Naturschutz Hand in Hand

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Ranger-Vernetzungstreffen zwischen Nationalpark und Naturpark Bayerischer Wald

Das Sachgebiet 1 des Nationalparks und die Ranger des Naturparks Bayerischer Wald e.V. vor dem Null Energie Haus in Zwiesel. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Das Sachgebiet 1 des Nationalparks und die Ranger des Naturparks Bayerischer Wald e.V. vor dem Null Energie Haus in Zwiesel. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.

Zwiesel. Naturschutz sollte nicht an einer von uns Menschen gezogenen Grenze aufhören, er sollte darüber hinausgehen, denn: Die Natur kennt keine Grenzen. Gemeinsam kann voneinander gelernt werden, Ideen können erarbeitet und Best Practices weitergegeben werden. Getreu diesem Credo gab es vergangenen Donnerstag ein Vernetzungstreffen im Null-Energie-Haus des Naturparks Bayerischer Wald e. V. Der Naturpark lud das Sachgebiet I des Nationalparks Bayerischer Wald ein, sich über Neuigkeiten auszutauschen und mögliche Berührungspunkte zu erarbeiten. Das Sachgebiet I beim Nationalpark kümmert sich um Regionales Netzwerk, Besuchermanagement und die Nationalparkwacht. Federführend in der Planung waren Sachgebietsleiter Reinhold Gaisbauer und Naturpark-Rangerin Samantha Biebl.

Gestartet wurde das Ganze mit einem allgemeinen Einblick in den Naturpark. Naturräumlich unterscheidet dieser sich mit seinen ca. 278.000 ha etwas vom Nationalpark, welcher flächenmäßig ca. 25.000 ha bemisst. Die Flächen im Naturpark sind stark vom Menschen geprägt und erfordern sogar Pflege und regelmäßigen Eingriff, um die Natur dort zu erhalten. Im Nationalpark ist das etwas anders, hier gilt „Natur, Natur sein lassen“. Zudem ist der Naturpark ein Verein und besitzt eine andere Organisationsstruktur im Vergleich zum Nationalpark, der eine Sonderbehörde des Bayerischen Umweltministeriums ist.

Danach ging es um die konkrete Arbeit der Naturpark-Ranger. Zuerst wurde diese allgemein vorgestellt und später auf die einzelnen Arbeitsbereiche der 6 Naturpark-Ranger eingegangen. Jeder Ranger hat in seinem Gebiet teilweise andere Aufgaben, die sich aus den naturräumlichen Besonderheiten ergeben: Gibt es in Straubing z.B. den Versuch, brütende Kiebitze zu schützen, so ist man im Landkreis Regen bestrebt, Uhus zu finden. Vor allem der Uhu ist eine Art, die im Nationalpark wenig, bis gar nicht in Erscheinung tritt.

Um die Veranstaltung thematisch nicht zu überlasten, wurden im Anschluss zwei einzelne Projekte des Naturparks herausgegriffen und gesondert vorgestellt. Projektkoordinatorin Heidi Heigl stellte das Naturpark-Projekt Holunderknabenkraut vor und Ranger Emanuel Hackl erläuterte den Sternenpark sowie die geplante Sternwarte am Eschenberg.

Am Schluss waren sich alle einig: Es gibt viele Berührungspunkte in der Naturschutzarbeit, aber auch einige Unterschiede. Um weitere Vernetzung zu gewährleisten, wurden Wünsche notiert und festgehalten zu welchen Dingen künftig ein gemeinsamer Austausch und weiterer Informationsfluss stattfinden sollte. Bereits geplant sind eine gemeinsame Exkursion und eine gemeinsame Aktion zum nächsten World Ranger Day. Man vereinbarte auch, sich künftig beim Monitoring enger auszutauschen.

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