Pressemeldungen

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Besinnlicher Abendspaziergang am Großen Pfahl

Viechtach. Einen besinnlichen Abendspaziergang bieten die Pfarreigemeinschaft Viechtacher Land und die Naturpark Umweltstation Viechtach gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Viechtach an. Treffpunkt für den ca. zweistündigen Abendspaziergang ist am Mittwoch, den 15. Juli um 19.00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl (neben der B 85). Hintergründiges, Besinnliches und Spannendes zu Schöpfung und Nachhaltigkeit sind die Themen. “Jubeln sollen alle Bäume des Waldes!' Können Bäume beten? lautet der Titel, der sich auf den Psalm 96 bezieht. An landschaftlich reizvollen Rastplätzen am Großen Pfahl lädt Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad zum Nachdenken über die Schöpfung ein. Schüler des Gymnasiums lesen meditative Texte – auch eine vom Gymnasium gestaltete „Kunstbank“ wird dabei präsentiert. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Wanderung herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen dazu unter 0171 3364125.

Die Abendwanderung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Schöpfung und Nachhaltigkeit ist für alle da“, die in diesem Jahr von der Naturpark Umweltstation Viechtach angeboten wird. Das Naturschutzgebiet am Großen Pfahl mit den angrenzenden Steinbrüchen und Pfahlheiden bietet dafür eine angenehme Naturkulisse.  

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Unterwegs zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See

Waldkirchen.
Wer am Erlauzwieseler See spazieren geht, der kann ein für den Bayerischen Wald eher seltenes Weidetier beobachten. Es ist braunschwarz, hat eine imposante Gestalt, halbkreisförmig abgeflachte Hörner und suhlt sich gerne im Matsch: der Wasserbüffel. Am Erlauzwieseler See haben sie einen ganz besonderen Auftrag. Sie sind die Vielfaltmacher der dortigen Auwiesen. Die extensive Beweidung durch die Wasserbüffel hat in den vergangenen Jahren bereits sichtbare Erfolge gezeigt: Die Artenvielfalt auf den Auwiesen konnte deutlich gesteigert werden, insbesondere bei seltenen Pflanzenarten, die von den vielfältigen Strukturen und offenen Flächen profitieren.“

Über die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen werden auch dieses Jahr wieder Führungen zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See angeboten. Die nächste Führung wird am Freitag, den 17. Juli 2026 stattfinden. Weitere Termine werden 21.08. und 18.09. sein. Die Informationen kommen dabei aus erster Hand, vom Büffelhalter Helmut Schmutzer aus Kronwinkel. Er wird im Wechsel mit Bernd Kannenberg, der Schmutzer bei der Betreuung der Büffel am Erlauzwieseler See unterstützt, viel Spannendes und Wissenswertes über diese gutmütigen Riesen vermitteln.
Treffpunkt ist jeweils um 16.00 Uhr am öffentlichen Parkplatz beim Restaurant am See am Erlauzwieseler See. Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und ist kostenlos. Anmeldung erforderlich jeweils bis Freitag um 12.00 Uhr bei der Touristinfo Waldkirchen unter Tel.: 08581 19433.

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Einladung zur Jahresversammlung in Mitterfels

Am Montag, 13.07.2026 um 14:00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Mitterfels statt. Zur Mitgliederversammlung im Gasthaus Fischer Veri treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf, sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine.

Die Tagesordnung für die Jahreshauptversammlung umfasst die üblichen Regularien Die Einladung geht nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an alle Interessierten, sowie an alle Pressevertreter. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen. Vorgestellt werden aktuelle Projekte und die derzeit gültigen Förderbedingungen. Auch der fachliche Austausch wird nicht zu kurz kommen. Wer Fördermitglied beim Naturparkverein werden möchte, kann dies für 24 Euro im Jahr machen.

