Das Naturschutzgebiet „Winzerer Letten“ war das Ziel einer vogelkundlichen Morgenwanderung, zu der der Naturpark Bayerischer Wald e.V. eingeladen hatte. Referent Frater Ludwig Schwingenschlögl führte die mit Ferngläsern gut ausgerüstete Gruppe. Vom Beobachtungsturm aus bot sich ein schöner Rundblick auf die Altwässer und Röhrichte. Viele Vogelarten wie Rohrweihe, Schnatterente oder Mehlschwalbe konnte hier im Fluge, auf dem Wasser oder am Ufer beobachtet werden. Auf den Auwiesen standen einzelne Kiebitze, die an ihrem langen Federschopf am Kopf und den „Kie-Wit“- Rufen gut zu bestimmen waren. Daneben zog eine Gruppe von Graugänsen mit ihren Jungen auf der Suche nach Nahrung umher. Viele Vogelarten machten durch ihren schönen Gesang auf sich aufmerksam. Die Heckenbraunelle und das seltene Blaukehlchen waren versteckt im Unterholz zu hören. Selbst der prächtig gelb schimmernde Pirol sang melodisch flötend sein „dülio-liu“ in den Baumkronen. Insgesamt konnte bei der zweistündigen vogelkundlichen Wanderung mehr als dreißig Vogelarten gehört oder gesehen werden. Dies zeigt auch den besonderen Wert des Naturschutzgebietes für die Vogelwelt. Die trocken gefallenen Seichtwasserflächen sind bei Niedrigwasser ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen wie Schwanenblume, Zypergras oder Büchsenkraut. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ist es ganzjährig verboten, den nördlichen Uferbereich des Altwassers zu betreten sowie vom 1. März bis 31. Juli im gesamten Naturschutzgebiet die Wege zu verlassen.

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