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Wald und Wasser in der Saußbachklamm

Waldkirchen.
Am Freitag, 7. August, lädt die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen wieder zur naturkundlichen Führung „Wald und Wasser in der Saußbachklamm“ ein. Die Führung findet bis Anfang Oktober regelmäßig jeweils am ersten Freitag im Monat statt und führt durch die wildromantische Saußbachklamm bei Waldkirchen.

Die Teilnehmer erkunden die Entstehung der Klamm, die Besonderheiten des Wildbachs sowie die abwechslungsreichen Wälder mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Außerdem werden historische Aspekte und der menschliche Einfluss durch die Nutzung der Wasserkraft näher beleuchtet. Die Führung wird diesmal von Naturpark-Ranger Markus Grünzinger geleitet und findet in Kooperation mit dem HNKKJ statt.

Treffpunkt ist um 16.00 Uhr bei der Naturpark-Wanderkarte am Bioladen Bogner, Saußmühle 2, 94065 Waldkirchen. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden und ist kostenlos. Die Führung endet an der Grabenkapelle.

Eine Anmeldung ist bis Freitag, 7. August, 12.00 Uhr, bei der Tourist-Information Waldkirchen unter Tel. 08581 19433 erforderlich.

Bild: Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet wieder eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet Saußbachleite an.  Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald

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Gestalten von Tontieren für Kinder

Bayerisch Eisenstein.

Am 05. August 2026 findet um 13:30 Uhr im Außengelände der Umweltstation Bayerisch Eisenstein um den Historischen Grenzbahnhof das Kinderferienprogramm statt. Mit Ton gestalten wir zu den Themen der NaturparkWelten: Wir fertigen lustige Tontiere an und freuen uns auf Auerhahn, Fledermaus und Bergpieper aus Kinderhänden.

Um Anmeldung bis zum Vortag, Dienstag, um 12.00 Uhr wird unter der Tel. 09925 90 24 30 gebeten, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Kinder unter 6 Jahren bitte nur in Begleitung der Eltern. Referentin ist die Umweltpädagogin Christina Frank. Es wird empfohlen den Kinder Kleidung zum Werkeln und einen Hut anzuziehen und ein kleines Getränk mitzugeben. Bitte Sonnencreme nicht vergessen. Bei Schlechtwetter findet das Kinderprogramm in der Museumspädagogik der Umweltstation statt. Treffpunkt ist an der Infotheke der NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein.  

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Erfahrungsaustausch zu Natur ohne Grenzen

Ludwigsthal. Ein grünes Abzeichen ziert die Brust, beim Anderen ein blaues. Die Kleidung, mattes grasgrün oder sandfarben. Die Uniformen wirken gleich, der Arbeitgeber ist jedoch unterschiedlich. Schaut man sich die Ranger nicht genau an, fallen einem diese kleinen Unterschiede nicht gleich ins Auge.

Es ist einige Zeit vergangen, seit der Nationalpark, genauer gesagt das Sachgebiet I, zu Gast im Naturpark war. Jetzt hat der Nationalpark Bayerischer Wald zum Gegenbesuch aufgerufen. Von den Nationalpark Rangern geplant waren ein Vortrag über die Rangerarbeit im Nationalpark und eine anschließende Exkursion in die Mittelsteighütte, um abends Urwaldreliktkäfer zu suchen.

Der Vortrag startete im Haus zur Wildnis und alle Nationalpark-Ranger konnten ihren Themen- und Arbeitsbereich vorstellen. Die Gebiete sind unterschiedlich, reichen sie doch von Mooren bis zu den Berggipfeln. Manche Ranger belegen auch Sonderpositionen, wie Michael Waldhauser, der sich als Digital Ranger zu 50 % am Laptop um digitales Besuchermanagement kümmert.

Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht mit und es regnete wie aus Kübeln. Schlechte Bedingungen also, Urwaldreliktkäfer zu suchen, die gerne laue Sommerabende mögen. Im Nationalpark Bayerischer Wald leben 16 seltene Urwaldrelikt-Käferarten, darunter der nach über 100 Jahren wiederentdeckte Raue Flachkäfer (Peltis grossa) und der Rindenschröter. Diese Insekten sind wichtige Zeugen ursprünglicher, unberührter Waldgebiete mit viel Totholz.

Der Referent der Exkursion hatte vorgesorgt. Lukas Haselberger, Fotograf und Ranger-Neuzugang im Park, packte kurzerhand einen bildgewaltigen Vortrag über diese seltenen Arten im Park aus. So konnte auch der Abend gut und interessant gefüllt werden.

Es stehen weitere Treffen an, um mögliche Verknüpfungspunkte zu erarbeiten und gegenseitigen Austausch zu fördern, denn: Natur macht auch an der Schutzgebietsgrenze nicht halt!

Bild: Die Ranger des Naturparks und des Nationalparks gemeinsam auf einem Bild © Reinhold Gaisbauer

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Nachhaltigkeit trifft Caravaning

Waldkirchen.
Wie kann Caravaning nachhaltiger gestaltet werden? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigten sich die Auszubildenden der Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechnik am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Waldkirchen im Rahmen des BNE-Projekts „Bildung trifft Nachhaltigkeit im Caravaning“ der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen.

In den Lernmodulen „Nachhaltigkeit im Caravaning“ und „Technik-Ethik“ setzten sich die Schüler gemeinsam mit Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen und Martin Feldl vom BSZ Waldkirchen mit den ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Caravanings auseinander. Dabei ging es unter anderem um Klimaschutz, Ressourcenverbrauch, nachhaltige Technologien und die Frage, welche technischen Entwicklungen tatsächlich zukunftsfähig und verantwortbar sind.

Besonders viel Engagement zeigten die Auszubildenden beim Planspiel „Zukunft des Caravaning“. In unterschiedlichen Rollen – etwa als Tourist, Kommunalpolitiker, Naturschützer, Campingplatzbetreiber oder Caravan-Hersteller – entwickelten sie Ideen für einen fiktiven Urlaubsort. „Spannend war zu sehen, mit wie viel Engagement die Auszubildenden diskutiert und argumentiert haben. Sie haben unterschiedliche Perspektiven eingenommen, Zielkonflikte erkannt und dabei sehr konkrete und gute Lösungsvorschläge entwickelt,“ so Johannes Matt und ergänzt: „Genau darum geht es bei Bildung für nachhaltige Entwicklung: Nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern junge Menschen zu befähigen, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.“

Zum Abschluss wurden die Erfahrungen der Teilnehmenden mit Feedbackbögen ausgewertet. Die Rückmeldungen fielen insgesamt sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die abwechslungsreiche Gestaltung, die Möglichkeit zur eigenen Beteiligung und vor allem das Planspiel, das für viele eine spannende Gelegenheit bot, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Lernmodule sind Teil des umfassenden Projekts „BNE & Caravaning“ der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen mit dem BSZ Waldkirchen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit praxisnah mit der beruflichen Ausbildung im Caravaning zu verbinden und die Auszubildenden zu befähigen, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft mitzudenken.

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Zu Otter und Biber im Regental

Bayerisch Eisenstein.
Wir gehen am Dienstag, den 04. August 2026 um 09.30 Uhr gemeinsam auf Pirsch, um die meisterlichen Bauwerke des Bibers und den Lebensraum des Fischotters zu entdecken. Von Ihnen kann man Schläue, Bauwerkskunst und Geschicklichkeit lernen. Natürlich werden wir auch selbst aktiv und machen es uns im Wald und am Flussufer des Regens gemütlich. Spielerisch lernen wir, wie der Biber seinen Damm baut und woran man erkennt, dass ein Fischotter am Fluss zuhause ist.
Ein Nachmittag für Werk‘le mit vielen Spielen rund um unsere tierischen Wasserspezialisten.  Referentin der Veranstaltung ist Christina Frank, Umweltpädagogin der Umweltstation Bayerisch Eisenstein.