Einen ausführlicheren Bericht wird es über das aktuelle Großprojekt des Naturparks am Eschenberg mit der Errichtung der Sternwarte geben. Ein Jahr nach Anerkennung zum internationalen „Dark Sky Reserve“, d.h. zum Sternenpark entsteht auf 1042 m Meereshöhe bei Kirchdorf im Wald ein Premium-Beobachtungsplatz, gefördert über das EU-Förderprogramm INTERREG und über das Bayerische Wirtschaftsministerium. Dort wird derzeit das größte, barrierefrei erreichbare 1m – Teleskop Deutschlands errichtet.

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Altes Handwerk lebt wieder auf

Niederwinkling. Die Besucher des Niederwinklinger Freibades staunten nicht schlecht, als letzten Samstagvormittag auf der nebenan gelegenen Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) fröhlich geklopft wurde. Bereits zum zweiten Mal stellte der OGV Niederwinkling sein Vereinsheim und den Obstgarten dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. für einen Dengel- und Sensenkurs zur Verfügung.
12 Teilnehmende lernten bei dem Kurs, wie eine Sense gepflegt, rasiermesserscharf hergerichtet und eingesetzt wird. Nebenbei konnte man sogar noch etwas für die eigene Gesundheit und Beweglichkeit tun. Der Theorieteil des Kurses fand im Vereinsheim des OGV statt, wo der Vorsitzende Andreas Reisinger und Kursleiter Georg Zellner die Teilnehmenden begrüßten. In konzentrierter Runde drehte sich alles um die historischen und handwerklichen Hintergründe der Sensenmahd und deren Einfluss auf die Entwicklung unserer Kulturlandschaft und die Artenvielfalt.
Dabei wurden grundlegende Fragen geklärt: Wie ist eine Sense aufgebaut? Was für Sensen gibt es und wann kommt welche Sense zum Einsatz? Warum muss man Dengeln und wie dengelt man richtig? Aufgezeigt wurde der ökologische Wert der Sensenmahd im Vergleich zu den heute üblichen Mähweisen, gerade im Garten oder auf kleineren Flächen.
Im Anschluss zur Theorie folgte die Praxis. Dabei war zuerst das Dengeln an der Reihe. Unter Anleitung des Kursleiters konnten alle Teilnehmenden verschiedene Techniken und Werkzeuge ausprobieren. Schnell wurde dabei klar: Mit etwas Übung und dem richtigen Werkzeug ist das Dengeln gar nicht so schwer.
Nach der Brotzeit ging es zum Mähen auf die Streuobstwiese. Zuerst bauten die Teilnehmenden die zur Verfügung gestellten Sensen zusammen und richteten diese individuell auf sich ein. Dafür standen Sensen und -stiele in verschiedenen Größen zur Verfügung. Das ist sehr wichtig, um in entspannter Haltung und ermüdungsfrei arbeiten zu können. Nach kurzen Trockenübungen wurden die Sensen unter Anleitung gewetzt und so gut gerüstet ging es ans Mähen.
Die Begeisterung aller Teilnehmenden war groß, als sie merkten, wie leicht und schnell die Sensenmahd mit einer hochwertigen und individuell eingestellten Sense von der Hand geht und wie schnell dabei eine relativ große Fläche gemäht werden kann. Anschließend zeigte Zellner noch spezielle Techniken wie das Mähen am Hang und um Hindernisse wie Bäume herum.
Wer nun Lust bekommen hat, das alte Handwerk zu erlernen oder aufzufrischen, hat noch dieses Jahr Gelegenheit dazu. Ein Ganztageskurs findet am 12. September in Waldkirchen statt. Einen reinen Dengelkurs gibt es am 05. September in Zwiesel. Die Kurse sind für alle Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse und auch für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Anmeldung und nähere Informationen beim Naturpark unter 09922-802480.

