Pressemeldungen
Bekämpfung fremdländischer Arten in Schachtenbach
FÖJ-Freiwillige bekämpfen invasive Pflanze im Bayerischen Wald
Mit großem Engagement für den Naturschutz haben 18 Teilnehmende des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) der Bundjugend Bayern, gemeinsam mit ihren drei Betreuerinnen und Betreuern einen freiwilligen Arbeitseinsatz im Bayerischen Wald durchgeführt. Während ihres letzten Seminars im Wildniscamp Falkenstein Ende Juli entschieden sie sich bewusst dafür, einen aktiven Beitrag zum Erhalt wertvoller Lebensräume zu leisten.
Die Idee zu der Aktion ging auf das Engagement einer FÖJ-Teilnehmerin des Naturparks Bayerischer Wald e. V. zurück. Gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wurde ein Pflegeeinsatz auf einer Fläche des Forstbetriebs Bodenmais organisiert. Einsatzort war die ehemalige Glashütte Schachtenbach, wo die Teilnehmenden die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) ausstachen. Insgesamt konnten dabei zwei Anhänger voller Lupinen von der Fläche entfernt werden. Die notwendigen Arbeitsgeräte wurden sowohl von den Freiwilligen selbst als auch vom Forstbetrieb Bodenmais (BaySF) zur Verfügung gestellt.
Zu Beginn des Arbeitseinsatzes vermittelten Revierleiter Josef Zintl sowie Arbergebietsbetreuerin Corinna Kapfenberger den Teilnehmenden wichtige Informationen zur Ökologie der Vielblättrigen Lupine. Sie erläuterten, weshalb die ursprünglich als Zier- und Futterpflanze eingeführte Art heute als invasiv gilt und warum ihre Ausbreitung eingedämmt werden muss. Ein Augenmerk lag dabei auf der richtigen Vorgehensweise beim Ausstechen der Pflanzen, um eine weitere Ausbreitung verhindern zu können.
Die Bekämpfung der Lupine ist auf der bearbeiteten Fläche von besonderer Bedeutung. Direkt angrenzend befindet sich eine biotopkartierte Fläche, auf der unter anderem die selten gewordene Arnika (Arnica montana) vorkommt. Arnika ist auf nährstoffarme Standorte angewiesen und reagiert empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums.
Die aus Nordamerika stammende Vielblättrige Lupine besitzt die Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft zu binden und im Boden anzureichern. Dieser zusätzliche Stickstoffeintrag führt dazu, dass ursprünglich nährstoffarme Standorte zunehmend nährstoffreicher werden. Dadurch erhalten konkurrenzstarke Pflanzenarten einen Wachstumsvorteil, während spezialisierte Arten wie die Arnika verdrängt werden können. Langfristig verändert sich dadurch die gesamte Artenzusammensetzung der wertvollen Magerstandorte.
Der freiwillige Arbeitseinsatz verdeutlichte eindrucksvoll, wie praktische Naturschutzarbeit und Umweltbildung miteinander verbunden werden können. Neben dem körperlichen Einsatz erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge und die Herausforderungen des Arten- und Biotopschutzes. Gleichzeitig leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines ökologisch wertvollen Lebensraums im Bayerischen Wald.
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Zwischen Moos und Morgenlicht
Mauth. Naturfotografie hautnah erleben und von erfahrenen Profis lernen: Dazu lädt der Naturpark Bayerischer Wald am Sonntag, 16. August 2026, von 7.00 bis 11.00 Uhr rund um Mauth und Finsterau ein.
Gemeinsam mit den Naturfotografen Lukas Haselberger, Benjamin Pauli und Markus Grünzinger erkunden die Teilnehmenden in kleinen Gruppen die vielfältigen Motive der Region – von faszinierenden Makromotiven bis hin zu eindrucksvollen Landschaften. Dabei gibt es zahlreiche praktische Tipps sowie Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
Treffpunkt ist der Parkplatz gegenüber der Lusenapotheke in Mauth, von dort werden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Teilnahme kostet 10 €. Eigenes Kameraequipment (Kamera mit Makro- und/oder Weitwinkelobjektiv, Stativ etc.) wird vorausgesetzt. Außerdem sind Verpflegung sowie wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitzubringen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldung bis 14. August, 12.00 Uhr, bei Markus Grünzinger unter 0151 22090210.
Bergwiesen und Buchenwälder am Brotjacklriegel
Montag, 10. August 2026, 16:00 bis 19:30 Uhr
Schöfweg/Grattersdorf. Borstgras und Blutwurz sind nur zwei der zahlreichen Pflanzenarten, die uns auf den bunten Wiesen am Brotjacklriegel begegnen. Die etwa sieben Kilometer lange Wanderung führt mit Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl zu den goldenen Sommerwiesen und alten Buchenwälder des Natura-2000 Gebiets. Unterwegs entdecken wir Warzenbeißer, Silberdistel, Zunderschwamm & Co.
