Im Rahmen der Sendung „Schwaben und Altbayern“ berichtet das Bayerische Fernsehen über die einzigartige Naturerscheinung Pfahl. Der Beitrag wird am kommenden Sonntag, den 21.April ab ca. 18.05 Uhr im dritten Programm gesendet. Fernsehredakteur Klaus Röder war mit seinem Kamerateam Herbert Lehner und Volker Gabriel zu Gast im Bayerischen Wald. Sie waren drei Tage in der Pfahlregion unterwegs um das Naturdenkmal Pfahl zu filmen. Die beindruckenden Quarzfelsenriffe stehen im Mittelpunkt des Berichts. Auch über den Quarzabbau in den Steinbrüchen wird berichtet. Erst fanden die „Schudderschloger“ – so wurden die Steinbrucharbeiter genannt – im Viechtacher Steinbruch Brot und Arbeit. Nachdem im Jahr 1992 der Betrieb eingestellt wurde, eroberte sich die Natur dieses Gebiet zurück: Gelbbauunken laichen in den Tümpeln, Schlingnattern jagen in den Schotterhalden oder Fledermäuse „übertagen“ in den Felsnischen. Der Pfahl ist aber auch der Lebensraum für einen Löwen: Der „Ameisenlöwe“ wartet in seinem Fangtrichter auf seine Beute. Er ist einer der vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten, die auf den Felsriffen, Pfahlheiden oder in den lichtdurchfluteten Wäldern ihre „Heimat“ finden. Nach der Pfahlsage ist das gezackte Quarzfelsenriff der aus dem Erde ragende Kamm eines Drachens, der tief im Erdinnern ruht. Die Wissenschaft spricht dagegen von heißen, unterirdisch aufsteigenden wässrigen Lösungen, aus denen der Pfahlquarz „herauswuchs“. In der Pfahldauerausstellung im „Alten Rathaus“ in Viechtach können sich Besucher das ganze Jahr über das Naturdenkmal Pfahl informieren. Große und kleine Naturforscher können dabei in der Experimentierwand „Pfahlgeheimnisse“ oder den „Mikrokosmos des Pfahls“ erforschen. Gesteine und Minerale warten bei der Suche nach dem „Stein der Weisen“ auf ihre Entdeckung.

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