Pressemeldungen
Wasserbüffelfest am Erlauzwieseler See
Waldkirchen. Am Sonntag, den 6. September 2026, findet die bereits vierte Auflage des Wasserbüffelfests, welches vom Naturpark Bayerischer Wald und der Stadt Waldkirchen organisiert wird, statt. Von 11 bis 16 Uhr erwartet die Besucher am Bolzplatz am Erlauzwieseler See ein abwechslungsreiches Programm rund um das Wasserbüffel-Beweidungsprojekt. Hier sind die Wasserbüffel seit einigen Jahren im Einsatz als Landschaftspfleger. Die robusten Tiere kommen auch mit nassen und sumpfigen Flächen gut zurecht und tragen durch ihre Beweidung dazu bei, wertvolle Lebensräume für konkurrenzschwache Pflanzen offen zu halten. Gleichzeitig können sie die Ausbreitung von Pflanzen wie dem Drüsigen Springkraut eindämmen.
Beim Büffelfest können die Besucher die beeindruckenden und zugleich friedfertigen Tiere aus nächster Nähe erleben und mehr über ihre besondere Rolle im Naturschutz erfahren. Büffelhalter Helmut Schmutzer aus Kronwinkel sowie Landschaftspflege Projektbetreuer Marco Müller, der das Beweidungsprojekt initiiert hat und fachlich begleitet, stehen in Rahmen von kurzen Führungen für Fragen und Informationen zur Verfügung.
Auch für die jungen Besucher ist einiges geboten. Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen und Ranger Markus Grünzinger haben ein buntes Kinderprogramm vorbereitet. Dabei können Kinder spielerisch entdecken, was Wasserbüffel mit Naturschutz und Landschaftspflege zu tun haben.
Für das leibliche Wohl sorgt der Trachtenverein Grenzlerbuam Ratzing. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Grillwürstl vom Wasserbüffel des Biohofs Schmutzer sowie erfrischende Getränke. Für die passende musikalische Umrahmung sorgen die Grenzlerbuam mit Livemusik.
Das Büffelfest bietet eine Gelegenheit, Naturschutz hautnah zu erleben und in entspannter geselliger Atmosphäre Zeit am See zu verbringen. Naturpark Bayerischer Wald, Stadt Waldkirchen und alle Mitveranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher am Erlauzwieseler See.
Foto 1: Beim mittlerweile vierten Wasserbüffelfest können die Besucher die tierischen Landschaftspfleger aus nächster Nähe erleben. Naturpark Bayerischer Wald und Stadt Waldkirchen laden am Sonntag, den 06.09.2026, gemeinsam mit den Grenzlerbuam Ratzing zum Fest an den Erlauzwieseler See ein. (Foto: Naturpark Bay. Wald)
Wenn Golf und Natur zusammenspielen
Golf und Naturschutz müssen kein Widerspruch sein. Das zeigt der Golfplatz am Nationalpark Bayerischer Wald, der sich naturnah in das bestehende Landschaftsbild einfügt. Neben der Etikette unter den Spielern wird hier auch die „Etikette mit der Natur“ gelebt. So gehören der Biber und die besonders artenreichen Wiesen zum besonderen Naturerlebnis auf dem Golfplatz. Die biotopkartierten Wiesen bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen blühenden, ökologisch wertvollen Lebensraum.
Neben den für das Golfspiel genutzten Rasenflächen sind die besonders artenreichen Flachlandmähwiesen und Borstgrasrasen mit Glockenblumen, Margeriten, Heidenelken, Witwenblumen und Blutwurz nicht nur ein Blickfang, sondern auch ideal zur Gewinnung von Wiesendrusch für die Landschaftspflege.
Um artenreiche Wiesen zu erhalten und verlorene Pflanzenarten zurückzubringen, kommen verschiedene Methoden in der Landschaftspflege zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere die Mahdgutübertragung und die Einsaat von Wiesendrusch. Dabei wird von blühenden, naturschutzfachlich wertvollen Wiesen Saatgut gewonnen und auf artenarme oder brachgefallene Flächen ausgebracht. Mit speziellen Ausbürstungsgeräten kann das krautreiche Saatgut aus der stehenden Wiese gewonnen werden. Der Dienstleister LAPD – Landschaftspflege und Drusch Mader bringt neben den Maschinen auch das nötige Know-how und langjährige Erfahrung mit.
