2018


Lesung von Textpassagen auf zweistündiger Tour

Viechtach. Eine literarische Abendwanderung bieten die Naturpark Umweltstation Viechtach und der lichtung verlag Viechtach am Mittwochabend im Flusstal des Schwarzen Regens an. Die Verlegerinnen Eva Bauernfeind und Kristina Pöschl lesen literarische Texte unter dem Motto „Der Erde Herzschlag - wertvoller Leben“. Treffpunkt für die etw zweistündige lyrische Abendtour ist am Mittwoch, 20. Juni, um 18.45 Uhr am Bahnhaltepunkt Adventure-Camp Schnitzmühle.

Kurze Texte werden dabei an verschiedenen Rastpunkten gelesen. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Literaturwanderung eingeladen. Die An- und Abfahrtszeiten der Bahn werden berücksichtigt. Hinfahrt ab Viechtach ist um 18.37 Uhr und ab Gotteszell um 17.39 Uhr. Die Rückfahrt nach Viechtach ist um 21.15 Uhr und um 21.36 Uhr nach Gotteszell.

Die Bahnlinie im Regental unmittelbar am Fluss gilt als eine der landschaftlich schönsten Bayerns. Wilde Wasserwelten und Schluchtwälder wechseln sich mit sanfteren Hügeln und Auen ab. Die attraktivsten Wandermöglichkeiten entlang der Bahn wurden zu einem Wanderflyer zusammengestellt, der auch bei der Veranstaltung kostenlos verteilt wird.

Dieser Flyer informiert über neun attraktive Wandervorschläge entlang der Bahnlinie von Viechtach nach Gotteszell. Eine anschauliche Wanderkarte unterstützt die Wegebeschreibungen. Die abwechslungsreichen Wanderungen führen auch zu Burgen, Kapellen und vielen anderen Natur- und Kulturschätzen im Regen- und Teisnachtal.

Das Flusstal des Schwarzen Regens ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern auch ein besonderer Lebensraum für seltene Tiere wie dem Flussuferläufer oder der Wasseramsel.

Der Schwarze Regen entspringt im Böhmerwald bei Markt Eisenstein und mündet als Hauptfluss des Bayerischen Waldes nach etwa 200 Kilometer Fließstrecke in Regensburg in die Donau.vbb 


Ausstellungsvitrine in der DB-Lounge eingeweiht – Werbung für den Bayerischen Wald und für die Glastradition

Frauenau/Nürnberg. Sie soll Werbung für den Bayerischen Wald als Natur-, Kultur- und Urlaubsregion machen und über die Glastradition informieren. Die Rede ist von der Vitrine, die in der DB Lounge am Bahnhof in Nürnberg aufgestellt wurde. Zu sehen sind darin drei Miniatur-Exponate, die als Originale in den Gläsernen Gärten des Glasmuseums Frauenau stehen, unter anderem die Glasarche.

„Das Thema Glas ist für die Region Bayerischer Wald sehr bedeutend, bis heute gibt es in Frauenau eine kunstvolle Glasproduktion“, sagte Nationalpark-Chef Franz Leibl bei der Einweihung der Vitrine in Nürnberg. Die Exponate stünden stellvertretend für die großen Themen Holz und Glas, die die Geschichte des Bayerischen Waldes prägten. „Und die Glasarche stellt die Verbindung von Glas und Nationalpark her.“ 

Frauenaus Bürgermeister Herbert Schreiner erklärte, was die Gläsernen Gärten sind, und betonte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass Miniaturen dieser Glasskulpturen in der DB Lounge präsentiert werden.“ Andreas Schneider, Leiter der DB Lounge, freute sich sehr, dass die Lounge mit Elementen aus dem Fahrziel-Natur-Gebiet Nationalpark und Naturpark Bayerischer Wald gestaltet werden konnte. „Wir haben zirka 800 Gäste täglich, das Interesse an den Ausstellungsstücken ist sehr groß.“ Wie Dr. Kathrin Bürglein, Projektleiterin von Fahrtziel Natur, erklärte, wolle man in der Lounge in erster Linie Bahnreisende, die aus städtischen Zentren kommen, darauf aufmerksam machen, wie schnell und bequem Schutzgebiete, wie zum Beispiel der Nationalpark Bayerischer Wald, mit dem ÖPNV erreichbar sind. Für Renate Cerny, stellvertretende Landrätin aus Freyung-Grafenau, sei das GUTi-Ticket das I-Tüpfelchen der Urlaubsregion Bayerischer Wald, das der Gast inzwischen sehr zu schätzen weiß.


