Die Geschichte des Grenzbahnhofs im Überblick

  • 19.03.1856 Gründung der „Königlich privilegierten Aktiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen als Privatgesellschaft
  • 26.11.1867 Antrag auf Bau einer Bahnlinie von Deggendorf nach Eisenstein bei den königlich-bayerischen Entscheidungsträgern
  • 13.11.1872 Veröffentlichung der „Conzessionsurkunde“ im Reichsgesetzblatt
  • 30.03.1873 Abschluss eines Staatsvertrages Bayern-Österreich
  • 1874 Beginn des Waldbahnbaus Richtung Grenze von Klattau und Deggendorf aus
  • 13.09.1876 Bau der Deffernik-Brücke
  • 1876 Großbaustelle am Grenzbahnhof
  • 1877 Fertigstellung des Grenzbahnhofs, Inbetriebnahme; er wurde bereits damals zur Touristenattraktion, nachdem München und Prag durch eine Eisenbahn verbunden waren; Gebäude 120 m lang, Grenze geht mitten hindurch
  • 20.10.1877 Der erste Zug trifft im Bahnhof ein
  • Um 1900 Blütezeit des Grenzbahnhofes; zeitweise sind bis zu 120 Personen beschäftigt
  • 1918 Nach Ende des 1. Weltkrieges entsteht aus der bayerisch-österreichischen die bayerisch-tschechoslowakische Grenze
  • 1938-1945 Reichsbahnverwaltung, deutsche Besatzung
  • 01.05.1945 US-Feldpolizei übernimmt die Kontrolle über die Grenze
  • Juni 1945 Tschechisches Militär zieht in den tschechischen Bahnhofsteil ein
  • Dez. 1945 Wiedereröffnung der Bahnlinie Bayerisch Eisenstein-Plattling
  • 1945-1953 Auf tschechischer Seite kein Bahnverkehr, nur Austausch von Güterwägen
  • April 1946 Bayerische Grenzpolizei übernimmt Aufsicht über den Grenzbahnhof
  • 1947 Amerikaner errichten auf dem Bahnhofsvorplatz als zusätzliche Grenzsicherung und als Sichtschutz einen Bretterzaun
  • 1948 Amerikanische Feldpolizei zieht ab
  • Frühjahr 1948 Mit Machtübernahme durch die Kommunisten liegt der Bahnhof in der stark gesicherten Grenzsperrzone
  • 1953 Eisenbahnverkehr auf tschechischer Seite wird ganz eingestellt, nachdem es bisher noch wenigstens den Austausch von Güterwägen gab; über die Gleisanlagen wird von den Tschechen ein hoher Drahtzaun gezogen.
  • 1974 Aufgabe der Strecke Zwiesel – Bayer. Eisenstein als Hauptbahn
  • 1980 Deutsche Bundesbahn baut am Grenzbahnhof Stellwerk und Signale ab
  • 1989 „Samtene Revolution“ in der Tschechoslowakei
  • 03.02.1990 50.000 Personen bilden eine Menschenkette zwischen Bayerisch Eisenstein und Zelezna Ruda
  • 02.06.1991 Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl: „20.000 Leute aus beiden Ländern feiern den Fall des Eisernen Vorhangs
  • 1994 Es gibt Ideen zur Errichtung einer „grenzüberschreitenden Begegnungsstätte“ im Mittelteil des Grenzbahnhofs; der Landschaftsraum von der Donau zur Moldau und die vier angrenzenden Großschutzgebiete Naturpark Bayerischer Wald, Nationalpark Bayer. Wald, Nationalpark Sumava und Landschaftsschutzgebiet Sumava sollen vorgestellt werden
  • Herbst 1999 bis August 2000 Restaurierung des tschechischen Bahnhofteils über das EU-Förderprogramm PHARE-CBC
  • 12.10.2000 Eröffnung des „Naturpark-Infozentrums Grenzbahnhofs“ im Beisein von über 300 geladenen Gästen
  • 01.05.2004 EU-Beitritt der Tschechischen Republik
  • 28.05.2006 Durchgehende Waldbahnzüge nach Železna Ruda und Špicak
  • 28.07.2006 Verkaufsannonce für den Grenzbahnhof in der Süddeutschen Zeitung
  • 25.09.2006 Kauf des Grenzbahnhofes auf deutscher Seite durch den Naturpark Bayer. Wald e.V.
  • April - November 2007 Entrümpelung deutscher Bahnhofsteil durch RENOVA-Maßnahme
  • 23.09.2007 Bahnhofsfest: "130 Jahre Grenzbahnhof" und " 10 Jahre Waldbahn"
  • 21.12.2007 Wegfall der Grenzkontrollen mit Unterzeichnung des "Schengen-Abkommens"
  • April - November 2009 und März - August 2010 Bauteilfreilegung und Entkernung des deutschen Bahnhofsteiles
  • 23.08.2010 Baubeginn zur Generalsanierung des Grenzbahnhofes
  • 04.06.2011 Bahnhofsfest mit Dampfzugfahrt: 20 Jahre Grenzöffnung
  • 10-07.2014 Eröffnung der NaturparkWelten (4 Museen im Hauptbau des deutschen Bahnhofsteiles, dreisprachige Ausstellung)
  • 14.03.2015 Offizielle Eröffnung von Museumscafe und Restaurant im Historischen Wartesaal 1. Klasse

obige Kurzzusammenstellung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit
Autor: H. Löfflmann. Quellen: Infotafeln: Zug der Zeit, Geschichte des Eisensteiner Tales