Pressemeldungen
Pilz-Exkursion des Naturparkes Bayerischer Wald
Zwiesel. Bei „optimalem Schwammerlwetter“ konnten 12 Teilnehmer am Freitag, den 04.09.2025 ausgehend vom Grenzbahnhof Eisenstein in die faszinierende Welt der Pilze mit dem Mykologen Peter Karasch eintauchen. Die Teilnehmer mussten keine weiten Wege gehen, denn schon die Wegränder hatten auf der 3 stündigen Exkursion so einiges zu bieten: Mit Rauhstiel-Röhrlingen wie Birkenpilz und Rotkappe in der Nähe von Birken, Sommersteinpilzen im Umkreis von Buchen und anderen Röhrenpilzen konnte man auf Nummer sicher gehen, sich keine Vergiftung zu holen. Allerdings müssen sie für mindestens 15 min bei 80 Grad gegart werden, sonst rufen sie Vergiftungserscheinungen hervor. Deshalb eröffnete der Experte Peter Karasch seine Führung mit diesen. Am Hangfuß in Nordlage seien die Bedingungen nach diesem trockenen Sommer im Moment ideal, um sich auf die Suche nach den Leckerbissen zu machen. Weiter oben wird es noch ein paar Regenschauer brauchen, bis der Boden soweit mit Wasser gesättigt sei, bis auch dort die Pilze über Nacht aus dem Boden sprießen, erklärte der Experte den Erwachsenen. Neben wunderschönen essbaren Exemplaren wie Mehlräsling und amethystfarbener Lacktrichterling fanden die Kinder aber auch den Königsfliegenpilz mit seiner braunen Kappe und hellgelben knubbeligen Punkten. Natürlich giftig, aber eine erstaunliche Erscheinung. Ungefähr zehn Mal giftiger noch als dieser, ist jedoch der Pantherpilz, weswegen er es in die Liste der 15 potentiell tödlich giftigen Pilze in Deutschland schafft. Mit vielen Vergleichen und hilfreichen Kontrasten gab Peter Karasch den Interessierten einen Leitfaden an die Hand für die eigene Suche und Küche. Sich vorsichtig herantasten, riechen und sogar ein kleines Stück probieren im Zweifelsfall war erlaubt, Bitteres wurde sofort wieder ausgespuckt. So frisch wie möglich, aber im Zweifelsfall zum Bestimmen nur ältere Exemplare verwenden für die Eindeutigkeit, mit diesem Rat und vollen Körben wurden die Teilnehmer zum Mittagstisch entlassen.
Bild: Peter Karasch erklärt einen Test, um die Reife der Pilze zu testen: Delle heißt grenzwertig
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Unterwegs zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See
Waldkirchen. Es ist braunschwarz, hat eine imposante Gestalt, halbkreisförmig abgeflachte Hörner und suhlt sich gerne im Matsch: der Wasserbüffel. Am Erlauzwieseler See haben sie einen ganz besonderen Auftrag. Sie sind die Landschaftspfleger der dortigen Auwiesen.
Über die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen wird am Freitag, den 18. September 2026 um 16.00 Uhr die für dieses Jahr letzte Führung zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See angeboten. Die Führung wird vom Büffelhalter Helmut Schmutzer im Wechsel mit Bernd Kannenberg, der bei der Betreuung der Büffel am Erlauzwieseler See unterstützt, geleitet.
Treffpunkt ist um 16.00 Uhr am öffentlichen Parkplatz beim Restaurant am See am Erlauzwieseler See. Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und ist kostenlos. Anmeldung bis Freitag um 12.00 Uhr bei der Touristinfo Waldkirchen unter Tel.: 08581 19433.
