatio Si“ vor, in der sich Papst Franziskus zur Umweltdebatte äußert, während der Leiter des Technologie- und Förderzentrums im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe Dr. Bernhard Widmann die Frage stellte, ob erneuerbare Energien die Lösung energ-ethischer Probleme sein könnten.

Die Vorträge waren vom Agenda-21-Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ in Kooperation mit der Umweltstation Viechtach des Naturparks Bayerischer Wald, der katholischen Pfarrgemeinde und der Katholischen Erwachsenenbildung gemeinsam organisiert worden. Einführung und Begrüßung übernahm Dr. Wolfgang Schlüter, der sich über das große Interesse sichtlich freute. Dass sich auch der Papst an der Umweltdiskussion beteilige und zu dem Themenabend 150 Zuhörer gekommen seien, mache Mut, so Schlüter erfreut.

Auch wenn Umweltthemen zurzeit wegen des großen Flüchtlingsstromes in den Hintergrund träten, habe die Bewahrung der Schöpfung etwas mit dem sozialen Frieden in der Welt gemein. Mit dieser Feststellung leitete Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad seinen Vortrag ein und bezeichnete sich selbst als „der Grüne“ im Priesterseminar, der seine Kommilitonen zum Mülltrennen animieren musste, was diese so gar nicht eingesehen hätten. Trotz des wissenschaftlichen Hintergrundes gebe es auch einen kirchlich-religiösen Anspruch, den der Papst in seiner Enzyklika deutlich herausstelle. Konrad ging mit der Rolle der Kirche durchaus auch kritisch um, die im frühen 19. Jahrhundert die These vertrat, dass von Gott nur der geliebt würde, der Wohlstand angesammelt hätte.

So habe das kapitalistische Wachstumsdenken durchaus auch christliche Wurzeln. Der Falschauslegung des ersten Schöpfungsberichtes, in dem Gott den Menschen den Auftrag gibt, die Erde zu beherrschen, sei längst die Erkenntnis gewichen, dass der Mensch als Abbild Gottes alles erhalten müsse, was Gott aus Liebe geschaffen habe. Traurig mache es ihn, so Konrad, dass die Menschen nicht mehr wahrnähmen, wenn Tierarten aussterben oder Pflanzen verschwinden, im Gegensatz aber darüber sofort informiert wären, wenn ein neues I-Phone auf den Markt käme.

Er rief dazu auf, dass die Politik auf globaler Ebene die Wirtschaft kontrollieren muss und nicht von ihr bestimmt werden soll, da der wirtschaftliche Egoismus und eine nimmer endende Gier einer bestimmten Klasse zu noch mehr Elend in der Welt führen würde. Konrad zeichnete auch Lösungswege auf und nannte als Beispiele die Macht der Verbraucher durch Boykottmaßnahmen, kleine alltägliche Handlungen wie Müllvermeidung und Wiederverwertung, Ressourcenschonung im Hinblick auf Wasser und Energie sowie die Umwelterziehung der nachwachsenden Generation, die sich mehr in künstlichen Räumen bewegen würde, als in der Natur.

Der Geistliche schloss mit dem Appell, dass Umweltschutz keinen Sinn hätte, wenn er nur auf der moralischen und praktischen Ebene bliebe, sondern auch auf Rückwendung zu Gott basieren müsste.

Keinen Gegensatz in der religiösen, katholischen Betrachtung auf der einen Seite und der wissenschaftlichen Sicht auf der anderen Seite der Themen Energiewende und Bewahrung der Schöpfung sieht Dr. Bernhard Widmann als zweiter Referent des Abends. Er habe die Enzyklika des Papstes gelesen und empfehle diese auch allen, die guten Willens sind, so der Wissenschaftler, der den Schöpfungsgedanken, sich die Erde untertan zu machen, mit dem Bild eines Erntedankaltares darstellte.

