Pressemeldungen
Botanische Frühjahrsexkursion im Ilztal
Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben die Frühblüher aus dem Boden gelockt. Eine bunte Vielfalt zum Teil seltener Pflanzen wie z.B. die Frühlingsplatterbse erfreuen jetzt den Wanderer an der Ilz. Die langen Wedel des Straußfarnes rollen sich gerade aus der Rosette und das außerhalb des Ilztales sehr seltene, behaarte Lungenkraut leuchtet blauviolett in der Sonne.
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt für Sonntag, den 03.05.2026 zu einer geführten Wanderung im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“ ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Parkplatz an der Schrottenbaummühle. Zusammen mit dem Botanik Experten Karel Kleyn und dem Gebietsbetreuer Stefan Poost geht es entlang der Ilz Richtung Fürsteneck und über die Brücke bei der Schönberger Triftsperre wieder zurück. Die Veranstaltung dauert etwa 2,5 Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Festes Schuhwerk und der Witterung entsprechende Kleidung wird empfohlen.
Wald und Wasser in der Saußbachklamm
Waldkirchen.
Am 1. Mai findet erstmals die neue Führung „Wald und Wasser in der Saußbachklamm“ statt. Diese wird von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen organisiert und findet künftig jeden ersten Freitag im Monat bis Oktober statt. Die naturkundliche Führung führt durch die wildromantische Saußbachklamm bei Waldkirchen. Dabei werden die Entstehung der Klamm, die Besonderheiten des Wildbachs und die abwechslungsreichen Wälder mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt erkundet. Zudem werden historische Aspekte und der menschliche Einfluss durch die Nutzung der Wasserkraft thematisiert. Referenten sind im Wechsel Naturpark-Ranger Markus Grünzinger und Johannes Matt, Leiter der Umweltstation Waldkirchen. Die Führung findet in Kooperation mit dem HNKKJ statt.
Treffpunkt ist jeweils um 16.00 Uhr bei der Naturpark-Wanderkarte beim Bioladen Bogner, Saußmühle 2 in 94065 Waldkirchen. Der Rundgang dauert etwa 2 Stunden und ist kostenlos. Die Führung endet an der Grabenkapelle. Eine Anmeldung ist bis jeweils Freitag um 12.00 Uhr bei Ti Waldkirchen, unter Tel.: 08581 19433 erforderlich.
Naturpark-Vogelexkursion Zwiesel-Bärnzell
Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Naturpark, LBV und Bund Naturschutz geht es um das Thema „Wie erkenne ich Vögel an Ihrem Gesang?“. Referenten sind Dr. Egid Werner aus Regen und Hansjörg Gaim aus Lindberg. Die Referenten möchten Naturfreunde animieren, verstärkt auf Vögel zu achten. Auf dem Vogelstimmenspaziergang wollen sie die häufigen Vögel der Kulturlandschaft vorstellen. Es geht um die Bereich in Siedlungen, am Waldrand und im Wald.
Herzliche Einladung ergeht an alle Interessierten zur Vogelexkursion am Freitag, 01.05.26 um 7.30 Uhr. Treffpunkt ist in Bärnzell bei Zwiesel beim Schützenhaus am Ortsende von Bärnzell. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen. Die Dauer beträgt etwa 1,5 Stunden.
Sonnenstich statt Spatenstich?
Nach über fünf Jahren mühsamer Vorarbeit konnten die Fördermittel für eine Sternwarte der Superlative im Bayerischen Wald festgezurrt werden. Am Eschenberg bei Kirchdorf im Wald entsteht das deutschlandweit einzige, barrierefrei erreichbare, robotisch steuerbare 1 – Meter-Weltraumteleskop, das für Privatleute zugänglich ist.
