Pressemeldungen

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Biodiversität auf der Streuobstwiese

Lalling/Hunding. Auch in diesem Jahr veranstalteten der Naturpark Bayerischer Wald und das Niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel e. V. eine gemeinsame Führung durch die Streuobstbestände der Region. Bereits zum zweiten Mal begleiteten Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl und Streuobstwiesenberaterin Sabrina Diyaroglu vom Kompetenzzentrum eine Gruppe von elf Teilnehmenden über die Streuobstwiesen des Lallinger Winkels.

Vom Gasthof „Zur Post“ führte der Weg zunächst zum Streuobsterlebnisgarten in Panholling. Unterwegs erläuterte Sabrina Diyaroglu die Unterschiede zwischen modernen Obstplantagen und traditionellen Streuobstwiesen. Letztere zeichnen sich durch locker und verstreut stehende, hochstämmige Obstbäume mit unterschiedlichen Altersphasen aus. „Eine Streuobstwiese ist Teil der Kulturlandschaft. Der regelmäßige Pflegeschnitt ist entscheidend, um langfristig gesunde und reich tragende Obstbäume zu fördern“, betonte Diyaroglu.

Auch die Vielfalt alter Obstsorten wurde thematisiert. Bei einer Verkostung konnten die traditionellen Apfelsorten „Fromms Goldrenette“, „Goldparmäne“ und „Tiroler“ probiert werden. Letzterer fand bei der Gruppe besonders großen Anklang. Die für den Lallinger Winkel typische Apfelsorte konnten die Teilnehmenden später auch auf den Streuobstwiesen bei Zueding bewundern – dort stehen noch über 100 Jahre alte Bäume des „Tirolers“.

Dass Streuobstwiesen und Artenvielfalt zusammengehören, zeigte Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl. Ein großes Thema waren dabei in diesem Jahr die Wildbienen. An der Wildbienennisthilfe des Streuobsterlebnisgartens wurde besprochen, welche Wildbienenarten von Streuobstwiesen profitieren und die auch als Bestäuber die Obstbäume besuchen.

Bei toller Aussicht über Lalling kam auch die Pfarrkirche St. Stephanus zur Sprache, die als wichtiges Sommerquartier verschiedener Fledermausarten wie dem Großen Mausohr und der Breitflügelfledermaus dient. „Auf den Streuobstwiesen des Lallinger Winkels, wo im Gegensatz zum Obstplantagenanbau keine Spritzmittel verwendet werden, kommen Fledermäuse als natürliche Schädlingsbekämpfer ins Spiel.“ erläuterte die Rangerin. Die nachtaktiven Jäger ernähren sich unter anderem von Schädlingen an Obstbäumen, etwa bestimmten Nachtfaltern und können so Massenvermehrungen verhindern oder abmildern. Unsere heimischen Fledermäuse sind wiederum abhängig von einer reichen Insektenvielfalt und somit auch vom Verzicht auf Pestizide. Besonders wichtig war es der Rangerin, solche Zusammenhänge in Ökosystemen zu vermitteln und aufzuzeigen, welche Folgen starke menschliche Eingriffe, beispielsweise der Einsatz von Pestiziden, für die biologische Vielfalt haben können.

Wer sich intensiver mit dem Thema Streuobstwiesenanlage und Obstbaumpflege beschäftigen möchte, kann beispielsweise eine Ausbildung zum/zur Streuobstwiesenberater/in am Streuobstwiesenkompetenzzentrum absolvieren. Weitere Informationen zur Ausbildung sowie zu Fortbildungen rund um das Thema Streuobst finden Sie unter: https://www.streuobstzentrum-niederbayern.de/aus-und-fortbildung

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Über Klausgupf, Michelsklamm und Fuchsenstein

Waldkirchen.
Am Sonntag, den 4. Oktober 2026 bietet die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen eine geführte Wanderung zu einigen wenig bekannten Kleinoden in der Dreisesselregion. Nach einer gemeinsamen Busfahrt von Waldkirchen nach Frauenberg wird führt die Wanderung über den Aussichtsfelsen Klausgupf durch herbstlich bunte Laubwälder hinein in die wildromantische Michelsklamm. Während der Wanderung wird das Nachhaltigkeitsziel 3„Gesundheit und Wohlergehen“ über kleine meditative Einheiten eingebaut. Über schmale Pfade führt der Weg durch die Brennerin zum versteckt gelegenen Fuchsenstein. Die Wanderung folgt über den Adalbert-Stifter-Geh- und Radweg nach Neureichenau von wo anschließend die Rückfahrt nach Waldkirchen per Bus zurückgelegt wird.

