August 2014


Direkt vor den Toren Passaus liegt das Naturschutzgebiet „Halser Ilzschleifen“. In einer Doppelschleife durchrinnt die Ilz die Gesteinsformationen des Halser Nebenpfahls. Gut erhalten stehen auch die historischen Zeugen der Holztrift noch im Wasser. Als Brücke über die Ilz dienen heute die Granitsäulen des ehemaligen Triftrechens, an deren Ende sich der künstlich in den Fels gehauene Trifttunnel unter dem Reschenstein anschließt. Das macht die Wanderung im Naturschutzgebiet abwechslungsreich und spannend. Neben der historischen Nutzung der Ilz als Transportweg für Holz werden auch Flora und Fauna in der „Halser Ilzschleifen“ erläutert. Veranstalter sind die Stadt Passau und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer Stefan Poost. Die Wanderung findet am Sonntag, den 31.08.2014 statt. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Parkplatz beim Hofbauerngut in Hals.


Naturpark Bayerischer Wald e. V. und die LBV Kreisgruppe Regen hatten in den NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein zur „Europäischen Fledermausnacht“ eingeladen. Ca. 65 Teilnehmer darunter eine größere Zahl von Kindern waren der Einladung gefolgt.

Zunächst gab es eine Führung durch die Fledermausausstellung in den Kellergewölben und anschließend einen Vortrag der Fledermausexpertin Susanne Morgenroth, die für den Naturpark Bayerischer Wald seit 25 Jahren das Fledermausprojekt betreut und Monitoring und Forschungsarbeiten erledigt. Nach dem Einführungsvortrag konnten die Kinder die Fütterung eines Pfleglings, eines Großen Abendseglers live miterleben, sogar selbst Mehlwürmer mit Pinzette verfüttern. Anschließend konnte ein Pflegling, der wieder zu Kräften gekommen war, wieder in die freie Natur entlassen werden. Die Zweifarbfledermaus schwang sich sofort in die Lüfte um auf Insektenjagd zu gehen. Bei der anschließenden Abendexkursion in der Dämmerung waren die Teilnehmer mit Taschenlampen und Fledermausdetektoren ausgerüstet. Zunächst versuchte man an mehreren Wasserflächen, darunter dem Großen Regen, Fledermäuse zu beobachten. Auch die Allee in der Bahnhofstraße erwies sich als ideales Fledermausbiotop.

Die beiden Commerzbank-Praktikantinnen Sara von Eitzen und Lea Prüß betreuten im Rahmen ihres „Praktikums für die Umwelt“ das Kinderprogramm. Es gab Spiele rund um die Seil-Kletterfledermaus auf dem Bahnhofsfreigelände und eine größere Mal- und Bastelaktion. Anschließend wurden Fledermauskästen, die als Tagesversteck dienen können, zusammengenagelt. Jedes Kind durfte sich seinen Fledermauskasten mit nach Hause nehmen. Die Kinder waren aber auch begeisterte Forscher bei der Abendexkursion und versuchten die Anzahl der Arten, die man mittels Fledermausdetektor aufspüren konnte, zu notieren. Erst gegen 23 Uhr endete die Europäische Fledermausnacht, in Eisenstein. Die Fledermausnacht wird alljährlich im letzen Augustwochenende europaweit begangen, um dem Fledermausschutz mehr Bedeutung zu verleihen


Bodenmais ist reich an Naturschätzen. Manche – wie beispielsweise der „Urwald“ im Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Rißloch“ - lassen sich jedoch nur erkennen, wenn man sich etwas Zeit für sie lässt, wenn man eintaucht in die Natur und ihre Zusammenhänge. Andere sind eher historischer Natur. Besonders anschaulich erschließen sie sich durch einen Zeitzeugen oder jemanden, der das Wissen von seinen Eltern und Großeltern „ererbt“ hat.

