Gebietsbetreuung in Bayern

In Bayern sind insgesamt derzeit, außerhalb der Nationalparke, etwa 65 Gebietsbetreuende in 56 Gebieten im Einsatz. Alle Standorte der Gebietsbetreuenden und mehr Informationen finden Sie auf der Homepage zur Gebietsbetreuung in Bayern und auf der Internetseite des Bayerischen Naturschutzfonds.

Bei Führungen von Gebietsbetreuenden kann die Natur hautnah erlebt werden. In ganz Bayern finden Exkursionen und Veranstaltungen der  Gebietsbetreuenden statt. Seien Sie mit den Gebietsbetreuenden unterwegs und endecken Sie Ihre Heimat neu!

 

Und das haben Sie von Ihrer Gebietsbetreuung...

  • Ilz-Gebietsbetreuer Stefan Poost bei einer FührungGebietsbetreuende sind "vor Ort" für Sie da:

Als Fachkräfte beraten Sie sie kompetent in allen Fragen rund um ihr Gebiet. Sie sind durch ständige Präsenz Anlaufstelle für Einheimische, Urlaubsgäste, Verbände, Schulen, Kindergärten, Gemeinden, Förderer, Presse, Rundfunk und das Fernsehen.

  • Gebietsbetreuende bewerben nachhaltig ihr Gebiet:

Sie machen die naturkundlichen Besonderheiten ihres Gebiets bekannt und fördern damit den sanften Tourismus.

Sie gewinnen interessierte Mitstreiter*innen für den Naturschutz, unterstützen und koordinieren ehrenamtliche Arbeit und binden sie alle erfolgreich in lokale Projekte ein.

  • Gebietsbetreuende vermitteln:

Sie arbeiten mit Behörden und Gemeinden zusammen und äußern sich zu Planungen. Sie kennen die Konfliktbereiche in ihren Gebieten und fördern die Konsenzfindung bei anstehenden Zielkonflikten, nicht nur am "Runden Tisch".

  • Gebietsbetreuende bieten Ihnen Umweltbildung aus erster Hand:

Sie leiten Natur-Erlebnisführungen in ihre Gebiete und informieren dabei sachkundig und engagiert.

Sie vermitteln Umweltbewusstsein undsensibilisieren für Naturschutzthemen.

Sie erarbeiten zum Schutze ihrer Gebiete Strategien zur Besuchslenkung und setzen diese um.

Sie laden zu Vorträgen ein.

Sie organisieren Ausstellungen und Projekttage mit wechselnden Themenschwerpunkten für Schulklassen aller Schularten und für Kindergärten.

Aufgaben

Ihre Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da ihr Aufgabenfeld sehr weit gespannt ist. Es umfasst u.a.

  • Öffentlichkeitsarbeit  
  • Umweltbildung
  • Besuchslenkung
  • Beratung der Bevölkerung
  • koordinierende und konzeptionelle Arbeiten in der Projekt- und Gebietsentwicklung
  • qualifizierte Umweltbeobachtung/Monitoring mit Arten- und Methodenkenntnis
  • Mithilfe bei der Umsetzung der Schutzgebietsverordnungen
  • Ansprechpartner für ehrenamtliche Naturschützende, Verbände, Schulen, Flächeneigentümer*innen, Nutzer*innen, Naturbegeisterte, Behörden und Medien
  • Gebietsbetreuende machen ihr Gebiet bekannt und setzen sich für Nachhaltigen Tourismus ein
  • Erhebung von naturschutzfachlichen Daten, die sie für fachliche Konzepte nutzen, bereiten sie auf und stellen sie für Planungen der Naturschutzbehörden zur Verfügung

Finanzierung

Die Stellen der Gebietsbetreuenden werden von Naturschutzverbänden, anderen Vereinen oder Kommunen getragen. Sie werden vom Bayerischen Naturschutzfonds finanziell unterstützt. Die unteren Naturschutzbehörden der jeweiligen Landkreise und die höheren Naturschutzbehörden an den jeweiligen Bezirksregierungen begleiten Gebietsbetreuende naturschutzfachlich und organisatorisch. Zusammen mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege fördern sie zudem den Erfahrungsaustausch.

Mit der 1994 beim Naturpark Bayerischer Wald für den Großen Arber eingerichteten Schutzgebietbetreuungsstelle war bayernweit die erste hauptamtliche "Naturwacht" an einem Naturpark im Einsatz. Mittlerweile ist Naturparkgebiet auch entlang der Ilz ein Gebietsbetreuer unterwegs. Heute ist die Betreuung einer Vielzahl von Projekten in den jeweiligen Regionen damit verbunden.