Bild 1: Wasserbüffel sind die tierischen Landschaftspfleger am Erlauzwieseler See. (Foto: M. Grünzinger, Naturpark Bay. Wald)
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Wasserbüffelbeweidung: vom Pilotprojekt zum Erfolgsmodell
Waldkirchen (FRG). Wasserbüffel können Landschaftspflege. Dass dies nicht nur auf dem Papier funk-tioniert, sondern direkt vor Ort zu beobachten ist, davon konnten sich am Sonntag zahlreiche Besucher, über 400 geschätzt, beim 4. Naturpark-Wasserbüffelfest am Erlauzwieseler See überzeugen. Bei gutem Spätsommerwetter wurde nicht nur gefeiert, sondern auch auf die Entwicklung eines besonderen Natur-schutzprojektes zurückgeblickt. Organisiert wurde das Fest vom Naturpark Bayerischer Wald gemein-sam mit dem Trachtenverein Grenzlerbuam Ratzing. Die Grenzlerbuam übernahmen Bewirtung und mu-sikalische Gestaltung und sorgten mit ihrem engagierten Helferteam für Feststimmung. Besonders beliebt und am Nachmittag ausverkauft, waren die Wasserbüffel-Grillwürste vom Biohof Schmutzer. Vereinsvorstand Manfred Bichlmeier betonte: „Wir unterstützen das Büffelfest und -projekt jedes Jahr sehr gerne.“
Seit 2022 grasen die Wasserbüffel auf den feuchten Wiesen am Erlauzwieseler See. Was zunächst als Pilotprojekt des Naturparks Bayerischer Wald begann, hat sich inzwischen zu einem erfolgreichen Bei-spiel für praktische Landschaftspflege entwickelt. Dass sich auf den Flächen etwas verändert hat, ist inzwischen deutlich zu erkennen. Die Wasserbüffel halten die Wiesen offen, schaffen durch ihr unter-schiedliches Weideverhalten vielfältige Strukturen und kommen auch mit besonders nassen Bereichen gut zurecht. Wo zuvor eher gleichförmige Wiesen- und Hochstaudenbereiche dominierten, finden heute unterschiedlichste Pflanzen und Tiere geeignete Lebensräume. Feuchte Senken, offene Bodenstellen und unterschiedlich dicht bewachsene Bereiche schaffen ein Mosaik, von dem insbesondere Insekten, Am-phibien und Vögel profitieren. Gleichzeitig trägt die Beweidung dazu bei, Wasser in der Landschaft zu-rückzuhalten.
Naturschutz braucht viele Partner
Für Naturpark-Landschaftspfleger und Projektinitiator Marco Müller ist die Entwicklung ein gutes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn Naturschutz und Landwirtschaft zusammenarbeiten. Eine entscheidende Rolle spielt dabei Landwirt und Wasserbüffelhalter Helmut Schmutzer. Gemeinsam gaben Sie beim Fest Einblicke in die Haltung der robusten Tiere und erklärten, warum gerade Wasserbüffel für solche Flächen geeignet sind.
Dass ein solches Projekt nicht von einer einzelnen Person umgesetzt werden kann, wurde auch beim Grußwort des Naturpark-Vorsitzenden Georg Bauer deutlich. Sein Dank galt unter anderem dem Wald-kirchner Stadtrat Franz Brunner, der sich frühzeitig für das Vorhaben eingesetzt hatte, dem Projektbe-treuer Marco Müller und insbesondere Landwirt Helmut Schmutzer. Bauer brachte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit einem kurzen Satz auf den Punkt: „Ohne Wasserbüffel – kein Projekt, ohne Land-wirt – keine Büffel.“
Auch Stefan Radlmair, Leiter des Sachgebiets Naturschutz an der Regierung von Niederbayern, würdigte das Engagement der beteiligten Landwirte und Projektpartner. Am Beispiel der Büffelweiden werde deut-lich, wie Landwirtschaft, Landschaftspflege und Naturschutz erfolgreich miteinander verbunden werden können. „Sie sind die Gesichter der Landschaft und sie geben unserer Landschaft ein unverwechselbares Gesicht“, betonte Radlmair mit Blick auf die Landwirte und verwies damit auf ihre besondere Verantwor-tung für den Erhalt der Kulturlandschaft. Zugleich stellte Radlmair die Bedeutung verlässlicher Förder-möglichkeiten für den Naturschutz heraus. Sein Dank galt allen, die sich mit Kompetenz, Leidenschaft und Ausdauer für die Pflege wertvoller Lebensräume einsetzen. Im Rahmen der Kampagne „Gesichter der Landschaft“ macht die Regierung von Niederbayern dieses Engagement sichtbar.