Kürzlich luden daher Joachim Haller, Erster Bürgermeister von Bodenmais, und Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald alle Einheimischen und Gäste dazu ein, auf einer Wanderung vom Rißloch zum Silberberg die Vielfalt der Bodenmaiser Naturschätzen kennenzulernen.

Bereits auf dem Weg vom Rathaus zum Rißloch zeigte Bürgermeister Haller den rund 20 Teilnehmern der Wanderung zwei Hinweise auf Bodenmaiser Naturschätze: Im Rißlochweg findet man – für den Außenstehenden leicht übersehbar – die „Talstation“ des Rißloch-Wasserkraftwerks, dessen anfangs des 20. Jahrhunderts errichteten „Kraftwerksbauten“ an der unteren Kaskade des Rißlochs heute unwissende Wanderer häufig für eine kleine Schutzhütte halten. Gestapelte Buchenbretter im hinteren Bereich des Rißlochwegs erinnern an andere Bodenmaiser „Erwerbszweige“: beispielsweise an die Herstellung von Stiften für Fernschreiber u.a. aus Buchenholz. Dass diese wirtschaftliche Nutzung des Waldes auch der Natur rund um Bodenmais nützen kann, verdeutlichte Dr. Isabelle Auer am Beispiel der Borkenkäferverbreitung: Anders als in manchen Teilen des Bayerischen Waldes dominiert in Teilen der Hochzellhänge heute nicht der Fichten-, sondern der Buchenwald. Da der Waldboden besonders im Frühjahr lichtdurchfluteter ist, ist die Artenvielfalt hier größer, als in einer reinen Fichtenmonokultur. Auch für Wanderer erscheint dieser Wald interessanter und abwechslungsreicher. Am vielfältigsten ist der Wald jedoch, wenn man ihn weitestgehend sich selbst überlässt, wie im Naturwaldreservat Rißloch: Hier werden Bäume nur gefällt, wenn sie drohen, auf den Wanderweg zu fallen und so Menschen gefährden. Ansonsten lässt man selbst vom Borkenkäfer befallene Bäume – Totholz – stehen. Sie bilden in der warmen Jahreszeit die „Übertagungsmöglichkeiten“ für einen anderen „Bodenmaiser Schatz“: die Fledermäuse.

Der Silberberg – Ziel der fünfstündigen Wanderung – ist in den Augen des Naturschutzes ein weiterer „Bodenmaiser Schatz“, da sein 35 Kilometer langes Stollensystem zu den bedeutendsten Fledermauswinterquartieren Deutschlands zählt. Dass er diese naturschutzfachliche Bedeutung erlangen konnte, war quasi ein „Nebenprodukt“ der wirtschaftenden Bodenmaiser. Geschichtlich gesehen, ist er wichtigstes Glied in der Entstehung- und Entwicklungsgeschichte von Bodenmais.

Und so wurde nach der Wanderung deutlich: Naturschutz und Wirtschaft sind keineswegs Gegensätze. Wenn der wirtschaftende Mensch – beispielsweise die Touristiker – eng mit dem Naturschutz zusammenarbeiten, profitieren beide Seiten davon: In unserer hektischen Welt wird eine intakte Natur immer wichtiger. „Natur- und Artenschutz“, so die Gebietsbetreuerin, „dient also damit vor allem auch dem Menschen. Nur dort, wo die Natur noch heil ist, fühlen sich auch die Menschen wohl.“    


Das Mittagsplatzl gilt unter Arberkennern als einer der schönsten Flecken rund um den „König des Bayerischen Waldes“: Da Wanderer von hier aus einen spektakulären Blick über den am Fuße der über 400 Meter hohen Arberseewand gelegenen Großen Arbersee bis ins Eisensteiner Tal genießen können, erscheint ihnen der besonders in der Hochsaison täglich von weit über tausend Ausflüglern besuchte See so, als wäre er Teil einer Modelleisenbahnlandschaft. Das Mittagsplatzl gilt wegen seiner Einsamkeit jedoch unter Naturliebhabern noch immer als Geheimtipp, Natur- und Artenschützer schätzen es vor allem als wichtigen Teil des Auerwildlebensraumes am Arber.