Den Durchbruch in Sachen Finanzierung brachten die Fraktionsreserve-Finanzmittel des Freistaates Bayern. Es war ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit. Auf die Initiative des Landtagsabgeordneten Martin Behringer hin wurde das Projekt auch von MdL Dr. Stefan Ebner voll unterstützt. Mit diesem Eigenmittelersatz und einer weiteren, entscheidenden Unterstützung aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium in Form eines separaten Förderbescheides für des 1- Meter-Teleskop konnten dann die über 2 Millionen Euro EU-Fördermittel aus dem INTERREG-Programm im Rahmen des Projektes „Stella Mundi BYCZ08-253“ festgezurrt werden. Zusätzliche Finanzmittel kamen über die Bayerische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Regen-Viechtach, den Bezirk Niederbayern, den Landkreis Regen und die Gemeinde Kirchdorf. Nun stehen als Projektsumme etwa 3,3 Millionen Euro zur Verfügung.
Auf dem ehemals als Radarstation genutzten, militärischen Gelände errichtet der Naturpark Bayerischer Wald zusammen mit dem Projektpartner Astronomische Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald eine Volkssternwarte. Bis zum Wintereinbruch sollen nun Gebäude und Garagen saniert und eine Kuppel gebaut werden. Nach etwa einem Jahr Lieferzeit soll dann im Frühsommer 2027 das Teleskop installiert und die gesamte Anlage fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.
Die Vorteile eines großen Teleskopes liegen darin, dass dann auch ein Farbsehen im Weltall möglich ist und ein ganz anderes Erlebnis geboten werden kann. Heute bieten Amateurteleskope schon relativ gute Beobachtungs- und Foto-Möglichkeiten. Mit einem 1-Meter-Telekop kann man aber noch ganz andere Tiefen des Weltalls erschließen. Der Eschenberg bietet dazu einen idealen Standort. Auf 1042 Meter Meereshöhe liegt man über dem Dunst der Niederung, abseits von störenden Lichtquellen und hat auch eine entsprechende „Luftruhe“, die für eine qualifizierte Beobachtung nötig ist. „Große Vergrößerungen und hohe Bildauflösung alleine bringen noch keine optimale Beobachtungsqualität“, so Josef Bastl, der 1. Vorsitzende der Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald.
Im Rahmen der kleinen Feierstunde zum Spatenstich, begrüßte der 1. Vorsitzende des Naturparks Bayerischer Wald Georg Bauer die geladenen Gäste. Danach bedankte er sich bei allen Förderstellen für die großzügigen Unterstützungen, die dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben.
Heinrich Schmidt, der Präsident des Naturparkverbands Bayern, überbrachte die Grüße des Naturparkverbands und ging kurz auf die an Anfänge des Projekts ein und bedankte sich bei allen Unterstützern. Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebener sprach in seinem Grußwort die großzügige Förderung von über 1 Million Euro über den Freistaat Bayern an, die das Projekt überhaupt erst ermöglichte. Des Beobachten der Sterne begeistert die Menschen seit Jahrtausenden in allen Kulturen. Der Touristische Wert ist für die Region Bayerischer Wald ein wichtiger Faktor. Grußworte sprachen auch Bürgermeister Alois Wildfeuer und Landratsstellvertreter Helmut Plenk. Naturpark-Geschäftsführer Hartwig Löfflmann stellte das Projekt in seiner Gesamtheit vor, beginnend von den Anfängen bis hin zum geplanten Projektablauf und zur endgültigen Fertigstellung Anfang 2028. Er ging auf die touristische Bedeutung im Zusammenhang mit dem im Jahr 2025 anerkannten Sternenpark Bayerischer Wald ein.
Weil es sich bei einer Sternwarte nicht nur um eine klassische Baumaßnahme mit Spaten und Schaufel handelt, wurde von der Astronomischen Vereinigung die Gelegenheit geboten, mit einem Sonnenteleskop und entsprechenden Schutzbrillen als Einstimmung zu diesem Thema die Sonne als aktiven Stern zu beobachten. Ein weiteres Teleskop diente der Mondbeobachtung, der ebenfalls schon als kleine Sichel am Himmel Stand.