Treffpunkt ist an der Infotheke des Grenzbahnhofes Bayerisch Eisenstein. Die Veranstaltung dauert etwa 4 Stunden, umfasst etwa 6 Kilometer, so gut wie keine Höhenmeter und ist kostenlos. Um Anmeldung wird aufgrund beschränkter Teilnehmerzahl bis zum Vortag, Montag, bis 12.00 Uhr unter der 09922 802480 gebeten. Die Teilnahme der Kinder ist nur in Begleitung der Eltern möglich. Für die Führung ist festes Schuhwerk, Trittsicherheit und dem Wetter angepasste Kleidung sowie ein Rucksackvesper und Getränke erforderlich. Auf Bahnreisende wird gewartet.

Bild: Fraßspuren des Bibers – Autor: Christina Frank

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Fledermausnacht in Außernzell

Samstag, 01. August 2026, 20:00 bis 22:00 Uhr

Außernzell. Welche Fledermausarten gibt es im Bayerischen Wald? Was fressen Fledermäuse und wie fangen sie ihre Beute nachts? Diese und andere Fragen werden bei der Fledermausnacht in Außernzell beantwortet. Los geht’s mit einem kurzen Vortrag der Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl im Dachboden des Würzinger Hauses. Zum Sonnenuntergang folgt eine Exkursion im Freien zur Kleinen Ohe, bei der wir mit etwas Glück die ein oder andere Fledermaus sehen und mit dem Batdetektor bestimmen können. Alle Interessierten, insbesondere auch Familien mit Kindern, sind herzlich willkommen.

Eine Anmeldung ist bis zum 31.07. um 16:30 Uhr unter 09922/802480 möglich. Treffpunkt ist die Naturpark-Infostelle im Dachboden des Würzinger Haus (Egingerstr. 1, 94532 Außernzell). Bitte eine Taschenlampe mitbringen.

Bildunterschrift: Nachtspaziergang auf den Spuren der „Schatten der Nacht“. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald

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Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür

Waldkirchen.
Was bedeutet ein gutes Leben? Was ist gerecht? Und welchen Beitrag können wir selbst zu einer nachhaltigen Zukunft leisten? Mit diesen und weiteren philosophischen Fragen beschäftigten sich die Sozialpädagogik-Klassen des Berufsschulzentrums Waldkirchen beim gemeinsamen Rundgang auf dem SDG-Rundweg.

Begleitet von den Lehrkräften Manuela Graf und Christoph Will erkundeten die Klassen gemeinsam mit Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Ausgehend vom Grünen Klassenzimmer im Stadtpark führte der Rundgang einmal komplett durch Waldkirchen. An den verschiedenen Stationen wurden die Inhalte der SDGs vorgestellt, diskutiert und mit konkreten Beispielen aus dem Alltag und der Stadt verbunden. Dabei standen nicht nur Informationen im Mittelpunkt: Die philosophischen Fragen regten die Schülerinnen und Schüler dazu an, eigene Standpunkte zu entwickeln, miteinander ins Gespräch zu kommen und über die eigene Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft nachzudenken.

Zum Abschluss wurden die wichtigsten Eindrücke gemeinsam gesammelt. Mit dem Impuls „5 Minuten für eine bessere Welt“ nahm jede und jeder eine kleine persönliche Aufgabe mit auf den Weg – als Anregung, auch im Alltag über nachhaltiges Handeln nachzudenken und selbst aktiv zu werden.

Bild: Gemeinsam auf dem SDG-Rundweg unterwegs: Die Sozialpädagogik-Klassen des BSZ Waldkirchen diskutierten mit Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation über Nachhaltigkeit. Bildautor: M. Graf, BSZ Waldkirchen

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Kuppel der Naturpark-Sternwarte-Bayerwald steht

Seit Mai 2026 läuft der Bau der Sternwarte auf dem Eschenberg bei Kirchdorf im Wald im Landkreis Regen. Auf dem ehemals als Radarstation genutzten, militärischen Gelände errichtet der Naturpark Bayerischer Wald zusammen mit dem Projektpartner Astronomische Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald eine Volkssternwarte. Im Sternenpark Bayerischer Wald entsteht somit das größte, barrierefrei zugängliche, robotisch steuerbare 1- m – Teleskop Deutschlands.

