Pressemeldungen
Blühende Wiesen kehren zurück: LBV und Naturpark arbeiten Hand in Hand
Gemeinsam setzen sich der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV) und der Naturpark Bayerischer Wald e. V. für den Schutz des bedeutenden Flora-Fauna-Habitats an der Donau bei Niederalteich ein. Die reguläre Wiesenpflege des über 12 Hektar großen Wiesenkomplexes am Donaualtarm koordiniert seit Jahrzehnten der Naturpark.
Die Gundelau ist Heimat für über 40 Rote Liste Arten und unterstreicht den Wert des Wiesenlebensraum in der sonst intensiv genutzten Landschaft. Die Wiesen werden durch die frühere Streunutzung und der intensiven Beeinflussung durch Grundwasser charakterisiert und sind mit teils massiven Hecken durchzogen, sowie vom Auenwald geprägt. Meist ist die Mahd nicht ausreichend, um die Wiesenbereiche langfristig offen zu halten. Weiden, Pappeln und andere Gehölze wachsen verstärkt in die Wiesenkorridore hinein und gefährden den Lebensraum.
Um die verlorenen Bereiche zurückzugewinnen, wurden bisher vier Teilbereiche von Gehölzen befreit, gemulcht und teilweise neu eingesät. Zwei dieser Bereiche wurden im Frühjahr bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz mit freiwilligen Helfern der LBV Ortgruppe Deggendorf sowie dem Naturpark mit artenreichem Wiesendrusch eingesät.
Ziel dieser Aktion ist, dass sich die zurückgewonnen Offenlandbereiche wieder zu blühenden Wiesen zu entwickeln. Dadurch werden auch Wanderbewegungen und der genetische Austausch zahlreicher Tier- und Pflanzenarten ermöglicht. Das Biotop, das Teil des EU-Vogelschutzgebiets sowie des Natura-2000-Gebiets „Donau zwischen Straubing und Vilshofen“ ist, wird durch diese landschaftspflegerischen Maßnahmen und das Engagement vieler Beteiligter langfristig gesichert.
Im Winter 2025/2026 erfolgte eine Entbuschung über das Projekt Blühender Naturpark. Die reguläre Mahd wird vielen Jahrzehnten gefördert. Die Landschaftspflegemaßnahmen werden über die Regierung von Niederbayern, Höhe Naturschutzbehörde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.
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Frühjahrspflanzung für robuste Obstbaumsorten
Zwiesel. „Do riat se wos in da Schleif.“ Für die Erweiterung der ökologische Vielfalt vor Ort setzen wir unter fachkundiger Anleitung gemeinsam sechs Bäume robuster Obstbaumsorten, die zukünftig entlang des Flusswanderweges am Großen Regen in der Seebachschleife stehen. Da der Standort nah am Fluss, ist braucht es widerstandsfähige Sorten, die gezielt ausgewählt wurden. Es wird unter anderem ein Biberschutz angebracht, der den Aufwuchs der Pflanzen schützt. Ziel der praxisorientierten Fortbildung, geleitet von Kreisfachberater Martin Straub, ist das Erlernen und Üben theoretischer und praktischer Grundlagen zur Frühjahrspflanzung robuster Obstsorten. Wir freuen uns auf rege Teilnahme. Die Veranstaltung entfällt bei Schlechtwetter.
Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, den 18.03.2026 um 09:00 Uhr und dauert ca. 4 Stunden. Um Anmeldung wird bis zum Dienstag, den 17.03.2026, um 12:00 Uhr unter der 09922/802480 wird gebeten.
Treffpunkt ist im Ortsteil Seebachschleife (Bayer. Eisenstein) am Parkplatz rechts nach der Regenbrücke. Bitte wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Getränke und Vesper sowie Arbeitshandschuhe mitbringen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Naturpark Umweltstation Bayerisch Eisenstein mit dem Ingenieurbüro Pfeffer Regen, dem Bund Naturschutz Regen und der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege. Referent ist Martin Straub, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, sowie Mitarbeiter der Naturpark Umweltstation Bayerisch Eisenstein.
An einem Strang für mehr Wasser im Moor bei Kirchl
Hohenau. Das Naturschutzgebiet „Moorwald bei Kirchl“ in der Gemeinde Hohenau soll wieder mehr Wasser halten. Der Naturpark Bayerischer Wald hat gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen, unterstützt von der Gemeinde Hohenau, mit ersten Renaturierungsmaßnahmen begonnen. Ziel ist es, den Wasserhaushalt des rund acht Hektar großen Moores langfristig zu stabilisieren und typische Hochmoorlebensräume zu erhalten.