Beobachtung am Freitagabend in Regen

Regen. Wo steht der Polarstern? Wie erkenne ich die verschiedenen Sternbilder? Wie stark beeinträchtigt Lichtverschmutzung die Sternenbeobachtung? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es bei einer Veranstaltung des Naturparks Bayerischer Wald am Freitag, 15. Juni, in Regen.

Werner Wimmer, Hobby-Astronom mit einer kleinen privaten Sternwarte, wird die Teilnehmer in die Welt der Astronomie einführen. Auch die praktische Orientierung am Nachthimmel wird erklärt. Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald stellt das neue Projekt zum Thema „Lichtverschmutzung“ und deren vielfältige Auswirkungen auf Mensch, Tier und Pflanzen vor und zeigt verschiedene Lösungsansätze zur Vermeidung von Lichtsmog auf. Anschließend werden im Rahmen einer nächtlichen Exkursion die Unterschiede der Beobachtungsmöglichkeiten mit und ohne Lichtverschmutzung veranschaulicht.

Im Bereich von Weißenstein, außerhalb der „Lichtglocke“ der Stadt Regen, wird der Blick in den Sternenhimmel gerichtet. Die Anfahrt erfolgt in Fahrgemeinschaften. Treffpunkt ist am Freitag um 21 Uhr im Brauereigasthof Falter in Regen – nicht wie in den Programmen gedruckt am Hinhart. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sollen sich Interessenten bis Freitag, 12 Uhr, beim Naturpark unter  09922/802480 anmelden. Mitzubringen sind ein Fernglas und wenn möglich eine Stirnlampe mit Rotlicht. Auch an warme Kleidung sollte gedacht werden. Bei Schlechtwetter fällt die Sternenbeobachtung aus. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Interreg-Projektes „Lichtverschmutzung – gemeinsames Verfahren“ veranstaltet. bb 


Naturpark sammelt Hinweise auf die nützlichen Flattertiere

Zwiesel. Wegen des warmen Frühjahrs haben die Fledermäuse zwei Wochen früher als üblich ihre Jungen geboren. Die seltenen Tiere sind jedoch durch Umweltgifte, Quartier- und Nahrungsmangel bedroht. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bemüht sich seit Jahren um ihren Schutz.

Auch heuer sucht der Naturpark wieder nach den nützlichen Flattertieren in den Bayerwald- Landkreisen. Wer Fledermäuse gesehen hat, wird gebeten, seine Beobachtung bei der Naturpark- Geschäftsstelle in Zwiesel mitzuteilen unter 09922/80 24 80 oder E-Mail info@naturpark-bayer-wald.de.

Fledermäuse sind in jeder Hinsicht besondere Tiere, sie fliegen und orientieren sich als einzige Säugetiere in finsterer Nacht mit ihrem ausgeklügelten Echo-Ortungssystem. Und sie bilden so genannte „Wochenstuben“; viele Weibchen finden sich hier im Sommer zusammen und gründen einen „Kindergarten“, in dem sie gemeinsam ihr meist einziges Junges groß ziehen. Erwachsene Männchen haben hier keinen Zutritt.

In der Umgebung der Wochenstuben gehen die Fledermäuse nachts auf die Jagd nach Insekten. Sie haben dabei großen Appetit und können bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts vertilgen. Fledermäuse sind damit ausgesprochen nützliche, natürliche Schädlingsbekämpfer. Im Spätsommer lösen sich die Wochenstuben wieder auf und die meisten Tiere verschwinden in Richtung Winterquartier. Nur wenige Arten überwintern auch an Häusern.

