Pressemeldungen

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„Grenzgänge“ der Naturpark-Umweltstation

Zwiesel. Auf einer kostenlosen, geführten Wanderung kann am 19.07.2026 um 10.00 Uhr, ausgehend vom Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein aus, die bewegte Kulturgeschichte des bayerisch - böhmischen Grenzraumes entdeckt und erfahren werden. Sie ist Auftakt der Reihe „Grenzgänge“ der Naturpark-Umweltstation Bayerisch Eisenstein.
Machen Sie sich unter dem Motto „Grenzenlos.Natur&Geschichte.Erleben“ auf die Spuren von Glasmachern, Schmugglern und Grenzern. Bei wechselnden Zielen werden die einzigartige Natur und die wechselvolle Geschichte des Böhmerwaldes beiderseits der Grenze erwandert. Wir fahren ein kleines Stück mit dem Zug über die Grenze und wandern von dort zurück zum Grenzbahnhof.
Treffpunkt für die Führung ist die Infotheke des Grenzbahnhofes in Bayerisch Eisenstein. Dauer der Veranstaltung ist ca. 3 – 4 Stunden. Gutes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Wanderung. Die Teilnehmer werden gebeten für die Zugstrecke tschechische Kronen im Wert von ca. 2-3,- Euro mitzunehmen.
Um Anmeldung wird gebeten und diese ist bis zum Freitag, 17.07.2026 um 12 Uhr unter der 09922 802480 möglich. Die Veranstaltung findet unter der Leitung des Natur- und Landschaftsführers Bernd Sutor statt.

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Nachbericht zur Naturpark-Exkursion ins Schuttholzer Moor

Schöllnach. Eine Entdeckungstour durch das Schuttholzer Moor erlebten am vergangenen Samstag 16 Teilnehmer aus der Gemeinde Schöllnach. Gemeinsam mit Rangerin Carina Kronschnabl vom Naturpark Bayerischer Wald und Barbara Leon von der LBV-Kreisgruppe Deggendorf erkundeten sie das seit 1983 ausgewiesene Naturschutzgebiet und erhielten dabei interessante Einblicke in die dortigen Streuwiesen und Niedermoore.

Ausgangspunkt der Exkursion war der Parkplatz bei Tiefendobl. Von dort führte die Wanderung zunächst über den Donauradweg und durch den Wald, bevor die Gruppe das Schuttholzer Moor erreichte. Vor Ort erläuterte die Rangerin zunächst die wichtigsten Regeln der Naturschutzverordnung. So dürfen beispielsweise keine Pflanzen entnommen und Tiere nicht gestört werden, um das Schutzgebiet dauerhaft zu erhalten.

Bei einem Spaziergang über die artenreichen Pfeifengraswiesen wurden die wertvollen und geschützten Pflanzen dieses Lebensraums, wie Heil-Ziest und Sumpf-Stendelwurz, vorgestellt. Im Anschluss standen die Besonderheiten des Moores und seiner Pflanzenwelt im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erfuhren, wie Niedermoore entstehen und wodurch sie sich von Hochmooren unterscheiden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Exkursion war die Pflege der Wiesen im Schutzgebiet, die durch den Naturpark Bayerischer Wald organisiert wird und durch die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie gefördert wird. Die Rangerin erklärte, dass die Flächen zu großen Teilen einmal jährlich im Herbst gemäht werden. Diese extensive Bewirtschaftung verhindert die Verbuschung und erhält im Schuttholzer Moor die traditionelle Kulturlandschaft. Von der späten Mahd profitieren zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter auch der stark gefährdete Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Zu dieser Jahreszeit kann im Schuttholzer Moor beobachtet werden, wie die Weibchen des Tagfalters ihre Eier in die Blüten des Großen Wiesenknopfs legen. Nur durch die späte Mahd im September kann der Falter seinen vollständigen Lebenszyklus durchlaufen.

Am Ende der kurzweiligen Führung zeigten sich die Schöllnacherinnen und Schöllnacher begeistert von der Artenvielfalt und der ökologischen Bedeutung dieses recht unbekannten Naturschutzgebietes.