An die Begriffe Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit hätte man sich längst gewöhnt, kritisierte Widmann und zeigte die „erschreckende Entwicklung“ des Weltenergieverbrauches der vergangenen 150 Jahre auf. Die Temperaturveränderung auf der Nordhalbkugel der Erde wirke sich dramatisch auf das Klima aus und wer glaube, dass sich das wieder legen würde, dem „gnade Gott“, konstatierte der Leiter des Technologie- und Förderzentrums für Nachwachsende Rohstoffe, der die Erdgasgewinnung durch Fracking als die „Schaumkrone unserer fossilen Arroganz“ bezeichnete.

Die Menschheit lebe 1 zu 500 000 über ihre Verhältnisse und müsse den Energiebedarf bei uns senken und nicht in Bangladesch, so Widmann, der als Lösungswege eine deutliche Energieeinsparung, eine Steigerung der Effizienz sowie den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energieträgern sieht. Es werde ressourcenbedingte Wanderungen aus Afrika und Südspanien geben, sagte der Wissenschaftler voraus.

Als einen Blumenstrauß an Herausforderungen bezeichnete Widmann die Aufgaben, vor denen besonders die wirtschaftlich stabilen Länder wie Deutschland stünden. Dazu gehöre der Einsatz von Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und nachwachsenden Rohstoffen. Als bedeutendsten Energieträger der Zukunft bezeichnete Widmann die Biomasse. Leider weiter eine unbedeutende Rolle misst er der Elektromobilität zu und kritisierte gleichzeitig das Mobilitätsverhalten der heutigen Gesellschaft.

Als Fachmann für nachwachsende Rohstoffe warb Widmann besonders für den modernen Einsatz erneuerbarer Energie. Die verbreitete Meinung, dass Menschen wegen der Biokraftstoffproduktion nicht mehr genügend Nahrung zur Verfügung hätten, ließ er auf keinen Fall gelten. Vielmehr seien Diktaturen, mangelnde Infrastrukturen sowie das Fernhalten von Fachwissen Schuld an den Hungersnöten in der Welt.

Nahrung und Energie auf landwirtschaftlichen Flächen zu produzieren, sei nicht verwerflich, meinte Widmann, der sich gegen eine „Romantisierung der Landwirtschaft“ aussprach. Dass sich die Kulturlandschaft verändere, müsse man zulassen, wenn man einen Veränderungsprozess wolle.

Die Menschen müssten nach Meinung Widmanns offener mit den Veränderungsprozessen umgehen und nannte als Beispiele den Einsatz von Windrädern oder den Anbau von energieeffizientem Mais. Das ethische Problem bei der Energiewende sei der Mensch, der in Deutschland pro Tag 100 Hektar Ackerfläche versiegele, täglich 30 Millionen Kilogramm Lebensmittel wegwerfe und sich aus der verbleibenden Menge mehr Kalorien als nötig zuführe.

Dazu gebe es zwei Millionen Geländewagen, mit denen dann ins Fitnessstudio gefahren würde, um sich die Pfunde bei Neonbeleuchtung auf einem elektrisch betriebenen Laufband wieder abzutrainieren, ging Widmann mit der Gesellschaft hart ins Gericht und rief dazu auf, über Flächenkonkurrenz, den Hunger in der Welt und die Nachhaltigkeit differenzierter zu diskutieren. „Unsere Kinder sollen wieder verstehen, auf welchem Baum das Schnitzel wächst.“

Mit einem kräftigen Applaus und je einem Buchgeschenk , die Pfarrgemeinderatsmitglied Brigitta Schlüter überreichte, wurde den beiden Referenten gedankt.


Heute Wanderung mit Arbergebietsbetreuer ab Schareben

Arnbruck. Wie lebt das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn im Winter? Welche Nahrung nimmt es zu sich? Und welchen Schutz braucht das Auerwild heute? Für den bedrohten Waldvogel ist vom Bretterschachten über den Kleinen und Großen Arber bis hin zum Mühlriegel ein Wildschutzgebiet eingerichtet worden.