Umweltgifte, Nahrungsmangel und fehlende Quartiere setzen den bedrohten Tieren jedoch zu. Schon seit den 1960-er Jahren ist bei den Fledermausbeständen ein enormer Rückgang zu verzeichnen. Um 80 Prozent sind nach Angaben des Naturparks die Bestände zurückgegangen und haben sich wegen der geringen Fortpflanzungsrate auch kaum erholt.

„Wegen des dramatischen Insektensterbens besteht jetzt akuter Nahrungsmangel“, teilt der Naturpark mit. Fledermäuse reagieren zudem sehr empfindlich auf Umweltgifte, die sie in ihren Fettreserven oft in hoher Konzentration anreichern. Natürliche Quartiere sind kaum noch vorhanden, Fledermäuse müssen deshalb in Gebäude ausweichen. Diese Vielzahl an Bedrohungen stellt eine echte Gefahr für die letzten Restbestände dar.

Seit 30 Jahren setzt sich der Naturpark Bayerischer Wald für den Schutz der Fledermäuse ein. „Der Bayerische Wald und der Donauraum sind für Fledermäuse sehr bedeutend, hier gibt es 19 verschiedene Fledermausarten“, weiß die Fledermausexpertin Susanne Morgenroth, die für den Naturpark den Fledermausschutz durchführt und dabei von Ehrenamtlern unterstützt wird.

Ganz besonders wird nach den Wochenstuben Ausschau gehalten und nach Kolonien, wo sich viele Fledermäuse zusammenfinden. Juni und Juli sind dafür besonders günstig, denn die milden Temperaturen in diesem Frühjahr haben dazu geführt, dass die Weibchen zwei Wochen früher Nachwuchs geboren haben als in anderen Jahren.

Der Naturpark hofft auf viele Meldungen. Wer Fledermäuse, vor allem Kolonien, beobachtet hat, ist aufgerufen, das in der Geschäftsstelle des Naturparks zu melden.np 


Führung zum Thema Luchs rund um den Silberberg

Bodenmais. Wie viele Luchse gibt es im Arbergebiet? Wie werden Luchse erfasst? Wie geht es dem Luchs im Bayerischen Wald? Bei einer Exkursion am Sonntag, 10. Juni, rund um den Silberberg können Interessierte Antworten auf diese Fragen bekommen und mehr zur Lebensweise, sowie zum Lebensraum des Luchses erfahren. Informiert werden die Wanderer von Markus Schwaiger, vom Luchsprojekt Bayern, und Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion. Seit dem Jahr 2008 führt Markus Schwaiger das Luchs-Monitoring im Raum Bodenmais durch. Mit Fotofallen oder über andere Nachweisarten ist er dem heimlichen Jäger in den Wäldern am Arber auf der Spur.

Alle Interessierten sind am Sonntag, 10. Juni, zu der etwa vierstündigen Führung eingeladen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Parkplatz Schönebene. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 8. Juni, 12 Uhr beim Naturpark unter 09922/ 802480 erforderlich. Die Exkursion veranstaltet der Naturpark gemeinsam mit dem Markt Bodenmais.bb 


Ornithologe präsentiert am 8. Juni die Vogelwelt des Beckenweihers in Wiesenfelden

Wiesenfelden. Eine abendliche Vogelstimmenwanderung am Beckenweiher bietet der Naturpark Bayerischer Wald am Freitag, 8. Juni, ab 19 Uhr in Wiesenfelden an. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein eingeladen. Bitte Fernglas mitnehmen. Treffpunkt für die etwa zweistündige Exkursion ist am Rathaus Wiesenfelden.

Die naturkundliche Wanderung wird von Peter Zach geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Der Beckenweiher mit seinem barrierefreien Naturlehrpfad zeigt sich im Frühling besonders reizvoll. Dort findet sich eine Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den Weiherufern und Hangwäldern lebt gerade abends der Gesang der Vögel auf.