Begonnen wurde mit dem Unterbau für die Kuppel und mit der Besucherplattform samt Zugang. Dann lief der Zusammenbau der Kuppel auf dem Vorplatz durch die Firma Innovametall. Es entstand eine Robuste Metallkuppel, die den Wetterbedingungen auf der Höhenlage gewachsen ist. Die Firma ASA fertigt derzeit das deutschlandweit einzige, barrierefrei erreichbare, robotisch steuerbare 1 – Meter-Teleskop, das für Privatleute zugänglich ist. Die Auslieferung soll im Frühsommer 2027 erfolgen. Der Standfuß für das Teleskop wurde über die Firma Holzbauer aus Rinchnach auch schon erstellt. Nach den Sommerferien startet dann die Sanierung des Aufenthaltsgebäudes. Bis zum Sommer 2027 sollen Gebäude und Garagen weitgehend saniert und die Kuppel fertig gebaut sein.

Den Durchbruch in Sachen Finanzierung brachten die Fraktionsreserve-Finanzmittel des Freistaates Bayern. Es war ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit. Auf die Initiative des Landtagsabgeordneten Martin Behringer hin wurde das Projekt auch von MdL Dr. Stefan Ebner voll unterstützt. Mit diesem Eigenmittelersatz und einer weiteren, entscheidenden Unterstützung aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium in Form eines separaten Förderbescheides für des 1- Meter-Teleskop konnten dann die über 2 Millionen Euro EU-Fördermittel aus dem INTERREG-Programm im Rahmen des Projektes „Stella Mundi BYCZ08-253“ festgezurrt werden. Zusätzliche Finanzmittel kamen über die Bayerische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Regen-Viechtach, den Bezirk Niederbayern, den Landkreis Regen und die Gemeinde Kirchdorf. Nun stehen als Projektsumme etwa 3,3 Millionen Euro zur Verfügung.Die Vorteile eines großen Teleskopes liegen darin, dass im Weltall ein Farbsehen möglich ist und ein ganz anderes Erlebnis geboten werden kann. Heute bieten Amateurteleskope schon relativ gute Beobachtungs- und Foto-Möglichkeiten. Mit einem 1-Meter-Telekop kann man aber noch ganz andere Tiefen des Weltalls erschließen. Der Eschenberg bietet dazu einen idealen Standort. Auf 1042 Meter Meereshöhe liegt man über dem Dunst der Niederung, abseits von störenden Lichtquellen und hat auch eine entsprechende „Luftruhe“, die für eine qualifizierte Beobachtung nötig ist. Große Vergrößerungen und hohe Bildauflösung alleine bringen noch keine optimale Beobachtungsqualität, wenn die anderen Faktoren nicht passen. Die Bemühungen, den Sternenpark Bayerischer Wald optimal weiter zu entwickeln, stellen dazu eine weitere, wichtige Voraussetzung dar. Die Sternwarte soll im Sommer 2027 fertig gestellt werden und danach in Betrieb gehen.

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Naturpark Umweltstation Bayerisch Eisenstein und Berufsschule Regen wirken gemeinsam für Nachhaltigkeit