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Projekttag Fledermauskoffertheater 

Kollnburg.
Am Freitag, den 12.06.2026 öffnete sich im Kindergarten Kollnburg der Vorhang für das reisende Fledermauskoffertheater der Naturpark Umweltstation Eisenstein. Beim Projekttag lauschten alle Vorschulkinder der Gruppen Sonne, Mond, Sterne und Wald mit großen Augen der Mitmach-Geschichte „Die 7 Fledermäuse“.  Umso mehr Begeisterung leuchtete in den Augen der Kinder, als sie den Abendsegler Ferdinand und die Wasserfledermaus bei der Verbreitung der Nachrichten am Fluss und im Wald mit ihrer Fledermauszeitung unterstützen durften. Es klickert und klackert ganz leise, wenn die wichtigen Nachrichten damit an alle Fledermäuse weitergegeben werden, denn sie brauchen Unterstützung, um ein neues Quartier für die Zweifarbfledermäuse zu finden.
In dem Stück begeben sich die Kinder auf Entdeckungsreise in die Welt der Nachtsegler, die hier den Bayerischen Wald bevölkern und Abenteuer bestehen, während wir in den Betten liegen. In der zauberhaften Erzählung erleben die Kinder die faszinierende Welt der Fledermäuse und eine bedrohliche Situation für die Wochenstube der Zweifarbfledermäuse. Diese ist so etwas wie der Kindergarten der Fledermäuse, in der Mütter und ältere Weibchen auf die Jungen aufpassen, bis sie groß genug sind zu fliegen. Diese Phase ist sehr störungsempfindlich, aber eine rettende Idee bringt am Ende alle Akteure im größten Fledermausquartier des Bayerischen Waldes zusammen, dem Silberberg. Im Anschluss wurden die Kinder zum Fest der Fledermäuse eingeladen und tanzten bei einem neu gelernten Lied im Abendhimmel. Die 7 Arten, die im Stück vorkommen, wurden auf einem großen Plakat wieder erkannt: Der große Abendsegler, der in einer alten Baumhöhle wohnt,  die Wasserfledermaus, die über dem Wasser auf Mückenjagd geht, die Langohren mit den größten Ohren, die geheimnisvolle Bechsteinfledermaus, die alleine im Wald wohnt, die bedrohten Zweifarbfledermäuse, mit dem schwarzen Rücken und dem weißen Bauch, die rabenschwarzen Nordfledermäuse, die oben am Arber wohnen und die winzigen Zwergfledermäuse, die in die kleinsten Ritzen passen.
Der krönende Abschluss war für alle in Kleingruppen draußen 4 Fledermauskästen zu zimmern, die am Kindergarten angebracht werden. Diese Ersatznischen für die Fledermäuse werden in ca. 3 Metern Höhe angebracht, in 3 Himmelsrichtungen, um den Fledermäusen die Chance zu geben, sich je nach Temperatur umzuhängen. Die Kinder werden nun gespannt beobachten, ob sich dort abends oder früh morgens etwas bewegt um die Kästen, denn tagsüber schlafen die Fledermäuse.
Das Fledermauskoffertheater geht weiter auf Tour in die Grundschulen und Kindergärten. Anfragen bitte unter der 09925 902430 an die Naturpark Umweltstation Eisenstein. Kosten für den Projekttag betragen 60,-€/Vormittag, Fledermauskästen kommen je nach Anzahl separat hinzu.

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Auf goldenen Steigen in das Reich der Auerhühner