Kürzlich luden daher Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald und Gerlinde Wurm von der Touristinfo Drachselsried alle Interessierten – vor allem Familien mit Kindern – dazu ein, auf einer Naturerlebniswanderung vom Bretterschachten zum Mittagsplatzl spielerisch in den Lebensraum des bedrohten Wappenvogels des Naturparks Bayerischer Wald einzutauchen. Dass für dieses intensive Eintauchen, das „Sich-Einlassen“ auf die Natur, immer eine „Erweiterung des Blickwinkels“ Grundvoraussetzung ist, konnte jeder Wanderer mit Hilfe eines auf die Nase gelegten Taschenspiegels entdecken, der Groß und Klein selbst während des Gehens „neue Perspektiven“ eröffnete.

„Trotz eines geschulten Blicks“, so die Gebietsbetreuerin, „ist eine „echte Sichtung“ jedoch eher weniger wahrscheinlich“. Daher erklärte die Gebietsbetreuerin mit Hilfe eines Auerhahnpräparats, dass man bereits anhand der Schnabelform gut die Nahrungsgewohnheiten des Auerhuhn erkennen kann: Der gebogene Schnabel ist ein ideales Werkzeug zum Zupfen von Heidelbeeren und – im Winter - von Baumnadeln. Da diese Nadeln jedoch sehr wenig Energie liefern, kann jedes Aufgeschreckt-Werden im Winter beim Auerhuhn zum Tod führen. „Wichtig ist daher, dass sich alle Wintersportler – Skitouren- und Schneeschuhgeher – an die „naturverträglichen Routen“ halten, die die Touristinfo Bodenmais im letzten Winter in Zusammenarbeit mit dem behördlichen Naturschutz, dem Naturpark und dem Staatsforst erstellt hat: Einige der Routen befinden sich außerhalb des Auerhuhnlebensraumes und sind daher besonders naturverträglich. Andere Wege werden so häufig begangen, dass das Auerhuhn hier relativ an den Menschen gewöhnt ist. Doch auch hier müssen Natursportler in jedem Fall im Winter sowie während der Balz, Brut und Jungenaufzucht die markierten öffentlichen Wege und Loipen benutzen, um dem – neben dem Luchs - wichtigsten Werbeträger des Bayerischen Waldes nicht zu schaden.“

Gestärkt von vielen weiteren spannenden Hintergrundinformationen über die Arbeit des hauptamtlichen Naturschutzes im Arbergebiet, erreichten die rund 60 Teilnehmer das Mittagsplatzl, einen heute noch gelegentlich beweideten Schachten oberhalb des Großen Arbersees, wo vor allem die jüngeren Teilnehmer die Zeit nutzten, um sich die Wanderung mit Heidelbeeren zu versüßen und die älteren viel über das Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Großer Arbersee mit Seewand“ erfuhren.

Und so konnten alle nach der wohl verdienten „Mittagsrast am Mittagsplatzl“ auf dem Rückweg zum Parkplatz Bretterschachten viele neue Eindrücke und Einblicke in die spannende Arbernatur verarbeiten. – Einblicke, die zeigen, wie schützenswert die Arberwelt und seine natürlichen Bewohner – beispielsweise Auerhuhn, Luchs, Fledermäuse – sind und wie sehr jeder einzelne von uns – nicht nur der Naturschutz und der Tourismus – von ihnen profitiert.


Bereits seit vielen Jahren laden der Naturpark Bayerischer Wald und der Naturkundliche Kreis Mitte August besonders alle naturwissenschaftlich Interessierten zu gemeinsamen Exkursionen ein. Traditionell stehen dabei immer die in den Eiszeiten geformten Landschaftsbestandteile im Mittelpunkt, beispielsweise die bayerisch-böhmischen Karseen oder – wie im letzten Jahr - das Toteisfeld bei Bodenmais. Dass die sogenannten „Eiszeitrelikte“ nicht nur für Naturwissenschaftler, Erholungssuchende oder Touristiker von Bedeutung sein können, zeigte das diesjährige Exkursionsziel, die eiszeitlichen Löss-Ablagerungen bei Kumreut, die zu den fruchtbarsten Böden des Bayerischen Waldes gehören.