Referent ist Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen. Die Wanderung umfasst 11 Kilometer und findet in Kooperation mit der Ilztalbahn und HNKKJ statt. Eine Anfahrt ist mit der Ilztalbahn ab Passau um 7.38 Uhr, Waldkirchen an 8.36 Uhr möglich. Treffpunkt ist daher kurz nach 8.30 Uhr am Bahnhof Waldkirchen. Aufgrund der Weiterfahrt mit dem Dreisesselbus bitte pünktlich sein. Die Rückankunft in Waldkirchen wird um 16.11 Uhr sein. Die Rückfahrt mit der Ilzztalbahn ab Waldkirchen um 16.44 Uhr mit Ankunft in Passau um 17.44 Uhr. Eine Anmeldung zur Wanderung ist bis Freitag, 02.10.2026 um 12.00 Uhr bei Johannes Matt, unter Tel.: 0171 3610115 erforderlich.

Bild: Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet am Sonntag 04. Oktober 2026  eine geführte Wanderung zu einigen wenig bekannten Kleinoden in der Dreisesselregion an. Bildautor: J.Matt, Naturpark Bayerischer Wald

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Wald und Wasser in der Saußbachklamm

Waldkirchen.
Am 2. Oktober 2026 findet die letzte Führung „Wald und Wasser in der Saußbachklamm“ für dieses Jahr statt.. Die naturkundliche Führung führt durch die wildromantische Saußbachklamm bei Waldkirchen. Dabei werden die Entstehung der Klamm, die Besonderheiten des Wildbachs und die abwechslungsreichen Wälder mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt erkundet. Zudem werden historische Aspekte und der menschliche Einfluss durch die Nutzung der Wasserkraft thematisiert. Referenten sind im Wechsel Naturpark-Ranger Markus Grünzinger und Johannes Matt, Leiter der Umweltstation Waldkirchen. Die Führung findet in Kooperation mit dem HNKKJ statt.

Treffpunkt ist um 16.00 Uhr bei der Naturpark-Wanderkarte beim Bioladen Bogner, Saußmühle 2 in 94065 Waldkirchen. Der Rundgang dauert etwa 2 Stunden und ist kostenlos. Die Führung endet an der Grabenkapelle. Eine Anmeldung ist bis Freitag um 12.00 Uhr bei Ti Waldkirchen, unter Tel.: 08581 19433 erforderlich.

Bild: Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet Saußbachleite an. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald

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Gemeinsam präsent

Straubing. Alle Hände voll zu tun hatten die Ranger der beiden benachbarten Naturparke des Oberen Bayerischen Waldes und des Bayerischen Waldes am vergangenen Sonntag auf dem alljährlichen Schrannenmarkt in Straubing. Entlang der Verwaltungsgrenzen zwischen Oberpfalz und Niederbayern grenzen der Landkreis Cham im Oberen Bayerischen Wald und die niederbayerischen Landkreise Straubing-Bogen und Regen im Naturpark Bayerischer Wald aneinander. Zu dritt betreuten einige der in den benachbarten Landkreisen zuständigen Ranger einen Gemeinschaftsstand. Bei bestem Spätsommerwetter besuchten viele Interessierte den Markt. Noch vor offiziellem Beginn um 8:00 Uhr und auch nach dem Ende um 17 Uhr schlenderten sehr viele Besucher und Besucherinnen über den Stadtplatz und erfreuten sich an den vielen verschiedenen Ausstellern und Angeboten.

Am Stand der beiden Naturparke zogen vor allem die imposanten Tierpräparate von Uhu, Auerhahn und Co. alle Blicke auf sich. Nicht nur Kinder staunten beim Anblick der seltenen und streng geschützten Arten, deren Größe bei vielen Besuchenden bis dahin völlig unterschätzt wurde. Für Familien mit Kindern bot ein interaktives Natur-Quiz eine unterhaltsame Möglichkeit sich mit den verschiedenen Tieren, deren Spuren und Lauten zu beschäftigen. Neben den Kindern lernten auch die Eltern noch Spannendes über unsere heimische Tiervielfalt. Natürlich gab´s fürs Mitmachen noch eine kleine Belohnung mit weiteren Informationen rund um unsere Natur.

