Bodenmais. Eine Wanderung von Fall zu Fall, so lautet das Thema der nächsten Exkursion des Naturparks im Arbergebiet. Unter der Leitung des Gebietsbetreuers für die Arberregion, Johannes Matt, werden die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes, das Naturschutzgebiet Rißloch und das Naturdenkmal Hochfall, erkundet. Auf einer fünf- bis sechsstündigen Wanderung geht es von der Rißlochschlucht über die Schweiklruhe und die Hofstelle „Steigenfels“ zum Hochfall.
Zu dieser mittelschweren Wanderung lädt Matt am Mittwoch, 4. September, um 10 Uhr zum Wanderparkplatz Rißloch in Bodenmais ein. Eine Brotzeit sollte mitgebracht werden. Die Führung wird gemeinsam mit der Touristinfo Bodenmais veranstaltet. Anmeldung bis Dienstag 12 Uhr bei der Touristinfo unter 09924/ 778 135. − bb


Bayer. Eisenstein. Die Teilnehmer der Europäischen Fledermausnacht staunten nicht schlecht, als die Biologin und Fledermausexpertin Susanne Morgenroth und ihr Kollege Daniel Lewanzik einige lebendige Mopsfledermäuse aus ihren mitgebrachten Jutebeuteln hervorzauberten. Lewanzik, der zu den Tieren forscht, war auf dem Weg zum Silberberg, um die Fledermäuse in die Freiheit zu entlassen und so bot sich für die Teilnehmer die Möglichkeit, die „kleinen Schatten der Nacht“ einmal aus nächster Nähe zu betrachten.
Der Naturpark Bayerischer Wald hatte zusammen mit der LBV-Kreisgruppe Regen wie bereits in den vergangenen Jahren wieder zur Europäischen Fledermausnacht geladen. Zahlreiche Interessierte, die teils extra von München und Passau angereist sind, waren am Samstagabend der Einladung in die Umweltstation im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein gefolgt.
Zu Beginn des Abends hatten die Besucher die Möglichkeit, eigene Fledermauskästen zu bauen und so einen aktiven Beitrag zum Schutz der Tiere zu leisten. Auch die Jüngsten kamen auf ihre kosten, als sie gemeinsam mit der aktuellen Commerzbank-Umweltpraktikantin Jana Lütke Föller bunte Papier-Fledermäuse basteln durften.
Bei einem Rundgang mit dem Team der Umweltstation, Antje Heideroth und Johannes Matt, durch die Fledermaus-Ausstellung der Naturparkwelten lernten die Zuhörer im Anschluss viel Spannendes über die geheime Welt der Fledermäuse, beispielsweise, warum die Tiere nachts nicht herunter fallen, wenn sie sich kopfüber zum Schlafen aufhängen. Für den nötigen Halt sorgt dabei nämlich ein spezieller Sehnenapparat in den Füßen der Fledermäuse, der es ihnen ermöglicht, sich komplett ohne Kraftanstrengung fest zu halten.
Ein Höhepunkt im Programm war dann der Vortrag der Fledermausexpertin Susanne Morgenroth. Hier konnten die Zuhörer nicht nur einiges über den Fledermausschutz im Bayerischen Wald erfahren, sondern auch die Gründe, warum Fledermäuse so nützlich für uns Menschen sein können. Denn eine einzige Fledermaus kann bis zu 1 500 Insekten pro Stunde vertilgen, was sie zu einem wichtigen Schädlingsbekämpfer macht. Die Hinterlassenschaften der Tiere eignen sich zudem hervorragend als Gartendünger.
Als die Nacht dann schließlich vollständig hereingebrochen war, machte sich die Gruppe, ausgestattet mit Taschenlampen und Fledermausdetektoren, auf zu einem Rundgang durch Bayerisch Eisenstein. Die Detektoren halfen, die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar zu machen und es zeigten sich tatsächlich einige Fledermäuse verschiedener Arten, darunter eine Gruppe Zwergfledermäuse im Balzflug.
Die Teilnehmer der Fledermausnacht waren sichtlich begeistert. Auch der Naturpark zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung und verwies bereits auf die nächste europäische Fledermausnacht, die Ende August 2020 erneut in den Naturparkwelten stattfinden wird. Interessierte können auf der kürzlich überarbeiteten Internetseite www.fledermaus-bayern.de weitere Informationen zu den „kleinen Schatten der Nacht“ und dem Schutzprojekt im Bayerischen Wald erfahren.  − jm