Das Gebiet wurde bereits 1983 unter Schutz gestellt. Doch die Spuren früherer Nutzung wirken bis heute nach. In Zeiten, in denen jede Fläche zur Versorgung der Bevölkerung gebraucht wurde, war das Moor entwässert worden. Gräben und Drainagen ermöglichten Grünlandnutzung, Torfabbau und forstliche Nutzung. Dadurch sank der Wasserstand deutlich, und der ehemals lichte Moorbereich entwickelte sich zunehmend zu einem geschlossenen Wald.
Fichten, Birken und Kiefern konnten hier Größen entwickeln, die für Hochmoore untypisch sind. Besonders problematisch ist, dass die Entwässerung bis heute nachwirkt. Messungen zeigen, dass der Wasserstand im Moor aktuell mehr als einen Meter unter der Oberfläche liegt. In intakten Hochmooren ist der Torfkörper dagegen bis zur Oberfläche wassergesättigt.
Um die Entwicklung umzukehren, wird der Baumbestand zunächst deutlich aufgelichtet, vor allem Fichten werden entnommen. Große Bäume halten einen Teil des Regens bereits im Kronendach zurück, außerdem wird durch sie viel Wasser verdunstet. Zusätzlich soll Oberflächenwasser aus dem Hangbereich künftig über eine Mulde gezielt zum Moorrand geleitet werden. In einem weiteren Schritt werden alte Entwässerungsgräben geschlossen. Automatische Messgeräte sollen künftig zeigen, wie sich der Wasserstand entwickelt. „Mit unseren Maßnahmen wollen wir nun über die Jahre die Situation Schritt für Schritt verbessern. Es wird aber wohl Jahre dauern, bis wir am Ziel sind“, so Marco Müller vom Naturpark Bayerischer Wald, der das Projekt fachlich betreut.
Auch seltene Pflanzenarten sollen von den Maßnahmen profitieren. „Neben den typischen Latschenkiefern kommt im Schutzgebiet auch die für die Region seltene aufrechte Form der Latsche, die Spirke, vor. Ohne Pflegemaßnahmen könnten solche Arten langfristig von aufwachsenden Fichten verdrängt werden“, erklärt Revierförster Konrad König vom AELF Regen.
Die Fichten wurden in den vergangenen Tagen bereits gefällt. Da der Boden im Moor sehr empfindlich ist, werden die Stämme nicht mit Maschinen, sondern mit speziell ausgebildeten Rückepferden aus dem Gelände gezogen.
Träger der Maßnahme ist der Naturpark Bayerischer Wald in enger Zusammenarbeit mit dem AELF Regen. Unterstützt werden sie von der unteren Naturschutzbehörde, der Fachstelle Waldnaturschutz und der Gemeinde Hohenau, die auch Eigentümerin der Fläche ist. Finanziert wird das Projekt über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie aus Mitteln des Freistaats Bayern und des Landkreises Freyung-Grafenau.
Hohenaus Bürgermeister Josef Gais begrüßt das Projekt: „Für die Gemeinde ist es ein großer Gewinn, wenn unser Moor als Naturjuwel erhalten bleibt.“ AELF-Abteilungsleiter Wolfgang Kreuzer lobte bei einer Ortseinsicht die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Beide zeigten sich beeindruckt von Arbeit der Waldarbeiter und ihrer Rückepferde.
Intakte Moore gelten nicht nur als wertvolle Lebensräume und sind als Kohlenstoffspeicher unabdingbar. Sie speichern auch große Mengen Wasser und können damit sowohl Hochwasserspitzen dämpfen als auch in Trockenzeiten Feuchtigkeit in der Landschaft halten. Ein erheblicher Teil des örtlichen Niederschlags entsteht aus der Verdunstung über Landflächen. Schätzungen zufolge stammt etwa die Hälfte dieses Niederschlags aus der Verdunstung von Böden, Gewässern und Vegetation. Dort, wo insbesondere im Sommer kaum Wasser verdunsten kann, weil Landschaften stark entwässert wurden, fehlt auch ein Teil dieser lokalen Rückführung von Wasser in den Niederschlag.