Bereits zu Beginn der Führung, zu der Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald und Fritz Pfaffl vom Naturkundlichen Kreis rund 20 Teilnehmer begrüßen konnten, verdeutlichte Pfaffl im Großwiesener Talkessel unterhalb von Kumreut, wie diese – wegen ihrer Fruchtbarkeit auch als „Kornkammer des Bayerischen Waldes“ bezeichneten - Lössböden entstanden sind: In den Zwischen-Eiszeiten wurden von den Hochlagen besonders feiner Löss abgeweht und zum Teil an den windstillen Seiten des Großwiesener Tals wieder abgelagert. Durch den Niederschlag wurde der Löss-Staub an diesen Talhängen zu Lösslehm verdichtet. Ein Teil des besonders feinen „Erdstaubs“ wurde jedoch durch den Wind über die Talränder hinaus zum Ödhof, dem zweiten Ziel dieser Exkursion, verfrachtet und bildete dort bis zu einem Meter mächtige Lössböden.

Als Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt der Exkursion führte Pfaffl die Teilnehmer zum wohl besten Boden des ganzen Bayerischen Wald. Fritz Pfaffl: „Da der Löss hier - in einem heute mit Mais bepflanzten Feld zwischen Prombach und Auggenthal – mit einem Oberboden aus besonders fruchtbarer Schwarzerde angereicht ist, ist dieses Feld nicht nur bodenkundlich etwas besonders, sondern auch wirtschaftlich gesehen.“


Nicht nur die stillen Seiten des Großen Arbers, sondern selbst das Gipfelplateau hat – trotz den besonders in den letzten 15 Jahren stark zugenommene Verbauungen – Dank der Naturschützer noch viele Schätze „am Wegesrand“ zu bieten. Einige sind eher unscheinbar, wie z.B. der Alpen-Sauerampfer, den viele Wanderer für einen gewöhnlichen Sauerampfer halten. Ein Mitte Juli bis Ende August blühender „Naturschatz“ fällt jedoch jedem Besucher auf: Der Ungarische Enzian. In den letzten Jahren konnte er sich – Dank Landschaftspflegemaßnahmen - deutlich ausbreiten. Ziel dieser Landschaftspflegemaßnahmen ist es, durch die gezielte Mahd der Heidelbeersträucher im Gipfelbereich zu gewährleisten, dass der Ungarische Enzian besser aussamen und leichter wachsen kann, da er nicht durch Sträucher „bedrängt“ wird. Bereits jetzt, nach relativ wenigen Jahren, zeigt sich, dass diese Mühen der Naturschützer – neben einer Handvoll hauptamtlicher Naturschützer waren es bisher hauptsächlich Familien und Schulklassen – von Erfolg gekrönt sind: Die Ungarischen Enzian-Felder im Gipfelbereich gelten in den Hochsommer-Wochen als eines der schönsten Naturerlebnisse des Bayerischen Waldes.

Kürzlich luden Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer, Commerzbank-Umweltpraktikantin Sara von Eitzen vom Naturpark Bayerischer Wald und Anette Lafaire, Gebietsbetreuerin vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald wieder alle großen und kleinen Arberfans dazu ein, dem „König des Bayerischen Waldes“ in einer spielerischen Landschaftspflegeaktion zu helfen. Um den Kindern – darunter auch Vier- und Fünfjährigen – den Aufstieg vom Brennesparkplatz zum Gipfel zu erleichtern, erzählten die beiden Gebietsbetreuerinnen der Gruppe nicht nur allerhand Spannendes über die Arberwelt, sondern ließen sie in Naturerlebnisspielen sogar voll und ganz in sie eintauchen.