Bei einer geführten Wanderung am heutigen Samstag können die Teilnehmer vom Arbergebietsbetreuer Johannes Matt mehr zu diesem Thema erfahren und die Lebensweise des größten heimischen Waldvogels erkunden!

Nach der Fahrt mit dem Skibus von Arnbruck über Drachselsried nach Schareben führt die Wanderung um den Plattenriegel durch die ausgedehnten Wälder des Arbermassives zurück zum Dorfplatz von Arnbruck.

Die naturkundliche Führung wird gemeinsam vom Naturpark Bayerischer Wald und der Tourist-Info Arnbruck organisiert und ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Treffpunkt der drei- bis vierstündigen Wanderung ist um 9.15 Uhr auf dem Dorfplatz Arnbruck. Von dort erfolgt die gemeinsame Fahrt mit dem Skibus nach Schareben um 9.20 Uhr, und um 9.26 Uhr vom Dorfplatz Drachselsried.

Bitte festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und ausreichend Verpflegung mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht mehr nötig; die Veranstaltung findet in jedem Fall statt. Gerne können sich auch noch Kurzentschlossene ganz spontan anschließen, so die Tourist-Info Arnbruck.vbb 


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt am Sonntag den 06.03.2016 zu einer geführten Wanderung ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Fürsteneck. Die Wanderung mit dem Ilzgebietsbetreuer Stefan Poost führt ins Ilztal zur Schönberger Triftsperre mit naturschutzkundlichen Erläuterungen und zurück über die Naturpark Ilz-Infostelle im Schloss Fürsteneck. Wer möchte kann sich anschließend an den Besonderheiten und Schönheiten des Ilztales in Form einer Bilderpräsentation durch die Jahreszeiten an der Ilz von der Quelle zur Mündung bei einer Tasse Kaffee in der Schlossgaststätte erfreuen. Festes Schuhwerk und der Witterung entsprechende Kleidung werden empfohlen. Dauer ca. 2,5-3 Stunden.


Morgen Vortragsabend im Pfarrsaal Viechtach mit katholischen und wissenschaftlichen Ansichten

Viechtach. Die globale Klimaerwärmung stellt die Menschheit vor die größte Herausforderung aller Zeiten. Mit der Enzyklika „Laudato Si“ hat Papst Franziskus die Umweltdebatte aus einem religiösem Standpunkt beurteilt und dringenden Handlungsbedarf angemahnt. Bei einem Vortragsabend zum Thema „Bewahrung der Schöpfung“ im alten Pfarrhof am 25. Februar in Viechtach soll dieser Blickwinkel vertieft werden. Dazu lädt die Agenda-21-Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ in Kooperation mit der Umweltstation Viechtach des Naturparks Bayerischer Wald, der katholischen Pfarrgemeinde Viechtach und der KEB ein. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad wird die Enzyklika des Papstes vorstellen. Dr. Bernhard Widmann, Leiter des Technologie- und Förderzentrums im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, konnte ebenfalls als Referent für diesen Abend gewonnen werden. Sein Thema lautet „Energiewende und Bewahrung der Schöpfung – ist erneuerbare Energie die Lösung unserer energ-ethischen Probleme?“ Er wird über Herausforderungen und Konfliktfelder der Energiewende sprechen.

Atomausstieg, Energiewende, Klimaschutz – der Ausbau der erneuerbaren Energieträger gilt inzwischen als Lösung für diese Herausforderungen. Doch wenn es ernst wird, stören Windräder, Stromleitungen und Maisfelder, hat man beim Einsatz von E 10 Angst um die Autos und vergisst oder verdrängt man Probleme wie die Regenwaldabholzung und den Hunger in der Welt.