Weitere wichtige Partner sind die Stadt Waldkirchen, beim Fest vertreten durch 3. Bürgermeister Hans Kapfer, sowie der Landkreis Freyung-Grafenau. Der notwendige Eigenanteil wird gemeinsam von Stadt, Landkreis und Naturpark Bayerischer Wald getragen. Unterstützt wird das Projekt darüber hinaus durch Fördermittel des Freistaats Bayern, des Bundes und der Europäischen Union.
Mit Fernglas, Schubkarren und viel Freude
Während die Erwachsenen bei Führungen und Gesprächen mehr über die Entwicklung der Weideflächen erfuhren, konnten die jungen Besucher spielerisch die Bedeutung der Wasserbüffelbeweidung entde-cken. Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen mit Johannes Matt und mit Naturpark-Ranger Markus Grünzinger wurden mehrere Wasserbüffel-Stationen vorbereitet. Mit Ferngläsern wurden die Tiere beo-bachtet, Nahrungskarten verrieten mehr über den Speiseplan der Büffel und verschiedene Mitmachstati-onen machten deutlich, wie die Tiere zur Artenvielfalt beitragen.
Gemeinsam für eine lebendige Kulturlandschaft
Besonders erfreulich ist für die Verantwortlichen, dass die Idee inzwischen über die Weiden am Er-lauzwieseler See hinaus Wirkung zeigt. Mittlerweile gibt es weitere entsprechende Beweidungsprojekte im Landkreis. Damit steht die Wasserbüffelweide am Erlauzwieseler See beispielhaft für einen Ansatz, bei dem Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen. Die Wiederherstellung eines attraktiven Landschaftsbildes und artenreicher Lebensräume werden hier auf ehemaligen Brachen oder Grenzer-tragsstandorten optimal mit einer artgerechten Tierhaltung und der Wertschöpfung für bäuerliche Fami-lienbetriebe durch die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel in Kombination mit finanzieller Unterstüt-zung durch die öffentliche Hand in Einklang gebracht.
Foto: Vier Jahre nach dem Start des Pilotprojektes ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Beim Wasserbüffelfest kamen zahlreiche Projektpartner zusammen, darunter Vertreter von Naturpark, Stadt und Naturschutzbehörden sowie die Wasserbüffelhalter.
(Foto: S. Ewald, Naturpark)
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„Grenzexkursion“ mit dem Naturpark
Zwiesel. Auf einer geführten Wanderung kann am Sonntag,13.09.2026 um 13.30 Uhr, ausgehend vom Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein aus, die jüngste Geschichte hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang erkundet werden. Sie ist eine kostenlose Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundlichen Kreis Bayerischer Wald und der VHS Arberland.
Im Raum Železná Ruda/Markt Eisenstein sind bis heute kleine Grenzbefestigungen aus der Zeit des Kalten Krieges erhalten geblieben. Sie werden in Tschechien ganz offen als Zeitzeugnisse dokumentiert. Fast alle sind „aus Feindessicht" extrem gut getarnt in den Hängen oberhalb des Ortes angelegt, manche auch frei sichtbar an der Hauptstraße am großen Kreisverkehr in die Gartenmauer integriert. Wir können uns also heute ohne Geheimniskram anschauen, was damals streng geheim existierte – und wie offen die Tschechische Republik dieses, in deutscher Sprechweise „schwierige", Erbe ohne Probleme kuratiert und in die Öffentlichkeit stellt.