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Regionale Energieerzeugung und Naturschutz in der Saußbachklamm

Waldkirchen.
Die Stadt Waldkirchen und die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bieten am Sonntag, den 19.07.2026 eine geführte Wanderung durch die Saußbachklamm bei Waldkirchen an. In der Saußbachklamm gehen regionale Energieerzeugung und Naturschutz Hand in Hand. Das Wasserkraftwerk „Saußmühle“ ist bereits seit 1951 in Betrieb und hat eine Leistung von 463 kW und steuert einen Großteil der regenerativen Energieversorgung Waldkirchens bei. Thematisiert wird hierbei das Nachhaltigkeitsziel „Bezahlbare und saubere Energie“. Johannes Matt von der Umweltstation Waldkirchen stellt die Besonderheiten des Naturschutzgebiets vor. Vor einer Einkehr in der Haller-Alm bietet sich die besondere Gelegenheit einen Einblick in das Wasserkraftwerk Saußmühle zu bekommen.

Treffpunkt ist um 12.15 Uhr am Bahnhof Waldkirchen. Der Rundgang umfasst ca. 10 Kilometer, dauert etwa 4,5 Stunden und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 17.07.2026 um 12 Uhr bei Ti Waldkirchen, unter Tel.: 08581 19433 erforderlich. Die Führung findet in Kooperation mit dem HNKKJ, Stadtwerke Waldkirchen und derIlztalbahn statt. Eine Anfahrt von Passau ist ab 11.15 Uhr, Ankunft in Waldkirchen um 12.14 Uhr und die Rückfahrt um 16.44 Uhr mit der Ilztalbahn möglich.

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Besinnlicher Abendspaziergang am Großen Pfahl

Viechtach. Einen besinnlichen Abendspaziergang bieten die Pfarreigemeinschaft Viechtacher Land und die Naturpark Umweltstation Viechtach gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Viechtach an. Treffpunkt für den ca. zweistündigen Abendspaziergang ist am Mittwoch, den 15. Juli um 19.00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl (neben der B 85). Hintergründiges, Besinnliches und Spannendes zu Schöpfung und Nachhaltigkeit sind die Themen. “Jubeln sollen alle Bäume des Waldes!' Können Bäume beten? lautet der Titel, der sich auf den Psalm 96 bezieht. An landschaftlich reizvollen Rastplätzen am Großen Pfahl lädt Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad zum Nachdenken über die Schöpfung ein. Schüler des Gymnasiums lesen meditative Texte – auch eine vom Gymnasium gestaltete „Kunstbank“ wird dabei präsentiert. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Wanderung herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen dazu unter 0171 3364125.

Die Abendwanderung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Schöpfung und Nachhaltigkeit ist für alle da“, die in diesem Jahr von der Naturpark Umweltstation Viechtach angeboten wird. Das Naturschutzgebiet am Großen Pfahl mit den angrenzenden Steinbrüchen und Pfahlheiden bietet dafür eine angenehme Naturkulisse.  

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Unterwegs zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See

Waldkirchen.
Wer am Erlauzwieseler See spazieren geht, der kann ein für den Bayerischen Wald eher seltenes Weidetier beobachten. Es ist braunschwarz, hat eine imposante Gestalt, halbkreisförmig abgeflachte Hörner und suhlt sich gerne im Matsch: der Wasserbüffel. Am Erlauzwieseler See haben sie einen ganz besonderen Auftrag. Sie sind die Vielfaltmacher der dortigen Auwiesen. Die extensive Beweidung durch die Wasserbüffel hat in den vergangenen Jahren bereits sichtbare Erfolge gezeigt: Die Artenvielfalt auf den Auwiesen konnte deutlich gesteigert werden, insbesondere bei seltenen Pflanzenarten, die von den vielfältigen Strukturen und offenen Flächen profitieren.“

Über die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen werden auch dieses Jahr wieder Führungen zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See angeboten. Die nächste Führung wird am Freitag, den 17. Juli 2026 stattfinden. Weitere Termine werden 21.08. und 18.09. sein. Die Informationen kommen dabei aus erster Hand, vom Büffelhalter Helmut Schmutzer aus Kronwinkel. Er wird im Wechsel mit Bernd Kannenberg, der Schmutzer bei der Betreuung der Büffel am Erlauzwieseler See unterstützt, viel Spannendes und Wissenswertes über diese gutmütigen Riesen vermitteln.
Treffpunkt ist jeweils um 16.00 Uhr am öffentlichen Parkplatz beim Restaurant am See am Erlauzwieseler See. Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und ist kostenlos. Anmeldung erforderlich jeweils bis Freitag um 12.00 Uhr bei der Touristinfo Waldkirchen unter Tel.: 08581 19433.