Bayerisch Eisenstein/Regen.
Die Umweltstation Bayer. Eisenstein startete im Januar 2026 ein Jahresprojekt im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) mit dem Titel „Ich.Wir.Natur – ein nachhaltiges Mosaik. „Miteinander Lernen“ für Biodiversität und Kulturelle Vielfalt. Das Ziel des Projektes ist, lokale Partnerschaften im Sinne eines nachhaltigen Miteinanders zu schaffen und auszubauen. Dabei werden Fragen gestellt „Wie können wir gemeinsam nachhaltig für den Erhalt von Biodiversität wirtschaften?“ und „Welche Netzwerke braucht es dazu?“. Diese werden mit aktuellen Themen aus dem Bereich nachhaltige Wirtschaftsweisen und Erhaltung von Biodiversität verbunden. Es werden dabei Wertschöpfungsketten beleuchtet und gezielt Fachwissen zum Einsatz gebracht, um jungen Erwachsenen Orientierung an die Hand zu geben. Sie können vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen ihre eigene Lebenswelt untersuchen: „Wie kann ich durch oder im Rahmen meiner Berufswahl und Orientierung eine lebenswerte Zukunft mitgestalten?“
In diesem Rahmen fand auch die Kooperation mit der Berufsschule Regen mit den Klassen Metalltechnik und Schreinerwesen ihren Platz. Schon zu Beginn des Jahres wurde durch die Umweltstation an einem Einführungstag an der Berufsschule Regen die Bedeutung der 17 Nachhaltigkeitsziele vermittelt. Die Jugendliche konnten spielerisch selbst über eigene Werte und Zielkonflikte reflektieren. Aktiv selbst entscheiden und gestalten durften die Jugendlichen im Unterricht bei der Umsetzung von folgendem Auftrag: „Erstellt für die Handmahd zur Förderung der Artenvielfalt einen Amboss und einen Dengelstock mit Sitzgelegenheit. Achtet auf die Verwendung von Ressourcen aus nachhaltigen Quellen.“ Für die Schreinerklasse lautete der Auftrag ähnlich, nur sollten diese die Sitzgelegenheit aus Holz anfertigen. Dazu war natürlich auch freie unangeleitete Kommunikation zwischen den Klassen notwendig, was die Schüler direkt an die Herausforderung heranführte, die im echten Leben bei dem Zusammenwirken von unterschiedlichen Gewerken entsteht. Fachwissen, Recherche, Kritikfähigkeit, Genauigkeit und besonders soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit waren hier gefragt. Daraus durften die Schüler dann selbst wie im echten Berufsleben üblich ein Pflichtenheft, eine Skizze, die technische Zeichnung und bevor es an die Fertigung ging, einen Arbeitsplan erstellen. Neben Frustration über Dinge, die nicht so leicht umzusetzen waren, erlebten die Schüler auch das Gegenteil: die große Freude und Spannung, wenn endlich alles fertig ist und getestet werden kann.
Die Ergebnisse konnten sich am Ende sehen lassen. Der Dienstag, 30.06.2026 war der großen Tag des Einsatzes der selbsterstellten Ambosse und Dengelstöcke. Zu diesem Praxistag im Areal der Seebachschleife von Dipl. Ing. Christoph Pfeffer war ein Fachexperte eingeladen, der sich seit Jahrzehnten der Sensenmahd und dem Dengeln, nebst der geschichtlichen Entwicklung unterschiedlicher Sensen und Ambosse, widmet. Georg Zellner gibt seit Jahren Sensen- und Dengelkurse für den Naturpark und hat selbst ein großes Areal, das er nur mit der Sense pflegt.
Nach einer Begrüßung durch die Projektleiterin der Umweltstation Bayerisch Eisenstein, Christina Frank, wurde im Areal um die „Alte Schleif“ in der Seebachschleife nach der theoretischen Einführung unter der Anleitung von Georg Zellner in kleinen Teams gedengelt, gewetzt und gemäht. Im Mittelpunkt stand dabei die Tauglichkeit der eigenen, extra mitgebrachten Werkstücke aus der Berufsschule Regen. Zum Austausch über den Prozess des Projektes, besonders dem eigenen Wirken der Schüler, wurde ein gemeinsames Feuer aus einem Funken entzündet, wobei man wieder beim Thema war, porös geschmiedetes Eisen. Das Dengeln im Grunde ein kalter Schmiedeprozess ist, wurde fachkundig von den Schülern erkannt.  Auch die Tiere und Pflanzen, die direkt von der Sensenmahd profitieren, waren Thema des Praxistages. Tatsächlich fanden sich auf der Wiese neben der Schleif mehrere Flecken der Heidenelke, die man eigens zum Abblühen stehen lies.
Besondere Freude hatten an dem bunten Treiben nicht nur erstaunte Nachbarn „Wos, maht’s es do wieda mit da Sengsd?“, sondern Christoph Pfeffer, der mit den schönen Schlussworten den Tag auf den Punkt brachte. „Am besten war heid die Gemeinschaft!  Wenn verschiedene, gschickte Leid aus unterschiedlichen Gewerken zammheifand, dann is so vai möglich: Metall und Hoiz. Do geht ebbs weida.“
Gedankt wurde vom stellvertretenden Schulleiter der Berufsschule, Herrn Wallner, nicht nur den findigen Initiatoren des Projektes, Berufsschullehrer Georg Klein und Christina Frank von der Umweltstation, sondern auch den anderen mitwirkenden Lehrern, die mit viel Feingefühl den Schülern eigenen Handlungsspielraum gewährt hatten. Allgemeine Zustimmung fand der Beschluss, die Zusammenarbeit zwischen der Naturpark Umweltstation, der Berufsschule und der Seebachschleife zu verstärken und das gemeinsame Mähen jedes Jahr um die „alte Schleif“ einzuführen.
Begegnen kann man den einzelnen Akteuren des Nachhaltigkeits-Projektes bei der großen Abschlussveranstaltung im Landwirtschaftsmuseum in Regen am Samstag, 17.10.2026 bei der Fachtagung „Nachhaltig Wirtschaften – was bedeutet das?“ von 10.00 bis 16.30 Uhr. Dort wird neben einzelnen Fachvorträgen und Workshops zum Thema, der Dokumentarfilm „Tian“, auf deutsch tun, von dem Südtiroler Filmemacher Duo „Farmfluencers of South Tyrol“ gezeigt und live mit dem Kameramann Tom Schäfer diskutiert. Wir freuen uns auf rege Teilnahme. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird beim Naturpark Bayerischer Wald e.V. unter der Telefonnummer 09922 802480 gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Hierzu erfolgt Anfang Oktober noch eine gesonderte Einladung.