Referentin ist die Naturpark Umweltpädagogin Christina Frank von der Umweltstation Bayerisch Eisenstein. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr am Parkplatz vor dem Grenzbahnhof Bayer. Eisenstein, Bahnhofstr. 54, 94252 Bayer. Eisenstein.
Von der Grenze fahren wir zum Bahnhof Železná Ruda Centrum, stellen dort unsere Fahrzeuge ab. Wir nehmen den Zug um 14:20 Uhr eine Station weiter nach Železná Ruda mesto. Dort beginnt die eigentliche Exkursion mit einem kleinen Aufstieg Richtung Belvedere, über ein paar Bunkeranlagen und herrliche Ausblicke gelangen wir wieder zum Bahnhof Centrum. Bis auf den kurzen Aufstieg, ist der Rest der Tour flaches bis abfallendes Gelände mit einer Gehstrecke von 2-3 km. Dauer der Exkursion ca. 3-4 Stunden mit Erklärungen und Besichtigungen. Eine gute Kondition und Trittsicherheit ist für diese kurze Wanderung ist nötig. Festes Schuhwerk und eine der Witterung angepasste Kleidung sind angeraten. Wir kehren im Anschluß im Restaurant Böhmerwald ein, daher bitte Kronen oder Euro mitbringen, für die Zugfahrt als auch für die Einkehr. Anmeldung ist nicht notwendig, um pünktliches Erscheinen wird gebeten.
Bild 1: Grenzexkursion in Železná Ruda (Bildautor: Naturpark Bay. Wald)
Astrofotografie mit dem Smartphone im Sternenpark Bayerischer Wald
Spiegelau. Der Sternenhimmel bietet nicht nur spannende Beobachtungsmöglichkeiten, sondern auch faszinierende Fotomotive. Mit dem eigenen Smartphone lassen sich Sterne, Sternbilder und sogar besondere Himmelsobjekte fotografisch festhalten. Doch welche Einstellungen sind dafür nötig und wie gelingt trotz Dunkelheit ein möglichst gutes Bild?
Die Veranstaltung soll Ihnen einen einfachen Einstieg in die Astrofotografie mit dem Smartphone ermöglichen. Mittlerweile ist es für die ersten Schritte nicht mehr nötig, teures und schweres Equipment mit sich herumzutragen. Mit dem eigenen Smartphone lässt sich bereits erstaunlich viel erreichen. Die kleinen Hosentaschencomputer verfügen inzwischen über leistungsfähige Kameras und spezielle Nachtmodi, mit denen sich Motive wie der Sternenhimmel oder die Milchstraße auf beeindruckende Weise fotografisch festhalten lassen.
Gemeinsam wollen wir ausprobieren, welche Möglichkeiten das eigene Smartphone bietet und wie sich durch die richtigen Einstellungen und Apps noch mehr aus den Aufnahmen herausholen lässt. Dabei gibt es praktische Tipps zu Belichtungszeit, Fokus, Stabilität und Bildgestaltung.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Theorie, sondern das gemeinsame Fotografieren und Ausprobieren. Bei geeigneten Wetterbedingungen werden wir verschiedene Motive, wie zum Beispiel die Milchstraße, am Nachthimmel fotografisch festhalten und direkt mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Smartphones experimentieren.
Begleiten Sie uns bei einem fotografischen Spaziergang unter dem Sternenhimmel und entdecken Sie, was sich mit dem Smartphone aus der Dunkelheit herausholen lässt. Vorkenntnisse in Astronomie oder Fotografie sind nicht erforderlich. Bringen Sie einfach Ihr eigenes Smartphone und Freude am Fotografieren mit.