Gerade im Bereich Tourismus und Freizeitgestaltung herrschte eine große Nachfrage bei den Marktgängern. Flyer und Broschüren über das mannigfaltige Angebot in den beiden Naturparken gingen weg wie warme Semmeln. Vor allem Wandern und Radeln stand hoch im Kurs der Interessierten. Darüber hinaus erfreuten sich die Ranger über das große Interesse an der Arbeit der Naturparke, die in vielen Gesprächen zum Ausdruck gebracht wurde. Auch im nächsten Jahr ist wieder eine gemeinsame Teilnahme geplant.

Foto v.l.: Straubing-Bogen Rangerin Heidi Heigl und die im Landkreis Cham zuständigen Ranger Christoph Grausam und Lisa Gammer freuten sich über zahlreiches Interesse an ihrem Stand. (Bildautor: L. Gammer)

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Naturnahe Alternative zum Rasenmähen

Waldkirchen. Das Mähen mit der Sense ist eine naturnahe Alternative zu Rasenmähern, Kreiselmähwerken und Mährobotern. Diese Auffassung vermittelte Sensenlehrer und Bio-Imker Georg Zellner am Samstag, den 12.09., bei einem ganztägigen Kurs in Kooperation mit dem Naturpark Bayerischer Wald.

Im Theorieblock erfuhren die Teilnehmer erstmal Wissenswertes über die Geschichte der Sensenmahd, den Aufbau einer Sense und deren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Die ersten beidhändig geführten Sensen tauchten bereits zu Beginn der Eisenzeit auf. Über Jahrhunderte prägte die Mahd mit der Sense die Bewirtschaftung von Wiesen und trug zur Entstehung einer großen Artenvielfalt bei.
Nach dem theoretischen Teil in den Kursräumen des HNKKJ ging es für die sieben Teilnehmer – drei Frauen und vier Männer – zu den praktischen Übungen. Zellner zeigte zunächst verschiedene Techniken des Dengelns. Dabei wird das Sensenblatt so bearbeitet, dass es seine notwendige Schärfe erhält. Jeder Person stand dafür ein eigener Dengelstuhl zur Verfügung und nach einer gewissen Zeit wurde durchgewechselt.
Heute erlebt die Sense laut Zellner vor allem bei Imkern, Naturschützern und Liebhabern ökologischer Gärten eine Renaissance. Sie schont die Lebewesen in der Wiese, benötigt keine Energie und arbeitet nahezu geräuschlos.
Nach der Mittagspause wurden in Waldkirchen die Sensen zusammengebaut, auf die jeweilige Körpergröße eingestellt und die richtigen Schnittwinkel festgelegt. Nach dem Wetzen ging es auf eine strukturreiche Wiese bei Neureichenau. Unter Anleitung von Georg Zellner lernten die Teilnehmer, dass sich auch längeres Gras mit einer richtig eingestellten und geschärften Sense gut mähen lässt. Die anfänglichen Bewegungsabläufe wurden regelmäßig korrigiert, bis der richtige Körperschwung zunehmend sicher saß.
Die Begeisterung war groß, als nach rund eineinhalb Stunden eine ansehnliche Fläche in Gemeinschaftsarbeit gemäht war. Zum Abschluss zeigte Zellner noch, wie sich steilere Flächen und kurzer Rasen mit der Sense bearbeiten lassen. Auch mitgebrachte Sensenmodelle wurden begutachtet und auf ihre Schnitttauglichkeit geprüft.

Bild: Nachdem die Sensen vorbereitet und für jede Person individuell eingestellt waren, ging es raus auf eine Wiese bei Neureichenau. (M. Grünzinger, Naturpark)

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Lebensraum Streuobstwiese: ein „Hotspot“ der Artenvielfalt

Sonntag, 27. September 2026, 14:00 bis 16:30 Uhr

Lalling. Fledermäuse, Spechte und Hornissen: Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas, sie sind „Hotspots“ der Biodiversität. Doch was unterscheidet eine Streuobstwiese von einer Obstplantage und wie sieht es mit Pflanzung und Pflege aus? Auf einem knapp drei Kilometer langen Spaziergang erklären die Referentinnen Sabrina Diyaroglu vom Niederbayerischen Streuobstwiesen-Kompetenzzentrum und Carina Kronschnabl vom Naturpark Bayerischer Wald den Unterschied und zeigen die vielen kleinen Ecken der Artenvielfalt auf einer Streuobstwiese.