Nach einer kurzen Gipfelrast und einer ausführlichen Einführung durch Dr. Isabelle Auer darüber, was bei der Landschaftspflegeaktion zu beachten sei, erhielten die Teilnehmer die offizielle Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde Regen, ausnahmsweise und nur für diese Aktion im Rahmen des Naturpark-Jahresprogramms die Wege zu verlassen, um rund um die Standorte des Ungarischen Enzians die Heidelbeeren abzuschneiden. Nach etwa einer Stunde intensiver Arbeit, die jedoch allen sichtlich Spaß machte und in der die kleinen Helfer auch viele anerkennende Worte der vorbeigehenden Gipfelbesucher bekamen, konnten die Gebietsbetreuerinnen den zwölf Teilnehmern als Dankeschön und Erinnerung die Arberverdienstmedaille verleihen, mit der der Naturpark Bayerischer Wald all diejenigen ehrt, die sich für den Schutz des Arbergebiets einsetzen.


 Gründlanderhaltung durch Traktoren mit Mähwerk oder durch Ziegen? Die landschaftspflegerischen Qualitäten von Tieren macht sich der geprüfte Natur- und Landschaftspfleger und Bio-Landwirt Ludwig Scherm zunutze: Auf einigen Flächen, die mit landwirtschaftlichen Maschinen nicht oder nur schwer zu bewirtschaften sind, setzt er Ziegen und Esel dazu ein, das Grünland offenzuhalten. Die Ziegen beißen Gehölze zurück und die Esel knabbern das Gras kurz. Seit kurzem geht der Landwirt sogar noch einen Schritt weiter und untersucht pionierhaft auf Probeflächen, inwieweit sich auch seine Bio-Schweine zur Landschaftspflege eignen.

Einer bunt gemischten Gruppe aus Erwachsenen und Kindern zeigte Ludwig Scherm kürzlich seine Weidetiere und die dazugehörigen Weideflächen. Während die Erwachsenen über die Rentabilität eines solchen Beweidungsprojektes diskutierten, waren die Kinder vor allem von den Ziegen und Eseln fasziniert. Es war den Teilnehmenden nämlich exklusiv erlaubt, über die Umzäunungen zu klettern und hautnah Kontakt zu den Weidetieren aufzubauen. Auch die kleine Wanderung von Weide zu Weide war spannend gestaltet: Sie führte recht abenteuerlich über einige Gräben und Wasserlöcher, vorbei an malerisch überschwemmtem Grünland. Für die Überschwemmung dieses Grünlands war der Biber verantwortlich. Und im Grunde war er auch die Ursache für die Suche nach alternativen Landschaftspflegekonzepten um Höllmannsried in der Gemeinde Kirchberg im Wald. Durch die Überschwemmungen, die sein Damm- und Burgenbau verursachten, wurde eine rentable landwirtschaftliche Nutzung der betroffenen Flächen nahezu unmöglich. Im Zuge der Entwicklung eines Landschaftspflegekonzeptes wurde festgestellt, dass auf einigen Flächen eine maschinelle Bearbeitung nur schwerlich durchzuführen ist. Für hanglagiges, unwegsames Gelände, das schwer zugänglich, häufig überschwemmt oder stark bebuscht war, wurden also Alternativen benötigt. Die Lösung hieß: Beweidung. Daher kaufte die Untere Naturschutzbehörde, wo es möglich war, die Flächen auf und sorgte dafür, dass sie extensiv bewirschaftet wurden, aber dennoch den Charakter offener Grünflächen behielten. Ludwig Scherm erklärte sich bereit, seine Tiere auf den Flächen grasen zu lassen. Und so erhielten die Teilnehmer durch Ludwig Scherm viele interessante Informationen zu alternativen Landschaftspflegekonzepten. Bei bestem Sommerwetter kamen alle auf ihre Kosten und konnten viele lebendige und praktische Eindrücke von der Landschaftspflege mitnehmen.