Durch die starke Beteiligung des Golfplatzes, den Einsatz von LAPD Mader und die Unterstützung des Naturparks Bayerischer Wald können somit Wiesen wieder zum Erblühen gebracht werden.
Die Landschaftspflegemaßnahmen zur Wiederansiedelung, Artanreicherung und Samenernte werden im Rahmen des Projekts Blühender Naturpark über die Regierung von Niederbayern als Höhere Naturschutzbehörde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.
Eigentümer und Bewirtschafter können sich freiwillig am Projekt beteiligen – bitte melden Sie sich bei der Projektkoordinatorin Andrea Rinke vom Naturpark Bayerischer Wald unter 0151 18790759 oder a.rinke@naturpark-bayer-wald.de .
Bild 1: Starke Partner für artenreiche Wiesen: Projektkoordinatorin Andrea Rinke vom Naturpark Bayerischer Wald, Geschäftsführer des Golfplatzes am Nationalpark Bayerischer Wald Johann Blöchinger, Josef Mader und Alexander Sittinger von LAPD – Landschaftspflege und Drusch.
Geführte Wanderung im Tal des Schwarzen Regens
Auf einer kostenlosen, geführten Wanderung kann am Montag, den 07.09.2026, um 13.00 Uhr, ausgehend von der Bahnhaltestelle Gumpenried, die faszinierende und erstaunliche Welt bedrohter Tierarten des Regentales entdeckt werden.
Erfahren Sie Wissenswertes über die Biologie und den Gefährdungsstand der Tiere, die das Tal des Schwarzen Regens besiedeln und dort Lebensraum, Nahrung und Verstecke finden: Fischotter, Biber und Wasseramsel gehören zu den bedrohten Arten, ebenso einige Fledermausarten. Die Exkursion führt bis zur Burgruine Altnußberg, die einen wunderschönen Blick über die umgebende Landschaft öffnet. Dort verstecken sich in der Umgebung der Burgruine noch mehrere Fledermausarten. In kultureller sowie ökologischer Hinsicht eine Schmankerl-Tour.
Um Anmeldung für diese geführte Wanderung wird bis zum Sonntag, den 06.09.2026 um 12 Uhr unter der 09922/802420 gebeten. Die Wanderung entfällt bei schlechter Witterung. Um ausreichend Getränke, festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung wird gebeten. Es besteht unterwegs allerdings die Möglichkeit zur kurzen Einkehr auf der Burgruine Altnußberg.
Treffpunkt ist an der Bahnhaltestelle Gumpenried. Auf Bahnreisende aus Richtung Gotteszell mit Ankunft um 13:08 Uhr wird gewartet. Dauer der Veranstaltung beträgt ca. 4 Stunden und findet unter der Leitung der Naturpark-Rangerin Christina Frank statt.
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Zwischen Moos und Morgenlicht
Mauth. Früh aufstehen hat sich gelohnt: Bereits um 7 Uhr morgens trafen sich am Sonntag, 16. August, insgesamt sieben Naturfotografie-Begeisterte in Mauth zum Praxisvormittag Naturfotografie. Mit dabei waren auch fünf Mitglieder des Fotoclubs Waldkirchen, darunter Vorstand Ludwig Brunner.
Unter der fachkundigen Anleitung der drei Referenten Lukas Haselberger, Benjamin Pauli und Markus Grünzinger erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die vielfältigen Möglichkeiten der Naturfotografie im Rothbachtal.
Besonders die Feuchtwiesen und Steinriegel boten eine Fülle an Motiven. Winzige Springspinnen, diverse Heuschrecken, Perlmuttfalter und andere Schönheiten der Natur rückten dabei ins Blickfeld der Fotografen. Gerade die zahlreichen Makromotive sorgten bei allen Beteiligten für große Begeisterung.