Der Frühling im Bernrieder Winkel
Bernried. Frühlingserwachen. So langsam hat sich der Schnee auch in den Hochlagen des Bayerischen Waldes verabschiedet. Die Sonne bekommt immer mehr Kraft und die ersten Pflanzen spitzen aus dem Boden oder bilden neue Blätter. Das Konzert der Vögel wird immer intensiver und mit jedem Tag kommen neue Stimmen dazu. Jetzt ist der Winter endgültig vorbei und der Frühling nimmt seinen Lauf. Tiere, Pflanzen und auch wir werden wieder aktiver. Aber was passiert in der Tier- und Pflanzenwelt eigentlich alles, wenn der Frühling kommt, und welche Strategien gibt es, um möglichst schnell durchstarten zu können? Welche Pflanze schafft es, schnell genug zu wachsen, um noch möglichst viele Sonnenstrahlen zu erwischen bevor sich die Baumkronen schließen und den Waldboden verdunkeln? Woran erkennen die Pflanzen, dass es jetzt wieder Zeit ist ihre Kraft in das Wachstum zu stecken? Diesen und noch vielen weiteren Fragen zum Frühling gehen wir bei unserer Wanderung auf die Spur.
Der Naturpark Bayerischer Wald lädt alle Naturfreunde und – interessierte zu einer Frühlingswanderung in den Bernrieder Winkel ein.
Datum: Samstag, den 25.04.2026 um 09:30 Uhr für ca. 3 Stunden
Treffpunkt: Tourist Info Bernried
Anmeldung bis zum 24.04 um 12.00 Uhr unter 09922 802480
Naturparkübergreifende Wanderung vom Höllensteinsee rund um den Blaibacher See
Viechtach/Blaibach.
Wenn der Frühling den Bayerischen Wald aus dem Winterschlaf weckt, zeigt sich die Natur von ihrer besonders schönen Seite. Erste Blüten und frisches Grün in Feld und Flur machen diese Jahreszeit ideal für eine Entdeckungstour durch Landschaft und Geschichte. Eine geführte Wanderung vom Höllensteinsee rund um den Blaibacher See durch zwei Naturparke gewährt Einblicke in Kultur, Geschichte und die Veränderungen der Lebensräume durch die Stauseen. Tier- und Pflanzenarten, sowie Herausforderungen für Mensch und Natur, stehen im Fokus. Wir erwandern diese zwei Hotspots für Biodiversität und erfahren vor Ort, wieso sie für den Erhalt der Artenvielfalt unentbehrlich sind. Als Brutstätte und Lebensraum für Greifvögel dient zum Beispiel das Felsparadies um den Höllensteinsee.
Optional ist der Abschluss im Höllensteincafé.
Referenten der Veranstaltung sind Christina Frank, Rangerin im Naturpark Bayer. Wald und Christoph Grausam, Ranger im Naturpark Oberer Bayer. Wald.
Die Führung findet am Sonntag, den 26.04.2026 statt. Treffpunkt ist um 09.30 Uhr am Parkplatz des Höllensteinsees, Reg 17, 94234 Viechtach. Die Führung dauert etwa 6 Stunden, umfasst etwa 15 Kilometer, 100 Höhenmeter und ist kostenlos. Um Anmeldung wird aufgrund beschränkter Teilnehmerzahl bis zum Samstag, 25.04.2026 um 12.00 Uhr unter der 09922-802480 oder der 09971-78646 gebeten. Für die Führung ist festes Schuhwerk, eine gute Grundkondition und dem Wetter angepasste Kleidung sowie ein Rucksackvesper erforderlich.