Der barrierefreie Naturlehrpfad „Weiherlandschaft bei Wiesenfelden“ verläuft auf dem 2,3 Kilometer langen, kinderwagen- und rollstuhlgeeigneten Wanderweg rund um den Beckenweiher. Ein Beobachtungssteg führt über diesen naturbelassenen Weiher. Der Rundweg ist gut für Familien mit Kindern geeignet und auch für geh- und sehbehinderte Wanderer angelegt. Mit taktilen Plänen und einem Leitsystem am Wegesrand können sich blinde Besucher orientieren. An Infotafeln erfahren die Besucher Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt, die historische Kulturlandschaft sowie den Schutz und die Geschichte des Beckenweihers. Daneben kann man die Natur auf vielen Ruhebänken genießen.ro 


Vorstellung des breiten Angebots an Projekttagen

Gr. Arbersee. Der Naturpark Bayerischer Wald bietet gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Regen eine Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten am Großen Arbersee an. Bei einem Rundgang werden die Besonderheiten des Großen Arbersees, seine Entstehung, die Schwimmenden Inseln, die reiche Tierwelt und der urwaldartige Wald im Naturschutzgebiet „Großer Arbersee mit Seewand“ vorgestellt. Außerdem können am Wegesrand einige botanische Besonderheiten beobachtet werden. Darüber hinaus stehen die verschiedenen Möglichkeiten an Projekttagen für Schulklassen am Großen Arber im Fokus. Treffpunkt ist am Donnerstag, 7. Juni, um 15 Uhr vor dem Arberseehaus. Die kostenlose, zirka zweistündige Fortbildung wird von Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion, geleitet. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 6. Juni, beim Staatlichen Schulamt bzw. beim Naturpark unter  09922 80 24 80 erforderlich. bbz 


Zum Tag der Artenvielfalt gab es viel Information und Erlebnis auf dem Buchhüttenschachten – Zwei Naturparke luden ein

Bodenmais. Zum internationalen Tag der Biodiversität hat auch die Arberregion ihre die besondere Artenvielfalt präsentiert. Dazu fanden sich 65 Erwachsene und zudem einige Kinder auf dem Buchhüttenschachten ein. Dieser wurde ganz bewusst ausgewählt, denn die Beweidung der Bodenmaiser Schachten leistet einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Nach der Begrüßung durch Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald, hob Landrätin Rita Röhrl die Notwendigkeit und die Bedeutung der Bewahrung der Biodiversität hervor. Bürgermeister Joachim Haller betonte die dafür notwendige enge Zusammenarbeit von Forstwirtschaft, Tourismus, Naturschutz und Traditionen. Nur so könne eine artenreiche Natur erhalten werden.

Exemplarisch für eine solche Zusammenarbeit war diese Veranstaltung. Neben den Gebietsbetreuern Anette Lafaire und Johannes Matt von den Naturparken Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald als Ideengeber waren die Naturschutzbehörden und die Landratsämter aus Regen und Cham einbezogen. Außerdem beteiligten sich der Staatsforstbetrieb Bodenmais und die Landwirtschaftsämter Regen und Landau, Waldkönigin Johanna Gierl, der Nationalpark mit seinen Junior-Rangern, die BUND- Kreisgruppen, die LBV-Kreisgruppen von Regen und Cham, das „Grüne Herz Europas“, der Markt Bodenmais und die Bodenmaiser Weiderechtler.

Der Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, veranschaulichte anhand einiger Zahlen, die Dramatik des globalen Artensterbens. So verschwinden weltweit etwa 130 Arten tagtäglich. Viele ohne dass sie der Mensch je entdeckt oder bestimmt hätte. Wenn aber beispielsweise die Masse an Insekten fehlt, fehlen die notwendige Bestäubungsleistung für die Nahrungsmittel und die Nahrungsgrundlage von Vögeln und Fledermäusen.

Ludwig Fritz, einer der drei verbliebenen Weiderechtlern, schilderte die Geschichte und Tradition des „Blumbesuchs“, der den Rechtlern per Freiheitsbrief aus dem Jahre 1522 zugestanden wurde. Nahezu ununterbrochen wird das Recht auf Waldweide bis zum heutigen Tag ausgeübt. Wie fleißig das Fleckvieh Landschaftspflege betreibt, konnte bei den bereits vom Weiderechtler Karl Probst hochgetriebenen junge Stiere beobachtet werden.