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Einladung zur Jahresversammlung in Mitterfels

Am Montag, 13.07.2026 um 14:00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Mitterfels statt. Zur Mitgliederversammlung im Gasthaus Fischer Veri treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf, sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine.

Die Tagesordnung für die Jahreshauptversammlung umfasst die üblichen Regularien Die Einladung geht nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an alle Interessierten, sowie an alle Pressevertreter. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen. Vorgestellt werden aktuelle Projekte und die derzeit gültigen Förderbedingungen. Auch der fachliche Austausch wird nicht zu kurz kommen. Wer Fördermitglied beim Naturparkverein werden möchte, kann dies für 24 Euro im Jahr machen.

Einen ausführlicheren Bericht wird es über das aktuelle Großprojekt des Naturparks am Eschenberg mit der Errichtung der Sternwarte geben. Ein Jahr nach Anerkennung zum internationalen „Dark Sky Reserve“, d.h. zum Sternenpark entsteht auf 1042 m Meereshöhe bei Kirchdorf im Wald ein Premium-Beobachtungsplatz, gefördert über das EU-Förderprogramm INTERREG und über das Bayerische Wirtschaftsministerium. Dort wird derzeit das größte, barrierefrei erreichbare 1m – Teleskop Deutschlands errichtet.

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Altes Handwerk lebt wieder auf

Niederwinkling. Die Besucher des Niederwinklinger Freibades staunten nicht schlecht, als letzten Samstagvormittag auf der nebenan gelegenen Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) fröhlich geklopft wurde. Bereits zum zweiten Mal stellte der OGV Niederwinkling sein Vereinsheim und den Obstgarten dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. für einen Dengel- und Sensenkurs zur Verfügung.
12 Teilnehmende lernten bei dem Kurs, wie eine Sense gepflegt, rasiermesserscharf hergerichtet und eingesetzt wird. Nebenbei konnte man sogar noch etwas für die eigene Gesundheit und Beweglichkeit tun. Der Theorieteil des Kurses fand im Vereinsheim des OGV statt, wo der Vorsitzende Andreas Reisinger und Kursleiter Georg Zellner die Teilnehmenden begrüßten. In konzentrierter Runde drehte sich alles um die historischen und handwerklichen Hintergründe der Sensenmahd und deren Einfluss auf die Entwicklung unserer Kulturlandschaft und die Artenvielfalt.
Dabei wurden grundlegende Fragen geklärt: Wie ist eine Sense aufgebaut? Was für Sensen gibt es und wann kommt welche Sense zum Einsatz? Warum muss man Dengeln und wie dengelt man richtig? Aufgezeigt wurde der ökologische Wert der Sensenmahd im Vergleich zu den heute üblichen Mähweisen, gerade im Garten oder auf kleineren Flächen.
Im Anschluss zur Theorie folgte die Praxis. Dabei war zuerst das Dengeln an der Reihe. Unter Anleitung des Kursleiters konnten alle Teilnehmenden verschiedene Techniken und Werkzeuge ausprobieren. Schnell wurde dabei klar: Mit etwas Übung und dem richtigen Werkzeug ist das Dengeln gar nicht so schwer.
Nach der Brotzeit ging es zum Mähen auf die Streuobstwiese. Zuerst bauten die Teilnehmenden die zur Verfügung gestellten Sensen zusammen und richteten diese individuell auf sich ein. Dafür standen Sensen und -stiele in verschiedenen Größen zur Verfügung. Das ist sehr wichtig, um in entspannter Haltung und ermüdungsfrei arbeiten zu können. Nach kurzen Trockenübungen wurden die Sensen unter Anleitung gewetzt und so gut gerüstet ging es ans Mähen.
Die Begeisterung aller Teilnehmenden war groß, als sie merkten, wie leicht und schnell die Sensenmahd mit einer hochwertigen und individuell eingestellten Sense von der Hand geht und wie schnell dabei eine relativ große Fläche gemäht werden kann. Anschließend zeigte Zellner noch spezielle Techniken wie das Mähen am Hang und um Hindernisse wie Bäume herum.
Wer nun Lust bekommen hat, das alte Handwerk zu erlernen oder aufzufrischen, hat noch dieses Jahr Gelegenheit dazu. Ein Ganztageskurs findet am 12. September in Waldkirchen statt. Einen reinen Dengelkurs gibt es am 05. September in Zwiesel. Die Kurse sind für alle Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse und auch für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Anmeldung und nähere Informationen beim Naturpark unter 09922-802480.