In kleinen Gruppen vermittelten die erfahrenen Naturfotografen praktische Tipps zu unterschiedlichen Bereichen der Fotografie. Lukas Haselberger, der für seine Makro- und Landschaftsfotografie bekannt ist, ging dabei besonders ausführlich auf die technische Ausrüstung ein. Er breitete sein eigenes Fotoequipment auf dem Boden aus und erklärte anschaulich die verschiedenen Kameras, Objektive und weiteren Hilfsmittel sowie deren Einsatzmöglichkeiten. Auch Benjamin Pauli, Naturfotograf und Vollmitglied der Gesellschaft für Naturfotografie, und Markus Grünzinger vom Naturpark Bayerischer Wald und selbst Wildtierfotograf, standen den Teilnehmern mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zur Seite.
Neben dem gemeinsamen Fotografieren kam auch der Austausch nicht zu kurz. Die Teilnehmer konnten Fragen stellen, eigene Erfahrungen weitergeben und den Referenten bei ihrer Arbeitsweise über die Schulter schauen.
Nach rund viereinhalb Stunden endete die Veranstaltung– gerade noch rechtzeitig, bevor das Wetter schlechter wurde. Die Teilnehmer waren sich am Ende einig: Der Vormittag hatte sich in jeder Hinsicht gelohnt. Zufrieden und mit zahlreichen neuen Eindrücken sowie hoffentlich ebenso vielen gelungenen Bildern im Gepäck traten die Teilnehmer den Heimweg an.
Bild: Dunkler Sichelspringer (Ludwig Brunner)
Geheimnisvolle Welt der Pilze
Bayerisch Eisenstein. „Trocken wars, die Sonne schien helle, als eine Spore blitzeschnelle, langsam auf den Boden fiel“ angelehnt an das bekannte Gedicht begeben wir uns nach langer Trockenheit am 04.09. um 11:15 für ca. 3 Stunden wieder auf eine Reise in die Pilzwelt.
Pilze sind sehr beliebt in unterschiedlichen Speisen, aber darüber hinaus auch wertvolle Organismen in allen Land-Ökosystemen. Oft stellt sich aber die Frage: Selten, essbar, ungenießbar oder gar giftig? Peter Karasch bringt bei dieser Pilzexkursion durch die Wälder des Bayerischen Waldes etwas Licht ins Dunkle und führt durch die spannende und geheimnisvolle Welt der Pilze. Kosten für die Führung belaufen sich auf 10,-€ pro Person, Kinder bis 6 Jahre frei, bis 18 Jahre ermäßigt 5,-€
Treffpunkt ist die Infotheke Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein. Um eine Anmeldung wird bis am Donnerstag, den 03.09. um 12 Uhr unter der 09922 802480 gebeten.
Die An- und Abreisezeiten der Waldbahn werden berücksichtigt. Die Veranstaltung findet auch bei leichtem Regen statt.
Bild: Riesenschirmlinge sind beliebte Speisepilze (Foto: Biebl)
Wald und Wasser in der Saußbachklamm
Waldkirchen.
Am 4. September 2026 findet die nächste Führung „Wald und Wasser in der Saußbachklamm“ statt. Diese wird von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen organisiert und findet jeden ersten Freitag im Monat bis Oktober statt. Die naturkundliche Führung führt durch die wildromantische Saußbachklamm bei Waldkirchen. Dabei werden die Entstehung der Klamm, die Besonderheiten des Wildbachs und die abwechslungsreichen Wälder mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt erkundet. Zudem werden historische Aspekte und der menschliche Einfluss durch die Nutzung der Wasserkraft thematisiert. Referenten sind im Wechsel Naturpark-Ranger Markus Grünzinger und Johannes Matt, Leiter der Umweltstation Waldkirchen. Die Führung findet in Kooperation mit dem HNKKJ statt.
Treffpunkt ist jeweils um 16.00 Uhr bei der Naturpark-Wanderkarte beim Bioladen Bogner, Saußmühle 2 in 94065 Waldkirchen. Der Rundgang dauert etwa 2 Stunden und ist kostenlos. Die Führung endet an der Grabenkapelle. Eine Anmeldung ist bis jeweils Freitag um 12.00 Uhr bei Ti Waldkirchen, unter Tel.: 08581 19433 erforderlich.