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Auf den Spuren der Bayerischen Waldhirten

Bayerisch Eisenstein. Auf einer kostenlosen, geführten Wanderung kann am Sonntag, den 26.07.2026 um 10.30 Uhr, ausgehend vom Parkplatz Bretterschachten, die Kulturgeschichte der Waldhut und ihrer Waldhirten entdeckt und erfahren werden.
Der verschwindende Beruf „Waldhirte“ -  seit wann gab es ihn im Bayerischen Wald? Und gibt es ihn noch? Welche Wege haben Sie genutzt? Selbst jahrelang Hirtin im italienischen Alpenraum, gehen wir mit der Naturparkmitarbeiterin Christina Frank auf Spurensuche in der Geschichte der Niederbayerischen „Waldhirten“ und durchstreifen dabei einige der ältesten Schachtenlandschaften am Großen Arber.
Was geschieht, wenn langjährige Beweidung eingestellt wird, welche Pflanzenarten sind davon betroffen?  Auf Flora und Fauna geht die Arberschutzgebietsbetreuerin Corinna Kapfenberger näher ein. Spuren hinterlassen nicht nur die Tiere, sondern auch die Veränderung, wenn langjährig genutzte, naturnahe Kulturlandschaft nicht mehr wie jahrhundertelang zuvor genutzt wird.

Um Anmeldung wird gebeten und diese ist bis zum Freitag, den 24.07.2026 um 12 Uhr unter der 09922 802480 möglich. Festes Schuhwerk, Brotzeit und ausreichend Wasser sind für die ca. 6 stündige Wanderung Voraussetzung. Es besteht keine Möglichkeit zur Einkehr.
Bei Regenwetter entfällt die Führung, angemeldete Teilnehmer werden informiert.

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