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Stadtführung Bogen
Bogen. Den Auftakt der diesjährigen Bogener Stadt- und Themenführungen macht Heidi Heigl, die neue Rangerin des Naturparks Bayerischer Wald, mit einer geführten Frühlingswanderung am Bogenberg. Entdecken Sie die faszinierende Pflanzen- und Tierwelt eines der schönsten Geotope Bayerns. Bei der Tour lernen Sie seltene und heimische Arten kennen, erfahren Wissenswertes über ihre Lebensräume und Zusammenhänge in der Natur. Genießen Sie die abwechslungsreiche Landschaft und atemberaubende Ausblicke, während Sie die Vielfalt der Natur mit allen Sinnen erleben. Naturfreunde und alle, die die Schönheit der heimischen Flora und Fauna erkunden möchten, sind herzlich zu dieser kostenlosen Tour eingeladen. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind notwendig. Treffpunkt für die ca. zweistündige Exkursion ist am Sonntag, den 22. März um 10.00 Uhr am Beginn des Lippwegs in der Unteren Bergstraße in Bogen. Eine Anmeldung ist bis 20.03. um 12 Uhr unter 09422 505109 oder hartmannsgruber@bogen.de erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 15 Personen.
Naturschutz Hand in Hand
Zwiesel. Naturschutz sollte nicht an einer von uns Menschen gezogenen Grenze aufhören, er sollte darüber hinausgehen, denn: Die Natur kennt keine Grenzen. Gemeinsam kann voneinander gelernt werden, Ideen können erarbeitet und Best Practices weitergegeben werden. Getreu diesem Credo gab es vergangenen Donnerstag ein Vernetzungstreffen im Null-Energie-Haus des Naturparks Bayerischer Wald e. V. Der Naturpark lud das Sachgebiet I des Nationalparks Bayerischer Wald ein, sich über Neuigkeiten auszutauschen und mögliche Berührungspunkte zu erarbeiten. Das Sachgebiet I beim Nationalpark kümmert sich um Regionales Netzwerk, Besuchermanagement und die Nationalparkwacht. Federführend in der Planung waren Sachgebietsleiter Reinhold Gaisbauer und Naturpark-Rangerin Samantha Biebl.
Gestartet wurde das Ganze mit einem allgemeinen Einblick in den Naturpark. Naturräumlich unterscheidet dieser sich mit seinen ca. 278.000 ha etwas vom Nationalpark, welcher flächenmäßig ca. 25.000 ha bemisst. Die Flächen im Naturpark sind stark vom Menschen geprägt und erfordern sogar Pflege und regelmäßigen Eingriff, um die Natur dort zu erhalten. Im Nationalpark ist das etwas anders, hier gilt „Natur, Natur sein lassen“. Zudem ist der Naturpark ein Verein und besitzt eine andere Organisationsstruktur im Vergleich zum Nationalpark, der eine Sonderbehörde des Bayerischen Umweltministeriums ist.
Danach ging es um die konkrete Arbeit der Naturpark-Ranger. Zuerst wurde diese allgemein vorgestellt und später auf die einzelnen Arbeitsbereiche der 6 Naturpark-Ranger eingegangen. Jeder Ranger hat in seinem Gebiet teilweise andere Aufgaben, die sich aus den naturräumlichen Besonderheiten ergeben: Gibt es in Straubing z.B. den Versuch, brütende Kiebitze zu schützen, so ist man im Landkreis Regen bestrebt, Uhus zu finden. Vor allem der Uhu ist eine Art, die im Nationalpark wenig, bis gar nicht in Erscheinung tritt.
Um die Veranstaltung thematisch nicht zu überlasten, wurden im Anschluss zwei einzelne Projekte des Naturparks herausgegriffen und gesondert vorgestellt. Projektkoordinatorin Heidi Heigl stellte das Naturpark-Projekt Holunderknabenkraut vor und Ranger Emanuel Hackl erläuterte den Sternenpark sowie die geplante Sternwarte am Eschenberg.
Am Schluss waren sich alle einig: Es gibt viele Berührungspunkte in der Naturschutzarbeit, aber auch einige Unterschiede. Um weitere Vernetzung zu gewährleisten, wurden Wünsche notiert und festgehalten zu welchen Dingen künftig ein gemeinsamer Austausch und weiterer Informationsfluss stattfinden sollte. Bereits geplant sind eine gemeinsame Exkursion und eine gemeinsame Aktion zum nächsten World Ranger Day. Man vereinbarte auch, sich künftig beim Monitoring enger auszutauschen.