Wir würden sie bitten folgendes mitzubringen bzw. vorzubereiten: warme Kleidung, Handy, Stativ mit Handyhalterung (falls vorhanden), wahlweise auch eine Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv <24mm und Blende f2.8-f1.4
Kamera Apps für die Astro-Fotografie installieren:
Android: OpenCamera oder DeepSkyCamera
iPhone: AstroShader
Termin: Samstag, 12. September 2026 um 20:30 Uhr
Treffpunkt: Kurpark Spiegelau im hinteren Teil. Den genauen Standort finden Sie auf unserer Homepage unter www.naturpark-bayer-wald.de/veranstaltungen.html
Anmeldung: Anmeldungen bitte bis Freitag, 11. September 2026 unter 09922 802480
Bild 1: Das Bild der Milchstraße wurde mit einem iPhone 16 Pro und einer Belichtungszeit von 30 Sekunden aufgenommen.
Bildautor: Christopher Wende
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Wasserbüffelfest am Erlauzwieseler See
Waldkirchen. Am Sonntag, den 6. September 2026, findet die bereits vierte Auflage des Wasserbüffelfests, welches vom Naturpark Bayerischer Wald und der Stadt Waldkirchen organisiert wird, statt. Von 11 bis 16 Uhr erwartet die Besucher am Bolzplatz am Erlauzwieseler See ein abwechslungsreiches Programm rund um das Wasserbüffel-Beweidungsprojekt. Hier sind die Wasserbüffel seit einigen Jahren im Einsatz als Landschaftspfleger. Die robusten Tiere kommen auch mit nassen und sumpfigen Flächen gut zurecht und tragen durch ihre Beweidung dazu bei, wertvolle Lebensräume für konkurrenzschwache Pflanzen offen zu halten. Gleichzeitig können sie die Ausbreitung von Pflanzen wie dem Drüsigen Springkraut eindämmen.
Beim Büffelfest können die Besucher die beeindruckenden und zugleich friedfertigen Tiere aus nächster Nähe erleben und mehr über ihre besondere Rolle im Naturschutz erfahren. Büffelhalter Helmut Schmutzer aus Kronwinkel sowie Landschaftspflege Projektbetreuer Marco Müller, der das Beweidungsprojekt initiiert hat und fachlich begleitet, stehen in Rahmen von kurzen Führungen für Fragen und Informationen zur Verfügung.
Auch für die jungen Besucher ist einiges geboten. Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen und Ranger Markus Grünzinger haben ein buntes Kinderprogramm vorbereitet. Dabei können Kinder spielerisch entdecken, was Wasserbüffel mit Naturschutz und Landschaftspflege zu tun haben.
Für das leibliche Wohl sorgt der Trachtenverein Grenzlerbuam Ratzing. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Grillwürstl vom Wasserbüffel des Biohofs Schmutzer sowie erfrischende Getränke. Für die passende musikalische Umrahmung sorgen die Grenzlerbuam mit Livemusik.
Das Büffelfest bietet eine Gelegenheit, Naturschutz hautnah zu erleben und in entspannter geselliger Atmosphäre Zeit am See zu verbringen. Naturpark Bayerischer Wald, Stadt Waldkirchen und alle Mitveranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher am Erlauzwieseler See.
Foto 1: Beim mittlerweile vierten Wasserbüffelfest können die Besucher die tierischen Landschaftspfleger aus nächster Nähe erleben. Naturpark Bayerischer Wald und Stadt Waldkirchen laden am Sonntag, den 06.09.2026, gemeinsam mit den Grenzlerbuam Ratzing zum Fest an den Erlauzwieseler See ein. (Foto: Naturpark Bay. Wald)
Wenn Golf und Natur zusammenspielen
Golf und Naturschutz müssen kein Widerspruch sein. Das zeigt der Golfplatz am Nationalpark Bayerischer Wald, der sich naturnah in das bestehende Landschaftsbild einfügt. Neben der Etikette unter den Spielern wird hier auch die „Etikette mit der Natur“ gelebt. So gehören der Biber und die besonders artenreichen Wiesen zum besonderen Naturerlebnis auf dem Golfplatz. Die biotopkartierten Wiesen bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen blühenden, ökologisch wertvollen Lebensraum.