Eine Anmeldung ist bis zum 26.09. um 16:30 Uhr unter 09922 802480 möglich. Treffpunkt ist der Gasthof zur Post (Hauptstraße 8, 94551 Lalling). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der LBV Kreisgruppe Deggendorf und der BN Kreisgruppe Deggendorf statt.

Bildunterschrift: Streuobstwiese. Bildautor: Sabrina Diyaroglu

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Schöpfungswanderung im Naturpark 

Viechtach. Der Große Pfahl ist ein steinerner Bote aus dem Erdaltertum – ein Beispiel für Werden und Vergehen von Ozeanen, Hochgebirgen, Insel in einem tropischen Meer, Aufstieg zu einem Mittelgebirge oder Abtragung während der Eiszeiten. Geologin und LBV-Kreisvorsitzende Dorothea Haas zeigt Ihnen bei einer Schöpfungswanderung die Spuren der wechselvollen Erdgeschichte des Bayerischen Waldes und die Nutzung seiner Naturschätze für die heimische Industrie. Die Naturpark Umweltstation Viechtach lädt zusammen mit der LBV Kreisgruppe Regen dazu alle Interessierten herzlich ein. Evolution und Erde im Wandel am Großen Pfahl ist der Titel dieser kostenlosen, ca. zweistündigen Exkursion. Treffpunkt ist am Sonntag, den 27. September um 15.00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte festes Schuhwerk mitnehmen.
Der Große Pfahl bei Viechtach führt die Bestenliste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns an. Dort zeigt sich ein Naturschauspiel von hoch aufragenden Felsenzügen, tiefen Quarzbrüchen und lichten Pfahlheiden.

Foto mit Text: Malerisch erheben sich die Quarzfelsen des Großen Pfahls über Viechtach (Foto: H. Heigl).

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Von der Spore zum Pilz

Zwiesel. Aphasie, ein Begriff mit dem nicht viele etwas anfangen können. Die Rede ist hier von einer erworbenen Sprachstörung, die oft auch mit einer Bewegungseinschränkung der rechten Körperhälfte einhergeht und nach einer Läsion des Gehirnes auftritt. Konkret kann so etwas nach einem Schlaganfall auftreten, nach Schädel-Hirn-Traumata sowie Hirntumore oder Entzündungen.

Der Aphasie Landesverband Bayern will Betroffenen mehr zurückgeben als nur das Sprechen, nämlich auch die Freundschaft. Zu diesem Zweck haben Gaby Auer und Ulrike Nowraty eine Woche ins Leben gerufen in der Aphasie-Betroffene und deren Angehörige gemeinsam die Stadt Zwiesel erkunden. Am 05.09. führte der Weg die Gruppe in das Naturparkhaus in Zwiesel.

Hier wartete ein besonderes Thema auf die Truppe: Pilze. Naturpark Rangerin Samantha Biebl hatte am Vortag einige Frischpilze gesammelt und einen Vortrag dazu ausgearbeitet. Nach einem kurzen Einstieg zum Naturpark und dem Infohaus ging es auch schon ran an das Thema. Gaby Auer hatte auch ein kleines Pamphlet zu ihren Pilzerfahrungen in Neuseeland vorbereitet.  Danach wurden die Pilze besprochen. Mit dabei waren allseits bekannte Pilze wie der Fliegenpilz aber auch weniger bekanntere wie der Grünspan Becherling, welcher Holz blau verfärbt. Dieses Holz wurde früher gerne von Kunsttischlern verwendet. Ziel war es aufzuzeigen, dass Pilze mehr sind als nur Speisepilze und, dass schier ungeahnte Anwendungsbereiche noch zu erforschen sind. Aus Zwiebelfüßigem Hallimasch kann z.B. viel Melanin produziert werden. Dieser Stoff kann Schwermetalle binden und eignet sich eventuell für neue Wasserreinigungsfilter.

Nachdem alle Pilze besprochen waren, konnte jeder die Ausstellung im Naturparkhaus erkunden und im Anschluss ging es (kurz noch weiter) mit einem Vortrag über die Unterschiede zwischen Natur- und Nationalpark.

Bild: Die Teilnehmer der Gruppe (Foto: Auer)

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