Eine Anmeldung ist bis zum 10.08. um 12:00 Uhr unter 09922 802480 möglich. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz in Langfurth (Langfurth 58, 94572 Schöfweg). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der BN Kreisgruppe Deggendorf statt.
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Verschwundenes Dorf im Böhmerwald
Bayerisch Eisenstein.
Die Naturpark-Umweltstation Bayer. Eisenstein lädt ein für Sonntag, den 09. August 2026. Es geht in die bezaubernde. Landschaft des Böhmerwaldes. Man geht auf Spurensuche nach den letzten Zeugnissen des Dorfes Stadl’n. Zeitzeugenberichte von Menschen, die im Dorf geboren wurden, bereichern die Wanderausstellung Stadl’n in den Naturparkwelten, auf die zu Beginn ein Blick geworfen wird. Sie lassen die Zeit lebendig werden, in der Kühe am Kieslingbach zur Tränke geführt wurden und lebendiges Dorfleben die heutige Naturlandschaft erfüllte.
Treffpunkt zur Wanderung ist um 08.30 Uhr auf der Gleisseite des Grenzbahnhofes Bayerisch Eisenstein. Bitte um pünktliches Erscheinen, da Busse erreicht werden müssen. Die Führung dauert etwa sechs Stunden. Für Teilnehmende sind der Personalausweis, Rucksackvesper, festes Schuhwerk, Trittsicherheit und eine gute Grundkondition notwendig. Ausreichend Getränke werden empfohlen, sowie Sonnenschutz und Hut sind von Vorteil. Die Führungsgebühr beträgt 5.- €. Tschechische Kronen im Wert von ca. 4.- € werden für die Busfahrt benötigt. Die Strecke beträgt ca. 12 km. Einkehrmöglichkeit im Vo-Gunder’s ist im Anschluss im Grenzbahnhof möglich.
Eine Anmeldung ist bis zum Freitag, den 07. August 2026 um 12.00 Uhr unter der 09925 902430 erforderlich.
Wald und Wasser in der Saußbachklamm
Waldkirchen.
Am Freitag, 7. August, lädt die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen wieder zur naturkundlichen Führung „Wald und Wasser in der Saußbachklamm“ ein. Die Führung findet bis Anfang Oktober regelmäßig jeweils am ersten Freitag im Monat statt und führt durch die wildromantische Saußbachklamm bei Waldkirchen.
Die Teilnehmer erkunden die Entstehung der Klamm, die Besonderheiten des Wildbachs sowie die abwechslungsreichen Wälder mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Außerdem werden historische Aspekte und der menschliche Einfluss durch die Nutzung der Wasserkraft näher beleuchtet. Die Führung wird diesmal von Naturpark-Ranger Markus Grünzinger geleitet und findet in Kooperation mit dem HNKKJ statt.
Treffpunkt ist um 16.00 Uhr bei der Naturpark-Wanderkarte am Bioladen Bogner, Saußmühle 2, 94065 Waldkirchen. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden und ist kostenlos. Die Führung endet an der Grabenkapelle.
Eine Anmeldung ist bis Freitag, 7. August, 12.00 Uhr, bei der Tourist-Information Waldkirchen unter Tel. 08581 19433 erforderlich.
Bild: Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet wieder eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet Saußbachleite an. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald
Gestalten von Tontieren für Kinder
Bayerisch Eisenstein.
Am 05. August 2026 findet um 13:30 Uhr im Außengelände der Umweltstation Bayerisch Eisenstein um den Historischen Grenzbahnhof das Kinderferienprogramm statt. Mit Ton gestalten wir zu den Themen der NaturparkWelten: Wir fertigen lustige Tontiere an und freuen uns auf Auerhahn, Fledermaus und Bergpieper aus Kinderhänden.
Um Anmeldung bis zum Vortag, Dienstag, um 12.00 Uhr wird unter der Tel. 09925 90 24 30 gebeten, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Kinder unter 6 Jahren bitte nur in Begleitung der Eltern. Referentin ist die Umweltpädagogin Christina Frank. Es wird empfohlen den Kinder Kleidung zum Werkeln und einen Hut anzuziehen und ein kleines Getränk mitzugeben. Bitte Sonnencreme nicht vergessen. Bei Schlechtwetter findet das Kinderprogramm in der Museumspädagogik der Umweltstation statt. Treffpunkt ist an der Infotheke der NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein.