Neben den für das Golfspiel genutzten Rasenflächen sind die besonders artenreichen Flachlandmähwiesen und Borstgrasrasen mit Glockenblumen, Margeriten, Heidenelken, Witwenblumen und Blutwurz nicht nur ein Blickfang, sondern auch ideal zur Gewinnung von Wiesendrusch für die Landschaftspflege.
Um artenreiche Wiesen zu erhalten und verlorene Pflanzenarten zurückzubringen, kommen verschiedene Methoden in der Landschaftspflege zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere die Mahdgutübertragung und die Einsaat von Wiesendrusch. Dabei wird von blühenden, naturschutzfachlich wertvollen Wiesen Saatgut gewonnen und auf artenarme oder brachgefallene Flächen ausgebracht. Mit speziellen Ausbürstungsgeräten kann das krautreiche Saatgut aus der stehenden Wiese gewonnen werden. Der Dienstleister LAPD – Landschaftspflege und Drusch Mader bringt neben den Maschinen auch das nötige Know-how und langjährige Erfahrung mit.
Durch die starke Beteiligung des Golfplatzes, den Einsatz von LAPD Mader und die Unterstützung des Naturparks Bayerischer Wald können somit Wiesen wieder zum Erblühen gebracht werden.
Die Landschaftspflegemaßnahmen zur Wiederansiedelung, Artanreicherung und Samenernte werden im Rahmen des Projekts Blühender Naturpark über die Regierung von Niederbayern als Höhere Naturschutzbehörde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.
Eigentümer und Bewirtschafter können sich freiwillig am Projekt beteiligen – bitte melden Sie sich bei der Projektkoordinatorin Andrea Rinke vom Naturpark Bayerischer Wald unter 0151 18790759 oder a.rinke@naturpark-bayer-wald.de .
Bild 1: Starke Partner für artenreiche Wiesen: Projektkoordinatorin Andrea Rinke vom Naturpark Bayerischer Wald, Geschäftsführer des Golfplatzes am Nationalpark Bayerischer Wald Johann Blöchinger, Josef Mader und Alexander Sittinger von LAPD – Landschaftspflege und Drusch.
Geführte Wanderung im Tal des Schwarzen Regens
Auf einer kostenlosen, geführten Wanderung kann am Montag, den 07.09.2026, um 13.00 Uhr, ausgehend von der Bahnhaltestelle Gumpenried, die faszinierende und erstaunliche Welt bedrohter Tierarten des Regentales entdeckt werden.
Erfahren Sie Wissenswertes über die Biologie und den Gefährdungsstand der Tiere, die das Tal des Schwarzen Regens besiedeln und dort Lebensraum, Nahrung und Verstecke finden: Fischotter, Biber und Wasseramsel gehören zu den bedrohten Arten, ebenso einige Fledermausarten. Die Exkursion führt bis zur Burgruine Altnußberg, die einen wunderschönen Blick über die umgebende Landschaft öffnet. Dort verstecken sich in der Umgebung der Burgruine noch mehrere Fledermausarten. In kultureller sowie ökologischer Hinsicht eine Schmankerl-Tour.
Um Anmeldung für diese geführte Wanderung wird bis zum Sonntag, den 06.09.2026 um 12 Uhr unter der 09922/802420 gebeten. Die Wanderung entfällt bei schlechter Witterung. Um ausreichend Getränke, festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung wird gebeten. Es besteht unterwegs allerdings die Möglichkeit zur kurzen Einkehr auf der Burgruine Altnußberg.
Treffpunkt ist an der Bahnhaltestelle Gumpenried. Auf Bahnreisende aus Richtung Gotteszell mit Ankunft um 13:08 Uhr wird gewartet. Dauer der Veranstaltung beträgt ca. 4 Stunden und findet unter der Leitung der Naturpark-Rangerin Christina Frank statt.
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