Dezember 2016


Grenzüberschreitendes Weihnachtsliedersingen am Grenzbahnhof mit über 70 Teilnehmern

Bayer. Eisenstein. Heuer bereits zum vierten Mal trafen sich mehr als 40 Teilnehmer zum gemeinsamen Singen von tschechischen und deutschen Weihnachtsliedern in Eisenstein. Sie lieferten damit einen Beitrag zu einer großen, in Tschechien ins Leben gerufenen Aktion, bei der man zur gleichen Zeit an vielen verschiedenen Orten an öffentlichen Plätzen gemeinsam die gleichen Weihnachtslieder singt – als Zeichen der Verbundenheit und Besinnung auf gemeinsame christliche Werte.

Eingeladen hatte zu dieser Aktion, für die der Grenzbahnhof als Ort der Verbundenheit zwischen Bayern und Böhmen eine ideale und heuer sogar gut beleuchtete Kulisse bot, der Zwieseler Kulturverein Über d’ Grenz in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Bayerischer Wald. Zur Lockerung der Stimmen wurde Glühwein ausgeschenkt und dann begrüßten Vereinsvorsitzender Emil Kronschnabl auf Deutsch und Barbora Matt-Kučeravá die von beiderseits der Grenze gekommenen Gäste. Mit versierter Ziehharmonikabegleitung sang man zunächst tschechische Lieder, zuerst „Nesem vám Noviny“, das nachher noch auf Deutsch als „Kommet Ihr Hirten“ erklang, und das klassische tschechische „Narodil se Kristus Pán“, dann kamen drei deutsche Lieder, den Abschluss bildete das von allen gesungene „Oh Du Fröhliche“.

Nicht nur die Sänger auf den beleuchteten Stufen des Bahnhofseingangs, die vor allem die tschechischen Lieder schon bei „Tschechisch im Wirtshaus“ eingeübt hatten, sangen kräftig mit, auch viele Besucher, hatten doch die Vereinsmitglieder etliche Notenblätter ausgeteilt.

Trotz der Kälte hatten die zahlreichen Teilnehmer ausgeharrt, einige traten nun den Heimweg an, die anderen wärmten sich innerlich und äußerlich im gemütlichen Weinkeller im Bahnhof auf, bei wärmenden Getränken und original böhmischer Kartoffelsuppe. Der Naturpark hatte den Raum eigens für die Sänger geöffnet. Dazu spielten noch lange die Über d’ Grenz-Musikanten auf, natürlich auch bairisch und böhmisch.dt 


Heute: Vorträge im Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Wie der Verein „Grünes Herz Europas“ am Freitagnachmittag mitgeteilt hat, findet am heutigen Samstag eine Vortragsreihe im Grenzbahnhof statt. Natur und Kultur in der Donau-Moldau-Region stehen im Mittelpunkt.

Am Vormittag findet die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Von 14 bis 18 Uhr stehen dann Vorträge auf dem Programm, die auch der interessierten Öffentlichkeit offen stehen. Dr. Alfred Ringler spricht über die Themen „Landschaftsentwicklung im Bayer- und Böhmerwald“ und „Ökologischer Hochwasserschutz im Donauraum und im Bayer- und Böhmerwald“. Gerhard Nagls Thema lautet „Biodiversitäts-Netzwerke, grün-blaue und kulturelle Infrastruktur für eine nachhaltige Entwicklung“.

Mythenforscher Jakob Wünsch referiert über „Silva Bohemica: Erkundungen im Bayer- und Böhmerwald“, Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald informiert über die Pflanzenwelt am Großen Arber und Stefan Poost über die Wildflusslandschaft der Ilz. bbz 


Am Mittwoch im Grenzbahnhof Eisenstein

Bayer. Eisenstein. Am Mittwoch, 14. Dezember, veranstalten um 18 Uhr der Zwieseler Kulturverein „Über d’Grenz“ und der Naturpark am Grenzbahnhof ein grenzüberschreitendes Weihnachtslieder-Singen.

Bereits zum vierten Mal beteiligt man sich an einer Aktion, bei der unsere Nachbarn in der Tschechischen Republik in verschiedenen Städten und Orten gemeinsam und gleichzeitig Weihnachtslieder singen, als Zeichen der Verbundenheit und Besinnung auf gemeinsame Werte in der Adventszeit. Für die Veranstaltung, ursprünglich initiiert vom Zeitungsverlag „Deniky“, haben die Vereinsmitglieder bereits eifrig vier tschechische Weihnachtslieder mit Emil Kronschnabl an der Ziehharmonika eingeübt, die dann zusammen mit weiteren deutschen Liedern gemeinsam mit allen Besuchern gesungen werden.

Nachdem letztes Jahr vor der Kirche in Železná Ruda gesungen wurde, trifft man sich heuer wieder vor dem Grenzbahnhof. Herzlich eingeladen sind alle Freunde Böhmens, die gemeinsam ein Zeichen der Verständigung und Zusammengehörigkeit setzen wollen. Es werden auch Mitglieder des gemischten Eisensteiner Chores erwartet, eventuell schaut auch der Bayerische Rundfunk vorbei. Zum Aufwärmen gibt es Glühwein bei einem gemütlichen Beisammensein im Weinkeller des Bahnhofs und natürlich darf dann bei Musikbegleitung auch weiter gesungen werden.bbz 


Bewerbung noch bis 15. Januar möglich

Zwiesel. Die Möglichkeit ein Semester lang die Universität mit der Natur des Bayerischen Waldes zu tauschen bietet der Naturpark Bayerischer Wald im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums an.

Hierbei übernehmen Praktikanten im Bereich Umweltbildung eine breite Palette von Aufgaben im Naturpark. Dazu gehören beispielsweise die Durchführung von Projekttagen im Naturparkgebiet, die Begleitung von Schulklassen an der Umweltstation Viechtach, das Führen von Gruppen durch die NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein oder die Ausarbeitung von neuen Führungskonzepten.

Seit 1990 kooperieren deutsche Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparke im Rahmen des Umweltpraktikums mit der Commerzbank und bieten gut dotierte Umweltpraktika für Studenten an. So waren in 2016 insgesamt 69 Praktikanten in 25 Schutzgebieten aktiv.

Der Naturpark Bayerischer Wald ist seit 1993 Projektpartner der Bank und kann dank des Sponsorings wie im Vorjahr zwei Praktikumsstellen für je drei Monate anbieten, wobei die Praktikanten mit einer Aufwandsentschädigung und Unterkunft rechnen können.

Auf Einladung der Commerzbank trafen sich die Praktikumsbetreuer zu einem zweitägigen Austausch, um das Bewerbungsverfahrens 2017 zu besprechen. Zudem wurden weitere Themen wie die internationalen Nachhaltigkeitsziele und das Reputationsrisiko-Management des Sponsors Commerzbank diskutiert. Intensiv wurde auch über den Einsatz von Flüchtlingen in den Schutzgebieten beraten und Praxisbeispiele vorgestellt.

Für die Schutzgebiete in Deutschland ist das Zusammenwirken mit der Bank eine langjährige Erfolgsstory, die viele innovative Projekte im Bildungsbereich erst ermöglicht hat. Und auch die Teilnehmer lobten die Vielseitigkeit, die Eigenverantwortung und die unbezahlbaren Erfahrungen, die das Praktikum ihnen vermittelt habe.

Bewerbungen sind noch bis 15. Januar 2017 online unter www.umweltpraktikum.com möglich. Dort finden sich, wie auch auf den Internetseiten des Naturparks, weitere Informationen zum Praktikum.löf