Die Veranstalter laden alle Interessierten zu den beiden Vorträgen ein.vbb 


Erkunden der Lebensweise des größten heimischen Waldvogels

Arnbruck. Wie lebt das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn im Winter? Welche Nahrung nimmt es zu sich? Und welchen Schutz braucht das Auerwild heute? Für den bedrohten Waldvogel ist vom Bretterschachten über den Kleinen und Großen Arber bis hin zum Mühlriegel ein Wildschutzgebiet eingerichtet worden. Bei einer geführten Wanderung können interessierte Teilnehmer vom Arbergebietsbetreuer Johannes Matt mehr zu diesem Thema erfahren.

Nach der gemeinsamen Fahrt mit dem Skibus von Arnbruck über Drachselsried nach Schareben führt die Wanderung um den Plattenriegel durch die ausgedehnten Wälder des Arbermassives wieder zurück zum Dorfplatz von Arnbruck. Die naturkundliche Führung wird gemeinsam vom  Naturpark Bayerischer Wald und der Tourist-Info Arnbruck organisiert und ist auch für Familien mit Kindern geeignet.
Treffpunkt zur drei- bis vierstündigen Wanderung ist am Samstag, 27. Februar, um 9.15 Uhr, auf dem Dorfplatz Arnbruck, von dort erfolgt die gemeinsame Fahrt mit dem Skibus nach Schareben um 9.20 Uhr vom Dorfplatz Arnbruck, um 9.26 vom Dorfplatz Drachselsried. Bitte festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und ausreichend Verpflegung mitbringen. Es wird um eine Anmeldung bis Freitag, 26. Februar, 12 Uhr in der Tourist-Info Arnbruck, 09945/941016 gebeten.vbb 


Bodenmais. Auf Einladung des Kindergartens besuchte der Arbergebietsbetreuer Johannes Matt die Kinder im Kindergarten St. Barbara in Bodenmais. Im Gepäck hatte er viel Wissenswertes zum Thema Fledermaus. Anhand der Kuscheltierfledermaus Franzi erfuhren die Kinder viel über die geheimnisvolle Welt „der kleinen Schatten in der Nacht“. Gemeinsam mit den Kindern wurde der mitgebrachte Schaukasten mit verschiedenen Fledermausarten betrachtet. Anschließend baute man gemeinsam eine Fledermausbehausung aus Holz für den Kindergarten. Zum Abschluss gab es noch ein lustiges Spiel, bei dem der Gehörsinn der Kinder besonders gefordert war. Jedes Kind durfte sich noch ein Fledermausbild zur eigenen Gestaltung mit nach Hause nehmen.
bb/Foto: Shams 


In den NaturparkWelten im Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Der Naturpark Bayer. Wald e.V. bietet eine Fortbildung für Touristiker und Vermieter in den NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayer. Eisenstein an. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 17. Februar, um 13.30 Uhr statt und dauert etwa zwei Stunden.

Der Grenzbahnhof bietet verschiedene thematische Schwerpunkte unter einem Dach: das Europäische Fledermauszentrum informiert über Biologie, Lebensweise und Schutzmaßnahmen der nützlichen Insektenfresser, eine interaktive Ausstellung zum „König Arber“ spannt den Bogen von der letzten Eiszeit bis heute und informiert über naturkundliche Besonderheiten. Das einzige ostbayerische Skimuseum präsentiert die Entwicklung des Skilaufes, darüber hinaus gibt es Informationen zur Eisenbahn als umweltfreundlichem Verkehrsmittel und zur Geschichte der Bahnstrecke von Plattling nach Klattau auf der kürzesten Verbindung von München nach Prag.

Außerdem liefert die Einrichtung Informationen zu Großschutzgebieten, das heißt zu den Natur- und Nationalparken beiderseits der Grenze sowie zu einer mustergültigen, energetischen Gebäudesanierung. Der denkmalgeschützte Grenzbahnhof erreicht Neubaustandard nach der neuen Energieeinsparverordnung (ENEV).