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Projekttag Fledermauskoffertheater 

Kollnburg.
Am Freitag, den 12.06.2026 öffnete sich im Kindergarten Kollnburg der Vorhang für das reisende Fledermauskoffertheater der Naturpark Umweltstation Eisenstein. Beim Projekttag lauschten alle Vorschulkinder der Gruppen Sonne, Mond, Sterne und Wald mit großen Augen der Mitmach-Geschichte „Die 7 Fledermäuse“.  Umso mehr Begeisterung leuchtete in den Augen der Kinder, als sie den Abendsegler Ferdinand und die Wasserfledermaus bei der Verbreitung der Nachrichten am Fluss und im Wald mit ihrer Fledermauszeitung unterstützen durften. Es klickert und klackert ganz leise, wenn die wichtigen Nachrichten damit an alle Fledermäuse weitergegeben werden, denn sie brauchen Unterstützung, um ein neues Quartier für die Zweifarbfledermäuse zu finden.
In dem Stück begeben sich die Kinder auf Entdeckungsreise in die Welt der Nachtsegler, die hier den Bayerischen Wald bevölkern und Abenteuer bestehen, während wir in den Betten liegen. In der zauberhaften Erzählung erleben die Kinder die faszinierende Welt der Fledermäuse und eine bedrohliche Situation für die Wochenstube der Zweifarbfledermäuse. Diese ist so etwas wie der Kindergarten der Fledermäuse, in der Mütter und ältere Weibchen auf die Jungen aufpassen, bis sie groß genug sind zu fliegen. Diese Phase ist sehr störungsempfindlich, aber eine rettende Idee bringt am Ende alle Akteure im größten Fledermausquartier des Bayerischen Waldes zusammen, dem Silberberg. Im Anschluss wurden die Kinder zum Fest der Fledermäuse eingeladen und tanzten bei einem neu gelernten Lied im Abendhimmel. Die 7 Arten, die im Stück vorkommen, wurden auf einem großen Plakat wieder erkannt: Der große Abendsegler, der in einer alten Baumhöhle wohnt,  die Wasserfledermaus, die über dem Wasser auf Mückenjagd geht, die Langohren mit den größten Ohren, die geheimnisvolle Bechsteinfledermaus, die alleine im Wald wohnt, die bedrohten Zweifarbfledermäuse, mit dem schwarzen Rücken und dem weißen Bauch, die rabenschwarzen Nordfledermäuse, die oben am Arber wohnen und die winzigen Zwergfledermäuse, die in die kleinsten Ritzen passen.
Der krönende Abschluss war für alle in Kleingruppen draußen 4 Fledermauskästen zu zimmern, die am Kindergarten angebracht werden. Diese Ersatznischen für die Fledermäuse werden in ca. 3 Metern Höhe angebracht, in 3 Himmelsrichtungen, um den Fledermäusen die Chance zu geben, sich je nach Temperatur umzuhängen. Die Kinder werden nun gespannt beobachten, ob sich dort abends oder früh morgens etwas bewegt um die Kästen, denn tagsüber schlafen die Fledermäuse.
Das Fledermauskoffertheater geht weiter auf Tour in die Grundschulen und Kindergärten. Anfragen bitte unter der 09925 902430 an die Naturpark Umweltstation Eisenstein. Kosten für den Projekttag betragen 60,-€/Vormittag, Fledermauskästen kommen je nach Anzahl separat hinzu.

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