DAV-Aktionstag am Dreisessel - Ein Herz für naturverträglichen Wintersport
Trotz widriger Bedingungen fanden sich am vergangenen Samstag (14.02.) wieder 18 Ehrenamtliche und Vertreter diverser Organisationen am Dreisesselberg ein, um Wanderer, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer bezüglich naturverträglichem Wintersport zu informieren. Neben Rangern aus dem Naturpark Bayerischer Wald, dem Nationalpark Šumava, der Bergwacht Passau-Dreisessel, nahmen u. a. auch Werner Simmet von der unteren Naturschutzbehörde und Johanna Wolf, stellvertretende Leiterin des Forstbetriebs Neureichenau, teil. Wie jedes Jahr geht diese Veranstaltung vom Deutschen Alpenverein aus und findet zeitgleich und bayernweit an verschiedenen Stellen in den Alpen und aber auch am Dreisessel und Arber statt (dort musste er dieses Jahr witterungsbedingt ausfallen). Am Dreisessel ist diese Infoveranstaltung hauptsächlich wichtig, da sich dort das Naturschutzgebiet Hochwald befindet, welches zugleich Bestandteil des Lebensraums des seltenen Auerhuhns ist. Dieser scheue Waldvogel hat es im Winter besonders schwer und muss sich seine Energiereserven gut einteilen, um nicht zu verhungern. „Im Winter bleiben dem Auerhuhn nur die Nadeln von Fichten, deswegen sollte jede Störung dieses Charaktervogel des Bayerischen und Böhmischen Waldes vermieden werden. Halten sich Besucher nämlich nicht an die geltenden Schutzgebietsverordnungen und laufen kreuz und quer durch das Gebiet, fliegt das Auerwild auf und kann schlimmstenfalls zu Tode kommen“, erklärt Naturpark-Ranger Markus Grünzinger. Dankenswerterweise durfte die Bergwacht auch dieses Jahr wieder den Verkaufsstand von Dreisesselwirt Philipp Schmöller nutzen, um Glühwein für den guten Zweck zu verkaufen. Neben vielen Infomaterialien des DAV gab es dieses Jahr auch ein kleines Gewinnspiel, bei dem zertifizierte Tourenliteratur zu Wanderrouten und Langlaufloipen im Bayerischen Wald verlost wurden. Bei der abschließenden Besprechung im Berggasthof zeigte sich, dass auch dieses Jahr der Aktionstag erfolgreich war und sich der Einsatz gelohnt hat. Trotz Wind und Wetter konnten zusammengefasst ca. 80 Wintersportler im Gelände angesprochen und informiert werden und die Resonanz war überwiegend positiv und einsichtig. Martin Zellner - welcher zusammen mit Franz Uhrmann am Hochstein positioniert war – berichtete: „Die angesprochenen Leute waren sehr entspannt und viele waren gerade wegen des schlechten Wetters und Fasching am Dreisessel, um den Besucherströmen zu entgehen. Am besten waren bereits Tourenskigeher und Wandergruppen bezüglich naturverträglichen Wintersports informiert, welche auch gute Kenntnisse in anderen Regionen und Bergen besitzen.“ Auch in den kommenden Jahren soll der Aktionstag wieder veranstaltet werden, waren sich alle Beteiligten einig.
Bild: Auch nach knapp sechs Stunden vollen Einsatzes im eisigen Wind konnten die Beteiligten des DAV-Aktionstages noch für das Gruppenfoto lächeln
(von links: Franz Uhrmann (Bergwacht), Jaroslav Koranda, Thomaš Zídek, Natálie Landová (Nationalpark Šumava), Werner Simmet (Untere Naturschutzbehörde), Martin Zellner, Christian Becker, Andreas Artinger (beide Bergwacht), Markus Grünzinger, Samantha Biebl (beide Naturpark Bayerischer Wald)
Bildautor: Jaroslav Koranda
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Heidi Heigl neu im Ranger-Team beim Naturpark Bayer. Wald
Zum Jahresende erfolgte ein Personalwechsel bei den Rangern im Naturpark Bayer. Wald. Seit 1. Dezember 2025 ist Heidi Heigl neu im Ranger-Team mit dabei. Als Ranger-Nachfolgerin für den westlichsten Teil des Naturparkgebiets kümmert sie sich um die Mitgliedsgemeinden des Naturparks im Landkreis Straubing-Bogen, nachdem Katharina Merkel wieder in ihre alte Heimat zurückgegangen ist. Heidi Heigl hat einen Bachelor-Abschluss in Biologie und dann in Wien einen Abschluss als Diplom-Agraringenieurin erworben und ist fachlich bestens qualifiziert. Auch der Naturpark ist ihr nicht fremd, da sie zum Einen im Gebiet wohnt und zum Anderen zuvor schon in den Umweltstationen Bayerisch Eisenstein und Viechtach sowie im Artenschutz für den Naturpark tätig war.