Viechtach. Was gibt es Schöneres als einen Sonntagsspaziergang durch die Natur? Mit dem Duft von Waldboden in der Nase und einem grünen Blätterdach, das uns umhüllt, begeben wir uns gemeinsam auf eine entspannende, besinnliche Wanderung zum „Drachenkamm“ des Großen Pfahls. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich bei „Der oid’n Wirtsstub’n“ mit Kaffee, Kuchen oder einer Brotzeit verwöhnen zu lassen. Treffpunkt ist am Sonntag, 1. September, um 10 Uhr am Parkplatz bei der oidn Wirtsstub’n, Anmeldung beim Naturpark Bayerischer Wald unter 09922/802480.
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Bayer. Eisenstein. Beim fünften Konzert der Eisensteiner Sommerkonzert-Reihe „Musik kennt keine Grenzen“, gestaltete die „Stoahüttenmusi“ zusammen mit den „Lindberger Woid-Ariensängern“ ein abwechslungsreiches Konzert.
Während die „Stoahüttenmusi“ mit zünftigen Polkas, Walzern und schmissigen Stücken bestens unterhielt, schlugen die „Lindberger Woid-Ariensänger“ wiederum ganz andere Töne an und zogen mit teils schwermütigen, nachdenklich stimmenden Arien ihre zahlreichen Zuhörer in Bann.
So lauschten die Konzertbesucher hingebungsvoll und mucksmäuschenstill den abwechslungsreich vorgetragenen Stücken der Vollblutmusiker und dankten es ihnen immer wieder mit kräftigem Applaus.
Zum krönenden Abschluss wurde dann im historischen Wirtshaus des Grenzbahnhofes, das den perfekten Rahmen für dieses Konzert bot, gemeinsam und aus voller Kehle „Mia san vom Woid dahoam“ und das Lied vom Arbersee gesungen.
Das nächste Konzert geht am Donnerstag, 29. August, mit der Swing-Band „Jazzika“ von 19.30 bis 21 Uhr in der Eisensteiner Grenzglashütte in der Bahnhofstraße 48 über die Bühne. Gegründet als reine Jazz-Band entwickelte sich die Gruppe in den letzten Jahren stark weiter und weitete ihr Repertoire neben anspruchsvollen Swing- und Jazzstücken auch auf bekannte Evergreens, Oldies, lateinamerikanische Rhythmen und überlieferte tschechische Lieder aus. Wieder ein Ohrenschmaus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Eintritt zum Konzert ist frei.


Gr. Falkenstein. Die Kapelle auf dem Falkensteingipfel wurde vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Jahr 1987 errichtet. Der damalige Umweltminister Alfred Dick kam persönlich zur Einweihungsfeier. Der damalige 1. Vorsitzende Emil Rimpler und der Kassenverwalter Eduard Gistl waren beide Motor in Sachen Errichtung einer Kapelle auf dem Falkensteingipfel. Ihnen zu Ehren wurden im Frühjahr 2006 zwei Gedenkbretter an der Kapelle angebracht. Alljährlich am ersten Sonntag im September wird die Falkenstein-Kirchweih gefeiert. Die Kapelle ist dem Hl. Franziskus geweiht. Er gilt als Patron für Natur und Schöpfung. Der Kirchweih-Gottesdienst wird am kommenden Sonntag, 1. Septemver, um 11.30 Uhr an der Falkensteinkapelle neben dem Schutzhaus gefeiert. Für eine anschließende Bewirtung ist gesorgt. Der Naturpark lädt die Bevölkerung ein zu einer Wanderung zur Falkensteinkirchweih. Auch ein Bus wird eingesetzt: Abfahrt um 9 Uhr und um 10 Uhr von Zwieselerwaldhaus ab Parkplatz Schillerstraßl (bis zur Ruckowitz-Kreuzung). Nachmittags um 15 Uhr gibt es eine Rückfahrmöglichkeit.