Für den traditionellen Sterz samt Kraut und gestockter Milch sowie für die Getränke sorgte der Markt Bodenmais. Die Besucher ließen es sich rund um das Lagerfeuer schmecken. Mitarbeiter des LIFE+-Projektes des Nationalparks informierten über die Wiederbeweidung des Ruckowitzschachtens. Klaus Urban von AELF Landau führte die kleinen Besucher in die Welt des „Zauberbaums“. Rosemarie Wagenstaller von der Unteren Naturschutzbehörde, Wolfgang Lorenz von der Höheren Naturschutzbehörde und Gerhard Nagl vom „Grünen Herz“ stellten die Vegetation der Bodenmaiser Schachten vor. Dort hat sich mit dem „montanen Silikatmagerrasen“ ein prioritärer Lebensraum ausgebildet. Diese Pflanzengesellschaft setzt sich hauptsächlich aus Sauergräsern, wie dem Borstgras, auch Bürstling genannt, zusammen. Neben Schwarzer Segge, Kleinem Sauerampfer und Blutwurz profitieren auch seltene Arten wie Arnika oder Ungarischer Enzian von der stets niedrigen Grasnarbe und den durch Viehtritt entstehenden offenen Bodenpartien.

In das Thema „Luchs in der Arberregion“ führte der Biologe Markus Schwaiger vom WWF Deutschland ein. Der Luchs, Grenzgänger sowohl zwischen Offenland und Wald als auch zwischen Bayern, Tschechien und Österreich, findet hier in der Arberregion einen bestens geeigneten Lebensraum vor. Über das jahrelange Monitoring des Luchses ist bekannt, dass im Bereich des Buchhüttenschachtens mehrere Luchsreviere aneinander grenzen.

Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter, erläuterte zusammen mit Dr. Stefan Schaffner vom AELF Regen den Einklang von nachhaltiger forstwirtschaftlicher Nutzung und Waldnaturschutz. Außerdem präsentierten Völkl und Matt ein neues Projekt zum Habichtskauz. Dazu werden im Sommer Nistkästen aufgehängt, die der drittgrößten Eulenart zu Gute kommen sollen. Der Habichtskauz als auch die anderen Kauzarten profitieren von den Schachten, da sie auf diesen offenen Bereichen auf Mäusejagd gehen.

Die beiden Gebietsbetreuer Anette Lafaire und Johannes Matt gingen auf das Thema „Auerhuhn in der Arberregion“ ein. Das immer noch vom Aussterben bedrohte Auerhuhn findet hier einen seiner letzten Rückzugsräume in Bayern. Bemerkenswerterweise fiel die größte Verbreitung des Auerhuhns mit dem Höhepunkt der Waldweide im Bayer- und Böhmerwald zusammen. Die lichten Waldbereiche, die niedrigere Grasnarbe und die größere Verfügbarkeit von eiweißreicher Nahrung wie Ameisen und weiteren Insekten kommen dem Auerhuhn auch durch die heutige Beweidung zu Gute.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es dem großen Engagement der Bodenmaiser Weiderechtler zu verdanken ist, dass sich die Arberregion noch mit einem so großen Artenreichtum auszeichnet. bb 


Gemeinde und Vereine sollen Naturpark bei der Erneuerung unterstützen – Gespräche für neue Werbegemeinschaft

Patersdorf. „Spitzi, der Feldhase“, soll das neue Maskottchen heißen, das Interessierte bald auf dem Patersdorfer Naturlehrpfad begleitet. Wie Naturpark-Geschäftsführer Hartmut Löfflmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, habe man sich für den Feldhasen entschieden, weil dessen Population durch Landwirtschaft und stark befahrene Straßen rückläufig ist. Weil der Spitzberg die höchste Erhebung in der Gemeinde Patersdorf ist, wurde das Maskottchen kurzerhand „Spitzi“ getauft.

Bis zum 15. September muss die Maßnahme abgeschlossen sein. „Genauer gesagt, muss dann die letzte Rechnung bezahlt sein“, sagte Hartmut Löfflmann. „So oder so müssen wir da jetzt dranbleiben“. Zehn Stationen wird der erneuerte Naturlehrpfad haben. An jeder davon befinden sich Infotafeln zu bestimmten Themen, etwa zur Besiedelungsgeschichte oder zur Kulturlandschaft. Neu wird etwa die Tafel zu den Eisheiligen sein. „Die Jungen wissen gar nicht mehr, was das ist“, begründete Löfflmann. Außerdem werde es drei Infotafeln über den Feldhasen geben.