Ihr vielfältiges Tätigkeitsfeld erstreckt sich über die Bereiche Naturschutz und Landschaftspflege, naturbezogene Erholung und Besucherlenkung, naturparkspezifische Bildungs- und Informationsarbeit, Monitoring sowie Mitwirkung bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten.
Mit etwas Glück kann man sie im Gelände, beispielsweise bei der Kontrolle von Naturerlebnispfaden und Naturparkeinrichtungen antreffen oder an ihren diversen Veranstaltungen teilnehmen. Diese reichen von Themen-Exkursionen im Donautal bis hin zu Wanderungen im Wilden Waldgebirge bei St. Englmar. Ihre Bildungsarbeit erstreckt sich außerdem auf Schulen, insbesondere betreut sie die Naturpark Grundschule Ascha. In der Naturpark-Infostelle in Bogen, die ebenfalls von ihr betreut wird, kann man viel Wissenswertes über die Themen Donau und Donaurandbruch sowie den Bogenberg und über ihr Ranger-Gebiet erfahren.
Des Weiteren ist Heidi Heigl neben ihrer Ranger-Tätigkeit Betreuerin für das Artenhilfsprojekt Holunderknabenkraut im Bayerischen Wald. Für den Erhalt dieser seltenen, europaweit bedeutsamen Orchideenart ist sie im kompletten Naturpark-Gebiet unterwegs und auch für eine Vernetzung mit anderen Gebieten zuständig.
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Die Planeten unseres Sonnensystems
Zwiesel. Über das Jahr 2026 verteilt bietet Ihnen der Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit der Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald eine Vortragsreihe zu verschiedenen Themen der Astronomie an. Am Samstag, den 21.02.2026 um 17:30 Uhr starten wir mit einer gemeinsamen Reise durch unser Sonnensystem.
Für unsere Reise durch das Weltall umkreisen wir einmal unseren Heimatstern, die Sonne, und holen Schwung für unsere Tour zu den Planeten. Wir machen Station am Merkur, an der Venus sowie auf der Erde und unserem Mond. Anschließend entfernen wir uns immer weiter weg von der Mitte unseres Sonnensystems und machen dabei Zwischenstation bei unserem roten Nachbarn, dem Mars, nehmen danach den Jupiter genauer unter die Lupe und reisen zum Saturn mit seinem riesigen Ringsystem weiter. Von dort aus erreichen wir endgültig den Rand unseres Sonnensystems, besuchen noch den Uranus und Neptun. Zuletzt machen wir einen Abstecher zu den Asteroiden und Kometen.
Bei den einzelnen Stationen erforschen wir mithilfe interaktiver Simulationen die verschiedenen Objekte unseres Sonnensystems genauer, erfahren dabei mehr über die inneren Gesteinsplaneten und die äußeren Gasriesen. Anhand anschaulicher Modelle erhalten wir einen Einblick in die Zusammensetzung von Asteroiden und Kometen und gehen dabei dem Ursprung unseres Wassers auf den Grund.
Die Amateur-Astronomie bietet jedem die Möglichkeit sich im Rahmen der „Citizen Science“ an der internationalen Forschung zu beteiligen und einen wertvollen Beitrag zu leisten. Wie ein solcher Beitrag aussehen kann, wie wichtig diese Arbeit ist und was wir machen müssen, um unseren Planeten vor den Gefahren aus dem Weltraum zu schützen, zeigt Ihnen die Astronomische Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald anhand eigener Projekte.
Bei klarem Himmel besteht im Anschluss an den Vortrag noch die Möglichkeit einer Planetenbeobachtung mit Teleskopen. Dazu wird vorher mit Bildern und Videos beschrieben, wie eine Beobachtung abläuft und was uns beim Blick durch das Teleskop erwarten wird. Aktuell ist besonders der Jupiter mit seinen Monden und den Wolkenstreifen seiner Atmosphäre gut zu beobachten. Besuchen Sie uns gerne bei unserer Reise durch unser Sonnensystem. Jede und jeder Interessierte ist bei der kostenlosen Veranstaltung herzlich willkommen.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 21.02.2026 um 17:30 Uhr und dauert ca. 2 Stunden.
Treffpunkt ist am Naturpark Infozentrum in Zwiesel (Info-Zentrum 3, 94227 Zwiesel) im Vortragsraum.
Anmeldungen bitte bis Freitag den 20.02.2026 um 12:00 Uhr unter 09922 802480.
Für eine mögliche Beobachtung bitte warme Klamotten mitnehmen.
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen des INTERREG Projektes BYCZ08-253 "Stella Mundi"