September 2010


Im Rahmen seines bebilderten Vortrags stellte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. in der Naturpark-Infostelle Würzinger Haus in Außernzell Fotographien von Donatus Moosauer vor. Der begeisterte Fotograph und Flieger hatte in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein großes Archiv aufgebaut und den Bayerischen Wald mit seiner Kulturlandschaft und vielen charakteristischen Orten dokumentiert. Löfflmann versuchte aufzuzeigen, wie sich Landschaften unter dem Einfluss des Menschen verändern. Die Bautätigkeit beeinflusst Ortschaften, große Straßenbaumaßnahmen und Verkehrsanbindungen prägen die Landschaft unweigerlich. Der Prozess läuft schleichend ab. Nur wer das „vorher“ dokumentiert, dem fallen die teilweise krassen Veränderungen nachher auf. Weil der Landschaftsverbrauch mit eines der Hauptprobleme unserer Zeit ist, lohnt es sich, hier mehr Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Dabei muss man auch über „Landschaftsrecycling“ verstärkt nachdenken.


Berge, Bergseen und ihre Wetterphänomene faszinieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. Viele glaubten, dass hier die Naturgeister – manchmal sogar auch Götter - ihren Wohnsitz hätten. Aus dieser Faszination, manchmal auch der Angst, die die Menschen den Bergen gegenüber empfanden, entstanden viele Sagen, Geschichten und Gedichte. Dieser „Hauch von Urzeit“ wird am Großen Arbersee besonders abends spürbar. Der Naturpark Bayerischer Wald lädt daher alle sagenbegeisterte Arberfreunde am Samstag, den 02. Oktober zu einer abendlichen Sagenwanderung rund um den Großen Arbersee ein. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer wird auf dem etwa 2-stündigen Abendspaziergang alte Sagen und neuere sagenhafte Geschichten (wahre und erfundene) rund um den „König des Bayerischen Waldes“ erzählen. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit und denken Sie an festes Schuhwerk. Für diese Sagenwanderung ist eine Anmeldung erforderlich bis Freitag, 01. Oktober, 16:00 Uhr unter Tel.: 09922 – 802480.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 findet in der Naturpark – Infostelle Würzingerhaus in Außernzell ein bebilderter Vortrag statt. Das Thema lautet: Der Bayerische Wald aus der Vogelperspektive – Erinnerungen an den Fotografen Donatus Moosauer. Im Rahmen dieses Vortrages werden Fotos aus den 70er und 80 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gezeigt. Donatus Moosauer war ein begeisterter Fotograf und Flieger, der ein großes Archiv aufgebaut hatte. Es ist spannend zu raten, um welche Orte und Landstriche es sich handelt und wie sich die Landschaft unter dem Einfluss des Menschen seither veränderte. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 24.09.2010 um 19.30 Uhr im Dachgeschoß des Würzingerhauses. Referent ist Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V.. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.