Bayer. Eisenstein. Unter dem Motto „Grenzenlos.Natur.Erleben.“ bietet die Umweltstation Bayerisch Eisenstein bis Oktober immer am ersten Sonntag im Monat geführte Wanderungen rund um Bayerisch Eisenstein an. Bei diesen grenzüberschreitenden Naturpark-Grenzgängen stehen die einzigartige Natur und die wechselvolle Geschichte beiderseits der Grenze im Mittelpunkt. Die Veranstaltungsreihe im Jahr 2019 erinnert ganz besonders auch an 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhanges.
Beim nächsten Termin wird eine Wanderung ausgehend vom Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein zum Teufelssee / Čertovo jezero und zum Spitzberg / Špičák angeboten. Diesmal stehen die Entstehung der eiszeitlichen Karseen und die Geschichte des Eisenbahnbaus im Fokus der geführten Wanderung. Unter alten Alleebäumen hindurch führt der Weg zunächst ansteigend durch den Královský hvozd- „Königlichen Wald“. Die Tour führt dann zum Teufelssee und hinauf zum Aussichtsturm am Spitzberg. Von dort bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf das Eisensteiner Tal und den Großen Arber. Nach dem Abstieg erfolgt die Rückfahrt ab dem Bahnhof Špičák mit der Tschechischen Bahn zurück zum Ausgangspunkt am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein. Dort besteht die Möglichkeit zur Einkehr im historischen Wartesaal 1. Klasse.
Geleitet wird die Wanderung von Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald. Die Wegstrecke beträgt etwa elf Kilometer mit 550 Höhenmetern, verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen und setzt eine gewisse Grundkondition voraus. Die Führung dauert zirka sechs Stunden. Bitte an geeignetes Schuhwerk und Kleidung sowie eine Brotzeit denken.
Zu dieser Führung sind alle Interessierten am Sonntag, 1. September, eingeladen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr an der Infotheke in der Eingangshalle des Grenzbahnhofs Bayerisch Eisenstein. Die Führung ist kostenlos, nur die Fahrt mit der tschechischen Bahn kostet 20 Kronen. Diese können beim Reisebegleiter umgetauscht werden. Der Personalausweis ist mitzuführen. Die Anfahrt ist mit der Waldbahn möglich. Eine Anmeldung zur Wanderung ist bis Freitag, 30. August, beim Naturpark unter  09925/902430 erforderlich.


Bayer. Eisenstein. Der Naturpark bietet am Sonntag, 25. August, wieder eine geführte Erlebniszugfahrt mit dem Trans Bayerwald Express von Plattling nach Eisenstein an. Auf der von einem Naturparkführer begleiteten Fahrt in der Waldbahn gibt es Informationen zu Natur- und Landschaft des Bayerischen Waldes, zur Eisenbahnstrecke und zum Bahnbau. Zusteige-Möglichkeiten bestehen entlang der Waldbahnstrecke. Auch die Anbindung aus Viechtach (ab 9.37 Uhr mit der Wanderbahn), ab Bahnhof Gotteszell (ab 10.35 Uhr) und aus Grafenau (ab 10 Uhr) und Bodenmais (ab 10.29 Uhr) am Bahnhof Zwiesel (ab 11 Uhr) ist gewährleistet. Die Waldbahn von Plattling nach Bayerisch Eisenstein gilt als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Im Grenzbahnhof Eisenstein gibt es eine Führung durch die NaturparkWelten und dann ein Mittagessen im Naturpark-Wirtshaus. Ab 14 Uhr gibt es eine geführte Tour durch Bayerisch Eisenstein mit Erläuterungen zur historischen Bahnhofsstraße und zum Ortskern. Eine Anmeldung beim Naturpark ist noch heute unter 09922/802480 oder unter info@naturpark-bayer-wald.de mit Angabe der Telefonnummer möglich. Kosten: 28 Euro für Erwachsene und 18 bzw. 5 Euro für Kinder.