Erfahrungsaustausch zu Natur ohne Grenzen
Ludwigsthal. Ein grünes Abzeichen ziert die Brust, beim Anderen ein blaues. Die Kleidung, mattes grasgrün oder sandfarben. Die Uniformen wirken gleich, der Arbeitgeber ist jedoch unterschiedlich. Schaut man sich die Ranger nicht genau an, fallen einem diese kleinen Unterschiede nicht gleich ins Auge.
Es ist einige Zeit vergangen, seit der Nationalpark, genauer gesagt das Sachgebiet I, zu Gast im Naturpark war. Jetzt hat der Nationalpark Bayerischer Wald zum Gegenbesuch aufgerufen. Von den Nationalpark Rangern geplant waren ein Vortrag über die Rangerarbeit im Nationalpark und eine anschließende Exkursion in die Mittelsteighütte, um abends Urwaldreliktkäfer zu suchen.
Der Vortrag startete im Haus zur Wildnis und alle Nationalpark-Ranger konnten ihren Themen- und Arbeitsbereich vorstellen. Die Gebiete sind unterschiedlich, reichen sie doch von Mooren bis zu den Berggipfeln. Manche Ranger belegen auch Sonderpositionen, wie Michael Waldhauser, der sich als Digital Ranger zu 50 % am Laptop um digitales Besuchermanagement kümmert.
Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht mit und es regnete wie aus Kübeln. Schlechte Bedingungen also, Urwaldreliktkäfer zu suchen, die gerne laue Sommerabende mögen. Im Nationalpark Bayerischer Wald leben 16 seltene Urwaldrelikt-Käferarten, darunter der nach über 100 Jahren wiederentdeckte Raue Flachkäfer (Peltis grossa) und der Rindenschröter. Diese Insekten sind wichtige Zeugen ursprünglicher, unberührter Waldgebiete mit viel Totholz.
Der Referent der Exkursion hatte vorgesorgt. Lukas Haselberger, Fotograf und Ranger-Neuzugang im Park, packte kurzerhand einen bildgewaltigen Vortrag über diese seltenen Arten im Park aus. So konnte auch der Abend gut und interessant gefüllt werden.
Es stehen weitere Treffen an, um mögliche Verknüpfungspunkte zu erarbeiten und gegenseitigen Austausch zu fördern, denn: Natur macht auch an der Schutzgebietsgrenze nicht halt!
Bild: Die Ranger des Naturparks und des Nationalparks gemeinsam auf einem Bild © Reinhold Gaisbauer
Nachhaltigkeit trifft Caravaning
Waldkirchen.
Wie kann Caravaning nachhaltiger gestaltet werden? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigten sich die Auszubildenden der Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechnik am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Waldkirchen im Rahmen des BNE-Projekts „Bildung trifft Nachhaltigkeit im Caravaning“ der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen.
In den Lernmodulen „Nachhaltigkeit im Caravaning“ und „Technik-Ethik“ setzten sich die Schüler gemeinsam mit Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen und Martin Feldl vom BSZ Waldkirchen mit den ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Caravanings auseinander. Dabei ging es unter anderem um Klimaschutz, Ressourcenverbrauch, nachhaltige Technologien und die Frage, welche technischen Entwicklungen tatsächlich zukunftsfähig und verantwortbar sind.
Besonders viel Engagement zeigten die Auszubildenden beim Planspiel „Zukunft des Caravaning“. In unterschiedlichen Rollen – etwa als Tourist, Kommunalpolitiker, Naturschützer, Campingplatzbetreiber oder Caravan-Hersteller – entwickelten sie Ideen für einen fiktiven Urlaubsort. „Spannend war zu sehen, mit wie viel Engagement die Auszubildenden diskutiert und argumentiert haben. Sie haben unterschiedliche Perspektiven eingenommen, Zielkonflikte erkannt und dabei sehr konkrete und gute Lösungsvorschläge entwickelt,“ so Johannes Matt und ergänzt: „Genau darum geht es bei Bildung für nachhaltige Entwicklung: Nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern junge Menschen zu befähigen, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.“
Zum Abschluss wurden die Erfahrungen der Teilnehmenden mit Feedbackbögen ausgewertet. Die Rückmeldungen fielen insgesamt sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die abwechslungsreiche Gestaltung, die Möglichkeit zur eigenen Beteiligung und vor allem das Planspiel, das für viele eine spannende Gelegenheit bot, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Lernmodule sind Teil des umfassenden Projekts „BNE & Caravaning“ der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen mit dem BSZ Waldkirchen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit praxisnah mit der beruflichen Ausbildung im Caravaning zu verbinden und die Auszubildenden zu befähigen, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft mitzudenken.