Herbert Fuchs (CSU), der vor 20 Jahren die Errichtung des Naturlehrpfads vorangetrieben hat, erinnerte daran, wie viele Ehrenamtliche damals mitgeholfen haben: „Wie ist das dieses Mal gedacht?“

Hartmut Löfflmann bestätigte, dass der Naturpark sich die Unterstützung durch den Bauhof erhoffe. Zwar könne man den Großteil in der Zwieseler Naturparkwerkstatt herstellen, bei der Montage sei aber jede Hilfe willkommen. Bürgermeister Willi Dietl versicherte, dass er den Bauhof beauftragen würde und auch Vereine wolle man mobilisieren.

2. Bürgermeister Richard Kauer (Freie Wähler) verwies auf den acht Meter hohen Turm aus Holz, der Teil des Naturlehrpfads ist. „Das wäre mir wichtig, dass der irgendwie miteingebunden wird“, sagte er. Der Naturpark-Geschäftsführer erklärte, dass der Blick aufgrund des Jungwuchses mittlerweile verdeckt sei. „Die Bäume sind in einer Phase, in der sie unglaublich in die Höhe schießen. Da hilft auch keine Erweiterung“. Weil der Turm zudem sanierungsbedürftig sei, habe man ihn deshalb aus der Erneuerung ausgeklammert. Denkbar sei jedoch, dort nach der Sanierung kulturhistorische Fotos auszustellen.


Musikantenfreundliche Wirtshäuser wurden ausgezeichnet – auch in Bodenmais und Eisenstein

March. „Aber ’s Wirtshaus, ’s Wirtshaus, lasst mi ned aus. Geh i vorbei, ziagt ’s mi nei“ – so beschreibt ein überlieferter Zwiefacher, was der Aktion „Musikantenfreundliches Wirtshaus“ ein Anliegen ist: Die Gaststuben als Ort des geselligen Beisammenseins aufzuwerten und zugleich der regionalen Musik ein Wirkungsfeld zu geben. Kürzlich war es wieder so weit: In March wurden acht Wirtshäuser aus Niederbayern als musikantenfreundlich ausgezeichnet. Unter ihnen sind auch das Gasthaus Adam-Bräu in Bodenmais und das Naturpark-Wirtshaus im Bahnhof von Bayerisch Eisenstein.

Die Idee des Projekts ist einfach und doch nicht mehr selbstverständlich: Im Wirtshaus wird musiziert, als Gegenleistung gibt es Bier und Brotzeit gratis. Die Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Aktion sind vielfältig: In einigen Gaststätten finden Offene Singen statt, andere laden regelmäßig zum Musikantenstammtisch ein, Musikanten spielen spontan im Wirtshaus auf. Dem Ideenreichtum der Wirtsleute sind keine Grenzen gesetzt, ihre Gaststube für Musikanten attraktiv zu machen: Viele stellen Instrumente zum freien Gebrauch zur Verfügung, manche Liedsammlungen für gesellige Singrunden. Über 600 Wirtshäuser überwiegend aus Niederbayern und der Oberpfalz konnten seit Einführung des Projekts im Jahr 1996 für die Idee gewonnen werden, Musikanten zum Aufspielen einzuladen.

Für die diesjährige Auszeichnung musikantenfreundlicher Wirtshäuser hatten sich die Veranstalter – die Kulturreferate der Bezirke Niederbayern und Oberpfalz, der Landesverein für Heimatpflege und der Hotel- und Gaststättenverband – ans drumherum angehängt. Die Urkunden und Metallschilder mit dem Logo der Aktion wurden am vergangenen Freitag vergeben. Und zwar aus der Hand der Schirmherrin des Projekts, I.K.H. Herzogin Helene in Bayern. Zahlreiche Volksmusikanten spielten dabei auf und sorgten für einen geselligen Wirtshausabend.bb