Bayer. Eisenstein. Blutrünstige Vampire oder Glücksbringer – die Fledermaus regt seit jeher die Fantasie der Menschen an. Über die kleinen „Schatten der Nacht“ gib es Interessantes und Wissenswertes zu erfahren.
Die meisten der einheimischen Fledermausarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht und stehen auf der „Roten Liste“ der bestandsbedrohten Arten. Aus diesen Gründen bieten haupt- und ehrenamtliche Natur- und Artenschützer in ganz Europa seit mehr als 20 Jahren traditionell am letzten Augustwochenende die „Europäische Fledermausnacht“ an. Ziel der Veranstaltung ist es, der Öffentlichkeit Kenntnisse über Lebensräume und Verhaltensweisen von Fledermäusen zu vermitteln und Berührungsängste der Menschen abzubauen, um so zum Schutz der Tiere beizutragen.
Auch der Naturpark Bayerischer Wald beteiligt sich seit vielen Jahren erfolgreich an dem jährlich stattfindenden Ereignis. In Kooperation mit dem LBV, Kreisgruppe Regen, veranstaltet der Naturpark auch in diesem Jahr die „Europäische Fledermausnacht“ in den Naturparkwelten im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein.
Als Teil der NaturparkWelten kann sich im Europäischen Fledermauszentrum jeder Fledermausinteressierte – vom Kind bis zum Experten – anschaulich und umfangreich über Biologie, Lebensweise und den grenzüberschreitenden Fledermausschutz informieren.
 Am Samstag, 24. August, ab 17.30 Uhr bietet der Naturpark ein abwechslungsreiches Aktionsprogramm für Kinder an. Bei freiem Eintritt in die Naturparkwelten können Kinder spielerisch in die Welt der Fledermäuse eintauchen, Fledermausbretter selber zusammenbauen und Papierfledermäuse basteln. Betreut wird die Aktion von den über die Commerzbank mitfinanzierten Praktikanten im Rahmen des Programms „Praktikum für die Umwelt“.
Um 19 Uhr gibt es eine Sonderführung durch das Europäische Fledermauszentrum, darauf folgt um 20 Uhr ein bebilderter Einführungsvortrag über Fledermäuse von der Diplom Biologin Susanne Morgenroth im Veranstaltungsraum. Gekrönt wird der Abend von einer um 21 Uhr beginnenden Exkursion und Fledermausbeobachtung im Freien. Bei passendem Wetter kann man vielleicht sogar die Rufe der einen oder anderen Fledermaus mit Hilfe eines Fledermausdetektors ausmachen.
 Voraussichtliches Ende der Veranstaltung ist gegen 22.30 Uhr. Teilnehmer sollten an warme Kleidung und eine Taschenlampe denken. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer sich schon vorab über Fledermäuse informieren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite www.naturparkwelten.de oder speziell unter www.fledermaus-bayern.de.


Bodenmais. Sie verwandelt alljährlich im August die Hochlagen des Bayerischen Waldes in ein rosa-lila Blütenmeer: die Besenheide. Wo sonst wenig wächst, auf mageren und sauren Böden, wie am Großen Arber gedeiht die Besenheide besonders gut. Der Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald bietet eine geführte Wanderung vom Bretterschachten über das Mittagsplatzl auf den Großen Arber an. Zurück verläuft die Tour vorbei an den Bodenmaiser Schachten: Bodenmaiser Mulde, Arberschachten, Diensthüttenschachten und Hochzell.
Treffpunkt ist am Mittwoch, 21. August um 10.30 Uhr am Parkplatz Bretterschachten. Die Anfahrt ist mit dem Bus ab Bodenmais möglich. Die mittelschwere Wanderung mit 13 Kilometer Länge und 500 Höhenmetern im Aufstieg dauert etwa sechs bis sieben Stunden und setzt eine gute Grundkondition voraus. Bitte an Rucksackverpflegung und an festes Schuhwerk denken. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos. Um eine Voranmeldung bis morgen, Dienstag, bis 12 Uhr in der Touristinfo Bodenmais,  09924 / 778 135 wird gebeten. Bei der Führung handelt es sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung von Naturpark Bayerischer Wald, Bund Naturschutz – Kreisgruppe Regen und der Touristinfo Bodenmais.


Arnbruck/Drachselsried. Sonne vom weiß-blauen Himmel, dazu ein angenehm kühler Wind, hochstehendes Gras und reife Heidelbeeren: Der Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald lädt zusammen mit den Gemeinden Arnbruck und Drachselsried zu einer gemeinsamen Wanderung ein.
Vom Eck über Mühl- und Ödriegel geht die geführte Wanderung zum Schwarzeck. Anschließend führt die Tour über die Berghütte Schareben und Spitzwaldkanzel zurück nach Arnbruck. Dabei gibt es anlässlich „40 Jahre Vogelschutzrichtlinie“ viel Wissenswertes über den größten einheimischen Waldvogel und den Lebensraum des Auerhuhns.
Treffpunkt ist am Mittwoch, 28. August, um 10 Uhr am Dorfplatz Arnbruck und von dort aus erfolgt die gemeinsame Busfahrt um 10.05 Uhr zum Eck. Die mittelschwere Wanderung mit 14 km Länge und 500 Höhenmetern im Aufstieg dauert etwa sechs bis sieben Stunden. Bitte an Rucksackverpflegung und an festes Schuhwerk denken. In der Berghütte Schareben ist eine Einkehr vorgesehen.
Die Teilnahme an der Wanderung ist für Feriengäste und Einheimische kostenlos. Um eine Voranmeldung bis Dienstag, 27. August, bis 12 Uhr in der Tourist-Info Arnbruck,  09945/941016 wird gebeten.