Einst war das Auerhuhn, der größte Hühnervogel Europas, im gesamten Bayerischen Wald weit verbreitet. Doch seit dem 19. Jahrhundert ging sein Bestand drastisch zurück. In den 1980er Jahren überlebten nur noch wenige Individuen, zurückgezogen in den abgelegenen Hochlagen der Berge. Hauptursache für diesen dramatischen Rückgang war der Verlust ihres natürlichen Lebensraums.
Das Auerhuhn benötigt großflächige, zusammenhängende Waldgebiete mit einer Mischung aus offenen Flächen, gut strukturiertem Mischwald und einem reichen Angebot an Nahrung.
Durch den Umbau der Wälder zu Fichtenmonokulturen verschwanden diese strukturreichen, mosaikartigen Wälder, auf die das Auerhuhn zum Überleben angewiesen ist. Hinzu kam die zunehmende Zerschneidung der Landschaft, wodurch ihre Lebensräume noch weiter schrumpften.
Dank intensiver Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand in den letzten Jahrzehnten wieder etwas erholen. Doch bleibt das Auerhuhn eine stark gefährdete Art. Besonders in den Wintermonaten ist es sehr störungsanfällig. Da sich die Tiere in dieser Zeit hauptsächlich von energiearmen Nadeln der Fichten und Tannen ernähren, welche nur sehr wenig Energie liefern. Jede Flucht, etwa ausgelöst durch Wandernde oder Skifahrende abseits der ausgewiesenen Wege, kostet wertvolle Kraft und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein, da die verbrauchten Energiereserven nur schwer wieder aufgefüllt werden können.
Auf unserer Wanderung werfen wie einen Blick in den Lebensraum dieses faszinierenden Vogels und erfahren Wissenswertes über seine Lebensweise, seine Ansprüche an den Wald und die Herausforderungen, denen er heute gegenübersteht. Außerdem zeigen wir auf, wie jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann, diese selten gewordene Art zu schützen.
Begleitet werden wir von Uwe Stanke von „Goldsteig Wandern“, er gibt spannende Einblicke in die Entstehung und Besonderheiten der Goldsteig-Wanderwege. Ein Großteil unserer Route verläuft auf diesem besonderen Wanderweg.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 11.07.2026 um 11:00 Uhr und dauert ca. 5-6 Stunden.
Treffpunkt ist am Parkplatz Ruselabsatz vor dem kleinen Naturparkhäuschen.
Anmeldungen bis zum 10.07.2026 um 12:00 Uhr unter 09922 802480.
Hinweis: Bitte festes Schuhwerk mitnehmen. Ebenso ist eine gute Kondition wichtig. Die Wegstrecke beträgt ca. 12 Kilometer und 250 Höhenmeter.
Kurzfristige Änderungen werden über die Homepage des Naturparks bekannt gegeben:
https://www.naturpark-bayer-wald.de/veranstaltungen.html

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Am Großen Pfahl lebt altes Handwerk wieder auf

Viechtach. Am zweiten Juniwochenende wurde im Schatten in der alten Verladestation neben dem Steinbruch am Großen Pfahl fröhlich geklopft, als sich die Teilnehmenden des Sensenkurses, der heuer zum zweiten Mal in Viechtach stattfand, im Dengeln übten. Bei dem ganztägigen Kurs mit dem Sensenlehrer und Bio-Imker Georg Zellner in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Bayerischer Wald lebte die alte Wirtschaftsweise des Sensens, Dengelns und Wetzens wieder auf. Wie mäht man ökologisch und ohne Maschinenlärm und fördert dabei noch die Artenvielfalt? Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling und viele Schmetterlingsarten, sowie seltene Pflanzenarten wie die Heidenelke, die Skabiosenflockenblume und die Arnika danken es den Sensenmähern für die Möglichkeit abzublühen und sich fortzupflanzen mit ihrem Bestand. So konnten 8 Teilnehmer am Samstag, den 13.06.2026 lernen, bzw. wieder auffrischen wie eine Sense gepflegt, rasiermesserscharf hergerichtet und eingesetzt wird. Und nebenbei konnte man sogar noch etwas für die eigene Gesundheit und Beweglichkeit tun.
Der Theorieteil des Kurses fand in der Verladestation statt, wo Georg Zellner und Naturpark Rangerin Christina Frank vom Naturpark Bayerischer Wald die Teilnehmenden begrüßten. In konzentrierter Runde drehte sich alles um die historischen und handwerklichen Hintergründe der Sensenmahd und deren Einfluss auf die Entwicklung unserer Kulturlandschaft und die Artenvielfalt. Dabei wurden grundlegende Fragen geklärt: Wie ist eine Sense aufgebaut? Was für Sensen gibt es und wann kommt welche Sense zum Einsatz? Warum muss man Dengeln und wie verhindert man „Blodan“? Welche unterschiedlichen Dengelarten haben sich in Bayern und dem Alpenraum entwickelt? Neben den Grundlagen von Zellner zeigte Frau Frank zudem auf, welchen ökologischen Wert die Sensenmahd im Vergleich zu den heute üblichen Mähweisen besitzt.
Im Anschluss folgte auf die Theorie folgte die Praxis. Dabei war zuerst das Dengeln an der Reihe. Unter der Anleitung des Kursleiters konnten alle Teilnehmenden verschiedene Dengeltechniken und dazugehörige Dengelwerkzeuge ausprobieren. Schnell wurde dabei klar: mit etwas Übung ist das Dengeln gar nicht so schwer! Einige Passanten staunten nicht schlecht, als sie auf ihrem Spaziergang an der Verladestation vorbeikamen.
Nach dem Mittagessen ging es bei schönstem Sonnenschein dann zum Mähen auf die Streuobstwiese unterhalb des Großen Pfahls, wo die Teilnehmer nun die richtige Einstellung und Ausrichtung aller Einzelteile einer Sense erlernten. Sie durften die bereitgestellten Sensen selbst zusammenbauen und dabei auf die individuelle Körpergröße anpassen. Nach kurzen Trockenübungen wurden die Sensen unter Anleitung gewetzt und so gut gerüstet ging es dann ans Mähen. Die Begeisterung aller Teilnehmenden war groß, als sie merkten, wie leicht und schnell die Sensenmahd mit einer hochwertigen und individuell eingestellten Sense von der Hand geht, und wie schnell dabei eine relativ große Fläche gemäht werden kann. Anschließend zeigte Zellner noch spezielle Techniken wie das Mähen am Hang und um Hindernisse wie Bäume herum. Während des Kurses wurden auch die mitgebrachten alten Sensen in Augenschein genommen. Besonders bei alten Sensenblättern, die teilweise über Jahre unbenutzt in Scheunen vergessen wurden, ist laut Zellner der Anteil qualitativ hochwertiger Modelle relativ hoch. Diese lassen sich in der Regel mit etwas Geduld wieder instand setzen.

