• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Commerzbank sponserte zwei Heißluftballonfahrten Letztes Wochenende feierte der Naturpark Bayerische Wald e.V. sein 40jähriges Jubiläum


Die Besucher des Naturpark-Informationshauses in Zwiesel wurden am Jubiläumswochenende von ungewohnten Tönen empfangen: Bohrgeräusche, Hämmern und Klopfen wiesen den Kindern und deren Eltern den Weg in den Kinderspielbereich: Arber-Gebietsbetreuer Arnold Multerer hatte mit den beiden Naturpark-Praktikanten Tobias Wilsch und Isabelle Auer ein Kinderprogramm entwickelt, das zeigte, dass Naturschutz Spaß macht. Durch umweltpädagogische Aktionen kann man gleichzeitig naturkundliches Wissen vermitteln und die Kreativität fördern. Insgesamt rund 70 Kinder lernten, wie man mit wenigen Mitteln Wildbienen, Hummeln und Insekten eine Nistgelegenheit bieten kann: Man bohrt einfach Löcher in ein Stück Holz. Der Durchmesser des so entstandenen zukünftigen Larvengangs bestimmt dann, welches Insekt in die „neue Wohnung“ einzieht.
Nach der Fertigstellung dieses „Rohbaus“ war die künstlerische Kreativität der „Bauherren“ gefordert. Naturmaterialien wie Moose, Flechten, Blätter, Fichtenzweige, Fichten- und Kiefernzapfen verwandelten die Holzscheiben in Gesichter, Kunsthäusern und Mooshütten. Manche Insektenhäuser erinnerten selbst an große hölzerne Insekten, ausgestattet mit Fühlern aus Fichtenzweigen und aus Buchenblättern zusammengesetzten Flügeln. Nebenbei erfuhren die kleinen Naturart-Künstler, dass ihre Arbeit nicht nur von menschlichen Natur- und Kunstliebhabern geschätzt wird: Bienen, die sogar Farbtöne sehen, die das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmen kann, benützen Farben auch zur Orientierung: Hellere Bereiche auf einer Blüte etwa dienen ihnen als „Landebahnen“, die ihnen den Weg zur Nektarquelle zeigen. Wer wollte, konnte sein Insektenhaus nach Hause mit nehmen. Ein Großteil der „Häuslebauer“ entschloss sich jedoch, seine Insektenunterkunft dem Naturpark für sein geplantes Naturpark-Insektenhaus zur Verfügung zu stellen.
Wie konzentriert die kleinen Handwerker und Künstler bei der Sache waren, zeigte sich daran, dass sie sich am Samstag – im Gegensatz zu den Erwachsenen – nicht von der mit Spannung erwarteten Verlosung zweier Fahrten mit einem Heißluftballon ablenken ließen. Und so stieg bei strahlendem Sonnenschein die Gewinnerin der ersten Fahrt, die 12jährige Laura in Begleitung ihres Vaters in den von der Commerzbank gesponserten Heißluftballon. Die knapp einstündige Fahrt führte sie vom Sonnenhaus über Zwiesel nach Ludwigsthal. Dort gab es im wahrsten Sinne des Wortes eine Punktlandung in der letzten freien Wiese vor dem geschlossenen deutsch-tschechischen Waldgürtel. Die zweite Fahrt, die am frühen Sonntag morgen stattfand, hinterließ bei dem Gewinnerehepaar Kramheller ebenso unvergessliche Eindrücke. Auf Grund anderer Windverhältnisse fuhr an diesem Tag der Ballon Richtung Donau und landete in Regen. Da sich in dieser Richtung genügend Wiesen zum Landen befanden, dauerte die Fahrt etwa doppelt solange wie am Vortag.

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