Weiterlesen … Naturparkübergreifende Wanderung vom Höllensteinsee rund um den Blaibacher See
Abendliche Vogelstimmenexkursion in Viechtach
Viechtach. Eine abendliche Vogelstimmenwanderung bietet die Naturpark Umweltstation Viechtach gemeinsam mit dem Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz an. Alle Interessierten sind herzlich zu dieser kostenlosen Frühlingswanderung eingeladen. Festes Schuhwerk und ein Fernglas werden empfohlen. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Freitag, den 24. April um 17 Uhr am Parkplatz der Fa. Noventis AZH (gegenüber Gartenstrasse 35). Eine Anmeldung ist bis 23. April um 12 Uhr unter 09922 802480 erforderlich.
Im wildromantischen Riedbachtal bei Viechtach zeigt sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen. Gerade abends lebt der Gesang der Vögel am Bach, an den Naturweihern und in den knorrigen Hangwäldern wieder auf. Viele Vogelarten konnten bei den bisherigen Exkursionen gesehen oder gehört werden: z.B. das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink. Rosmarie Wagenstaller, Hobbyornithologin beim LBV, führt die Vogelstimmenexkursion auf der Suche nach den Stimmen unserer heimischen Vogelwelt.
Frühjahrspflanzung robuster Obstbaumsorten
Zwiesel. Im Rahmen der Naturpark Fortbildung „Frühjahrspflanzung robuster Obstbaumsorten“ der Umweltstation Bayerisch Eisenstein am 18. März 2026 in der Seebachschleife drehte sich alles um alte Obstbaumsorten, die klimatisch raueren Bedingungen Stand halten können. Gemeinsam mit Dipl. Ing. Christoph Pfeffer und dem Gartenbau Experten des Landratsamtes, Martin Straub veranstaltete der „Naturpark Bayerischer Wald“ eine informative Pflanzaktion für interessierte Teilnehmer. Nachdem der gewünschte Standort auf dem Damm zwischen dem Großen Regen und dem Kanal von Martin Straub in Augenschein genommen worden war, begannen alle die Pflanzlöcher auszuheben und stießen schnell auf solch steinigen Untergrund, dass der ursprüngliche Plan umgeändert werden musste. Der neue Platz war schnell auf der darunter liegenden Wiese gefunden, entlang des Straßensaumes. Dort wurden dann mit vereinten Kräften 5 Pflanzlöcher ausgehoben und anschließend 5 verschiedene Sorten, 3 Äpfel und 1 Birne und 1 Zwetschge gepflanzt. Aus dem „roten Mond“, einer alte russischen Apfelsorte, gingen einst alle Apfelsorten mit rot eingefärbtem Fruchtfleisch hervor, weiß Martin Straub zu berichten. Dies ist nur eine Besonderheit, die nun in der Seebachschleife der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Dieser Aspekt war Christoph Pfeffer besonders wichtig, dass das Obst allen Wandernden und Ortsansässigen frei zur Verfügung stehen soll. Eine entsprechende Beschilderung mit Hinweisen zu den einzelnen Sorten und wann diese wirklich reif sind zur Ernte, wird in Kürze angebracht werden. Die unterschiedliche Obstbäume dienen dem Sortenerhalt und erhöhen zudem die Biodiversität im Dorf, dies war für die Naturparkmitarbeiterin Christina Frank wichtig.
Bei der Pflanzung wurden außerdem ein Verbiß-Schutz gegen Wühlmäuse um die Wurzeln und ein weiterer um den Stamm angebracht, da der Biber in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt und frißt. Nach der Pflanzung wurde gründlich gegossen und jeweils der Obstbaumschnitt durchgeführt, damit die Pflanzen einen guten Start haben. Dazu gab Martin Straub noch einige Tipps wie die Pflege in Zukunft aussehen sollte. Bei strahlendem Sonnenschein konnte man sich die zukünftige Obstbaumalle am Ortseingang zur Seebachschleife schon bildlich vorstellen. Ein großer Dank geht an alle fleißigen Helfer.