Wer nun Lust bekommen hat, das alte Handwerk des Sensenmähens zu erlernen, hat dieses Jahr auch noch die Gelegenheit dazu. Die nächsten beiden Ganztageskurse finden am 04.07.2026 in Niederwinkling und am 12.09. in Waldkirchen statt und sind für alle Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse und auch für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Die Kursgebühr beträgt 120 € pro Person. Eine Voranmeldung ist beim Naturpark unter der Nummer 09922-802480 erforderlich. Weitere Informationen finden Sie im Naturpark-Jahresprogramm und im Veranstaltungskalender unter www.naturpark-bayer-wald.de.

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Hirt is gwen, owa schee 

Das Läuten der Kuhschellen gehört bereits seit Jahrhunderten unzertrennbar zu den Hochlagen des Bayerischen Waldes. Bereits seit dem Jahre 1522 werden mehrere Schachten in der Arberregion von Weiderechtlern aus Bodenmais beweidet. Von den einst über hundert Weiderechtlern, sind es heute nur noch drei, die alljährlich Jungrinder auf die Bodenmaiser Schachten auftreiben. Heute leistet die Beweidung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Arberregion.
Der Naturpark Bayerischer Wald lädt am Sonntag, den 12.07.2026 zu einer ganztägigen Wanderung ein. Hierbei besteht die Gelegenheit die alte Weidetradition und die botanischen Besonderheiten am Wegesrand näher kennenzulernen. Ludwig Fritz, einer der Bodenmaiser Weiderechtlern wird Historisches und Informatives zu dieser alten Nutzungsform erläutern. Die Wanderung wird von der Gebietsbetreuerin für die Arberregion Corinna Kapfenberger geleitet, welche die naturschutzfachlichen Aspekte der Beweidung erläutern wird.
Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Bretterschachten. Festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und Brotzeit sind für die mittelschwere, ca. sechsstündige Wanderung erforderlich. Eine gute Kondition und Ausdauer sind zudem Voraussetzung. Eine Anmeldung zur Wanderung ist bis Freitag, den 10.07.2026, 12 Uhr bei der Tourist-Info Bodenmais, Tel.: 09924 312 960 erforderlich.

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