Der Große Arber im Naturpark Bayerischer Wald ist etwas Besonderes: Touristiker schätzen ihn vor allem wegen seiner Schneesicherheit. Allein den Arbergipfel und den Großen Arbersee besuchen jährlich über 1,5 Millionen Ausflügler. Leider ist jedoch den wenigsten von ihnen bekannt, dass der „König des Bayerischen Waldes“ aber auch eines der letzten Naturschätze des Bayerischen Waldes ist: Nirgendwo anders - als hier - findet man auf engstem Raum echte Urwaldrelikte, nirgendwo anders – als hier – eine so große Vielfalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Da der Große Arber mehr als jeder andere Mittelgebirgsberg Bayerns im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Massentourismus steht, hat der Naturpark Bayerischer Wald bereits vor 15 Jahren eine Gebietsbetreuerstelle für die Arberregion eingerichtet. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer wird am Donnerstag, 23. September nach einem kurzen einführenden Vortrag über die Naturparkarbeit durch Naturparkgeschäftsführer und –bildungsreferent Hartwig Löfflmann allen Interessierten in einem 1,5-stündigen Bildvortrag diese „Faszination Arbergebiet“ – Natur- und Artenschutz sowie Bewahrung des „Urwaldes“ im Spannungsfeld zum Massentourismus näherbringen. Die Veranstaltung im Multimedienraum des Technologiecamus Freyung beginnt um 18:00 Uhr. Am darauffolgenden Sonntag, 26. September können ausdauernde Wanderer diese Vielfalt des „Königs des Bayerischen Waldes“ live vor Ort auf Tageswanderung mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer kennen lernen. Treffpunkt der 7 bis 8-stündigen Wanderung ist um 9.30 Uhr am Bahnhof Bodenmais. Auf dem Weg durch das Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat Riesloch mit den höchsten Wasserfällen des Bayerischen Waldes über das Mittagsplatzl oberhalb des Großen Arbersees und den Arbergipfel nach Bayerisch Eisenstein wird die Faszination des Gebiets mit all seinen Gegensätzen spürbar werden. Die An- und Abreise mit der Waldbahn wird empfohlen. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk, eine Brotzeit und wetterangepasste Kleidung. Die Tageswanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag über Biber und Fischotter an. Referent ist der Gebietsbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayerischer Wald e.V.. Treffpunkt ist am Freitag, 17.09.2010 um 19:30 Uhr im Kurhaus in Freyung.. Die beiden Tierarten, die im Bayerischen Wald wieder heimisch geworden sind, werden mit Biologie, Lebensweise und Verbreitung näher vorgestellt. Dabei werden auch mögliche Konflikte mit den beiden Heimkehrern nicht ausgeklammert. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Bereits seit einigen Jahren laden Naturschutzorganisationen in ganz Europa am letzten Augustwochenende zur „Fledermausnacht“ ein. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, allen Interessierten Einblicke in das Leben der faszinierenden – manchmal jedoch mit Vorurteilen behafteten – „Kleinen Schatten der Nacht“ zu geben, darüber hinaus aber auch zu zeigen, dass Fledermausschutz auch dem Menschen nützt. Wie in den Vorjahren, so luden auch dieses Jahr der LBV Regen und der Naturpark Bayerischer Wald Groß und Klein dazu ein, am größten und bedeutendsten Winterquartier Ostbayerns, dem Silberberg bei Bodenmais, einem einführenden Bildervortrag mit anschließender Fledermausbeobachtung in der „Gottesgabe“ teilzunehmen. Nachdem Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark die rund 60 Teilnehmer auf dem Aufstieg von der Silberberg-Talstation zur Mittelstation spielerisch in die Jagdweise und an das Bewegen in der Dunkelheit eingeführt hatte, gab ihnen Bergwerksbesitzer Martin Schreiner einen kurzen Überblick über die Geschichte des Silberbergs und seiner 35 Kilometer langen Bergwerksstollen, die zum größten Teil den Fledermäusen als Winterquartier dienen. Diplom Biologin Susanne Morgenroth, Fledermausexpertin beim Naturpark und gleichzeitig aktives LBV-Mitglied, konnte den Teilnehmern in ihrem anschließenden Bildervortrag nicht nur faszinierende Nahaufnahmen von Flughunden und verschiedenen Fledermausarten zeigen, sondern sie wusste auch viel Spannendes aus der Welt der Fledertiere zu berichten. Flederhunde orientieren sich im Gegensatz zu Fledermäusen nicht mit ihrem Gehör, sondern sie halten mit ihren auffällig großen Augen nach Früchten Ausschau. Genau wie die „Vampirfledermäuse“ sind sie jedoch nicht in Europa, sondern z.B. in Mittel- und Südamerika heimisch. Unsere europäischen Fledermäuse haben jedoch auch einen wirtschaftlichen Nutzen: Als reine Insektenfresser vertilgen sie nicht nur Falter, sondern auch die besonders lästige Mücken. Menschen, die Fledermäusen Obdach gewähren, haben so keinerlei Mückenprobleme. Gleichzeitig dient Fledermauskot als hervorragender biologischer Dünger. Als besonderen Höhepunkt hatte die Fledermausexpertin eine ihrer Pfleglinge, eine Zweifarbfledermaus mitgebracht. Nach diesem Highlight ging es in einem 15-minütigen Fußmarsch zur Gottesgabe, um Fledermäuse live zu beobachten. Trotz der kalten Witterung konnte die Gruppe einige Fledermäuse, wie z.B. einen hoch über den Silberberg hinweg fliegenden Großen Abendsegler, mit Hilfe von Bat-Detektoren hören, andere sogar sichten. Am Ende der dreistündigen Veranstaltung waren sich alle einig, dass sich – trotz der Kälte und deshalb im Vergleich zu den Vorjahren erheblich kleinere Zahl an gesichteten Fledermäusen – der Weg zur Europäischen Fledermausnacht am Silberberg wiederum gelohnt hatte – dem größten Fledermaus-Winterquartier des Bayerischen Waldes.


