Vize-Bundestagspräsidentin Claudia Roth (Grüne) auf Tour durch den Zwieseler Winkel

Bayer. Eisenstein. Beeindruckt von der Geschichte des historischen Grenzbahnhofs zeigte sich die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth. Auf Einladung des Grünen Kreisverbands und von Landtagskandidat Jens Schlüter besuchte sie den „Bahnhof des Jahres 2017“, der durch den Umstand, dass die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien mitten durch das Gebäude läuft, auch ein Symbol für offene und überwundene Grenzen ist.

Eisensteins Bürgermeister Charly Bauer freute sich, die Bundestagsvizepräsidentin in seiner Gemeinde begrüßen zu dürfen und beschrieb anschaulich die Entwicklung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der jahrzehntelang einen Austausch zwischen Menschen aus den beiden Ländern nahezu unmöglich gemacht habe. Er betonte zudem, dass die heutige Selbstverständlichkeit von offenen Grenzen vor rund 30 Jahren erst erkämpft und erstritten werden musste.
Der Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Wald, Hartwig Löfflmann, führte anschließend in historischer Bahnuniform informativ und anschaulich durch die NaturparkWelten im Grenzbahnhof. Diese beherbergen fünf verschiedene, barrierefreie Ausstellungsebenen.

So besichtigte die Gruppe um Claudia Roth die Fledermausausstellung in den Gewölben im Untergeschoss und auch die rund 100 Quadratmeter große Modelleisenbahn, die in liebevoller Kleinarbeit aufgebaut wurde und den Besuchern die Faszination der Eisenbahnwelt vermittelt. Beeindruckt zeigten sich die Gäste auch vom Skimuseum, in dem Horst Wimmer anhand der vielen Exponate vom alten Holz-Ski bis zur originalen Olympiamedaille die Entwicklung des Wintersports im Bayerischen Wald eindrücklich beschrieb.

Anschließend ging die Frauenauer Ethnologin Prof. Dr. Katharina Eisch-Angus auf die sozialen Entwicklungen ein, die durch die Schließung und Öffnung der deutsch-tschechischen Grenze entstanden.

Weiter ging es für die Grünen-Politiker ins Wildniscamp am Falkenstein, wo Antje Laux und Klaus Möller vom Verein WaldZeit eine kenntnisreiche Führung über das Gelände und durch die verschiedenen Themenhäuser gaben. Im anschließenden Gespräch unterstrich man noch einmal die hohe Bedeutung, die der Nationalpark mit seinen Umweltbildungseinrichtungen für die Region habe.

Den Abschluss ihrer Reise durch den Zwieseler Winkel bildete für Claudia Roth standesgemäß ein Einkauf im Werksverkauf der Zwiesel Kristallglas AG, so dass die Bundestagsvizepräsidentin nicht nur mit vielen guten Eindrücken, sondern auch mit echtem Zwieseler Glas nach Hause fuhr.bbz

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