Bild: Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet jeden ersten Freitag im Monat eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet Saußbachleite an. Nächster Termin ist am Freitag, den 4. September 2026. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald
Die Hochlagen-Fichtenwälder der Arberregion
Sonne vom weiß-blauen Himmel, dazu ein angenehm kühler Wind und hochstehendes, silberfarbenes Gras: Es ist Hochsommer in den Hochlagen des Bayerischen Waldes. Bei dieser Exkursion gibt es viel Wissenswertes über den größten heimischen Waldvogel und den Kernlebensraum des Auerhuhns zu erfahren. Tobias Schropp von der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern stellt die verschiedenen Waldgesellschaften und Lebensraumstrukturen des Auerhuhns näher vor. Seine Ausführungen zum Wappenvogel des Naturparks werden von Corinna Kapfenberger, Gebietsbetreuerin für die Arberregion, ergänzt. Die Wanderung führt in die Hochlagen-Fichtenwälder der Arberregion auf die Berge Heugstatt und Enzian. Abschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr in der Berghütte Schareben.
Treffpunkt ist am Dienstag, den 01. September 2026 um 9.00 Uhr an der Touristinfo Drachselsried. Von dort Bildung von Fahrgemeinschaften zur Schareben. Die mittelschwere Wanderung mit etwa 11 km Länge und 450 Höhenmetern im Aufstieg dauert ca. 6 Stunden. Bitte an Rucksackverpflegung und an festes Schuhwerk denken. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis Montag, den 31.08.2026 bis 12 Uhr in der Touristinfo Drachselsried, Tel. 09945 905033 erforderlich. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftsveranstaltung mit den Touristinfos Arnbruck und Drachselsried, sowie der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern, AELF Landau a.d.Isar-Pfarrkirchen.
Bilder: Blick über die Hochlagen-Fichtenwälder der Arberregion (Bildautor: J. Matt)
Sonnenfinsternis begeistert zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Silberberg
Bodenmais. Das besondere Himmelsschauspiel lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher zu einer gemeinsamen Beobachtungsveranstaltung des Naturparks Bayerischer Wald und der Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald zum Silberberg.
Vom Parkplatz an der Silberbergbahn aus machte sich die Gruppe gemeinsam mit dem Naturpark-Ranger auf den Weg in Richtung Besucherbergwerk. Dort wartete bereits ein besonderer Beobachtungsplatz auf die Teilnehmenden. Mitglieder der Astronomischen Vereinigung hatten mehrere Teleskope und Kameras aufgebaut, mit denen die partielle Sonnenfinsternis sicher und eindrucksvoll beobachtet werden konnte.
Während sich der Mond langsam vor die Sonne schob, konnten die Besucherinnen und Besucher durch diese speziell ausgerüsteten Teleskope den Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis detailliert verfolgen. Für eine sichere Beobachtung sind dabei geeignete Sonnenfilter unerlässlich. Sie filtern den größten Teil der intensiven Sonnenstrahlung und ermöglichen so einen gefahrlosen Blick auf die Sonne. Die verschiedenen Instrumente boten unterschiedliche Einblicke in das Geschehen und machten das astronomische Ereignis für die Teilnehmenden unmittelbar erlebbar.
Die Experten der Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald standen den Gästen während der gesamten Veranstaltung mit ihrem Fachwissen zur Seite. Dabei blieb keine Frage unbeantwortet. Neben der Sonnenfinsternis selbst ging es auch um die Funktionsweise der Teleskope, die sichere Beobachtung der Sonne und weitere astronomische Phänomene.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und war sehr gut besucht. Zahlreiche begeisterte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, das seltene Himmelsschauspiel gemeinsam zu erleben und dabei mehr über die Astronomie zu erfahren. Besonders die Möglichkeit, die Finsternis unter fachkundiger Anleitung durch verschiedene Teleskope zu beobachten, machte die Veranstaltung für viele zu einem besonderen Erlebnis.
Bild 1: Der Mond bedeckt die Sonne fast komplett. Vom Silberberg aus konnte eine partielle Sonnenfinsternis mit einer Bedeckung von knapp 90% beobachtet werden
Bildautor: Renate Ettl
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