Am Sonntag, den 19. September werden in ganz Deutschland viele Veranstaltungen zum Tag des Geotops angeboten. Geotope sind steinalte Boten der Erdgeschichte, wie beispielsweise bizarre Felsen, geheimnisvolle Höhlen oder Fundstellen seltener Mineralien. Hier kann man gleichsam den „Pulsschlag der Erde“ fühlen. Im Naturpark Bayerscher Wald steht dabei der Pfahl als Nationales Geotop im Mittelpunkt. Am Tag des Geotops werden Naturpark-Exkursionen zu den sagenumwobenen Felsen des Pfahls in Viechtach und in Freyung angeboten. Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenlosen Wanderungen eingeladen. Das Quarzriff Großer Pfahl bei Viechtach und die Pfahlschieferfelsen in der Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai sind in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen. Der Bayerische Pfahl durchquert als uralter Riss das Grundgebirge des Bayerischen Waldes. In der Landschaft zeigt sich dieses uralte „Kunstwerk der Natur“ in vielfältiger Form: Beeindruckend und spektakulär sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsriffe oder die dunklen, mächtigen Pfahlschiefertürme. Manche Felsenzüge dienen auch als erhabene Warten für Burgen und Schlösser – wie bei der Burgruine Weißenstein am höchsten Punkt des Pfahls mit mehr als 750m Meereshöhe. In der Pfahlregion findet sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die in vielen Naturschutzgebieten bewahrt wird. Die nahezu 150 km lange Bruchlinie des Pfahls gehört zu den Nationalen Geotopen – den 77 schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmälern Deutschlands. Treffpunkt in Freyung ist am 19. September um 13.30 Uhr beim Parkplatz am Freibad. In der Buchberger Leite zeigt sich ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wildnis und Felsen. Referent der Exkursion ist Elmar Hartl, Studiendirektor a.D. und Hobbygeologe. Der Wanderweg führt durch die wildromantische Schlucht zu den mächtigen Pfahlschiefertürmen und über die Hängebrücke bis nach Ringelai. Die Rückfahrt ist um 17:00 Uhr mit dem Bus von Ringelai nach Freyung. Anmeldung bis 18. September (12:00 Uhr) bei der Touristinfo Freyung unter 08551 – 588 150 oder unter touristinfo@freyung.de . Treffpunkt in Viechtach ist am 19.September um 13:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85. Referent Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, lädt zu einer ca. zweistündigen, naturkundlichen Wanderung für Groß und Klein beim hoch aufragenden Quarzriff „Großer Pfahl“ ein. Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch kann man dabei erfahren. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristalle suchen – nur hier ist die Mitnahme von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt. Eine Anmeldung für die Exkursion in Viechtach ist nicht erforderlich. Rückfragen unter 09942 – 1661 an die Touristinfo Viechtach.


Am Sonntag, den 19. September werden in ganz Deutschland viele Veranstaltungen zum Tag des Geotops angeboten. Geotope sind steinalte Boten der Erdgeschichte, wie beispielsweise bizarre Felsen, geheimnisvolle Höhlen oder Fundstellen seltener Mineralien. Hier kann man gleichsam den „Pulsschlag der Erde“ fühlen. Im Naturpark Bayerscher Wald steht dabei der Pfahl als Nationales Geotop im Mittelpunkt. Am Tag des Geotops werden Naturpark-Exkursionen zu den sagenumwobenen Felsen des Pfahls in Viechtach und in Freyung angeboten. Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenlosen Wanderungen eingeladen. Das Quarzriff Großer Pfahl bei Viechtach und die Pfahlschieferfelsen in der Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai sind in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen. Der Bayerische Pfahl durchquert als uralter Riss das Grundgebirge des Bayerischen Waldes. In der Landschaft zeigt sich dieses uralte „Kunstwerk der Natur“ in vielfältiger Form: Beeindruckend und spektakulär sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsriffe oder die dunklen, mächtigen Pfahlschiefertürme. Manche Felsenzüge dienen auch als erhabene Warten für Burgen und Schlösser – wie bei der Burgruine Weißenstein am höchsten Punkt des Pfahls mit mehr als 750m Meereshöhe. In der Pfahlregion findet sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die in vielen Naturschutzgebieten bewahrt wird. Die nahezu 150 km lange Bruchlinie des Pfahls gehört zu den Nationalen Geotopen – den 77 schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmälern Deutschlands. Treffpunkt in Freyung ist am 19. September um 13.30 Uhr beim Parkplatz am Freibad. In der Buchberger Leite zeigt sich ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wildnis und Felsen. Referent der Exkursion ist Elmar Hartl, Studiendirektor a.D. und Hobbygeologe. Der Wanderweg führt durch die wildromantische Schlucht zu den mächtigen Pfahlschiefertürmen und über die Hängebrücke bis nach Ringelai. Die Rückfahrt ist um 17:00 Uhr mit dem Bus von Ringelai nach Freyung. Anmeldung bis 18. September (12:00 Uhr) bei der Touristinfo Freyung unter 08551 – 588 150 oder unter touristinfo@freyung.de . Treffpunkt in Viechtach ist am 19.September um 13:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85. Referent Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, lädt zu einer ca. zweistündigen, naturkundlichen Wanderung für Groß und Klein beim hoch aufragenden Quarzriff „Großer Pfahl“ ein. Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch kann man dabei erfahren. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristalle suchen – nur hier ist die Mitnahme von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt. Eine Anmeldung für die Exkursion in Viechtach ist nicht erforderlich. Rückfragen unter 09942 – 1661 an die Touristinfo Viechtach.