Die dreisprachigen Ausstellungen werden durch interaktive Medien mit Apps und ausleihbaren Tabletts ergänzt. Zusätzlich gibt es ist im historischen Restaurant eine Bewirtungsmöglichkeit. Die Anreise ist bequem im Stundentakt mit der Waldbahn möglich.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Gerade für Familien mit Kindern, aber auch für Besucher mit Handicap, alle Ausstellungen sind Barriere frei erreichbar, bieten die NaturparkWelten einen hohen Erlebniswert.löf 


Heute ist Anmeldeschluss – Geschichten aus dem Bayerwald lauschen

Arnbruck. Natur, Geschichte und Geschichten des Bayerischen Waldes lassen sich auf einer Rundwanderung, die am Samstag, 13. Februar, von Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Verein Naturpark Bayerischer Wald geführt wird, erfahren. Die Veranstaltung findet gemeinsam mit der Tourist-Info Arnbruck statt.

Es geht vom Gasthof „Zur Poschinger Hütte“ durch die Winterlandschaft entlang des Schussbaches zum Rauchloch und über den Kühberg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Neben einer kleinen Einführung in die Geschichte des Bayerischen Waldes, kann man manch schaurigen, aber auch heiteren Geschichten lauschen.

Die kleinen Geschichten am Wegesrand machen die Winterwanderung zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr im Gasthof „Zur Poschinger Hütte“, um sich aufzuwärmen.

Treffpunkt der vier- bis fünfstündigen Wanderung ist am Samstag, 13. Februar, um 10 Uhr am Gasthof „Zur Poschinger Hütte“, Trautmannried 10, in Arnbruck. Es wird um eine Anmeldung bis Freitag, 12. Februar, 12 Uhr bei der Tourist-Info Arnbruck,  09945/941016 gebeten.vbb 


Stadtpfarrer und Dr. Bernhard Widmann referieren

Viechtach. Der Agenda 21-Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ veranstaltet in Kooperation mit der Umweltstation Viechtach des Naturparks Bayerischer Wald und der katholischen Pfarrgemeinde Viechtach und der KEB am Donnerstag, 25. Februar, im Pfarrhof in Viechtach einen Vortragsabend zum Thema „Bewahrung der Schöpfung“. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad wird in seinem Vortrag die Enzyklika von Papst Franziskus mit dem Titel „Laudato Si“ vorstellen. Dr. Bernhard Widmann, Leiter des Technologie- und Förderzentrums im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, wird über das Thema „Energiewende und Bewahrung der Schöpfung – ist erneuerbare Energie die Lösung unserer energetischen Probleme?“ sprechen und auf aktuelle Herausforderungen und Konfliktfelder im Zusammenhang mit der Energiewende eingehen.

Die globale Klimaerwärmung stellt die Menschheit vor die größte Herausforderung aller Zeiten. Mit der Enzyklika „Laudato Si“ hat Papst Franziskus in die Umweltdebatte eingegriffen. Er macht eindeutig klar, dass dringend gehandelt werden muss. Auf der Klimakonferenz in Paris haben alle Staaten Beiträge zugesagt, die globale Erwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Fossile Energien dominieren derzeit aber unsere Lebensabläufe und treiben unsere Wirtschaft an. Sie aber verursachen die Erwärmung. Nur eine drastische Reduktion kann noch die globale Erwärmung über zwei Grad Celsius verhindern und vor unberechenbaren Folgen schützen. Bis zum Jahr 2050 müssen die klimaschädlichen Energien durch regenerative Energien ersetzt sein. Einschneidende Veränderungen kommen zwangsläufig auf uns zu.

Beide Vorträge versprechen einen hochinteressanten Abend. Alle Bürger sind herzlich eingeladen. Die Veranstalter freuen sich über ein reges Interesse und über eine große Beteiligung.vbb